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Werner Sondermann (03.11.2018, 13:06)
Hallo!

Bin mir jetzt gar nicht sicher, ob das hier überhaupt die richtige
Gruppe für meine Anfrage ist.

Auf meiner 1&1-Telefonrechung steht, daß der alte Versanet-Vertrag zum
08. 11. 2018 gekündigt ist. Versatel wurde ja schon vor geraumer Zeit
von 1&1 übernommen und der alte Name taucht inzwischen auch gar nicht
mehr auf der monatlichen Rechnung auf.

-------------------------------------------------------------
Vertragslaufzeit:
Ihr Vertrag begann am 01.05.2011 und endet am 08.11.2018. Der Vertrag
wurde bereits gekündigt.
-------------------------------------------------------------

Die haben mir inzwischen auch schon so ein neues FRITZ!Gerät von AVM
zugesandt, was ich zum Umstellungstermin statt des alten ISDN-Teils von
Versatel installieren soll.

Damit würde dann wahrscheinlich automatisch ein neuer Vertrag in Kraft
treten, mit dann nur noch einer Telefonverbindung via Internet.

Kann mir vielleicht jemand eine Tipp geben, welcher Provider für mich
empfehlenswert wäre, wenn ich jetzt doch noch schnell wechseln wollte.

Mein alter Vertrag hatte eine unbegrenzte Internet-Flat und der
DSL-Anschluß ist mit bis zu 16.000 KBit/s Downstream angegeben sowie
eine Festnetz-Flatrate zum Führen kostenloser Gespräche innerhalb des
deutschen Festnetzes.

Der ganze Spaß kostete mich bisher als Grundpreis 29,90 im Monat.

Einen schnelleren DSL-Anschluß brauche ich eigentlich nicht.

Danke für jedwede Hinweise, auch zu evtl. Fehlern, die ich unbedingt
beim Providerwechsel vermeiden sollte.

Danke und Gruß,

Werner
Bernd Ohm (03.11.2018, 13:31)
Der kleinste DSL-Vertrag von 1&1 hat ein
sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Über zwei Jahre gerechnet kostet er monatlich
17,50 Euro und eine leistungsfähige kleine
Fritzbox (= 4712) ist gratis dabei.

Nachteil: Mtl. 100 GB Datenvolumen,
danach Geschwindigkeit nur noch 1 MBit/s

Viele unserer Kunden kommen damit zwar locker aus,
Power-Downloader und -Streamer aber natürlich nicht.
Für jene ist dann der nächst größere Vertrag für
mtl. 22,50 Euro (über zwei Jahre gerechnet) interessant.
Thomas Einzel (03.11.2018, 14:21)
Am 03.11.2018 um 12:31 schrieb Bernd Ohm:
> Der kleinste DSL-Vertrag von 1&1 hat ein
> sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.



die beiden DSL 16Mbit werden nur mit 1Mbit/s upstream beworben, eine
weitere Einschränkung

> Über zwei Jahre gerechnet kostet er monatlich
> 17,50 Euro und eine leistungsfähige kleine
> Fritzbox (= 4712) ist gratis dabei.
> Nachteil: Mtl. 100 GB Datenvolumen,
> danach Geschwindigkeit nur noch 1 MBit/s
> Viele unserer Kunden kommen damit zwar locker aus,
> Power-Downloader und -Streamer aber natürlich nicht.


Bis auf Senioren kommt in meinem Familenkreis praktisch niemand mit
100GB/Monat aus. Keine "Power-Downloader". Zählt z.B. Netflix schon als
"Power Streamer"?

> Für jene ist dann der nächst größere Vertrag für
> mtl. 22,50 Euro (über zwei Jahre gerechnet) interessant.


Das ist die übliche Laufzeitfalle, weil dieser Preis nur für genau 24
Monate stimmt- Man muss vor/zum Wechselzeitpunkt kündigen um nicht statt
durchschnittlich 17,49 dann 24,99 bzw. statt 22,49 dann 29,99 (?/Monat)
zu bezahlen. Dass das andere Anbieter oft ähnlich machen, macht es IMO
nicht besser.

Also immer aller 2 Jahre wechseln, dann ja.
Martin Gerdes (03.11.2018, 18:38)
"Werner Sondermann" <werner-sondermann> schrieb:

>Bin mir jetzt gar nicht sicher, ob das hier überhaupt die richtige
>Gruppe für meine Anfrage ist.


Auf jeden Fall kommst Du recht früh mit Deiner Anfrage.

>Auf meiner 1&1-Telefonrechung steht, daß der alte Versanet-Vertrag zum
>08. 11. 2018 gekündigt ist.


Also schon in 5 Tagen. Da kann man jetzt nicht mehr viel beschicken.

>Versatel wurde ja schon vor geraumer Zeit von 1&1 übernommen und der
>alte Name taucht inzwischen auch gar nicht mehr auf der monatlichen
>Rechnung auf.


>-------------------------------------------------------------
>Vertragslaufzeit:
>Ihr Vertrag begann am 01.05.2011 und endet am 08.11.2018. Der Vertrag
>wurde bereits gekündigt.
>-------------------------------------------------------------


.... und Du hast vermutlich nicht reagiert. Es ist zu vermuten, daß die
Kündigung bereits vor (sagen wir mal) 3 Monaten erfolgt ist.

>Die haben mir inzwischen auch schon so ein neues FRITZ!Gerät von AVM
>zugesandt, was ich zum Umstellungstermin statt des alten ISDN-Teils von
>Versatel installieren soll.


Das mach mal.

>Damit würde dann wahrscheinlich automatisch ein neuer Vertrag in Kraft
>treten, mit dann nur noch einer Telefonverbindung via Internet.


Möglicherweise. Das Usenet hat keine Augen, wie Du ja weißt.

>Kann mir vielleicht jemand einen Tipp geben, welcher Provider für mich
>empfehlenswert wäre, wenn ich jetzt doch noch schnell wechseln wollte.


Das kommt -- wie immer -- drauf an.

>Mein alter Vertrag hatte eine unbegrenzte Internet-Flat und der
>DSL-Anschluß ist mit bis zu 16.000 KBit/s Downstream angegeben sowie
>eine Festnetz-Flatrate zum Führen kostenloser Gespräche innerhalb des
>deutschen Festnetzes.


Standard.

Vermutlich bietet 1&1 auch so etwas. Ich hätte an Deiner Stelle halt
rechtzeitig den Provider gewechselt und damit dann die Wechselprovision
abgegriffen. Vermutlich ist es dazu jetzt zu spät.

>Der ganze Spaß kostete mich bisher als Grundpreis 29,90 im Monat.


Standardpreis.

>Einen schnelleren DSL-Anschluß brauche ich eigentlich nicht.


Na denn ist doch alles in Butter!

>Danke für jedwede Hinweise, auch zu evtl. Fehlern, die ich unbedingt
>beim Providerwechsel vermeiden sollte.


Den größten Fehler hast Du ja bereits hinter Dir (und er ist nun
vermutlich nicht mehr oder nicht mehr so einfach korrigierbar).
Bernd Ohm (03.11.2018, 18:40)
Am 03.11.2018 um 13:21 schrieb Thomas Einzel:

> Also immer aller 2 Jahre wechseln, dann ja.


Nö, deutlich früher.

Die von mit betreuten Kunden bleiben maximal 18 Monate
in ihrem gebuchten Tarif.
Es wird 6 Monate vor Vertragsende gekündigt, anschließend
beim Retention-Team angerufen und neu verhandelt.

Läuft bei 1&1 schon seit mehreren Jahren problemlos so.
Bernd Ohm (03.11.2018, 18:51)
Er schrieb:

> -------------------------------------------------------------
> Vertragslaufzeit:
> Ihr Vertrag begann am 01.05.2011 und endet am 08.11.2018. Der Vertrag
> wurde bereits gekündigt. -------------------------------------------------------------


Das klingt für mich so, dass er am 9.11. raus ist.

Irritierend in dem Zusammenhang ist, dass er eine neue Fritzbox
zugeschickt bekam.
Jörg Tewes (03.11.2018, 19:25)
Bernd Ohm schrieb:
> Er schrieb:
> -------------------------------------------------------------
> Das klingt für mich so, dass er am 9.11. raus ist.


Würde ich auch so sehen.

> Irritierend in dem Zusammenhang ist, dass er eine neue Fritzbox
> zugeschickt bekam.


Vielleicht hatte er eine ohne Telefonie.

Bye Jörg
Georg Schwarz (03.11.2018, 19:34)
Thomas Einzel <usenet-2018> wrote:

> Bis auf Senioren kommt in meinem Familenkreis praktisch niemand mit
> 100GB/Monat aus. Keine "Power-Downloader". Zählt z.B. Netflix schon als
> "Power Streamer"?


statt sich um solche Begriffe zu streiten, sollte man einfach selbst mal
nach dem monatlichen Datenverbrauch schauen und sich ein konkretes Bild
machen. Fritzboxen z.B. bieten dazu eine sehr praktische
Verbrauchsstatistik.
Ich behaupte mal dass für fast alle, die keine OTT-Videodienste im HD
oder höher oder umfangreiches Videostreaming nutzen, 100 GB im Monat
schwer zu knacken sein wird, wenn sie nicht irgendwelche
Spezialanwendungen wie umfangreiches Backup ins Netz laufen haben.
Das hat nichts mit Senioren oder nicht zu tun. Es gibt genug Konsumenten
in der arbeitenden Bevölkerung, die schlichtweg keine Zeit und Lust
haben, massig Fernsehen oder Video zu konsumieren, und alle anderen
Mainstream-Anwendungen verbrauchen vergleichsweise wenig Datenvolumen.
Georg Schwarz (03.11.2018, 19:34)
Bernd Ohm <invalid> wrote:

> Er schrieb:
> -------------------------------------------------------------
> Das klingt für mich so, dass er am 9.11. raus ist.


die Formulierung kling so, ich zweifle allerdings dass es so ist.
Wenn der Vertrag zum 01.05.2011 geschlossen worden ist, ist es auch
unwahrscheinlich, dass er zum November gekündigt werden kann.
Wahrscheinlicher ist eher dass 1&1 selbständig einen Produktwechsel
eingestellt hat, da sie das ISDN loswerden wollen/müssen (technisch
gesehen).
Das wäre ohne Kundenzustimmung natürlich nicht rechtens, da Versatel
damals explizit ISDN-Anschlüsse verkauft hat.
Aber man kann's ja mal versuchen als Anbieter.

> Irritierend in dem Zusammenhang ist, dass er eine neue Fritzbox
> zugeschickt bekam.


wie gesagt: Vermutung Produktwechsel
Thomas Einzel (03.11.2018, 19:53)
Am 03.11.2018 um 17:40 schrieb Bernd Ohm:
> Am 03.11.2018 um 13:21 schrieb Thomas Einzel:
>> Also immer aller 2 Jahre wechseln, dann ja.

> Nö, deutlich früher.


ICh bin der MVLZ von 24 Monaten ausgegangen, das man sich passend früher
darum kümmern (Kündigungsfrist + einige Sicherheitswochen) ist klar.

> Die von mit betreuten Kunden bleiben maximal 18 Monate
> in ihrem gebuchten Tarif.
> Es wird 6 Monate vor Vertragsende gekündigt, anschließend
> beim Retention-Team angerufen und neu verhandelt.


Das ist offenbar nicht bei allen United Internet AG Firmen so, web.de
hat bei einem auslaufenden 24 Monats DSL Vertrag nur mit den Schultern
gezuckt, auch auf Anfrage kein Angebot, gekündigt.

> Läuft bei 1&1 schon seit mehreren Jahren problemlos so.


Auch gut zu wissen.
Arno Welzel (03.11.2018, 20:09)
Werner Sondermann:

[...]
> Kann mir vielleicht jemand eine Tipp geben, welcher Provider für mich
> empfehlenswert wäre, wenn ich jetzt doch noch schnell wechseln wollte.


ISDN bietet niemand mehr langfristig an, falls Du darauf hinauswillst.
Wenn Du nun eine Fritz!Box für VoIP bekommst, wird das bei anderen
Providern auch nicht anders laufen - aber Fritz!Box ist noch deutlich
angenehmer als das, was einem teilweise bei Vodafone & Co. geliefert
wird - das sind nämlich nicht selten Kisten, wo man sogar noch für WLAN
Zusätzliche Gebühren zahlen soll und wo die Konfiguration nur noch Remot
über ein Online-Kundenportal im Web geht.

> Mein alter Vertrag hatte eine unbegrenzte Internet-Flat und der
> DSL-Anschluß ist mit bis zu 16.000 KBit/s Downstream angegeben sowie
> eine Festnetz-Flatrate zum Führen kostenloser Gespräche innerhalb des
> deutschen Festnetzes.
> Der ganze Spaß kostete mich bisher als Grundpreis 29,90 im Monat.
> Einen schnelleren DSL-Anschluß brauche ich eigentlich nicht.


Für den Preis ist es doch ok. Bei der Telekom kostet "Magenta S" mit 16
MBit/s und Telefonie-Flat in's Festnetz 34,95 EUR monatlich und Vodafone
verlangt auch 29,99 EUR. Nur die Einstiegspreise für die ersten sechs
Monate sind billiger.
Arno Welzel (03.11.2018, 20:10)
Thomas Einzel:

[...]
> Bis auf Senioren kommt in meinem Familenkreis praktisch niemand mit
> 100GB/Monat aus. Keine "Power-Downloader". Zählt z.B. Netflix schon als
> "Power Streamer"?


Wenn man täglich 3-4 GB Filmdaten streamt, kommt man auch auf über 100
GB pro Monat.
Werner Sondermann (03.11.2018, 20:19)
Georg Schwarz schrieb:
[..]
> damals explizit ISDN-Anschlüsse verkauft hat.
> Aber man kann's ja mal versuchen als Anbieter.
> wie gesagt: Vermutung Produktwechsel


Ganz genau so ist es!

Die zuverlässige ISDN-Technik weg, dafür jetzt Telephonie nur noch über
"Voice over IP" oder wie diese kostensparende Technik nun heißen mag.

Ich vermute, den Umschalt-Termin zum 08. 11. werden die mir von 1&1
jetzt noch mal extra per Post mitteilen, der auf der monatlichen
Rechnung aber bereits genannt wurde.

Ich will kommende Woche möglichst doch noch schnell raus aus dem von
denen einseitig veränderten Vertrag und suche deshalb einen neuen
Anbieter zu den etwa gleichen Konditionen.

Es müßte da doch auch Provider geben ohne die ganzen kleingedruckten
Klauseln, die ich mit meinen alten Augen gar nicht mehr ohne Lupe
entziffern könnte.

w.

BTW: Vielleicht würde in meinem Fall auch der pseudorechtlich Begriff
"einseitige Änderungskündigung" passen.
Thomas Einzel (03.11.2018, 20:38)
Am 03.11.2018 um 18:34 schrieb Georg Schwarz:
> Thomas Einzel <usenet-2018> wrote:
> statt sich um solche Begriffe zu streiten, sollte man einfach selbst mal
> nach dem monatlichen Datenverbrauch schauen und sich ein konkretes Bild
> machen. Fritzboxen z.B. bieten dazu eine sehr praktische
> Verbrauchsstatistik.


Würde ich das nicht immer mal so machen, hätte ich mich dazu gar nicht
so wie oben geäußert.

Fritzbox Vormonat 154103MB
Lancom (anderer Anschluss) die letzten 11 Monate kein Monat unter 207GB,
Peak 405GB.

> Ich behaupte mal dass für fast alle, die keine OTT-Videodienste im HD
> oder höher oder umfangreiches Videostreaming nutzen, 100 GB im Monat
> schwer zu knacken sein wird, wenn sie nicht irgendwelche
> Spezialanwendungen wie umfangreiches Backup ins Netz laufen haben.


Es sei dir unbenommen etwas zu behaupten.

> Das hat nichts mit Senioren oder nicht zu tun.


"in meinem Familienkreis" war keine Verallgemeinerung, sondern ein
reales Beispiel.
Thomas Einzel (03.11.2018, 20:46)
Am 03.11.2018 um 19:10 schrieb Arno Welzel:
> Thomas Einzel:
> [...]
> Wenn man täglich 3-4 GB Filmdaten streamt, kommt man auch auf über 100
> GB pro Monat.


3...4GB sind ca. 1 Film? (ich habe kein Netflix).

Dann würde sich das IMO mehr nach normaler Nutzung anhören, die Zeiten
von Mail und ein bisschen Web dürften lange vorbei sein. <100GB/Monat
würde ich eher als Wenignutzerprofil bezeichnen. Aber das ist nur
(m)eine Meinung.

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