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Hermann Niederreiter (07.03.2005, 09:52)
F'up de.soc.wirtschaft gesetzt.

S. unten:
'Anlass & Bezug:'.

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Wir haben einmalig irrwitzige Staatsschulden

von über 160 000 DM pro Kopf!: *

* Renten- & Pensions- -Ansprüche gegen den Staat
sind wie normale Staats-Schulden:

Auch die normalen Staats-Schulden werden (wie die Staatsrente)
im 'Umlageverfahren' getragen:
Auch sie belasten die Kinder.

Diese Ansprüche/ Schulden werden aber unterschlagen
in den öffentlichen Verarmungs-Berichten.

(Dort werden auch die Vermögens-Verkäufe unterschlagen
zur Verschleierung der Verarmung.)

Die dort berichteten Staatsschulden
(= rund 30 000 DM pro Kopf)
sind im Vergleich zu den tatsächlichen
nur eine Marginalie

* S. diesbzgl. Beiträge: -

- 'Staatsschulden: ueber 100 000 DM pro _Kopf_ !
<sep1f010ht48q5hu48f4tn44314i8gt23a>

Spiegel 45/2002:
Der Freiburger Ökonom Bernd Raffelhüschen
in seiner Generationen-Bilanz:
(.. regelmäßig erstellt für Bundesbank und Regierung)

- '85.000 Euro Schulden pro Kopf'
<co1g5e$csi$1>.

Glos in der Haushaltsdebatte 2004.

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Anlass & Bezug:

Torben Anschau <anschau> wrote in de.soc.misc:

>Hermann Niederreiter
>in <as0j11l3o093ut0f1j2e2l79bjictb3q9j>
>in Betreff:


'Klartext! Sachlichkeit! Deutschland war!
(Was:
Die Auslaender oeffnen die EU-Grenze!
Fuer sie ist 'Deutschland passee')'


>Wie kommst Du auf diese Zahl?


S. oben.

Gruß, Hermann
Michael Hoffmann (08.03.2005, 12:43)
On Mon, 07 Mar 2005 08:52:06 +0100, Hermann Niederreiter wrote:

> Wir haben einmalig irrwitzige Staatsschulden
> von über 160 000 DM pro Kopf!: *

Die erscheinen nur dann einmalig irrwitzig, wenn man sie mit "normal"
berechneten Staatsschulden vergleicht.

Irrwitzig ist in erster Linie deine Berechnungsmethode, bzw., das
Ergebnis als "Schulden" zu bezeichnen.

> * Renten- & Pensions- -Ansprüche gegen den Staat
> sind wie normale Staats-Schulden: Wenn, dann aber bitte richtig irrwitzig:-):


Beamte sind ja praktisch unkündbar. Es reicht also nicht, die
Pensionsansprüche zu berechnen, hinzu kommen die Gehaltsansprüche aller
Beamten bis zum Pensionsalter.

Außerdem hat z.B. *jeder* Bundesbürger ggf. ein *lebenslanges* Recht
auf Sozialhilfe/HartzIV.

Du müsstest also konsequenterweise noch durchschnittlich etwa 40 Jahre
multipliziert mit 80 Mio. Bundesbürgern, multipliziert mit (Geld von
HartzIV + Sozialbeiträge + sonstige Kosten) dazurechnen.

Über die noch größere Zahl, die dabei herauskommt, kannst du dich dann
noch besser aufregen.

Gruß
Michael
Thomas Brinkhammer (09.03.2005, 13:12)
"Michael Hoffmann" <maikel.NACHNAME> schrieb im Newsbeitrag
news:14df
> On Mon, 07 Mar 2005 08:52:06 +0100, Hermann Niederreiter wrote:
>> Wir haben einmalig irrwitzige Staatsschulden
>> von über 160 000 DM pro Kopf!: *


c.a. 80 000 Euro.
Sind die Schulden zu hoch,wird der Euro abgewertet.
Und zwar durch die internationalen Finanzmärkte.
Momentan sehe ich diese Abwertung nicht,trotz zunehmender
Schulden in Deutschland.
Vermutlich liegt es daran,dass andere,bedeutende, Länder flotter Schulden
machen,
als die Deutschen.
Das Problem dabei ist,das diese Länder unser gespartes Geld für deren
wirtschaftlichen Fortschritt verknacken.
Natürlich zahlen die ihre Schulden zurück,aber in abgewerteter einheimischer
Währung.
Also haben die,die Schulden gemacht haben,einen Vorteil,sie haben neue
Indutrieanlagen,Verkehrsinfrastruktur,Gebäude,e.t. c.,ihre Schulden
sind aber weniger geworden,da die eigene Währung abgewertet wurde.

Die Deutschen sparen in ihrer Heimat,modernisieren nicht,leihen ihr Geld
anderen Staaten,und bekommen über Währungsverluste weniger zurück.
Das eigene Land ist dazu noch rückständig.
Das ist kein Vorteil!

Staatsverschuldung ist eben etwas anderes, als private Verschuldung.

> Die erscheinen nur dann einmalig irrwitzig, wenn man sie mit "normal"
> berechneten Staatsschulden vergleicht.
> Irrwitzig ist in erster Linie deine Berechnungsmethode, bzw., das
> Ergebnis als "Schulden" zu bezeichnen.
> Wenn, dann aber bitte richtig irrwitzig:-):
> Beamte sind ja praktisch unkündbar. Es reicht also nicht, die
> Pensionsansprüche zu berechnen, hinzu kommen die Gehaltsansprüche aller
> Beamten bis zum Pensionsalter.
> Außerdem hat z.B. *jeder* Bundesbürger ggf. ein *lebenslanges* Recht
> auf Sozialhilfe/HartzIV.


Noch!

> Du müsstest also konsequenterweise noch durchschnittlich etwa 40 Jahre
> multipliziert mit 80 Mio. Bundesbürgern, multipliziert mit (Geld von
> HartzIV + Sozialbeiträge + sonstige Kosten) dazurechnen.


Multipliziert mit der Eintrittswahrscheinlichkeit in Hartz4.
Dieses multipliziert mit der Wahrscheinlichkeit,dass Hartz4 noch 40
existiert.
[..]
Gerald Kossner (09.03.2005, 22:28)
"Thomas Brinkhammer" <nospam> schrieb im Newsbeitrag
news:d0mlm6$chq$00$1-.
> Die Deutschen sparen in ihrer Heimat,modernisieren nicht,leihen ihr Geld
> anderen Staaten,und bekommen über Währungsverluste weniger zurück.
> Das eigene Land ist dazu noch rückständig.
> Das ist kein Vorteil!


Ähnliches gilt übrigens für die von unseren Politclowns dauernd so
probagierten Exportüberschüsse.
Das in München und Stuttgart erwirtschaftete Geld wird für neue Werke in
Spartanburg und Tuscalosa bzw. für Voicestream etc. ausgegeben.

Gerald
Thomas Brinkhammer (10.03.2005, 21:25)
"Gerald Kossner" <kossner> schrieb im Newsbeitrag
news:jfu1
[..]
> Geld
> Ähnliches gilt übrigens für die von unseren Politclowns dauernd so
> probagierten Exportüberschüsse.

Genau.
Die in anderer Währung sind.
Da die Währung mit den Exportüberschüssen aufgewertet
wird, relativ zur anderen Währung mit Handelsdefizit,wird der
Exportüberschuss
teilweise oder ganz vernichtet.
Es gibt auch Verdiener:die Währungsspekulanten z.B.,die sahnen diese
Exportüberschüsse
über Kursgewinne ab.
Deswegen sollten Exportüberschüsse sofort verwertet werden,z.B. in
inländische
Investitionen,oder in den Aufkauf von Rohstoffen oder Energieträgern.
Notfalls auch zur Konjunkturstimulation.
In Zukunft zu erwartende Exportüberschüsse müssen schon vorher über
Staatsanleihen
verwertet werden,damit erst gar nicht andere diese Wirtschaftsleistung
abschöpfen können.
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