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Andreas Viehrig (22.09.2007, 12:40)
Andreas Viehrig schrieb:

> [...]


Danke an alle für die Wortmeldungen und Meinungen!

In Anbetracht der Eckdaten Qualität, Preis und Lieferbarkeit stellt sich
inzwischen nur noch die Frage, ob ich eine Rock Shox Tora 318 U-Turn oder
eine Magura Odur 100 mm nehme. Ich mach mal einen neuen Thread auf dafür.

Andi
Andreas Viehrig (22.09.2007, 13:30)
Ulrich Fürst schrieb:
> Andreas Viehrig <0x01++01++> wrote:


>> Jedenfalls ist diese Form des Totalausfalls bei einer Felgenbremse
>> schon mal gar *nicht möglich*.


> Nein, mag sein. _Diese_ Form hast Du ja noch nicht erzählt.


Ein Spezl, der wöchentlich 300 km Rennrad und MTB fährt, hatte sich ein
neues MTB für eine Trans-Alp gekauft. Er hat es eingefahren - und wenn er
sagt, er hat es eingefahren, dann glaube ich ihm das auch.

Auf einer Wochenend-Tour nach dem Einfahren und noch vor der Trans-Alp ist
er eine Abfahrt runter: Totalausfall am Vorderrad.

Ergebnis: Rettungshubschrauber und das entsprechende Vollprogramm. Hätte er
keinen Helm gehabt, wäre er tot. Der Tacho stand bei 80. Im halben Gesicht
hat er Narben, weil's ihm einseitig aufgefetzt wurde. - Danke, Scheiben
brauche ich wirklich nicht.

AFAICS muß man sich richtig Mühe geben, daß man zum Bleistift mittels HS33
im Dauerbetrieb eine Felge so sehr aufheizt, daß sie den Reifen platzen
läßt. Und Dauerbetrieb mutet man eben auch einer Felgenbremse nicht zu.

> Aber ich hatte selbst schon Totalausfälle an Felgenbremsen.


AFAICS sind die aber deutlich schwerer zu provozieren. Aber gut, YMMV. Ich
jedenfalls nehme keine Scheiben.

Andi
Ulrich Fürst (23.09.2007, 11:00)
Andreas Viehrig <0x01++01++> wrote:
> Auf einer Wochenend-Tour nach dem Einfahren und noch vor der
> Trans-Alp ist er eine Abfahrt runter: Totalausfall am Vorderrad.


Wie entstand der, wie zeigte sich der (außer, dass die Bremse wohl
nicht mehr ging)? Interessiert mich wirklich!

> AFAICS muß man sich richtig Mühe geben, daß man zum Bleistift mittels
> HS33 im Dauerbetrieb eine Felge so sehr aufheizt, daß sie den Reifen
> platzen läßt. Und Dauerbetrieb mutet man eben auch einer Felgenbremse
> nicht zu.


Scheibenbremsen eben auch nicht.
> > Aber ich hatte selbst schon Totalausfälle an Felgenbremsen.

> AFAICS sind die aber deutlich schwerer zu provozieren. Aber gut,


Da hab ich gar nichts provoziert. Einmal ist mir der Lenker auf der
Seite gebrochen, auf der der Bremshebel montiert war und die anderen
Male der Zug gerissen. (O.k. schlechte Wartung ist dafür natürlich
Vorbedingung. Ich war halt noch jung und dumm.)

Ulrich
Andreas Viehrig (23.09.2007, 11:24)
Ulrich Fürst schrieb:
> Andreas Viehrig <0x01++01++> wrote:
>> Ulrich Fürst schrieb:


[Quote-Ebenen wieder usenetgerecht korrigiert]

>> Auf einer Wochenend-Tour nach dem Einfahren und noch vor der
>> Trans-Alp ist er eine Abfahrt runter: Totalausfall am Vorderrad.


> Wie entstand der, wie zeigte sich der (außer, dass die Bremse wohl
> nicht mehr ging)? Interessiert mich wirklich!


Weiß ich nicht. IIRC hat er das nur mit dem Händler in Sachen
Gewährleistung abgemacht. Er war damals beruflich äußerst eingespannt, hat
aber auch ansonsten auf Rechtsanwalt usw. keine Lust. Ein entsprechender
Rechtsstreit, um den Hersteller in Produkthaftung zu nehmen, mit
verschiedenen Gutachten usw. usf. dürfte eben - leider - auch Jahre dauern
und ist am Ende doch noch ungewiß im Ausgang.

>> AFAICS muß man sich richtig Mühe geben, daß man zum Bleistift mittels
>> HS33 im Dauerbetrieb eine Felge so sehr aufheizt, daß sie den Reifen
>> platzen läßt. Und Dauerbetrieb mutet man eben auch einer Felgenbremse
>> nicht zu.


> Scheibenbremsen eben auch nicht.


AFAIK hat er das auch nicht. Er fährt seit Jahrzehnten und kennt die
Thematik.

>>> Aber ich hatte selbst schon Totalausfälle an Felgenbremsen.

>> AFAICS sind die aber deutlich schwerer zu provozieren. Aber gut,


> Da hab ich gar nichts provoziert. Einmal ist mir der Lenker auf der
> Seite gebrochen, auf der der Bremshebel montiert war...


Wenn man das aber der Bauart einer Felgenbremse anlasten wollte, wäre das
IMHO eine hinreichend abenteuerliche /Argumentation/.

> ...und die anderen
> Male der Zug gerissen. (O.k. schlechte Wartung ist dafür natürlich
> Vorbedingung. Ich war halt noch jung und dumm.)


Auch das kann man dann nicht unbedingt der Bauart als Felgenbremse
anlasten. Da dürfte eine Scheibenbremse ohnehin noch viel eher allergisch
auf mangelnde Pflege reagieren.

Andi
Ulrich Fürst (23.09.2007, 12:07)
Andreas Viehrig <0x01++01++> wrote:
> Ulrich Fürst schrieb:
> Weiß ich nicht.


Schade.
> Wenn man das aber der Bauart einer Felgenbremse anlasten wollte, wäre
> das IMHO eine hinreichend abenteuerliche /Argumentation/.
> Auch das kann man dann nicht unbedingt der Bauart als Felgenbremse
> anlasten. Da dürfte eine Scheibenbremse ohnehin noch viel eher
> allergisch auf mangelnde Pflege reagieren.


Nicht der Bauart. Ich habe ja nur angemerkt, dass die Aussage
> Jedenfalls ist diese Form des Totalausfalls bei einer Felgenbremse
> schon mal gar *nicht möglich*.


mir so zu absolute ist. Zu mal Dir "diese Form"¹ ja gar nicht bekannt
ist.

Ulrich
¹ Ich lese das als: mit diesem Hergang/Ursache
Andreas Viehrig (23.09.2007, 12:48)
Ulrich Fürst schrieb:
> Andreas Viehrig <0x01++01++> wrote:


[Prinzipelle, bauartbedingte Fehleranfälligkeit von Scheiben- und
Felgenbremsen am Radl]

> Nicht der Bauart. Ich habe ja nur angemerkt, dass die Aussage
>> Jedenfalls ist diese Form des Totalausfalls bei einer Felgenbremse
>> schon mal gar *nicht möglich*.


> mir so zu absolute ist. Zu mal Dir "diese Form"¹ ja gar nicht bekannt
> ist.
> [...]
> ¹ Ich lese das als: mit diesem Hergang/Ursache


Es ist doch - _vernünftige_ Wartung jeweils vorausgesetzt - wohl wirklich
unstrittig, daß Scheibenbremsen insgesamt pannen- und fehleranfälliger sind
als Felgenbremsen. Oder?

Eine Felgenbremse hat einen einzigen noralgischen Punkt: Der "Lötpfropfen"
am Bowdenzug, der im Griff sitzt, darf nicht reißen.

Und diebezüglich kenne ich wirklich *keinen einzigen* Fall, in dem das mal
passiert wäre - noch nicht einmal bei der Materialproblematik der früheren
DDR-Produkte.

Alle anderen Fehler sind eindeutig zurückzuführen auf:

- äußerst mangelhafte Wartung
- ausgesprochenem fleißige Falschbenutzung

Bei einer Scheibenbremse hingegen kann auch - wie dargelegt - sachgemäße
Benutzung oder auch nur eine leichte Falschbenutzung zum lebensgefährlichen
Totalausfall führen.

Andi

[Subject angepaßt]

Andi
Philipp Klee (23.09.2007, 13:46)
Andreas Viehrig wrote:
> Philipp Klee schrieb:


>> Ach ja, mit Stahlfeder fällt mir noch die Magura Odur ein.

> Danke, das ist - nachdem, was ich dazu lese - auch ein guter Tip.


> Im Magura-Forum liest sich das so für Leute bis 90 kg. Ich würde da mal
> trotzdem auf harte Federn achten.


Nur zur Anmerkung: Ich selbst wiege übrigens (ohne Rucksack) ca. 82kg.
Andreas Viehrig (23.09.2007, 13:54)
Philipp Klee schrieb:
> Andreas Viehrig wrote:


[Magura Odur]

>> Im Magura-Forum liest sich das so für Leute bis 90 kg. Ich würde da mal
>> trotzdem auf harte Federn achten.


> Nur zur Anmerkung: Ich selbst wiege übrigens (ohne Rucksack) ca. 82kg.


Keine Panik, ich wollte Dich nicht verklagen... ;~)

Andi
Volker Bartheld (24.09.2007, 11:58)
Hi!

> [Quote-Ebenen wieder usenetgerecht korrigiert]


.. o O ( Ist mir zwar ein vollkommenes Raetsel, was am 40tude Dialog nicht
"usenetgerecht" sein sollte, jedenfalls hat keiner ausser Dir sich
je beschwert und ausserdem ist es mir einigermassen schnuppe, wer
hier was gesagt hat, solange ich Rede und Gegenrede unterscheiden
kann, aber das geht ein bisschen Richtung Offtopic-Geblubbere und
dafuer hab ich meist zuwenig Zeit. )

> Hm. Der Rahmen, für den ich mich inzwischen entschieden habe, ist für 85
> bis 100 mm. Da wird man dann die Spacer nehmen müssen,


Da wird man auch mit Spacern keine Chance haben, denn die kompensieren nur
einen moeglicherweise zu langen Gabelschaft und aendern nichts an der
Tatsache, dass eine Gabel mit Extremfederweg moeglicherweise zu hoch
aufbaut und die damit die Fahrgeometrie ruiniert, weil die Front (praezise
gesagt der Steuersatz) zu hoch kommt. Oder wir reden ueber andere Spacer
(beispielsweise der von mir anderswo angesprochene Tieferlegungskit, der
fuer 50 EUR im Handel verfuegbar ist).

> Marzocchi Drop Off 3 finde ich auch nur in 150-mm-Ausführung und mit
> externer Luftvorspannung.


Ich bin mir einigermaessen sicher, dass meine Drop-Off nicht mit 150mm
spezifiziert war. Aber das muesste ich nachsehen bzw. messen. War ja auch
nur ein Vorschlag.

> Die MX Pro LO und die MX Pro ETA haben jeweils einseitig eine Stahlfeder,
> die andere Seite ist mit Luft für die Federvorspannung. Wenn man die Luft
> hart voreinstellt, können dann die Federn zum Klappern anfangen.


Wenn das eine Frage war, dann lautet die Antwort: "Nein". Weiters gibt es
von Marzocchi haertere Federn fuer schwerere/agressivere Fahrer. Letztlich
ist es doch so: Mit einem HT und 100mm Federweg vorne sind Deine
Moeglichkeiten doch ohnehin begrenzt. Kauf also eine Gabel die damit
halbwegs harmoniert, stell den Oelstand entsprechend ein und investiere
ggfs. in eine haertere Feder. Man kann es mit der Theoretisiererei auch
uebertreiben. Die Marzocchis gehoeren zu den robustesten Dingern, die ich
kenne. Zwischen dem billigesten MTB-Model von denen und der von mir
irgendwann mal erwaehnten Manitou liegen Welten.

> Mir wurde eine Rock Shox Tora 318 oder eine Recon 351 empfohlen (da gibt's
> je eine reine Stahlfeder-Version davon, die auch lieferbar wären). Die Tora
> ist etwas schwerer, ansonsten scheinen sie beide technisch ziemlich gleich
> zu sein. Auch die im Bedarfsfall lieferbaren Austauschfedern sind gleich.


Phil wird sicher gleich wieder die Reba Race ins Rennen werfen.

> [Man sagt] die früher so sagenhafte Haltbarkeit der Marzocchis sei auch nicht
> mehr das, was sie mal war; sie würden eben lieber Rock Shox verbauen.


.... weil sie damit womoeglich mehr Profit machen?

> Kann man das so bestätigen?


Nein. Schau doch einfach mal bei vorbei und mach Dir ein Bild.
Ach ja: Welcher der anderen Hersteller war gleich wieder ebenfalls im
Motocross-Sektor taetig und haette dort Erfahrungen sammeln koennen? Klar,
ein hyperleichtes Modell von MZ mit einem feisten Fahrer drauf duerfte
mglw. ueberfordert sein. Aber das ist, wie bei anderen Herstellern auch,
eine Frage des Designs.

>>> Oder sind einstellbare Stahlfedern

>> Bei den wenigsten Stahlfedersystemen kann man die Federvorspannung
>> "einstellen", schon gar nicht von aussen.

> Die normale Standardhärte der Feder ist wohl durch die Herstellung
> vorgegeben, aber die Druck- und/oder Zugstufe lassen sich zum Bleistift bei
> den Rock Shox mittels U-Turn sehr wohl regeln.


Das betrifft dann den Daempfer und nicht die Feder.

> Was kann man bei diesen Modellen vom Poploc am Lenker halten? Das hört
> sich kommod an. Wie ist da die Haltbarkeit?


Keine Ahnung. Meine Meinung: Je weniger Muell am Lenker, je lieber. Wenn
ich die Zeit nicht habe, nach einem Anstieg mal kurz ein Hebelchen an der
Gabel umzulegen sondern am Lenker fummel muss/will, dann sollte ich mir
primaer mal ueber meine Kondition Gedanken machen.

> ... oder die Federn ausgetauscht. Bei den Rock Shox ist so ein Set für ca.
> 35 Euronzen zu haben. Kann man den Austausch selber vornehmen? Darf die
> Gabel dafür im Rahmen eingebaut sein?


Fuer Marzocchi lautet die Antwort: Ja und ja. Zumindest war aus dem Hause
Cosmicsports folgendes zu vernehmen:

"[...] Das Reduzierkit besteht aus zwei Rebound-Federn, zwei
Kompressionsfedern und angepasste Kunststoffhülsen, der empf. VK liegt bei
48,- EUR. Ölwechsel selbst machen ist kein grosses Ding. Am besten das
Bike in den Montageständer, Scheibenbremse und Laufrad demontieren, evtl.
Luft aus den Standrohren ablassen, VR leicht gesenkt; untere Bodenmuttern
lösen und die Tauchrohreinheit leicht nach unten wegziehen, schon läuft
das alte Öl aus der Gabel. Der erste Ölwechsel sollte nach ca. 50
Betriebsstunden erfolgen, weil im Neuzustand der Abrieb am grössten ist,
danach ca. alle 100 Betriebsstunden.

Anschliessend Tauchrore wieder aufschieben, Bodenmuttern befestigen,
Verschlussplugs (Airassist) oben aus den Standrohren herausdrehen, Gabel
komprimieren, Federn entfernen und SAE 7.5er Gabelöl bis zum
vorgeschriebenen Pegel +/- 4-7mm (je nach gewünschter Progression)
einfüllen. Die Ölpegelstände sind auf unserer Homepage
hinterlegt. Danach gabel wieder zusammenbauen, Luftkammer nach Wunsch
aufpumpen und los geht's! [...]"

> So werde ich zum Bleistift auch 36er XT-Naben und Mavic Felgen nehmen - ich
> weiß, warum. Das ist ganz normal, daß ein Radl für > 100 kg Tourengewicht
> anders gebaut sein muß als in der Leichtgewichtsklasse.


Eben. Und diese Erkenntnis hast Du 99.999% der Radfahrer voraus. Die kaufen
sich ein leichtes Rad mit reichlich Geld, anstatt an der eigenen Wampe
anzusetzen und lieber was stabiles. Wenn ich ein anaemischer
Berufsrennradler waere, koennte ich den Gewichtsfetischismus ja noch
verstehen. Aber als Hobbyist am MTB um 500g zu feilschen ist m. M. n.
einfach laecherlich.

Gruss,
Volker
Volker Bartheld (24.09.2007, 12:06)
Hi!

> Ergebnis: Rettungshubschrauber und das entsprechende Vollprogramm. Hätte er
> keinen Helm gehabt, wäre er tot.


Sicher einen DH-Vollintegralhelm? Ansonsten wundert es mich immer wieder,
wie Notarztpersonal, Aerzte und sogar medizinische Laien das schaffen, was
Gutachtern bislang unmoeglich war: Rueckwirkend aus dem Verletzungsbild
eine Schutzwirkung zu attestieren. Aber diese Diskussion waere bei
de.rec.fahrrad besser aufgehoben, so es sich um einen klassischen
Fahrradhelm (kunststoffbeschichtete Styroporkappe) handelte.

> Der Tacho stand bei 80. Im halben Gesicht hat er Narben, weil's ihm
> einseitig aufgefetzt wurde. - Danke, Scheiben brauche ich wirklich
> nicht.


Ahso. Die gute alte Scheibenbremse-vs.-Felgenbremse-Diskussion wieder? Und
dabei womoegliche noch robuste Felgenbremsen an massiven DH-Felgen mit
gewichtsoptimierten Scheibenbremsen vergleichen? Klar, alle
ernstzunehmenden Motorraeder haben Felgenbremsen vorne. Vermutlich genau
aus dem Grund eines moeglichen Totalversagens. *sigh*

Aber jedem das seine.

> AFAICS sind die aber deutlich schwerer zu provozieren. Aber gut, YMMV. Ich
> jedenfalls nehme keine Scheiben.


Na bitte. Das haetten wir Dir auch ohne Spezlstory erlaubt. ;-)

V.
Andreas Viehrig (24.09.2007, 14:36)
Volker Bartheld schrieb:
> Andreas Viehrig wrote:
>> On Mon, 17 Sep 2007 19:55:43 +0200, Philipp Klee wrote:
>>> Andreas Viehrig wrote:


[Quote-Ebenen wieder usenetgerecht korrigiert]

>> Hm. Der Rahmen, für den ich mich inzwischen entschieden habe, ist für 85
>> bis 100 mm. Da wird man dann die Spacer nehmen müssen,


> Da wird man auch mit Spacern keine Chance haben, denn die kompensieren nur
> einen moeglicherweise zu langen Gabelschaft ...


Ach so, OK.

>> Die MX Pro LO und die MX Pro ETA haben jeweils einseitig eine Stahlfeder,
>> die andere Seite ist mit Luft für die Federvorspannung. Wenn man die Luft
>> hart voreinstellt, können dann die Federn zum Klappern anfangen.


> Wenn das eine Frage war, dann lautet die Antwort: "Nein".


Nein, es war keine Frage, sondern die Wiedergabe eines Berichts eines
schweren Fahrers, der mit einer MX Pro ETA genau das erlebt hat, daß eben
leider bei hoher Luftvorspannung dann die andersseitige Stahlfeder zum
Klappern anfing.

> Weiters gibt es
> von Marzocchi haertere Federn fuer schwerere/agressivere Fahrer. Letztlich
> ist es doch so: Mit einem HT und 100mm Federweg vorne sind Deine
> Moeglichkeiten doch ohnehin begrenzt. Kauf also eine Gabel die damit
> halbwegs harmoniert, stell den Oelstand entsprechend ein und investiere
> ggfs. in eine haertere Feder.


Genau das habe ich ja vor. Nur ist mir leider noch nicht bekannt, welche
die Gabel ist, die "halbwegs harmoniert", da es ja eben eine luftlose Gabel
sein soll.

> Man kann es mit der Theoretisiererei auch uebertreiben.


"Theoretisieren" ist mir ziemlich egal. Ich suche eine Gabel mit Stahlfeder
und Öldämpfung. Wenn es eine unkaputtbare von Marzocchi ist, ist mir das
sehr recht. Aber welche gibt's da? Entweder sehe ich nicht lieferbare
Modelle, oder aber sie haben doch zumindest teilweise Luft.

> Die Marzocchis gehoeren zu den robustesten Dingern, die ich
> kenne. Zwischen dem billigesten MTB-Model von denen und der von mir
> irgendwann mal erwaehnten Manitou liegen Welten.


Manitou ist für mich inzwischen definitiv aus dem Rennen.

>> [Man sagt] die früher so sagenhafte Haltbarkeit der Marzocchis sei auch nicht
>> mehr das, was sie mal war; sie würden eben lieber Rock Shox verbauen.


> ... weil sie damit womoeglich mehr Profit machen?


Kann ich so nicht beurteilen, möglich ist manches. Möglich ist halt auch,
daß es einfach deren Qualitätseinschätzung ist.

>> Kann man das so bestätigen?


> Nein. Schau doch einfach mal bei vorbei und mach Dir ein Bild.


Hm, das Bild ist zunächst mal nur ein brechreizerzeugendes Banner-Geflacker.
Bevor ich mir das antue und AdBlock mit ein oder zwei Dutzend neuen Filtern
füttere, damit ich das ohne Brechreiz ertragen kann, sei doch mal so nett
und sag mir, was ich mir da näher anschauen sollte. Danke.

> Ach ja: Welcher der anderen Hersteller war gleich wieder ebenfalls im
> Motocross-Sektor taetig und haette dort Erfahrungen sammeln koennen?


Magura zum Bleistift. Deswegen sind die dank Odur ja inzwischen auch in
meine engere Wahl gekommen.

>>>> Oder sind einstellbare Stahlfedern
>>> Bei den wenigsten Stahlfedersystemen kann man die Federvorspannung
>>> "einstellen", schon gar nicht von aussen.

>> Die normale Standardhärte der Feder ist wohl durch die Herstellung
>> vorgegeben, aber die Druck- und/oder Zugstufe lassen sich zum Bleistift bei
>> den Rock Shox mittels U-Turn sehr wohl regeln.


> Das betrifft dann den Daempfer und nicht die Feder.


Jep, ich habe mich flasch ausgedrückt. Deren sog. Motion Control ist für
die Dämpfung zuständig, U-Turn regelt (stufenlos) den Federweg.

>> Was kann man bei diesen Modellen vom Poploc am Lenker halten? Das hört
>> sich kommod an. Wie ist da die Haltbarkeit?


> Keine Ahnung. Meine Meinung: Je weniger Muell am Lenker, je lieber.


Sehe ich prinzipiell auch so. Wenn das aber eine große Erleichterung ist
und auch nicht sonderlich schnell kaputtgeht, könnte ich mich dann damit
anfreunden.

> Wenn
> ich die Zeit nicht habe, nach einem Anstieg mal kurz ein Hebelchen an der
> Gabel umzulegen sondern am Lenker fummel muss/will, dann sollte ich mir
> primaer mal ueber meine Kondition Gedanken machen.


Danke für die Blumen. Ich bin halt nicht mehr der Jüngste und habe auch
dauerhaft mit einer durch schwere Arbeit lädierten Schulter zu kämpfen, was
dann - vermutlich - dazu führte, daß ich nicht nur ein Hebelchen
verstellen, sondern dafür zumeist auch erst einmal anhalten müßte, weil das
Herunterbeugen zum Gabelholm nur auf Asphalt schmerzarm zu bewerkstelligen
wäre. Der schmerzfreie Bewegungsradius ist deutlich mehr eingeschränkt. Und
bei dem hiesigen Gelände, das ich naturgemäß am meisten befahre und in dem
es ständig auf und ab geht, wäre das auf Dauer /hinreichend unkommod/.
U. a. deshalb bin ich auch bislang Starrgabeln gefahren, die nun aber
wiederum aus anderen Gründen nicht mehr gehen.

>> ... oder die Federn ausgetauscht. Bei den Rock Shox ist so ein Set für ca.
>> 35 Euronzen zu haben. Kann man den Austausch selber vornehmen? Darf die
>> Gabel dafür im Rahmen eingebaut sein?


> Fuer Marzocchi lautet die Antwort: Ja und ja. Zumindest war aus dem Hause
> Cosmicsports folgendes zu vernehmen:


> "[...] Das Reduzierkit besteht aus zwei Rebound-Federn, zwei
> Kompressionsfedern und angepasste Kunststoffhülsen, der empf. VK liegt bei
> 48,- EUR. Ölwechsel selbst machen ist kein grosses Ding. Am besten das
> Bike in den Montageständer, Scheibenbremse und Laufrad demontieren, evtl.
> Luft aus den Standrohren ablassen, VR leicht gesenkt; untere Bodenmuttern
> lösen und die Tauchrohreinheit leicht nach unten wegziehen, schon läuft
> das alte Öl aus der Gabel. Der erste Ölwechsel sollte nach ca. 50
> Betriebsstunden erfolgen, weil im Neuzustand der Abrieb am grössten ist,
> danach ca. alle 100 Betriebsstunden.


> Anschliessend Tauchrore wieder aufschieben, Bodenmuttern befestigen,
> Verschlussplugs (Airassist) oben aus den Standrohren herausdrehen, Gabel
> komprimieren, Federn entfernen und SAE 7.5er Gabelöl bis zum
> vorgeschriebenen Pegel +/- 4-7mm (je nach gewünschter Progression)
> einfüllen. Die Ölpegelstände sind auf unserer Homepage
> hinterlegt. Danach gabel wieder zusammenbauen, Luftkammer nach Wunsch
> aufpumpen und los geht's! [...]"


Ah, danke. Liest sich zwar nicht ganz simpel, aber machbar.

>> So werde ich zum Bleistift auch 36er XT-Naben und Mavic Felgen nehmen - ich
>> weiß, warum. Das ist ganz normal, daß ein Radl für > 100 kg Tourengewicht
>> anders gebaut sein muß als in der Leichtgewichtsklasse.


> Eben. Und diese Erkenntnis hast Du 99.999% der Radfahrer voraus. Die kaufen
> sich ein leichtes Rad mit reichlich Geld, anstatt an der eigenen Wampe
> anzusetzen und lieber was stabiles. Wenn ich ein anaemischer
> Berufsrennradler waere, koennte ich den Gewichtsfetischismus ja noch
> verstehen. Aber als Hobbyist am MTB um 500g zu feilschen ist m. M. n.
> einfach laecherlich.


Dito. Es ist zwar IMO vernünftig, für einen bestimmten Zweck nach
Möglichkeiten zur Gewichtsersparnis zu suchen, aber es sollte halt nicht
zum Selbstzweck werden, weil sich das dann nur selbst ad absurdum führt.

Andi
Andreas Viehrig (24.09.2007, 14:36)
Volker Bartheld schrieb:

> Hi!


Gehst Du nun dazu über, nicht nur die Quote-Ebenen, sondern auch jede Form
einer eigenen Einleitungzeile komplett wegzulassen? Wieso?

>> [Quote-Ebenen wieder usenetgerecht korrigiert]


> . o O ( Ist mir zwar ein vollkommenes Raetsel, was am 40tude Dialog nicht
> "usenetgerecht" sein sollte,


Es geht nicht um Deinen NUA. Und das weißt Du wohl auch.

> ...jedenfalls hat keiner ausser Dir sich
> je beschwert und ausserdem ist es mir einigermassen schnuppe, wer
> hier was gesagt hat, solange ich Rede und Gegenrede unterscheiden
> kann...


Es geht ja aber nicht nur um Dich und mich. Das ist hier ja kein
Zweiergespräch, sondern öffentliches Netz für alle, und da möchte manch
einer eben gerne unterscheiden und entsprechend zuordnen können/dürfen, wer
was geschrieben hat. Deswegen gibt es Regeln für sowas, siehe auch:

<http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/download/zitieren-alles.html>

Kaum ein Grund zur Aufregung also, wenn jemand so nett ist und das einfach
wieder sachgerecht für Dich repariert. Es wird doch dabei wohl hoffentlich
auch erlaubt sein, neben der Reparatur einen Hinweis auf die erfolgte
Reparatur anzubringen.

[XPost & F'up2 de.soc.usenet]

Andi
Andreas Viehrig (24.09.2007, 14:36)
Volker Bartheld schrieb:

> Hi!


Gehst Du nun dazu über, nicht nur die Quote-Ebenen, sondern auch jede Form
einer eigenen Einleitungzeile komplett wegzulassen? Wieso?

>> Ergebnis: Rettungshubschrauber und das entsprechende Vollprogramm. Hätte er
>> keinen Helm gehabt, wäre er tot.


> Sicher einen DH-Vollintegralhelm?


Was soll das?

> Ansonsten wundert es mich immer wieder,
> wie Notarztpersonal, Aerzte und sogar medizinische Laien das schaffen, was
> Gutachtern bislang unmoeglich war: Rueckwirkend aus dem Verletzungsbild
> eine Schutzwirkung zu attestieren. ...


Wo steht, wer angeblich was /attestiert/ hat? Ich sehe das bislang nicht,
denn zu diesem Punkt habe ich IIRC noch kein einziges Wort gesagt.

Aber ich kann Dich /beruhigen/: Der Helm hatte gebrochene Holme an der
Schädeldecke, der Mann war ohnehin nach seinem Sturz bewußlos. - Da ist ja
nun völlig klar, daß es unmöglich ist, daß er im Nachhinein dann eine
Aussage darüber treffen kann, daß er ohne Helm nicht überlebt hätte.

Aber wahrscheinlich wäre er ohne Helm auch gar nicht bewußtlos gewesen,
wahrscheinlich wären auch weder sein Gesicht noch sein Kopf irgendwie in
Mitleidenschaft gezogen worden. Das muß wohl einfach so sein, wenn man in
alpinem Gelände ungebremst mit 80 Sachen stürzt, ist ja klar...

Andi
Volker Bartheld (24.09.2007, 16:48)
Hi!

On Mon, 24 Sep 2007 14:36:51 +0200, Andreas Viehrig wrote:
> Genau das habe ich ja vor. Nur ist mir leider noch nicht bekannt, welche
> die Gabel ist, die "halbwegs harmoniert", da es ja eben eine luftlose Gabel
> sein soll.


*sigh* Unterscheide ggfs. luftdruck*unterstuetzte*Gabeln mit
Stahldruckfeder und hydraulischer Daempfung von *ausschliesslich*
luftgefederten Gabeln und hydraulischer Daempfung.

Meine Drop-Off gehoert zur ersten Kategorie. Wenn ich die auf 1 Bar
aufpumpe, dann klappern hoechstens die Zaehne, nicht aber die
Stahldruckfedern.

>> Nein. Schau doch einfach mal bei vorbei und mach Dir ein Bild.

> sei doch mal so nett und sag mir, was ich mir da näher anschauen sollte. Danke.


Einschlaegige Gabeltests bzw. die Aussagen und Bewertungen der Nutzer dazu.

>> Ach ja: Welcher der anderen Hersteller war gleich wieder ebenfalls im
>> Motocross-Sektor taetig und haette dort Erfahrungen sammeln koennen?

> Magura zum Bleistift. Deswegen sind die dank Odur ja inzwischen auch in
> meine engere Wahl gekommen.


Nun, *Gabeln* sollten sie schon bauen. Von Magura kenne ich im
Offroadmotorradsektor nur leckende Kupplungshydraulik und zurueckgerufene
Radialbremszylinder. SCNR.

>> Wenn
>> ich die Zeit nicht habe, nach einem Anstieg mal kurz ein Hebelchen an der
>> Gabel umzulegen sondern am Lenker fummel muss/will, dann sollte ich mir
>> primaer mal ueber meine Kondition Gedanken machen.


> Danke für die Blumen.


Wo siehst Du den (persoenlichen) Vorwurf in meinen Worten? Ich versuche,
Dich mit grosser aber bestaendig geringer werdender Geduld gebuehrenfrei zu
beraten.

>>[Gabelservice]

> Ah, danke. Liest sich zwar nicht ganz simpel, aber machbar.


Ich wuesste von keiner Servicemassnahme am Rad, die simpel waere. Sogar bei
der Kettenpflege wird reichlich falsch gemacht.

Gruss,
Volker
Andreas Viehrig (24.09.2007, 18:59)
Volker Bartheld schrieb:
> On Mon, 24 Sep 2007 14:36:51 +0200, Andreas Viehrig wrote:
>> Volker Bartheld schrieb:


[Quote-Ebenen wieder usenetgerecht ergänzt]

>> Genau das habe ich ja vor. Nur ist mir leider noch nicht bekannt, welche
>> die Gabel ist, die "halbwegs harmoniert", da es ja eben eine luftlose Gabel
>> sein soll.


> *sigh* Unterscheide ggfs. luftdruck*unterstuetzte*Gabeln mit
> Stahldruckfeder und hydraulischer Daempfung von *ausschliesslich*
> luftgefederten Gabeln und hydraulischer Daempfung.


Der Hinweis ist ganz sicher berechtigt, denn dieser Unterschied ist mir
- das kann sehr wohl sein - möglicherweise noch nicht deutlich genug.

Andererseits halte ich den Unterschied nach der erwähnten Schilderung der
klappernden MX Pro ETA auch für zu marginal, als daß er mich noch davon
abzubringen vermag, mich nach einer reinen Stahlfeder-/Öl-Gabel umzusehen.

KISS rulez, das zeigt sich doch immer wieder. :~))

> Meine Drop-Off gehoert zur ersten Kategorie. Wenn ich die auf 1 Bar
> aufpumpe, dann klappern hoechstens die Zaehne, nicht aber die
> Stahldruckfedern.


Hm, schön. Aber in Deinem Vorposting sagtest Du ja auch, man bräuchte ein
Tieferlegungskit für 50 Euronzen für die Drop-Off. Wo kriegt man das her,
was kostet die Gabel selber und wo bekommt man die dann (in Deiner
Ausführung)?

Die beste Ware ist ja nur hinreichend bedingt was wert, wenn $KUNDE sie
nicht ordern kann.

>>> Nein. Schau doch einfach mal bei vorbei und mach Dir ein Bild.

>> sei doch mal so nett und sag mir, was ich mir da näher anschauen sollte. Danke.


> Einschlaegige Gabeltests bzw. die Aussagen und Bewertungen der Nutzer dazu.


Gut, ich werde mir das mal antun. Ich nehme an, Du meinst "Bikes/Frameset"
und "Forks...", oder? Worauf genau sollte ich da noch achten?

>>> Ach ja: Welcher der anderen Hersteller war gleich wieder ebenfalls im
>>> Motocross-Sektor taetig und haette dort Erfahrungen sammeln koennen?

>> Magura zum Bleistift. Deswegen sind die dank Odur ja inzwischen auch in
>> meine engere Wahl gekommen.


> Nun, *Gabeln* sollten sie schon bauen. Von Magura kenne ich im
> Offroadmotorradsektor nur leckende Kupplungshydraulik und zurueckgerufene
> Radialbremszylinder. SCNR.


Tja, Du weißt da sicher mehr als ich - ist ja auch völlig in Ordnung und
gar keine Veranlassung für ein SCNR.

>>> Wenn
>>> ich die Zeit nicht habe, nach einem Anstieg mal kurz ein Hebelchen an der
>>> Gabel umzulegen sondern am Lenker fummel muss/will, dann sollte ich mir
>>> primaer mal ueber meine Kondition Gedanken machen.


>> Danke für die Blumen.


> Wo siehst Du den (persoenlichen) Vorwurf in meinen Worten?


Das lese ich aus dem Hinweis auf die Gedanken an die Kondition in Sachen
"Hebelchen an der Gabel umlegen" /irknwie/, aber auch einigermaßen deutlich
so heraus.

> Ich versuche,
> Dich mit grosser aber bestaendig geringer werdender Geduld gebuehrenfrei zu
> beraten.


Das ist mir - bis auf das verklausulierte "aber beständig geringer
werdende" (Geduld) - sehr wohl bewußt und verständlich. :~)

>>> [Gabelservice]

>> Ah, danke. Liest sich zwar nicht ganz simpel, aber machbar.


> Ich wuesste von keiner Servicemassnahme am Rad, die simpel waere. Sogar bei
> der Kettenpflege wird reichlich falsch gemacht.


Jo, aber das kostet dann auch nicht soviel, eine Kette vor ihrer Zeit zu
ersetzen.

Andi

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