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Alfred Lönze (07.06.2019, 18:09)
Prof. Lesch hält das E-Auto in seiner aktuellen Form für Nonsens.



Setzt doch die Vernunft ein? Vielleicht fällt ja irgendwem demnächst
auch noch auf, dass es keinen *menschengemachten* Klimawandel gibt
Gernot Griese (07.06.2019, 18:17)
Am 07.06.19 um 18:09 schrieb Alfred Lönze:
> Prof. Lesch hält das E-Auto in seiner aktuellen Form für Nonsens.
>
> Setzt doch die Vernunft ein?


Dass Akkus aus verschiedenen Gründen als Massenspeicher ungeeignet sind,
ist für einen Wissenschaftler keine neue Erkenntnis.

> Vielleicht fällt ja irgendwem demnächst
> auch noch auf, dass es keinen *menschengemachten* Klimawandel gibt


Was sollte das eine mit dem anderen zu tun haben?

Gernot
Helmut Schellong (07.06.2019, 21:05)
On 06/07/2019 18:09, Alfred Lönze wrote:
> Prof. Lesch hält das E-Auto in seiner aktuellen Form für Nonsens.
>


,----------
|Leschs Lösungsansatz: bei der Energiewende hin zur Elektromobilität
|nicht die aus der Mode gekommene Technologie der Brennstoffzelle zu
|vernachlässigen, die seit 2017 aufgegeben worden sei.
`----------

Was steht hier nach dem Doppelpunkt?
Lesch will zusätzlich der Brennstoffzelle eine Chance geben.
Er will nicht die E-Mobilität abgeschafft sehen.

Er entzaubert Elon Musk überhaupt nicht.

Lesch warnt vor zwei Dingen:
o Die Umweltschädigung durch den Lithium-Abbau.
(Hatte ich kürzlich ebenfalls genannt.)
o Der Strombedarf, wenn sehr viele Leute gleichzeitig
ihr E-Auto laden wollen.

Eventuell kann die Brennstoffzelle dazu dienen, lokalen
Strom zum Laden zu erzeugen.
klaus r. (07.06.2019, 21:14)
Am Fri, 7 Jun 2019 18:17:59 +0200
schrieb Gernot Griese <ggriese>:

> Am 07.06.19 um 18:09 schrieb Alfred Lönze:
> > Prof. Lesch hält das E-Auto in seiner aktuellen Form für Nonsens.
> >
> > Setzt doch die Vernunft ein?

> Dass Akkus aus verschiedenen Gründen als Massenspeicher ungeeignet
> sind, ist für einen Wissenschaftler keine neue Erkenntnis.


Boah, das ist geil. Du bescheinigst also der Politik, und hier
besonders den Grünen eine gewisse Form von hirnlosem Aktionismus?
Prima. Besser spät als nie :)

> > Vielleicht fällt ja irgendwem demnächst
> > auch noch auf, dass es keinen *menschengemachten* Klimawandel gibt

> Was sollte das eine mit dem anderen zu tun haben?


Will man besagten hirnlosen Aktionismus womöglich damit begründen? Mit
irgendetwas muss man es doch begründen. Ääh, da fällt mir ein, gab es
vor etwa 1, 2 oder wieviel auch immer Millionen von Jahren schon eine
Zivilisation, die stinkende Dieselautos fuhren? Ist diese Zivilisation
womöglich gar an diesen Dieselautos zu Grunde gegangen? Haben sie uns
rein gar nichts darüber hinterlassen, keine Warnung, keine Mahnung?
Rein gar nix? Ich muss, glaube ich mal bei Erich von Dänicken
nachfragen. Vielleicht hat der ja Erkenntnisse und verheimlicht sie uns
nur.

Klaus
Marc Stibane (08.06.2019, 07:41)
Helmut Schellong <rip> wrote:

> |Leschs Lösungsansatz: bei der Energiewende hin zur Elektromobilität
> |nicht die aus der Mode gekommene Technologie der Brennstoffzelle zu
> |vernachlässigen, die seit 2017 aufgegeben worden sei.


Welche?
Methanol oder Wasserstoff?
Martin K. (08.06.2019, 10:55)
Am Freitag, 7. Juni 2019 21:05:35 UTC+2 schrieb Helmut Schellong:

> Lesch will zusätzlich der Brennstoffzelle eine Chance geben.
> Er will nicht die E-Mobilität abgeschafft sehen.


Exakt so ist es. Und wenn man sich Brennstoffzellenautos ansieht, dann
sind das nix anderes als BEVs mit Wasserstoff-Range-Extender. Der Akku
wird dabei nur verkleinert um Platz für das Wasserstoff-Geraffel zu
schaffen.

Sollten sich wider Erwarten bei PKWs doch noch Brennstoffzellen durchsetzen
ist das ein Evolutionsschritt des batterieelektrischen Autos. Und das BEV
ist als Basis dafür notwendig.

> Er entzaubert Elon Musk überhaupt nicht.


"Der Beitrag ""Erhebliche Umweltschäden": Astrophysiker demontiert die
"Tesla-Ideologie"" stammt von Teleschau. Es gibt keine redaktionelle
Prüfung durch FOCUS Online"

Focus ist sich auch für nichts zu schade. Würde mich mal interessieren,
welche Lobby hinter der Teleschau steht!?

> Lesch warnt vor zwei Dingen:
> o Die Umweltschädigung durch den Lithium-Abbau.
> (Hatte ich kürzlich ebenfalls genannt.)


Was sind das denn für Umweltprobleme?

1) Der Grundwasserspiegel sinkt durch das Wasserverdunsten in die
Umgebungsluft. Das kann man z.B. lösen indem man die feuchte
Luft in einem gelschlossenen Kreislauf kondensieren lässt und das
Wasser dann wieder dem Grundwasser zugeführt.

2) CO2 Aufwand in der Zellen- und Batterieproduktion. Dafür kommt
in Zukunft sowieso nur regenerative Energie in Frage, weshalb die
Produktion CO2 neutral sein wird.

> o Der Strombedarf, wenn sehr viele Leute gleichzeitig
> ihr E-Auto laden wollen.


Die allermeisten Ladevorgänge werden am heimischen Stellplatz oder am
Stellplatz beim Arbeitsplatz sein. Dafür wird es sowieso Energiemanger
geben, welche die Ladeleistungen/Zeitpunkte netzdienlich automatisieren.

Die Ladevorgänge werden im Gegenteil sehr positiv für das öffentliche
Stromnetz sein und die volatile Stromerzeugung durch PV und Wind
ideal ausgleichen.
Christian Treffler (08.06.2019, 13:26)
Alfred Lönze schrieb:

> Setzt doch die Vernunft ein? Vielleicht fällt ja irgendwem demnächst
> auch noch auf, dass es keinen *menschengemachten* Klimawandel gibt




CU,
Christian
Helmut Schellong (08.06.2019, 13:34)
On 06/08/2019 07:41, Marc Stibane wrote:
> Helmut Schellong <rip> wrote:
>> |Leschs Lösungsansatz: bei der Energiewende hin zur Elektromobilität
>> |nicht die aus der Mode gekommene Technologie der Brennstoffzelle zu
>> |vernachlässigen, die seit 2017 aufgegeben worden sei.

> Welche?
> Methanol oder Wasserstoff?


Wasserstoff.
Marc Stibane (08.06.2019, 14:18)
Helmut Schellong <rip> wrote:
> On 06/08/2019 07:41, Marc Stibane wrote:
>> Helmut Schellong <rip> wrote:


>>> |Leschs Lösungsansatz: bei der Energiewende hin zur Elektromobilität
>>> |nicht die aus der Mode gekommene Technologie der Brennstoffzelle zu
>>> |vernachlässigen, die seit 2017 aufgegeben worden sei.

>> Methanol oder Wasserstoff?

> Wasserstoff.


Und schon disqualifiziert.
Wasserstoff hat über die ganze Kette Stromproduktion, Elektrolyse,
Komprimierung, Speicherung, Tankstelle, Autotank, FuelCell einen
Wirkungsgrad von unter 30%. Da sind ja manche Verbrenner besser.
Und nein, es geht aus physikalischen Gründen nicht besser, wohingegen
Akkus durchaus noch Entwicklungspotential haben.
Ein Wissenschaftler wie Lesch sollte das eigentlich aber wissen.
Helmut Schellong (08.06.2019, 14:48)
On 06/08/2019 10:55, Martin K. wrote:
> Am Freitag, 7. Juni 2019 21:05:35 UTC+2 schrieb Helmut Schellong:


>> Er entzaubert Elon Musk überhaupt nicht.

> "Der Beitrag ""Erhebliche Umweltschäden": Astrophysiker demontiert die
> "Tesla-Ideologie"" stammt von Teleschau. Es gibt keine redaktionelle
> Prüfung durch FOCUS Online"


Vor langer Zeit hatte wohl Mercedes verlautbart, daß sie sich
überhaupt keine Sorgen machen, daß Tesla eine ernstzunehmende
Konkurrenz werden könnte.
Grund:
Man hatte damals schnell erkannt, daß die Produktion bei Tesla
schlecht ist - die Produktionseffizienz.
Wie mir scheint, hat sich daran nichts entscheidend verbessert.
Fehlen dort gute Produktions-Ingenieure?

Mir gefällt Musk aber grundsätzlich.
Er ist an Milliarden gekommen, und gibt dieses Geld aus, um
mehrere große Pionier-Projekte zum Laufen zu bringen.
Solche Leute braucht jeder Industriestaat.

> Was sind das denn für Umweltprobleme?
> 1) Der Grundwasserspiegel sinkt durch das Wasserverdunsten in die
> Umgebungsluft. Das kann man z.B. lösen indem man die feuchte
> Luft in einem gelschlossenen Kreislauf kondensieren lässt und das
> Wasser dann wieder dem Grundwasser zugeführt.


Ja, die Misere in Argentinien wurde ja gerade in einer TV-Sendung gezeigt.
Thread: »TV-Sendung: "Kann das Elektro-Auto die Umwelt retten?"«

In solchen Ländern ist eine die Natur schädigende Gewinnung von Stoffen egal.
Das ist so, wie Holz schlagen ohne Wiederaufforstung.
Typische Goldgräber-Stimmung.

> Die allermeisten Ladevorgänge werden am heimischen Stellplatz oder am
> Stellplatz beim Arbeitsplatz sein. Dafür wird es sowieso Energiemanger
> geben, welche die Ladeleistungen/Zeitpunkte netzdienlich automatisieren.
> Die Ladevorgänge werden im Gegenteil sehr positiv für das öffentliche
> Stromnetz sein und die volatile Stromerzeugung durch PV und Wind
> ideal ausgleichen.


Kann sein, daß sich durch eine allmähliche, schrittweise Entwicklung
eine gute Praktikabilität ergibt.

Andererseits ist es nicht unwahrscheinlich, daß bei einer
Anzahl E-Autos von 30 Millionen 1 Million davon gleichzeitig
(auch überlappend) geladen werden (müssen).

Lesch rechnete dafür ~320 GigaWatt aus.
Das gesamte deutsche Stromnetz hat aber nur ~58 GigaWatt.
Helmut Schellong (08.06.2019, 15:03)
On 06/08/2019 13:26, Christian Treffler wrote:
> Alfred Lönze schrieb:
>> Setzt doch die Vernunft ein? Vielleicht fällt ja irgendwem demnächst
>> auch noch auf, dass es keinen *menschengemachten* Klimawandel gibt

>

Daß der Mensch gar keinen Anteil am gegenwärtigen
Klimawandel hat, kann man nicht sagen.
Helmut Schellong (08.06.2019, 15:18)
On 06/08/2019 14:18, Marc Stibane wrote:
> Helmut Schellong <rip> wrote:
> Und schon disqualifiziert.
> Wasserstoff hat über die ganze Kette Stromproduktion, Elektrolyse,
> Komprimierung, Speicherung, Tankstelle, Autotank, FuelCell einen
> Wirkungsgrad von unter 30%. Da sind ja manche Verbrenner besser.
> Und nein, es geht aus physikalischen Gründen nicht besser, wohingegen
> Akkus durchaus noch Entwicklungspotential haben.
> Ein Wissenschaftler wie Lesch sollte das eigentlich aber wissen.


,----------
|Wasserstofftechnologie, so Lesch, sei "eine anschlussfähige Technologie.
|Der Wasserstoff, den man für die Brennstoffzelle braucht, kann zu
|100 Prozent aus ökologischem Strom hergestellt werden.
|Ich kann ihn sogar aus einer Infrastruktur herausholen, die wir
|in der Energiewende auf jeden Fall brauchen, nämlich
|der Power-to-Gas-Speicherung."
`----------

Ich bin ja auch nicht von 'Brennstoffzelle im Auto' überzeugt.
Ich will so etwas nicht in einem Auto sehen!

Deshalb schrieb ich zuvor, daß mit Wasserstoff lokal Strom
zum Laden erzeugt werden könne, um das Netz zu entlasten.
Dieser Wasserstoff wäre ja 'sauber'.
klaus r. (08.06.2019, 15:34)
Am Sat, 8 Jun 2019 14:48:19 +0200
schrieb Helmut Schellong <rip>:

> [...]
> In solchen Ländern ist eine die Natur schädigende Gewinnung von
> Stoffen egal. Das ist so, wie Holz schlagen ohne Wiederaufforstung.
> Typische Goldgräber-Stimmung.


Aber ich bitte Dich, ist das denn sooo wichtig, was in den
ausgebeuteten Ländern und den ausgebeuteten Tagelöhnern mit einem
Tagesverdienst von 3-4 US$ (wenn überhaupt) geschieht. Oder den
Urwäldern? Solange so etwas den Guten doch ein gutes Gewissen und einen
ruhigen Schlaf beschert. Das sollte es uns doch wert sein. Als
Gegenleistung nehmen wir dann weitere 2 Millionen Menschen auf, die vor
ihren durch die Guten zerstörten Lebensgrundlagen flüchten müssen. Und
wir regen uns weiter über die Chinesen auf, die Ähnliches tun.
Allerdings übersieht man dabei geflissentlich, die Chinesen geben
wenigstens etwa an die dortige Bevölkerung zurück.



Und es werden riesige Gebiete Urwald in Südamerika, Indonesien und was
weiss ich noch wo, damit wir hier mit ruhigem Gewissen Bio-Sprit
verfahren können. Welch ein Irrsinn. Wie wäre es, wenn man
Personenverkehr ausbauen und vor allem kostengünstiger machen würde?
Hier auf dem flachen Land hat man jahrelang Bus- und Bahnlinien
stillgelegt. Güterverkehr, da wo es sinnvoll ist, auf Schiene und /oder
Wasser und nur das Allernötigste via Strasse? Seit Jahren schwafeln die
Politiker davon. Und? Warum tun sie nichts bzw. sehen tatenlos zu, wie
BABs und Strassen mehr und mehr durch den Güterverkehr überlastetund
kaputt gefahren werden? Wessen Interessen würden wirklich verletzt
werden, würde man gute Ansätze tatsächlich mal ausführen.

Neulich kam im TV ein Bericht über ein in Ost-England mit Holzpellets
betriebenes Grosskraftwerk, welches täglich zwischen 3000 und 5000to
Pellets verfeuert. Diese Pellets werden per Schiff von der Nordwestküste
Kanadas herangekarrt. Boah, was ökologisch und ökonomisch. Sie wollen
das Klima retten, vernichten aber hirnlos den Wald, der dem Klima am
meisten gut tut. Kann man die grünen Fuzzis überhaupt ernst nehmen?

Klaus
Rupert Haselbeck (08.06.2019, 17:00)
Helmut Schellong schrieb:

> On 06/08/2019 13:26, Christian Treffler wrote:
> Daß der Mensch gar keinen Anteil am gegenwärtigen
> Klimawandel hat, kann man nicht sagen.


Natürlich kann man das sagen!
Hierzulande herrscht Meinungsfreiheit, wie gerade du doch ganz bestimmt
zugeben wirst. Denn auch du darfst doch deinen Unfug, deine hanebüchenen
Statements regelmäßig veröffentlichen, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen

MfG
Rupert
Helmut Schellong (08.06.2019, 17:07)
On 06/08/2019 17:00, Rupert Haselbeck wrote:
> Helmut Schellong schrieb:
> Natürlich kann man das sagen!
> Hierzulande herrscht Meinungsfreiheit, wie gerade du doch ganz bestimmt
> zugeben wirst.


", kann man nicht sagen" ist eine bekannte Redewendung,
mit einer bestimmten Bedeutung: Falls man es sagte, wäre
es eine falsche Aussage.

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