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Hendrik van der Heijden (29.01.2008, 09:12)
Wolfgang Maron schrieb:
> Doch nochmal: In meiner Win2000-Referenz lese ich gerade für Speicher: 32 MB
> minimal, 64 MB empfohlen und 4 GB maximal. Von 32 MB kann man schlecht 1 GB
> abzweigen für Hardwareadressen. Mir scheint das Ganze recht zweifelhaft,
> aber nun, ich weiß es nicht besser.


Die Hardware braucht nur den Adressraum*, kein RAM dahinter.

* um ihr eigenes RAM/IO reinzumappen (adressierbar zu machen)

Hendrik vdH
Jan Heichler (29.01.2008, 10:39)
On Tue, 29 Jan 2008 04:13:11 +0100, "Wolfgang Maron"
<wolfgang> wrote:

>Kannste recht haben. Aufgrund der geschilderten Problematik sollte man
>zumindest den letzten Riegel in eine andere Position stecken.


Du hast doch eigentlich gar kein Problem. Es wird eben einfach der
Speicherberich von 3 bis 4 GB oberhalb von 4 GB wieder eingeblendet.
Das hat auf die "Testbarkeit" keinen Einfluss.

Wird auch bei einem Großteil der verkauften x86 Server heute so
gemacht, denn die kommen meist mit 4GB oder mehr daher (kost ja
nüscht). Das das funktioniert kannst du ruhig glauben.

Gruß
Jan
Jan Heichler (29.01.2008, 10:44)
On Mon, 28 Jan 2008 23:31:58 +0100, "Martin Draheim"
<M.Draheim> wrote:

>Ich weiss nicht ob das technisch besser ist, aber ich Teste immer alle
>Riegel einzeln. Gegenvorschläge?


Wenn du Zeit hast ist das sicher nicht schlecht. Wenn du es häufiger
tun musst wirst du allerdings davon abkommen.

Dazu ist vielleicht noch zu sagen das ich memtest für einen schlechten
Test halte. Ist ein Modul völlig hin, so findet memtest das meist sehr
schnell. Allerdings ist ein erfolgreicher Durchlauf maximal ein Indiz
für "kein Fehler".

Ich habe schon Systeme gehabt die mehr als 2 Tage memtest erfolgreich
ausgeführt haben und trotzdem ein defektes Speichermodul vorhanden
war. Zumindest liefen sie nach Austausch der Module.

Das man bei der großen Zahl an Speicherzellen nicht vollständig testen
kann ist klar. Allerdings ist memtest nicht der Weihseit letzter
Schluss. Ich habe immer eine Speicherintensive Anwendung benutzt die
zusätzlich noch den Speicher stark beansprucht. Wenn das mehr als 24h
lief, dann gab es in der Regel keine Probleme mit dem System.

Gruß
Jan
Richard W. Könning (30.01.2008, 04:30)
Bastian Lutz <newsnspam> wrote:

>Hallo Wolfgang!
>Wolfgang Maron schrieb:
>> Nee, ist mir nicht verständlicher. Memtest ist selber bootfähig und braucht
>> weder Windows noch Linux.

>Es gibt aber eine Linux-Version, deswegen liegt der Schluss nahe, dass


Wo steht etwas von "Linux-Version"?

>die in der bootfaehigen Version irgendwas Linux-artiges als Unterbau
>verwenden ->


Der Boot-Code ist laut obiger Website ursprünglich von einem alten
Linux-Kernel "geklaut" und heftig modifiziert worden.

>Und selbst wenn nicht: Offensichtlich ist es 32Bit-Software (sonst
>wuerde es nicht auf aelteren nicht-64Bit-faehigen CPUs laufen) und muss
>sich deswegen mit den selben Problemen wie 32Bit-Linuxe und -Windowse
>rumschlagen.


PAE (also 36 Bit reale Adressen) gibt es seit Pentium Pro, also schon
ziemlich lange.
Ciao,
Richard
Richard W. Könning (30.01.2008, 04:36)
"Wolfgang Maron" <wolfgang> wrote:

>Nee, ist mir nicht verständlicher. Memtest ist selber bootfähig und braucht
>weder Windows noch Linux. Memtest legt auch sicher keine Hardwareadressen
>fest, höchstens das Bios, weiß ich nicht. Für das Durchchecken des Speichers
>dürfte etwaiges Ummappen aber keine Rolle spielen, da das vermutlich nur
>durch ein Betriebssystem vorgenommen wird. Aber wie auch immer. Ich gehe mal
>davon aus, daß das memtest meine 4 GB Speicher richtig getestet hat.


Das Mappen wird schon vom BIOS gemacht, siehe auch "Technical Info"
unter . Zwischen 3GB und 4GB ist i.a. kein
Speicher, sondern irgendwelche IO-Hardware (z.B. Grafikkarten), die es
nicht immer mögen, wenn man an ihnen rumfummelt (siehe wiederum
"Technical Info": es gibt verschiedenen Methoden der Auswahl des zu
testenden Bereichs, die man unter "Memory Sizing" auswählen kann laut
Website).
Ciao,
Richard
Richard W. Könning (30.01.2008, 04:42)
"Wolfgang Maron" <wolfgang> wrote:

>Doch nochmal: In meiner Win2000-Referenz lese ich gerade für Speicher: 32 MB
>minimal, 64 MB empfohlen und 4 GB maximal. Von 32 MB kann man schlecht 1 GB
>abzweigen für Hardwareadressen. Mir scheint das Ganze recht zweifelhaft,
>aber nun, ich weiß es nicht besser.


Von einem *Adreßraum* (der ist nämlich immer 4GB, bzw. mit PAE 64 GB)
kann man immer etwas abzweigen, und je weniger RAM im Rechner ist,
umso unproblematischer geht das :-).
Ciao,
Richard
Richard W. Könning (30.01.2008, 04:45)
"Martin Draheim" <M.Draheim> wrote:

>Ich weiss nicht ob das technisch besser ist, aber ich Teste immer alle
>Riegel einzeln. Gegenvorschläge?


Ja, Riegel, die einzeln funktionieren, müssen noch lange nicht
zusammen funktionieren (siehe z.B.
<47979044$0$1101$9b622d9e>).
Ciao,
Richard
Bastian Lutz (30.01.2008, 12:27)
Hallo Richard!

Richard W. Könning schrieb:
> Bastian Lutz <newsnspam> wrote:
>> Wolfgang Maron schrieb:
>>> Nee, ist mir nicht verständlicher. Memtest ist selber bootfähig und braucht
>>> weder Windows noch Linux.

>> Es gibt aber eine Linux-Version, deswegen liegt der Schluss nahe, dass

> Wo steht etwas von "Linux-Version"?


Auf der Download-Seite

* Download - Linux Memtest86 v3.4 Source and binary Package
* Download - Pre-Compiled Memtest86 v3.4a installable from Windows and DOS

[...]

>> Und selbst wenn nicht: Offensichtlich ist es 32Bit-Software (sonst
>> wuerde es nicht auf aelteren nicht-64Bit-faehigen CPUs laufen) und muss
>> sich deswegen mit den selben Problemen wie 32Bit-Linuxe und -Windowse
>> rumschlagen.

> PAE (also 36 Bit reale Adressen) gibt es seit Pentium Pro, also schon
> ziemlich lange.


Ich sehe den Zusammenhang zu meiner Aussage nicht.

Bastian Lutz
Bastian Lutz (30.01.2008, 12:29)
Hallo Richard!

Richard W. Könning schrieb:
> "Wolfgang Maron" <wolfgang> wrote:
> Das Mappen wird schon vom BIOS gemacht, siehe auch "Technical Info"
> unter . Zwischen 3GB und 4GB ist i.a. kein
> Speicher, sondern irgendwelche IO-Hardware (z.B. Grafikkarten), die es
> nicht immer mögen, wenn man an ihnen rumfummelt (siehe wiederum
> "Technical Info": es gibt verschiedenen Methoden der Auswahl des zu
> testenden Bereichs, die man unter "Memory Sizing" auswählen kann laut
> Website).


Ich hatte gedacht, bei 64Bit-OSs gaebe es das PAE-Problem nicht?

Bastian Lutz
Richard W. Könning (31.01.2008, 04:25)
Bastian Lutz <newsnspam> wrote:

>Hallo Richard!
>Richard W. Könning schrieb:
>Auf der Download-Seite
>* Download - Linux Memtest86 v3.4 Source and binary Package
>* Download - Pre-Compiled Memtest86 v3.4a installable from Windows and DOS


Auch ein Stand-Alone-Programm muß ja irgendwie und irgendwo gebaut
werden. Und hierfür liegt die Verwendung von Linux nahe, da dort die
nötigen Entwicklungswerkzeuge kostenfrei und mehr oder weniger
standardmäßig vorhanden sind, während das bei Windows eher die
Ausnahme ist. D.h. man baut das Teil unter Linux und versieht es mit
einem zusätzlichen Install-Tool, damit es auch unter DOS/Windows ohne
Verrenkungen genutzt werden kann.

>[...]
>Ich sehe den Zusammenhang zu meiner Aussage nicht.


Rechner mit PAE sind, was den realen Speicher (um dessen Test es hier
geht) betrifft, 36-Bit-Systeme. Umgekehrt haben Systeme mit
64-Bit-CPUs üblicherweise einen realen Adreßraum im Bereich von 40-50
Bits. Und daß auf bestimmten Adressen kein RAM, sondern
Geräte-Controller sitzen, ist für 64-Bit-CPUs genauso ein Problem wie
für 32-Bit-CPUs, so wie auch die Probleme mit dem Bereich von 640 kB
bis 1 MB nicht mit der Einführung von 32-Bit-CPUs verschwunden sind.
Ciao,
Richard
Richard W. Könning (31.01.2008, 04:34)
Bastian Lutz <newsnspam> wrote:

>Hallo Richard!
>Richard W. Könning schrieb:
>Ich hatte gedacht, bei 64Bit-OSs gaebe es das PAE-Problem nicht?


64-Bit-Systeme habe statt 32-36 reale Adressbits irgendwo in der
Gegend von 40-50 reale Adressbits, d.h. qualitativ ist da kein großer
Unterschied. Die IO-Hardware löst sich mit der Verwendung von
64-Bit-CPUs nicht in Luft auf (da würde auch jeder heftig
protestieren, wenn seine teure Grafikkarte nicht mehr da wäre ;-)),
d.h. deren Adressen müssen weiterhin irgendwo im Adressraum
untergebracht werden. Und aus Kompatibilitätsgründen etc. wird man sie
wohl auf den gleichen Adressen belassen wie bei reinrassigen
32-Bit-Systemen, so wie auch beim Übergang auf 32-Bit-CPUs das "Loch"
von 640 kB bis 1 MB nicht beseitigt wurde.
Ciao,
Richard
Peter Muthesius (02.02.2008, 01:52)
Wolfgang Maron schrieb:
> ... aber nun, ich weiß es nicht besser.

Auch wenn er nicht gestochen formuliert wurde, konnte ich im Artikel
keine groben Schnitzer finden.

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