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Lutz Illigen (14.01.2014, 06:55)
Bei meinem Medion NAS hat sich das Volume verabschiedet. es soll
ein RAID sein das unter Linux funktionieren sollte. Nur wie werfe ich
das RAID unter einer Live DVD an? Ich sehe zwar eine externe Platte
aber meine Daten nicht.

Lutz
Christoph Schmees (14.01.2014, 13:46)
Am 14.01.2014 05:55, schrieb Lutz Illigen:
> Bei meinem Medion NAS hat sich das Volume verabschiedet. es soll
> ein RAID sein das unter Linux funktionieren sollte. Nur wie werfe ich
> das RAID unter einer Live DVD an? Ich sehe zwar eine externe Platte
> aber meine Daten nicht.


du sprichst in Rätseln. Was heißt "das Volume verabschiedet"?
Läuft die Kiste noch? Kannst du mit dem Web-Verwaltungsinterface
zugreifen? Wenn ja, was zeigt das an?
Denkfehler: Wenn das NAS sich nicht normal im Netzwerk meldet,
wieso sollte es das an einem Live-Linux plötzlich tun?

Welches RAID Level benutzt du? Bei RAID0 stehen bei einem
HW-Defekt deine Chancen, die Daten zu retten, ziemlich schlecht.
Eine Möglichkeit wäre vielleicht, sich ein baugleiches Gerät
nochmal zu beschaffen und deine Platten dort einzubauen.
Bei RAID1 sollte es möglich sein, die Daten von einer der beiden
Platten auszulesen. Dazu musst du sie ausbauen und per Adapter
SATA-USB oder direkt an einen anderen Rechner anschließen. Das
habe ich schon zwei mal gemacht mit gestorbenen RAID1 Buffalo NAS
- nicht ganz so schrottig wie Medion, aber immer noch /consumer
grade/ Geräte mit absichtlich begrenzter Lebensdauer.

Christoph
Lutz Illigen (14.01.2014, 17:59)
Christoph Schmees <cjws> wrote:

> du sprichst in Rätseln. Was heißt "das Volume verabschiedet"?


Das ich über das Webinterface kein Volume mit meinen Daten mehr habe.

> Welches RAID Level benutzt du?


Habe keine Ahnung.

> Dazu musst du sie ausbauen und per Adapter SATA-USB oder direkt an
> einen anderen Rechner anschließen.


Genau das habe ich genmacht, Funktioniert nur unter Linux, zeigt aber
nicht das an was ich suche. Im NAS -Portal schrieb jemand: »The file
sysdisk.img is on the first partition. All distros should be able to
assemble the array. It's a standard array. But I don't know which
ones would automagically do it.« Damit kann ich nichts anfangen.

Lutz
Ralf S. Hellersen (27.01.2014, 13:12)
Am Tue, 14 Jan 2014 12:46:31 +0100 schrieb Christoph Schmees:

> ..., aber immer noch /consumer grade/ Geräte mit absichtlich
> begrenzter Lebensdauer.
> Christoph


Hallo Christoph,

woran kann man das feststellen bei NAS Geräten ?
Ich will mir in Zukunft sicher auch eines zulegen.

Gruß
Ralf
Christoph Schmees (27.01.2014, 13:45)
Am 27.01.2014 12:12, schrieb Ralf S. Hellersen:
> Am Tue, 14 Jan 2014 12:46:31 +0100 schrieb Christoph Schmees:
> Hallo Christoph,
> woran kann man das feststellen bei NAS Geräten ?
> Ich will mir in Zukunft sicher auch eines zulegen.


*vorher* weiß man das kaum, außer durch Extrapolation früherer
Erfahrungen.

Konkret kannst du mal Suchmaschinen befragen, natürlich nur für
Geräte, die schon eine Zeit auf dem Markt sind.

Ansonsten kannst du davon ausgehen, dass keiner der Hersteller
zaubern kann. In dem Käufer-Markt verlaufen Preis und Qualität
streng proportional. Den Geräten im unteren dreistelligen Bereich
würde ich nicht trauen. Wenn überhaupt, würde ich mir ein QNAP
Gerät der oberen Preisklasse zulegen.

Christoph
Marcus Jodorf (27.01.2014, 22:34)
Christoph Schmees <cjws> schrieb:

> Wenn überhaupt, würde ich mir ein QNAP Gerät der oberen Preisklasse
> zulegen.


Dann kommt man aber auch schon langsam wieder in den Bereich, wo man sich
für ähnliches Geld auch schon einen klassischen Storage Server mit robusten
Serverkomponenten und zigfacher Leistungsfähigkeit zusammenstellen kann.

Ich hatte vor ein paar Monaten den Fall, daß ich eine Kiste zum Backup
zwischenlagern brauchte und nach kurzer Rechnerei hab ich mir statt
heillos überteuerter größerer NAS Kisten (mind. 8 Platten sollten sein),
die ich mir kurz angeschaut hatte, doch einen normalen Server für's Rack
zusammengestellt.

Gehäuse mit 2x500 Watt redundant und 12 Platteneinschüben, Intel
Serverboard, kleinster 6-Kern Xeon (ausbaubar auf zwei Xeons beliebiger
Größe), 32 GB ECC RAM (erweiterbar bis 256 GB),LSI PCI-3.0 8er SAS HA,
USB3, Remote Management, usw.
Große USV war sowieso schon vorhanden.

Ohne Platten lag das Ganze locker noch unter 2k Euro. Das ist gar nicht
weit weg von machen dieser etwas größeren NAS-Hobel, die da aber
leistungsmäßig nicht mitkönnen. Und das vergleichbar solide Komponenten
drinstecken - da habe ich leichte Zweifel.

Echter Sparserver in diesem Fall - aber trotzdem rockt die Kiste
ganz nett und ist natürlich noch endlos hochrüstbar. Und alles typische
RZ Standardkomponenten, für die man bei jedem nächstbesten Systemhaus
sofort völlig problemlos Ersatz bekommt.
Bei einer proprietären NAS-Lösung hätte ich mir dagegen ein Spare in den
Schrank legen müssen und dann wäre das alles wesentlich teurer geworden.

Wenn ich sowas zuhause in kleiner bräuchte, würde ich mir eher sowas in
der Art in einem normalen Gehäuse zusammenschrauben. Bzw. hab ich sowas
in der Art bereits daheim laufen und besonders kostspielig war das auch
nicht.

Gruß,

Marcus
??
Christoph Schmees (27.01.2014, 22:45)
Am 27.01.2014 21:34, schrieb Marcus Jodorf:
> Christoph Schmees <cjws> schrieb:
>> Wenn überhaupt, würde ich mir ein QNAP Gerät der oberenPreisklasse
>> zulegen.

> Dann kommt man aber auch schon langsam wieder in den Bereich, wo man sich
> für ähnliches Geld auch schon einen klassischen Storage Server mit robusten
> Serverkomponenten und zigfacher Leistungsfähigkeit zusammenstellenkann.


sag' ich doch. :-)

[..]
> Gruß,
> Marcus
> ??


Christoph
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