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Dieter Grosch (01.01.2019, 22:18)
Ich habe gerade eine interessante Festlegung gemacht.
An meiner Digitaluhr mit 7 Segmentleuchtdiodenanzeige habe ich mit einem
Auge die waagerechten Balken der Ziffern mir angesehen und diese dann von
unten her versucht abzudecken.
Dabei ist mir aufgefallen, dass je näher ich an den unteren Baken kam,
dieser seinen Abstand zum darüber liegenden vergrößerte, bis er dann unten
verschwand.
Ich kann mir das nur durch Lichtablenkung erklären.
Was ist Ihre Meinung dazu?
Probieren Sie mal selbst aus..
Andreas Quast (02.01.2019, 11:39)
Am Tue, 01 Jan 2019 21:18:56 +0100 schrieb Dieter Grosch:

> Ich habe gerade eine interessante Festlegung gemacht.
> An meiner Digitaluhr mit 7 Segmentleuchtdiodenanzeige habe ich mit einem
> Auge die waagerechten Balken der Ziffern mir angesehen und diese dann
> von unten her versucht abzudecken.
> Dabei ist mir aufgefallen, dass je näher ich an den unteren Baken kam,
> dieser seinen Abstand zum darüber liegenden vergrößerte, bis er dann
> unten verschwand.
> Ich kann mir das nur durch Lichtablenkung erklären.
> Was ist Ihre Meinung dazu?
> Probieren Sie mal selbst aus..


Lichtphysikalisch ist da wohl eher nix.
Ich würde mal raten, es liegt eher an Deinen Augen. Physiologische
Überstrahlung des schwarzen Feldes zwischen den leuchtenden Balken. Durch
Abdecken senkst Du die Leuchtstärke.
Alternativ hast Du einen Astigmatismus und siehst das Display etwas
unscharf. Wenn Du den leuchtenden Balken durch einen quasi-Spalt
betrachtest, wird das Bild scharf und dadurch das schwarze Feld zwischen
den Balken wieder scharf. Frag' mich jetzt aber nicht nach der Achse
Deines Knicks in der Linse :-)
aq
Anton Triol (02.01.2019, 12:50)
Am 01.01.2019 um 21:18 schrieb Dieter Grosch:
> Ich habe gerade eine interessante Festlegung gemacht.
> An meiner Digitaluhr mit 7 Segmentleuchtdiodenanzeige habe ich mit einem
> Auge die waagerechten Balken der Ziffern mir angesehen und diese dann
> von unten her versucht abzudecken.
> Dabei ist mir aufgefallen, dass je näher ich an den unteren Baken kam,
> dieser seinen Abstand zum darüber liegenden vergrößerte, bis er dann
> unten verschwand.
> Ich kann mir das nur durch Lichtablenkung erklären.
> Was ist Ihre Meinung dazu?


Also ich hab bei ner 7-Segment eines AM-Transceivers mal festgestellt,
daß wenn der Widerstand an der Kathode überbrückt wird, die überhaupt
nicht mehr leuchtet :-)

Hallo Kurt, seit du weg bist moduliert AM wieder einwandfrei !!!

SCNR

Anton
Dieter Grosch (02.01.2019, 15:03)
>"Andreas Quast" schrieb im Newsbeitrag news:
>Alternativ hast Du einen Astigmatismus und siehst das Display etwas
>unscharf. Wenn Du den leuchtenden Balken durch einen quasi-Spalt
>betrachtest, wird das Bild scharf und dadurch das schwarze Feld zwischen
>den Balken wieder scharf.


Danke für den Hinweis, habe nicht daran gedacht!

Dieter Grosch
Kurt (10.01.2019, 19:19)
Am 02.01.2019 um 11:50 schrieb Anton Triol:
> Am 01.01.2019 um 21:18 schrieb Dieter Grosch:
> Also ich hab bei ner 7-Segment eines AM-Transceivers mal festgestellt,
> daß wenn der Widerstand an der Kathode überbrückt wird, die überhaupt
> nicht mehr leuchtet :-)
> Hallo Kurt, seit du weg bist moduliert AM wieder einwandfrei !!!
> SCNR
> Anton


Das hat es auch vorher gemacht.
Und es macht es auch jetzt noch trotz der unmöglichen
Falschvorstellungen die sich da in der Leeermeinung eingenistet haben.

Ich hab momentan nur sehr wenig Zeit.

Dieter, jede Materie/Materieecke lenkt Licht ab, und nicht nur Licht.
Ist ja am Doppelspalt mit Teilchen gut zu sehen.

Kurt
Alfred Kuehne (10.01.2019, 19:31)
Am 10.01.2019 um 18:19 schrieb Kurt:
> [...]
> Leeermeinung
> [...]
> Kurt


Ach, ist das eine schöne Wortschöpfung... Eine "Leermeinung". Muss wohl
etwas sein, das einer besonders hohlen Cranialhöhle entsprungen ist...

:-D

Alf
Alfred Kuehne (10.01.2019, 19:40)
Am 10.01.2019 um 18:31 schrieb Alfred Kuehne:
> Am 10.01.2019 um 18:19 schrieb Kurt:
> Ach, ist das eine schöne Wortschöpfung... Eine "Leermeinung". Muss wohl
> etwas sein, das einer besonders hohlen Cranialhöhle entsprungen ist...
> :-D
> Alf


Nachträglich fiel mir allerdings auf, dass diese "Leermeinung" durch ein
zusätzlich eingefügtes "e" noch mal etwas leerer geraten ist... Und ja,
mir ist auch klar, dass Kurt nicht seine eigene "Lehre" damit meint,
sondern unpassenderweise die Anderer...

Alf
Thomas 'PointedEars' Lahn (10.01.2019, 21:37)
Dieter Grosch wrote:
> Ich habe gerade eine interessante Festlegung gemacht.


Das richtige Wort hier ist _Feststellung_ oder _Beobachtung_.

„Festlegung“ ist die Bezeichnung für etwas, das festgelegt wird, d. h.
widrigenfalls unabhängig von jeder Beobachtung (oder sogar Logik) ist.

> An meiner Digitaluhr mit 7 Segmentleuchtdiodenanzeige habe ich mit einem
> Auge die waagerechten Balken der Ziffern mir angesehen und diese dann von
> unten her versucht abzudecken.
> Dabei ist mir aufgefallen, dass je näher ich an den unteren Baken kam,
> dieser seinen Abstand zum darüber liegenden vergrößerte, bis er dann unten
> verschwand.
> Ich kann mir das nur durch Lichtablenkung erklären.
> Was ist Ihre Meinung dazu?
> Probieren Sie mal selbst aus..


[Wir duzen uns hier normalerweise.]

Done. Ich kenne das Phänomen auch aus anderen Zusammenhängen. Objekte
nahe einer „optischen Grenze“ (in Ermangelung eines besseren Begriffs),
d. h. quasi dem Rand einer Blende, scheinen auseinandergezogen zu sein.
Das funktioniert offenbar um so besser, jeder weniger scharf diese Grenze
ist.

IMHO ist hat das nichts mit dem Sehvermögen (Astigmatismus usw.) zu tun,
sondern das Phänomen hier ist *Lichtbeugung*, wobei die Lichtstrahlen nahe
der optischen Grenze stärker gebeugt werden als die weiter entfernt davon
(und ab einem gewissen Abstand werden sie gar nicht mehr signifikant gebeugt).

Vereinfacht und übertrieben dargestellt:

A <---------. _
<) B <-------.. _ '-. A (z. B. oberes Segment)
C <------._ '-.
. ' ' . ' . ' B
' ' ' .
: Finger : C (z. B. unteres Segment)
. , __
` . . ' |PE

Beugung lässt sich daher offenbar auch zur Vergrösserung benutzen (dasselbe
Prinzip wie bei Gravitationslinsen, nur ist da die Ursache eine andere).

Zum Beispiel habe ich als Kind gern mit meinem ringförmig in die (wie ich
nun lerne) /Foveola radialis/¹ hineingebeugten Zeigefinger (Wortspiel nicht
beabsichtigt) ein kleines Loch geformt und dieses dann als ein primitives
Fernglas oder eine primitive Lupe verwendet. Wie ich gerade festgestellt
habe, funktioniert das immer noch recht gut¹ :)

<https://de.wikipedia.org/wiki/Beugung_(Physik)>

______
¹ <https://de.wikipedia.org/wiki/Foveola_radialis>
² ich übernehme keine Haftung für überdehnte Sehnen usw.
Kurt (10.01.2019, 21:56)
Am 10.01.2019 um 20:37 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
> Dieter Grosch wrote:
> Das richtige Wort hier ist _Feststellung_ oder _Beobachtung_.
> „Festlegung“ ist die Bezeichnung für etwas, das festgelegt wird, d. h.
> widrigenfalls unabhängig von jeder Beobachtung (oder sogar Logik) ist.
> [Wir duzen uns hier normalerweise.]
> Done. Ich kenne das Phänomen auch aus anderen Zusammenhängen. Objekte
> nahe einer „optischen Grenze“ (in Ermangelung eines besseren Begriffs),
> d. h. quasi dem Rand einer Blende, scheinen auseinandergezogen zu sein.
> Das funktioniert offenbar um so besser, jeder weniger scharf diese Grenze
> ist.


Optische Grenze ist da nur die halbe "Erklärung".
Es ist die Einwirkung, die das was man Materie nennt, auf das was man
Licht nennt, vorhanden ist.

[..]
> . , __
> ` . . ' |PE
> Beugung lässt sich daher offenbar auch zur Vergrösserung benutzen


Sieht man besonders gut wenn man mit der Lesebrille die Schrift am
Bildschirm zeilenweise scharf bringt.

> (dasselbe
> Prinzip wie bei Gravitationslinsen, nur ist da die Ursache eine andere).


Das ist sehr weit hergeholt, bei dieser bewegt sich das Licht,
unbeeinflusst durch Materie, geradlinig weiter.
Der Weg ist krumm, das ist bei der Gravlinse alles.
Mit Gravitation hat damit nichts zu tun, entscheidend ist welchen
Einfluss die grosse Materie auf den Lichtweg, dessen "Geradheit" hat.

Kurt
Thomas 'PointedEars' Lahn (10.01.2019, 22:19)
Kurt wrote:
> Am 10.01.2019 um 20:37 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
> Optische Grenze ist da nur die halbe "Erklärung".


„Optische Grenze“ für sich ist überhaupt keine Erklärung und will es auch
nicht sein. Es ist lediglich ein Begriff, den ich hier eingeführt habe,
um das Phänomen „Beugung“ zu erklären.

> Es ist die Einwirkung, die das was man Materie nennt, auf das was man
> Licht nennt, vorhanden ist.


Genau das habe ich sinngemäss geschrieben.

>> Beugung lässt sich daher offenbar auch zur Vergrösserung benutzen

> Sieht man besonders gut wenn man mit der Lesebrille die Schrift am
> Bildschirm zeilenweise scharf bringt.


Da die Lesebrille strukturell eine Linse ist, handelt es sich bei der
Ursache dieses Beobachtung wahrscheinlicher um Licht*brechung*.

>> (dasselbe Prinzip wie bei Gravitationslinsen, nur ist da die Ursache
>> eine andere).

> Das ist sehr weit hergeholt,


Keineswegs.

> bei dieser bewegt sich das Licht,
> unbeeinflusst durch Materie, geradlinig weiter.


Nein.

> Der Weg ist krumm,


Ja.

> das ist bei der Gravlinse alles.


Nein. Es heisst nur „Gravitationslinse“, weil der *Effekt* derselbe wie bei
einer Linse ist; NICHT, weil dort Lichtstrahlen wie bei einer Linse
gebrochen werden würden.

> Mit Gravitation hat damit nichts zu tun,


Das (die) Beugung (hier) etwas mit Gravitation zu tun hätte, hat niemand
behauptet. Lies sorgfältiger.
Kurt (10.01.2019, 23:06)
Am 10.01.2019 um 21:19 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
> Kurt wrote:
> „Optische Grenze“ für sich ist überhaupt keine Erklärung und will es auch
> nicht sein. Es ist lediglich ein Begriff, den ich hier eingeführt habe,
> um das Phänomen „Beugung“ zu erklären.
> Genau das habe ich sinngemäss geschrieben.
> Da die Lesebrille strukturell eine Linse ist, handelt es sich bei der
> Ursache dieses Beobachtung wahrscheinlicher um Licht*brechung*.


Ich meinte nicht die Linse, sondern den oberen Teil des Rahmens wenn man
die Brille weit nach vorne auf der Nase schiebt damit man oben drüber
sehen kann.
Dabei ist mir das mit der 'scharfen Zeile' aufgefallen.

> Keineswegs.
> Nein.


Aus Sicht des Lichtes schon.

>> Der Weg ist krumm,

> Ja.


Der krumme Weg kommt daher weil eine "Querströmung" herrscht.
Diese Strömung ist aber nicht nur quer um Lichtweg, sondern geht
"kugelartig" in die grosse Masse, das können durchaus ganze
Galaxiekluster sein, rein.

>> das ist bei der Gravlinse alles.

> Nein. Es heisst nur „Gravitationslinse“, weil der *Effekt* derselbe wie bei
> einer Linse ist; NICHT, weil dort Lichtstrahlen wie bei einer Linse
> gebrochen werden würden.


Die Linse macht das durch Wechselwirkung mit Materie, bei der
"Gravitationslinse ist das Lichtleitmedium nicht ruhend in Bezug zum Weg
des Lichtes.
Heisst: der Lichtweg ist krumm.
Da ist die Materie viel zu weit weg als das sie direkte Einwirkung, wie
bei einer Linse, erbringen könnte.

>> Mit Gravitation hat damit nichts zu tun,

> Das (die) Beugung (hier) etwas mit Gravitation zu tun hätte, hat niemand
> behauptet. Lies sorgfältiger.


Hat es auch nicht.
Gravitation ist eine Auswirkung auf Materie die entsteht wenn keine
Homogenität im Lichtleitmedium herrscht.

Kurt
Thomas 'PointedEars' Lahn (11.01.2019, 00:31)
Kurt wrote:
> Am 10.01.2019 um 21:19 schrieb Thomas 'PointedEars' Lahn:
> Ich meinte nicht die Linse, sondern den oberen Teil des Rahmens wenn man
> die Brille weit nach vorne auf der Nase schiebt damit man oben drüber
> sehen kann.
> Dabei ist mir das mit der 'scharfen Zeile' aufgefallen.


*Das* *könnte* ein Beugungsphänomen sein.

>>> bei dieser bewegt sich das Licht,
>>> unbeeinflusst durch Materie, geradlinig weiter.

>> Nein.

> Aus Sicht des Lichtes schon.


Ja, aber nicht aus der Sicht des die Raumzeitkrümmung nur indirekt
wahrnehmen könnenden humanoiden Beobachters.

>>> Der Weg ist krumm,

>> Ja.

> Der krumme Weg kommt daher weil eine "Querströmung" herrscht.


Nein, sondern weil die Raumzeit in Anwesenheit von Masse/Energie gekrümmt ist.

Man könnte das zwar als Fluss des Gravitationsfelds quer zur
Lichtausbreitungsrichtung beschreiben; die Beobachtungen während und seit
der totalen Sonnenfinsternis 1919 haben aber gezeigt, dass das nicht
funktioniert:

<https://de.wikipedia.org/wiki/Tests_der_allgemeinen_Relativit%C3%A4tstheorie#Abl enkung_des_Lichts_durch_die_Sonne>

>>> das ist bei der Gravlinse alles.

>> Nein. Es heisst nur ?Gravitationslinse?, weil der *Effekt* derselbe wie bei
>> einer Linse ist; NICHT, weil dort Lichtstrahlen wie bei einer Linse
>> gebrochen werden würden.

> Die Linse macht das durch Wechselwirkung mit Materie,


Möglicherweise meinst Du das Richtige: bei einer tatsächlichen Linse (z. B.
aus Glas) ändert sich auf dem Lichtweg das optische Medium, daher ändert
sich temporär (nämlich beim Durchgang durch das optisch dichtere Medium)
die Lichtgeschwindigkeit (sie wird kleiner, weil die Wellenlänge kleiner
wird: c = ? f) und es muss sich (dem Prinzip der kürzesten Zeit folgend)
der Lichtweg ändern (er muss kürzer werden):

?s = c ?t
? ?t = ?s?c

c = c??n

? ?t = ?s n?c?

? Bei grösserem Brechungsindex n muss für dieselbe minimale Zeit ?t der
Lichtweg ?s durch das Medium kürzer werden:

. ??: __
n = 1.0028 (Luft) `. : |PE
-------`.-----------
:\
n = 1.53 (Glas) : \`
:??\ `
------------.--`----
`. `
n = 1.0028 (Luft) `. `.
realer Lichtweg Lichtweg ohne Brechung

? ?? < ??

(Hab? ich Dir das nicht schon mal erklärt?)

> bei der "Gravitationslinse ist das Lichtleitmedium nicht ruhend in Bezug
> zum Weg des Lichtes.


?Lichtleitmedium? ist lediglich eine Vorstellung von Dir, die aber durch die
Beobachtungen widerlegt wird. Also reine Phantasie.

>>> Mit Gravitation hat damit nichts zu tun,

>> Das (die) Beugung (hier) etwas mit Gravitation zu tun hätte, hat niemand
>> behauptet. Lies sorgfältiger.

> Hat es auch nicht.


Es hatte also niemand *ausser Dir* das behauptet, und Du behauptest es nun
auch nicht mehr. Dann ist ja alles gut.
Roland Franzius (11.01.2019, 13:47)
> Kurt wrote:

>> Ich meinte nicht die Linse, sondern den oberen Teil des Rahmens wenn man
>> die Brille weit nach vorne auf der Nase schiebt damit man oben drüber
>> sehen kann.
>> Dabei ist mir das mit der 'scharfen Zeile' aufgefallen.


Das ist ein Abblendphenomen.



Kurzsichtige schieben die Fingerkante vor die Augenlinse. Der gerade
noch sichtbare Bildbereich wird dann durch einen schmalen Schlitz
zwischen Fingerkante und oberem Linsenrand abgebildet und bildet dann
als Schlitzkamera waagerechte Linen unabhängig von der
Entferungseinstellung der Linse scharf ab. Sowas lernt ein Physiker im
Anfängerpraktikum.

Macht man das mit einem schmalen Schlitz zwischen Zeigfinger und Daumen,
bekommt man sogar kurz vor Berührung der beiden Fingerkuppen ein
Linienbeugungsmuster.

Man kann auch durch eine mit dem zum Kreis geknickten Zeigefinger
gebildete Lochblende gucken, dann wird alles scharf kurz bevor es zu
dunkel wird, um Farben zu unterscheiden, weil die Beleuchtungsstärke
nicht mehr zur Anregung der farbempfindlichen Zäpfchen-Sehzellen in der
Nezthaut ausreicht.

Kippenhahn, der Vorgänger von Lesch, drückte das in der Vorlesung so
aus: Abgebildet wird immer mit der Blende, deren Bild von einem
Lichtstrahl auf der Leinwand erzeugt wird. Für mehr Licht muss man die
Blende größer machen, dabei wird auch leider das Bild der Blende als
Bildpunkt eines Strahls aus einer gegebenen Richtung größer.

Die Linse wird nur deshalb in die Blende eingesetzt um das gesamte
Licht, das aus eine Richtung die Blendenöffnung passieert, wieder auf
den zentralen Bildpunkt zu lenken.

In sehr heller Umgebung kann man die Blende auf Bildpunktgröße herab
abblenden, dann spielt die Linse keine Rolle mehr. Bekanntlich setzt
dann in der Tele-Fotografie schon die Beugungsunschärfe in der Kante
ein, die der unteren Bildpunktgröße und der Schärfetiefe etwa bei Blende
22 durch Abblenden und Langzeitbelichtung eine physikalische Grenze setzt.

Daher die Bemühungen bei der Weiterentwicklung von Sensoren für die
Fotografie auch die Richtungsinformationen des in einem Punkt
auftreffenden Lichts zu messen. Dann könnte man auf Linsen ganz
verzichten, Bienen brauchen ja auch keine Brillen.

wernertrp (15.01.2019, 12:08)
Am Dienstag, 1. Januar 2019 21:18:55 UTC+1 schrieb Dieter Grosch:
> Ich habe gerade eine interessante Festlegung gemacht.
> An meiner Digitaluhr mit 7 Segmentleuchtdiodenanzeige habe ich mit einem
> Auge die waagerechten Balken der Ziffern mir angesehen und diese dann von
> unten her versucht abzudecken.
> Dabei ist mir aufgefallen, dass je näher ich an den unteren Baken kam,
> dieser seinen Abstand zum darüber liegenden vergrößerte, bis er dann unten
> verschwand.
> Ich kann mir das nur durch Lichtablenkung erklären.
> Was ist Ihre Meinung dazu?
> Probieren Sie mal selbst aus..


Welche Lichtablenkung hätten Sie denn gern ?

Lichtablenkung durch Gravitation.
LA durch Spiegel.
LA durch Brechung am anderen Medium.
Vorgetäuschte LA durch optische Täuschung.
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