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Volkmer Ratfeldt (10.10.2017, 14:08)
Hallo, hoffe bin hier richtig. Haben derzeit superlangsame DSL Leitung,
und ein pop3 Postfach auf einer eigenen Domain.

3 Rechner im Betrieb POP3-en dieses gleiche Postfach per etwas betagtem
Outlook 2007 auf Windows.

Wuerde gerne evtl. auf sowas wie Hosted-Exchange wechseln, eine
schnellere Breitbandleitung ist in Aussicht.

Dann koennte ich auf allen beteiligten Rechnern im LAN per Outlook das
gleiche sehen, synchronisiert, auch Adressbuch, Aufgaben, Notizen,
gesendete und empfangene Mails, Mail-Ordnerstrukturen.

Gaebe es alternativen um mehr Ordnung und Konsistens in ein altes
historisches Mailchaos zu bringen in einem kleinen Betrieb?

Imap kann wohl keine Adressen und solche nicht-Mail Dinge.

Outlook soll wohl bleiben. Daher fiel mir Hosted oder Managed Exchange
Postfach ein.

Irgendwelche Empfehlungen? Provider?
Danke.
VR
Ralph Aichinger (10.10.2017, 14:47)
Volkmer Ratfeldt <invalid> wrote:
> Outlook soll wohl bleiben. Daher fiel mir Hosted oder Managed Exchange
> Postfach ein.


Wenn du Outlook weiter verwenden willst, dann nimm ein gehostetes
Exchange.

Wenn du auf Outlook verzichten kannst, dann nimm Google Mail.

Organisation und Struktur hat wenig mit der technischen Lösung
zu tun, sondern mehr mit der Disziplin beim Sortieren.

/ralph
Volkmer Ratfeldt (10.10.2017, 18:03)
On 10.10.2017 14:47, Ralph Aichinger wrote:
> Volkmer Ratfeldt <invalid> wrote:
>> Outlook soll wohl bleiben. Daher fiel mir Hosted oder Managed Exchange
>> Postfach ein.

> Wenn du Outlook weiter verwenden willst, dann nimm ein gehostetes
> Exchange.


Danke fuer die Infos. Da habe ich noch derzeit ein Problem dass der
aktuelle Provider kein hosted Exchange kann, und ich evtl dann nur den
Mailanteil rausmigriere zu einem anderen Provider weil auch eine uralte
Wordpress basierte Webinstanz beim aktuellen Provider liegt womit ich
lieber nichts zu tun haben moechte.

Danke.
VR
Florian Weimer (12.10.2017, 22:05)
* Ralph Aichinger:

> Volkmer Ratfeldt <invalid> wrote:
> Wenn du Outlook weiter verwenden willst, dann nimm ein gehostetes
> Exchange.
> Wenn du auf Outlook verzichten kannst, dann nimm Google Mail.
> Organisation und Struktur hat wenig mit der technischen Lösung
> zu tun, sondern mehr mit der Disziplin beim Sortieren.


Google kennt keine geteilten Ordner für Mail, insofern scheidet eine
technische Lösung beim Wechsel auf Google Mail natürlich aus.
Christian Meier (11.02.2018, 09:50)
On Thu, 12 Oct 2017 22:05:11 +0200, Florian Weimer <fw>
wrote:

>Google kennt keine geteilten Ordner für Mail, insofern scheidet eine
>technische Lösung beim Wechsel auf Google Mail natürlich aus.


Das war mir neu. Es scheint Lösungen von Drittanbietern und Google
Groups zu geben. Hat jemand damit Erfahrung? Hält das nicht viele
gewerbliche Nutzer von GMail ab? Bei uns werden gemeinsame Ordner viel
genutzt.

Gruß,
Christian
Florian Weimer (11.02.2018, 13:04)
* Christian Meier:

> On Thu, 12 Oct 2017 22:05:11 +0200, Florian Weimer <fw>
> wrote:
>>Google kennt keine geteilten Ordner für Mail, insofern scheidet eine
>>technische Lösung beim Wechsel auf Google Mail natürlich aus.

> Das war mir neu. Es scheint Lösungen von Drittanbietern und Google
> Groups zu geben. Hat jemand damit Erfahrung?


Man muß genau schauen, was dem Google Enterprise Agreement (bzw. den G
Suite Terms of Service, oder wie das inzwischen heißt) abgedeckt ist,
weil die Nicht-Enterprise-Dienste Inhalte auswerten und
veröffentlichen, was meistens nicht mit den eigenen Unternehmenszielen
(und den Mitarbeiterrechten) vereinbar ist.

> Hält das nicht viele gewerbliche Nutzer von GMail ab?


Es gibt ganz andere Dinge, die gewerbliche Nutzer abhalten müßten.

Die Zuverlässigkeit der E-Mail-Zustellung ist z.B. nicht sonderlich
hoch. E-Mail, die von Microsoft-Mitarbeitern über linux-kernel
verschickt wird, geht ab und zu verloren (und landet auch nicht im
Spam-Folder). Das kann ja passieren, aber der Google-Support erzählt
einem dann etwas von DMARC, aber das hilft einem nichts, wenn man die
Nachricht bekommen möchte. (Daß der Zustellungsweg nicht DMARC-konform
ist, mag ja sein, ändert aber nichts daran, daß man solche Mail
mitunter trotzdem gerne empfangen hätte. Bei anderen Anbietern ist das
konfigurierbar.)

Viele Nutzer wünschen auch nicht, daß Nachrichten zwangsdupliziert
werden. Das erfordert regelmaßig eine Umstellung von Prozessen.
Konfigurierbar ist dieses Verhalten nämlich nicht.

Der Web-Client versteckt bei weitergeleiteten Nachrichten deren
Inhalt, so daß es regelmäßig zu Peinlichkeiten kommt, weil der Autor
der Weiterleitung sich nicht bewußt ist, daß der ganze Originaltext
mitgeschickt wird.

Das IMAP-Verhalten ist auch gewöhnungsbedürftig und führt je nach
Abläufen und Client zu Problemen. Das kann einem aber auch bei anderen
Anbietern blühen.

Sonderlich kostengünstig es auch nicht, wenn man unabhängiges Backup
einrechnet.
Christian Meier (11.02.2018, 16:21)
On Sun, 11 Feb 2018 12:04:48 +0100, Florian Weimer <fw>
wrote:

>* Christian Meier:
>Die Zuverlässigkeit der E-Mail-Zustellung ist z.B. nicht sonderlich
>hoch. E-Mail, die von Microsoft-Mitarbeitern über linux-kernel
>verschickt wird, geht ab und zu verloren (und landet auch nicht im
>Spam-Folder).


Da bin ich doch schadenfroh. Dieses Problem tritt nämlich auch mit
outlook.com Accounts auf. Die M$ Mailserver nehmen die Mails mit 250
OK entgegen. Die Mails werden aber dennoch nicht zugestellt und landen
auch nicht im Spam-Ordner.

>Der Web-Client versteckt bei weitergeleiteten Nachrichten deren
>Inhalt, so daß es regelmäßig zu Peinlichkeiten kommt, weil der Autor
>der Weiterleitung sich nicht bewußt ist, daß der ganze Originaltext
>mitgeschickt wird.


Gut zu wissen!

Gruß,
Christian
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