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Axel Berger (09.10.2015, 00:25)
Franz Glaser wrote on Thu, 15-10-08 18:32:
>Ich bin deswegen "panisch", weil mir keine Versuche zur Verfngung stehen
>:-)


Dann ignoriere am besten meinen Laienrat zu nichtexistenten Problemen
und höre auf die, die von Materialpaarungen mehr verstehen als ich.
Wenn beide Rohrteile feststehen könntest Du über ein nichtmetallishes
Zwischenstück nachdenken - das allerdings wäre einfacher bei zwei
gleichen Rohren und mir scheint, die Verbindung liegt zudem nahe am
Maximum der Biegemomente.
Axel Berger (09.10.2015, 00:32)
=?UTF-8?Q?Christoph_M=c3=bcller?= wrote on Thu, 15-10-08 19:19:
>Denn die Klemme wird sehr wahrscheinlich aus Stahl sein und nicht aus
>Alu wie das Rohr.


Sie sitzt auf dem äußeren, also dem Edelstahlrohr. Nur wird sie selber
kaum aus rostfreiem Material sein sondern eher verzinkt - zwei
Werkstoffe mehr.
Axel Berger (09.10.2015, 00:34)
Paul wrote on Thu, 15-10-08 20:37:
>Sch?An finde ich auch wenn immer von Edelstahl die Rede ist, obwohl
>rostfreier Stahl gemeint ist.


Recht hast Du und ich bekenne mich schuldig, obwohl mir der
Unterschied bekannt ist. Umgangssprachlich ist der kurze Begriff
einfach gängiger und weniger zum Tippen.
Christoph Müller (09.10.2015, 09:29)
Am 08.10.2015 um 20:37 schrieb Paul:

> Schön finde ich auch wenn immer von Edelstahl die Rede ist, obwohl
> rostfreier Stahl gemeint ist.


Weil er halt auch nach Jahren noch edel ausschaut. Jedenfalls, so lang
man nicht mit seinen Fettfingern drauf tatscht.
Christoph Müller (09.10.2015, 11:13)
Am 09.10.2015 um 00:32 schrieb Axel Berger:
> =?UTF-8?Q?Christoph_M=c3=bcller?= wrote on Thu, 15-10-08 19:19:


>> Denn die Klemme wird sehr wahrscheinlich aus Stahl sein und nicht aus
>> Alu wie das Rohr.

> Sie sitzt auf dem äußeren, also dem Edelstahlrohr.


Dann wäre das Schlitzen des Alurohres aber sicher keine gute Idee
gewesen, weil es dann dem mechanischen Druck sofort ausweichen wird. Die
Klemmkräfte werden dann sehr wahrscheinlich immer zu klein sein. Die
Klemmung müsste dann mit AUFWEITEN des Alurohrs erfolgen.

So wie ich das verstanden habe, soll das Edelstahlrohr innen aufgenommen
werden. Dann ist das Alurohr außen und wird mit Klemmen auf das
Stahlrohr gepresst. Der Längsschlitz hat dann die Aufgabe, eine
entsprechende Klemmung zu ermöglichen.

> Nur wird sie selber
> kaum aus rostfreiem Material sein sondern eher verzinkt - zwei
> Werkstoffe mehr.


Klemmen aus rostfreiem Material sollte es aber schon geben.

Edelstahl außen wäre aber prinzipiell keine schlechte Idee. Der
Abschluss nach unten könnte ein Trichter sein, an dem
Niederschlagswasser sicher mehrere Millimeter vom Alurohr abtropfen
lässt. Damit könnte die Elektrokorrosion sicher erheblich reduziert
werden. Gegen Tauwasser nützt diese Maßnahme allerdings nicht besonders
viel. Aber immerhin etwas.
Bodo Mysliwietz (09.10.2015, 17:38)
Am 09.10.2015 um 11:13 schrieb Christoph Müller:
> Am 09.10.2015 um 00:32 schrieb Axel Berger:
> Edelstahl außen wäre aber prinzipiell keine schlechte Idee. Der
> Abschluss nach unten könnte ein Trichter sein, an dem
> Niederschlagswasser sicher mehrere Millimeter vom Alurohr abtropfen
> lässt.


Allein die Kapillarwirkung wird dafür sorgen das es zw. den beiden
Rohrwandungen, 1 mal reingeregnet, sehr lange feucht bleiben wird.
Bodo Mysliwietz (09.10.2015, 17:39)
Am 09.10.2015 um 00:34 schrieb Axel Berger:
> Paul wrote on Thu, 15-10-08 20:37:
>> Sch?An finde ich auch wenn immer von Edelstahl die Rede ist, obwohl
>> rostfreier Stahl gemeint ist.

> Recht hast Du und ich bekenne mich schuldig, obwohl mir der
> Unterschied bekannt ist. Umgangssprachlich ist der kurze Begriff
> einfach gängiger und weniger zum Tippen.


[x] Unterschreib
Franz Glaser (09.10.2015, 18:00)
Am 09.10.2015 00:34, schrieb Axel Berger:
> Paul wrote on Thu, 15-10-08 20:37:
>> Sch?An finde ich auch wenn immer von Edelstahl die Rede ist, obwohl
>> rostfreier Stahl gemeint ist.

> Recht hast Du und ich bekenne mich schuldig, obwohl mir der
> Unterschied bekannt ist. Umgangssprachlich ist der kurze Begriff
> einfach gängiger und weniger zum Tippen.


Und welcher davon ist der, bei dem die Fachleute dringend vor dem Körnen
abraten?

Gerade hatte ich das Problem, dass ich in das 35mm-Rohr ein Querloch 6mm
bohren sollte. Leider habe ich die Setzbohrer von der Drehbank auch
nicht mehr und so ist mir eine Bohrung um 1,2mm daneben geraten. Ich
habs zu spät bemerkt. Auch wenn ich sie nachfeile erfüllt, sie den Zweck
nicht mehr.

GL
Franz Glaser (09.10.2015, 18:04)
Am 09.10.2015 00:25, schrieb Axel Berger:
> Franz Glaser wrote on Thu, 15-10-08 18:32:
> Dann ignoriere am besten meinen Laienrat zu nichtexistenten Problemen
> und höre auf die, die von Materialpaarungen mehr verstehen als ich.
> Wenn beide Rohrteile feststehen könntest Du über ein nichtmetallishes
> Zwischenstück nachdenken - das allerdings wäre einfacher bei zwei
> gleichen Rohren und mir scheint, die Verbindung liegt zudem nahe am
> Maximum der Biegemomente.


:-) allerdings - ich könnte flapsig davon reden, dass die
heruntergebrochene Antenne dort ihre Sollbruchstelle im Sturm hatte :-o
und dann nur mehr am 7mm Koaxkabel baumelt.

GL
Franz Glaser (09.10.2015, 18:07)
Am 08.10.2015 20:01, schrieb Bodo Mysliwietz:
> Am 08.10.2015 um 18:40 schrieb Franz Glaser:
> Zus. denke ich werden auch andere Kontaktstellen infolge der Arbeit
> durch Windlast hinzu kommen. Sprich auch da wo keine blanke Stelle durch
> das schneiden kam, wird eine durch Reibung kommen.


Das soll ja nicht reiben sondern sitzen was das Zeug hält. Mir kommen
die Träääänäään. Auch das kleine Rohr habe ich gaaanz fein geschliffen,
gerade nicht poliert.

GL
Franz Glaser (09.10.2015, 18:21)
Am 09.10.2015 11:13, schrieb Christoph Müller:
> Edelstahl außen wäre aber prinzipiell keine schlechte Idee. Der
> Abschluss nach unten könnte ein Trichter sein, an dem
> Niederschlagswasser sicher mehrere Millimeter vom Alurohr abtropfen
> lässt. Damit könnte die Elektrokorrosion sicher erheblich reduziert
> werden. Gegen Tauwasser nützt diese Maßnahme allerdings nicht besonders
> viel. Aber immerhin etwas.


Das Edelstahlrohr hat 34,8mm Außendurchmesser, ca. 1,5mm Wandstärke.
Das geschlitzte Alurohr hat 45mm Außendurchmesser, 5mm Wandstärke.

Der Umfang der 35mm ist 110mm.
Wobei ich mit jedem mm Schlitzbreite um 0,32mm Durchmesser Umfang
verstellen kann. Was natürlich den idealen Kreis annimmt. Ich habe mit
idealen Klemmböcken gerechnet, die nur eine einseite Schraube haben aber
die finde ich nirgends, die müsste ich anfrertigen lassen - außerhalb
meines Budgets.

GL
Franz Glaser (09.10.2015, 18:28)
Am 09.10.2015 17:38, schrieb Bodo Mysliwietz:
> Am 09.10.2015 um 11:13 schrieb Christoph Müller:
> Allein die Kapillarwirkung wird dafür sorgen das es zw. den beiden
> Rohrwandungen, 1 mal reingeregnet, sehr lange feucht bleiben wird.


Ich habe einen Flüssiggummie im Döschen, den ich mit verschiedenen
Pinseln auftrage. Damit schütze ich auch die Klemmen und die Koaxstecker.

Der ist wie schwarzer Honig, der immer ein wenig elastisch bleibt. Da
oben ist das Schwarz egal.

Der ist bei der alten Antenne auch in die M4-Gewinde eingezogen.

GL
Bodo Mysliwietz (09.10.2015, 20:08)
Am 09.10.2015 um 18:07 schrieb Franz Glaser:
> Am 08.10.2015 20:01, schrieb Bodo Mysliwietz:


>> Zus. denke ich werden auch andere Kontaktstellen infolge der Arbeit
>> durch Windlast hinzu kommen. Sprich auch da wo keine blanke Stelle durch
>> das schneiden kam, wird eine durch Reibung kommen.

> Das soll ja nicht reiben sondern sitzen was das Zeug hält.


Das wirst Du im Mirkometermaßstab kaum unterbinden können oder Du mußt
eine Klemmschelle neben der anderen ansetzen.

hmmm. einen kalt-fliessfähigen 2-Kleber der heiß ausgehärtet werden muß?
(Lötlampe). Mist jetzt habe ich wieder nicht den nahmen von so einem
suauzeug drauf.

> Mir kommen
> die Träääänäään.


Reiß Dich zusammen. Hier lesen noch andere mit ;-)
Christoph Müller (10.10.2015, 17:13)
Am 09.10.2015 um 18:28 schrieb Franz Glaser:
> Am 09.10.2015 17:38, schrieb Bodo Mysliwietz:
>> Am 09.10.2015 um 11:13 schrieb Christoph Müller:
>>> Am 09.10.2015 um 00:32 schrieb Axel Berger:


> Ich habe einen Flüssiggummie im Döschen, den ich mit verschiedenen
> Pinseln auftrage. Damit schütze ich auch die Klemmen und die Koaxstecker.
> Der ist wie schwarzer Honig, der immer ein wenig elastisch bleibt. Da
> oben ist das Schwarz egal.
> Der ist bei der alten Antenne auch in die M4-Gewinde eingezogen.


Kannst ja mal probieren. Ich hätte trotzdem ein flaues Gefühl dabei.
Denn irgendwo kommt das Zeug bestimmt nicht hin. Da geht's dann los. Ich
hoffe, dass das Zeug wenigstens ordentlich UV-stabil ist. Wenn nicht,
bekommst du Risse rein. Da steht dann das Wasser 365 Tage im Jahr drin...
Christoph Müller (10.10.2015, 17:40)
Am 09.10.2015 um 18:21 schrieb Franz Glaser:
> Am 09.10.2015 11:13, schrieb Christoph Müller:


> Das Edelstahlrohr hat 34,8mm Außendurchmesser, ca. 1,5mm Wandstärke.
> Das geschlitzte Alurohr hat 45mm Außendurchmesser, 5mm Wandstärke.


Also ist das Alurohr außen und das Niederschlagswasser läuft direkt in
die Klemmverbindung rein. Damit hast du einen idealen Nährboden für
Elektrokorrosion geschaffen. Das Alu fault dir weg, wenn du diese
Verbindungsstelle nicht permanent staubtrocken halten kannst.

|
. Edelstahlrohr muss oben geschlossen sein.
| | | Z.B. mit Kappe verschlossen.
| . |
|o| | |o| O-Ring von Schrumpfschlauch überdeckt
|| . || und damit zu Dichtzwecken vorgespannt.
/| | |\ Evtl. noch mit Thermokleber versehen.
||| . |||
||| | ||| Der Schrumpfschlauch geht über die Verbindung
||| . |||
|||_____|||
|| . ||
/| | |\ Der Schrumpfschlauch wird NICHT KOMPLETT
/ | . | \ geschrumpft, so dass das Wasser abtropft
/ | | | \ und nicht am Rohr entlang läuft, sondern
| . | für Belüftung und Trocknung sorgt.
| | |
. Am Rohrende Silicagel, das regelmäßig
| getauscht/getrocknet werden muss um das
Rohr innen trocken zu halten

Besonders schön ist die Lösung nicht. Aber sie dürfte immerhin ein paar
Jahre halten, weil die Verbindung so trocken bleiben dürfte.
Die Klemme(n) presst den Schrumpfschlauch von außen auf die Verbindung.
Damit ist auch diese elektrisch weg vom Alu und das Ganze sollte
budgetmäßig noch im Rahmen liegen.

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