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Hannes Kuhnert (04.06.2020, 15:48)
Ich bin gesetzlich krankenversichert und zahle meine Beiträge selber.

Vor einiger Zeit wurde ich zwecks erneuerter Festsetzung meines Beitrags um
eine Einkommenserklärung gebeten. Etwas später erhielt ich eine Erinnerung.
Dabei wurde erwähnt, dass bei ausbleibender Information meine Beiträge auf
den Höchstbeitrag festgesetzt würden. Letzte Woche habe ich die erbetenen
Einkommensinfos eingereicht. Derweilen hatte und habe ich zunächst weiter
den gewohnten Beitrag gezahlt.

Heute ging bei mir eine Beitragsmahnung ein. Es geht um einen Monatsbeitrag
in vielfacher Höhe des mir bekannten. Überdies wird eine Mahngebühr erhoben.

Anscheinend beruht diese Mahnung auf einer noch ohne meine Einkommensinfos
(vorläufig) ermittelten Beitragshöhe. Allerdings liegt mir zu diesem Beitrag
kein Festsetzungsbescheid vor. Mir war wie erwähnt prinzipiell angekündigt
worden, dass mein Beitrag ggf. auf Höchsthöhe festgelegt würde; das nächste,
was mich erreicht hat, ist die Mahnung zu einer mir bis jetzt unbekannte
Beitragshöhe.

Was würdet Ihr tun?

Widersprechen?

Abwarten, dass die Einkommensinfo verarbeitet wird?
Stefan Schmitz (04.06.2020, 16:19)
Am Donnerstag, 4. Juni 2020 15:48:16 UTC+2 schrieb Hannes Kuhnert:

> Anscheinend beruht diese Mahnung auf einer noch ohne meine Einkommensinfos
> (vorläufig) ermittelten Beitragshöhe. Allerdings liegt mir zu diesem Beitrag
> kein Festsetzungsbescheid vor. Mir war wie erwähnt prinzipiell angekündigt
> worden, dass mein Beitrag ggf. auf Höchsthöhe festgelegt würde; das nächste,
> was mich erreicht hat, ist die Mahnung zu einer mir bis jetzt unbekannte
> Beitragshöhe.
> Was würdet Ihr tun?
> Widersprechen?
> Abwarten, dass die Einkommensinfo verarbeitet wird?


Erst mal die Mahnung näher anschauen. Angemahnt werden kann nur, was per
Bescheid festgesetzt wurde. Auf was für einen Bescheid nimmt die Mahnung Bezug?
Hannes Kuhnert (04.06.2020, 16:59)
Stefan Schmitz schrieb:
> Am Donnerstag, 4. Juni 2020 15:48:16 UTC+2 schrieb Hannes Kuhnert:
> Erst mal die Mahnung näher anschauen. Angemahnt werden kann nur, was per
> Bescheid festgesetzt wurde. Auf was für einen Bescheid nimmt die Mahnung
> Bezug?


Auf einen Bescheid Bezug nimmt sie gar nicht:
| [Ersatzkasse] ist gesetzlich verpflichtet, auf eine pünktliche
| Beitragszahlung aller Mitglieder zu achten. Die Beiträge sind [?]
| spätestens am 15. des Folgemonats fällig. Leider haben Sie diesen Termin
| überschritten.

Es folgt die Bitte um Ausgleich des behaupteten Rückstands. Weiter sind die
gesetzlichen Folgen eines Zahlungsverzugs dargelegt. Dann werden meine
Rechte angesichts der Mahnung genannt.

Nach dem Schlussgruß ist der verlangte Zahlbetrag aufgeführt. Für den
Versicherungsbeitrag stehen Bezugszeitraum und Fälligkeitstag da, sonst
nichts. Ist schon eigentümlich!
Henning Sponbiel (05.06.2020, 15:44)
On Thu, 04 Jun 2020 15:48:14 +0200, Hannes Kuhnert wrote:

[..]
>was mich erreicht hat, ist die Mahnung zu einer mir bis jetzt unbekannte
>Beitragshöhe.
>Was würdet Ihr tun?


Den Sachbearbeiter anrufen und versuchen, die Angelegenheit in aller
Ruhe zu (er-)klären.

Hennning
Hannes Kuhnert (06.06.2020, 10:08)
Henning Sponbiel schrieb:
> On Thu, 04 Jun 2020 15:48:14 +0200, Hannes Kuhnert wrote:
>>Ich bin gesetzlich krankenversichert und zahle meine Beiträge selber.
>>[?]
>>Was würdet Ihr tun?

> Den Sachbearbeiter anrufen und versuchen, die Angelegenheit in aller
> Ruhe zu (er-)klären.


Auf den Briefen der Krankenkasse sind immer wieder andere Sachbearbeiter
vermerkt. Dabei scheint die Aufgabenwahrnehmung atomisiert zu sein. Das
lässt mich von einem Anruf nicht viel erwarten. Vielleicht werd ich?s
trotzdem mal versuchen.
Henning Sponbiel (06.06.2020, 12:19)
On Sat, 06 Jun 2020 10:08:10 +0200, Hannes Kuhnert wrote:

>Henning Sponbiel schrieb:
>Auf den Briefen der Krankenkasse sind immer wieder andere Sachbearbeiter
>vermerkt. Dabei scheint die Aufgabenwahrnehmung atomisiert zu sein. Das
>lässt mich von einem Anruf nicht viel erwarten. Vielleicht werd ich?s
>trotzdem mal versuchen.


Ich habe in ähnlichen Fällen überwiegend gute Erfahrungen gemacht. Die
meisten Sachbearbeiter versuchen tatsächlich zu helfen, wenn man den
Sachverhalt plausibel erklären kann und man ruhig auftritt.

Henning
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