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Magnus Warker (02.03.2015, 18:59)
Hi,

ich benötige einen KVM-Switch.

Von früher her, aus den Zeiten der Röhrenmonitore, habe ich noch in
Erinnerung, dass die Bildqualität durch einen KVM-Switch beeinträchtigt
werden kann.

Ich dachte eigentlich, dass dies im Zeitalter von DVI und HDMI nicht
mehr so ist. Aber bei einer ersten Recherche stieß ich auf Angaben wie
"VGA"/"DVI" und "max. Auflösung" usw. Das klingt ehrlich gesagt so, als
ob man mit erheblichen Einbußen rechnen muss.

Der Arbeitsplatz, um den es geht, hat derzeit eine Auflösung von
1920x1200 mit DVI-Anschluss.

Gibt es eine KVM-Lösung, bei der mit keinen Einbussen zu rechnen ist?

Was ist denn da so Stand der Technik?

Könnt Ihr ein Gerät empfehlen?

BTW: Lösungen, die auf Netzwerkkabeln basieren, würde ich bevorzugen,
wenn der Preis stimmt...

Danke
Magnus
Marcel Mueller (02.03.2015, 20:34)
On 02.03.15 17.59, Magnus Warker wrote:
> Von früher her, aus den Zeiten der Röhrenmonitore, habe ich noch in
> Erinnerung, dass die Bildqualität durch einen KVM-Switch beeinträchtigt
> werden kann.
> Ich dachte eigentlich, dass dies im Zeitalter von DVI und HDMI nicht
> mehr so ist. Aber bei einer ersten Recherche stieß ich auf Angaben wie
> "VGA"/"DVI" und "max. Auflösung" usw. Das klingt ehrlich gesagt so, als
> ob man mit erheblichen Einbußen rechnen muss.


Aktiver oder passiver Switch?
Die meisten sind aktiv. Da muss selbiger natürlich die Taktfrequenz auf
dem HDMI Kanal abkönnen.

> Der Arbeitsplatz, um den es geht, hat derzeit eine Auflösung von
> 1920x1200 mit DVI-Anschluss.


Dann brauchst Du einen, der das kann. Ist aber kein größeres Problem, da
nur DVI Single Link.

> Gibt es eine KVM-Lösung, bei der mit keinen Einbussen zu rechnen ist?


Mit Einbußen ist in Zeiten der Digitaltechnik nicht zu rechnen. Das
reduziert sich auf geht oder geht nicht.

> BTW: Lösungen, die auf Netzwerkkabeln basieren, würde ich bevorzugen,
> wenn der Preis stimmt...


??? - Dann installiere VNC oder RDP, dann brauchst Du keinen Switch.

Aber ein Netzwerkkabel wirst Du in die DVI-Buchse von Rechner und
Monitor nicht mit vertretbarem Aufwand und Erfolg rein bekommen.

Marcel
Hermann Riemann (02.03.2015, 20:59)
Magnus Warker schrieb:

> ich benötige einen KVM-Switch.
> Von früher her, aus den Zeiten der Röhrenmonitore, habe ich noch in
> Erinnerung, dass die Bildqualität durch einen KVM-Switch beeinträchtigt
> werden kann.


Hängt von Auflösung, Kabellänge und Monitor ab.
Bei analoger Übertragung (VGA) gibt es Leitungsverluste.

> Ich dachte eigentlich, dass dies im Zeitalter von DVI und HDMI nicht
> mehr so ist. Aber bei einer ersten Recherche stieß ich auf Angaben wie
> "VGA"/"DVI" und "max. Auflösung" usw.


Bei VGA hat sich prinzipliell nicht geändert,
(von Abschirmung abgesehen.)

Bei DVI lohnt sich die Seite

durchzusehen.

Mit DVI kann man auch (siehe C1 bis C4 ) VGA übertragen.
Dies muß dann zwischen KVM-switch und Monitor wieder ausgekoppelt werden.

> Das klingt ehrlich gesagt so, als
> ob man mit erheblichen Einbußen rechnen muss.


Die Einbußen betreffen dann Sondertasten bei Maus und Tastatur
die nicht alle übertragen werden.
Und das etliche kvm-switches (Aten) PCs bei nicht
durchschalteten Monitore keinen eingeschalteten Monitor vortäuscht,
so dass die PC software meint, der Monitor wäre nicht da.
( Linux mit ATI ohne xinerama ordnet dann
im Multimonitorbetrieb Fenster um.
Das ich nach dem Rückschalten eine andere Auflösung gesehen habe,
kam auch schon vor.)

> Der Arbeitsplatz, um den es geht, hat derzeit eine Auflösung von
> 1920x1200 mit DVI-Anschluss.


Das ist bei Digital von der Übetrtragungsqualität her
problemlos, wenn es angegeben ist.
Auch kleinere Auflösungen sind problemlos.

> Was ist denn da so Stand der Technik?


KVM switch mit Monitor, Maus Tastatur und sound Umschaltung.

Hermann
der an seinen DVI-KVM switch neben PCs auch schon
raspberry pi, blurayplayer und DVB-C recorder
über HDMI-DVI Kabel verwendet hat.
Kay Martinen (02.03.2015, 21:41)
Am 02.03.2015 um 19:34 schrieb Marcel Mueller:
> On 02.03.15 17.59, Magnus Warker wrote:
>> BTW: Lösungen, die auf Netzwerkkabeln basieren, würde ich bevorzugen,
>> wenn der Preis stimmt...

> ??? - Dann installiere VNC oder RDP, dann brauchst Du keinen Switch.


Ich denke er meint diese KVM-Extender die das z.b. auf CAT.5 umsetzen
und an wasauchimmer/terminalserver übertragen...

M.E. sind die nur als EinzelGeräte-Einheiten erhältlich, teurer und
brauchen evtl. sogar noch eine passende Gegenstelle die auch wieder
kostet. Aber Sinn machen die doch wohl nur wenn einer oder mehrere
Server weiter weg stehen, lokal kein KVM nötig/Möglich ist und man sie
dennoch fernsteuern will (ohne ILO o.ä. zu haben)

> Aber ein Netzwerkkabel wirst Du in die DVI-Buchse von Rechner und
> Monitor nicht mit vertretbarem Aufwand und Erfolg rein bekommen.


Das macht dann ja der o.g. KVM-extender. Ich weiß jetzt allerdings auch
nicht ob der das nun auf IP, etwas proprietäres oder irgendwas anderes
umsetzt.

vnc/rdp wäre wirklich billiger. Selbst mit 2. NIC um ggf. ein
abgeschottetes Management-LAN zu bilden. Ob man bei KVM-Extendern pro
gerät ein komplettes Kabel braucht oder ob die paket-orientiert über
einen switch wandern könnten ist mir auch unklar.

Für 1+n rechner die mit Konsole und umschalter dicht beieinander stehen
ist aber beides overkill.

Kay
Marcel Mueller (02.03.2015, 23:38)
On 02.03.15 20.41, Kay Martinen wrote:
> Am 02.03.2015 um 19:34 schrieb Marcel Mueller:
> Ich denke er meint diese KVM-Extender die das z.b. auf CAT.5 umsetzen
> und an wasauchimmer/terminalserver übertragen...


Achso.
Da würde ich eher aus dem PC eine VM machen. VBox macht RDP out of the
box und das läuft gut genug für daily use. (Ich bin gerade per RDP auf
einer eCS-VM.) Selbst einfache Echtzeitspiele laufen sinnvoll.

Marcel
Shinji Ikari (03.03.2015, 07:29)
Guten Tag

Magnus Warker <magnux> schrieb

>Von früher her, aus den Zeiten der Röhrenmonitore, habe ich noch in
>Erinnerung, dass die Bildqualität durch einen KVM-Switch beeinträchtigt
>werden kann.


Bei analoger Uebertragung oder Digitaler uebertragung, die zu stark
beeinflusst/gedaempft wird kann die Darstellung beeintraechtigt
werden: ja.

>Ich dachte eigentlich, dass dies im Zeitalter von DVI und HDMI nicht
>mehr so ist.


Auch DVI oder HDMI kann beeintraechtigt werden. Das kann dann im
maximalfall das sein, was Ausfall genannt wird.
Aber in aller Regel (= wenn kein technischer Defekt oder
Ueberschreitung der Spezifikationen vorliegt) ist das Signal bei
digitaler Uebertragung subjektiv identisch.

> Aber bei einer ersten Recherche stieß ich auf Angaben wie
>"VGA"/"DVI" und "max. Auflösung" usw.


Auch bei DVI gibt es maximale Werte, die nicht ueberschritten werden
koennen. DVI Single Link kann einfach kein 25600*79462 Signal mit
965495Hz Bildwiederholfrequenz ueberrtragen. 8))

>Das klingt ehrlich gesagt so, als
>ob man mit erheblichen Einbußen rechnen muss.


Wenn Du den pasenden KVM-Siwtch fuer die von Di rgewuenschten
Aufloesungen waehlst, dieser technisch ok ist und Du auch keien Kabel
benutzt, die die Signale ausserhalb der Spezifikation veraendern,
sollte es keine Probleme geben.

>Der Arbeitsplatz, um den es geht, hat derzeit eine Auflösung von
>1920x1200 mit DVI-Anschluss.


Dann nim einen KVM mit DVI, welcher eben auch diese Aufloesung
beherrscht.

>Gibt es eine KVM-Lösung, bei der mit keinen Einbussen zu rechnen ist?


Wenn man die EInbusse des Stromverbrauches ignoriert: ja.
Ich mag meinen ATEN-CS682.
Laut Manual beherrscht er die gewuenschte Aufloesung.

>Könnt Ihr ein Gerät empfehlen?


s.o.
Bastian Lutz (03.03.2015, 19:10)
Hallo Magnus!

Am 02.03.2015 um 17:59 schrieb Magnus Warker:
[..]
> Könnt Ihr ein Gerät empfehlen?
> BTW: Lösungen, die auf Netzwerkkabeln basieren, würde ich bevorzugen,
> wenn der Preis stimmt...


Ich kann dir berichten, dass ich schon ein Digitus-Teil mit DVI hatte,
das per DVI an Rechner und Monitor angeschlossen war, das angeblich bis
1920x1080 konnte, aber bei dieser Aufloesung ueber einen der beiden
Eingaenge ein furchtbares Bild lieferte (niedrigere Aufloesung ging
wohl). Der Ersatz dafuer war von Aten, allerdings gibt's das Modell wohl
nicht mehr.

Bastian Lutz
Hermann Riemann (03.03.2015, 23:04)
Bastian Lutz schrieb:

> Ich kann dir berichten, dass ich schon ein Digitus-Teil


Bei vermutlich Digitus erinnere ich mich noch daran,
das er bei Betätigung der mittleren Maustaste
häufig den Monitor wechselte,
was bei Linux paste unangenehm war.

Hermann
dessen 8-fach Aten KVM
beim Herunterfahren dem Geräusch nach zu urteilen
eine interne Festplatte abschaltet.
Kay Martinen (04.03.2015, 00:13)
Am 03.03.2015 um 22:04 schrieb Hermann Riemann:
> Bastian Lutz schrieb:
> Bei vermutlich Digitus erinnere ich mich noch daran,
> das er bei Betätigung der mittleren Maustaste
> häufig den Monitor wechselte,


Kann sein, das ist evtl. sogar ein Feature. Bei meinem 4f. VGA-Digitus
kann man auch die Control-Taste doppel drücken zum wechseln. Ob das
maus-feature abschaltbar ist erinnere ich jetzt nicht. Unter KDE hab ich
die mittlere quasi nie benutzt.

> dessen 8-fach Aten KVM
> beim Herunterfahren dem Geräusch nach zu urteilen
> eine interne Festplatte abschaltet.


Du musst deinen KVM "runterfahren"? Wie das?

Kay
Magnus Warker (04.03.2015, 06:22)
On 03/02/2015 07:59 PM, Hermann Riemann wrote:
> Magnus Warker schrieb:


>> Der Arbeitsplatz, um den es geht, hat derzeit eine Auflösung von
>> 1920x1200 mit DVI-Anschluss.


> Das ist bei Digital von der Übetrtragungsqualität her
> problemlos, wenn es angegeben ist.
> Auch kleinere Auflösungen sind problemlos.
>> Was ist denn da so Stand der Technik?


> KVM switch mit Monitor, Maus Tastatur und sound Umschaltung.


Ok, aber wenn ich mich bei den Händlern umsehe (z. B.
), dann hat z. B. der Großteil der Geräte einen
VGA-Anschluss. Und die Auflösungen sind, wenn überhaupt angegeben,
deutlich unter den von mir genannten...

Was also nehmen?

Danke
Magnus
Shinji Ikari (04.03.2015, 08:42)
Guten Tag

Magnus Warker <magnux> schrieb

>>> Der Arbeitsplatz, um den es geht, hat derzeit eine Auflösung von
>>> 1920x1200 mit DVI-Anschluss.
>>> Was ist denn da so Stand der Technik?

>> KVM switch mit Monitor, Maus Tastatur und sound Umschaltung.

>Ok, aber wenn ich mich bei den Händlern umsehe...
>Was also nehmen?


ATEN-CS682
Andreas Bockelmann (04.03.2015, 12:18)
Shinji Ikari schrieb:

>> Was also nehmen?

> ATEN-CS682


Mal eben doof dazwischengefragt: Gibt es auch (bezahlbare) Lösungen, sie
von HDMI/DVI/Displayport ein Video entgegennehmen und das ganze per
IP-Console zur Verfügung stellen? Für analog VGA habe ich ein altes,
israelisches Gerät. Ich habe das Problem, dass ich aus der Ferne keine
meiner Geräte neustarten kann, da dann DiskCryptor/TrueCrypt/VeraCrypt
auf die Eingabe des Passworts warten.

Durch zunehmende Virtualisierung kann ich zwar den Neustart des Hosts
häufig sparen, aber noch ist nicht alles virtualisiert.
Hermann Riemann (04.03.2015, 20:26)
Kay Martinen schrieb:

>> dessen 8-fach Aten KVM
>> beim Herunterfahren dem Geräusch nach zu urteilen
>> eine interne Festplatte abschaltet.


> Du musst deinen KVM "runterfahren"? Wie das?


Strom abschalten.
Klingt dann so wie bei manch einer alten USB-Platte

Hermann
dessen Monitor und KVM an der gleichen Steckdosenleise hängen.
Magnus Warker (04.03.2015, 20:28)
On 03/04/2015 07:42 AM, Shinji Ikari wrote:

>> Was also nehmen?


> ATEN-CS682


Ok, sehr günstig, viel Kabel und wenig Gerät...

Wie sollte man das verstehen? Leidet hier die Bildqualität deshalb
nicht, weil es ein mechanischer Umschalter ist und keine Elektronik im
Spiel ist?

Danke
Magnus
Hermann Riemann (04.03.2015, 20:35)
Magnus Warker schrieb:

>> KVM switch mit Monitor, Maus Tastatur und sound Umschaltung.


> Ok, aber wenn ich mich bei den Händlern umsehe (z. B.
> ), dann hat z. B. der Großteil der Geräte einen
> VGA-Anschluss. Und die Auflösungen sind, wenn überhaupt angegeben,
> deutlich unter den von mir genannten...


Mein letzten KVM-switches habe ich seit Jahren bei

gekauft.

Der AdderView 8 PRO für 1.248,31 EUR
ist bis auf die (Klinkenstecker) Stromversorgung
sehr gutmütig.

Hermann
der auch 30" Monitore (2560x1600) hat.

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