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Reindl_Wolfgang (06.06.2020, 15:29)
Am 06.06.20 um 10:21 schrieb Ba?ar Alabay:

[M$-Office]
> das ? oder etwas, das die Dateien und Vorlagen exakt öffnet. Das tun
> Libre- und OpenOffice nicht.


Das weckt üble Erinnerungen in mir:
Vor ziemlich langer Zeit hab' ich eine CD bekommen mit einem größeren
M$-Dokument (ob jetzt Word oder Office, daran kann ich mich nimmer
erinnern). Am Beginn von dem Dokument war ein Inhaltsverzeichnis mit
Seitenzahlen für die einzelnen Punkte.
In Word for Mac aufgemacht > die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis
stimmen nicht mit der angezeigten Realität zusammen.
Auf einer winDOSe im Studenten-Computerraum aufgemacht > das
Inhaltsverzeichnis stimmt wieder nicht mit der Realität zusammen, aber
anderst als am Mac; andere winDOSe (sollte per Fernwartung einklich
identisch konfiguriert gewesen sein wie erste) ergab wieder ein anderes
Layout und der Import in RagTime an Mac eine 4. Version? Die Ergebnisse
für jeden einzelnen Versuch waren dann allerdings reproduzierbar.

Soviel zu 'exakt öffnen'

Wolfgang
Reindl_Wolfgang (06.06.2020, 15:36)
Am 06.06.20 um 11:56 schrieb Joerg Lorenz:

> P.S.: Ich bin nach wie vor extrem genervt, dass Behörden mit
> Steuergeldern solchen Mist von Microsoft kaufen. Das gehört abgestellt.


München hatte ja erfolgreich begonnen und war fast fertig damit auf
Linux umzustellen. Und dann ging Ude in die wohlverdiente Pension und
Mickersoft hat den Hauptsitz für D (oder EU?) nach M verlegt - und Linux
wurde wieder abgestellt?

Auch bei der Digitalisierung von Schulen sollte IMHO gänzlich auf
kommerzielle Software verzichtet werden (und das sage ich als
überzeugter MacUser!). Auch das wird wohl in den Wind gesprochen bleiben.

Wolfgang
Steffen Bendix (06.06.2020, 15:56)
On 6. Jun 2020 at 14:06:29 CEST, "HC Ahlmann" <HC Ahlmann> wrote:

> denn beim Austausch mit Autoren, Verlagen
> und Korrektoren gibt es Umbruchverschiebungen und Darstellungsprobleme
> durch eingebundene Tabellen, Bilder, Abschnitte, die für Irritationen
> und Missverständnisse gut sind.


Bei LibreOffice ist es sogar so schlimm, daß man beim Schreiben beobachten
kann, wie sich das Kerning verändert. Zur schnellen Korrespondenz mag das
Programm reichen aber nicht für vernünftig aussehende Textdokumente
(Vorlagen), die man längere Zeit benutzen will. Da verschiebt sich bei jedem
Update was. Wir nutzen im Betrieb auch LibreOffice und fahren ganz gut damit.
Ordentlich layoutete Dokumente sehen aber beim nächsten Mal unordentlich aus.

Eine große Stärke von LibreOffice ist tatsächlich dessen Gutmütigkeit, die
verschiedensten Dokumententypen zu öffnen. Damit bekomme ich noch meine alten
AppleWorks-Dateien auf.

Steffen
Joerg Lorenz (06.06.2020, 16:29)
Am 06.06.20 um 13:47 schrieb Ba?ar Alabay:
> Und wenn sie machbar wäre, bricht alles mit dem Personal zusammen, das
> umlernen müßte.


Das ist des Pudels Kern.
Schon von M$ in der Schule indoktriniert.
Joerg Lorenz (06.06.2020, 16:30)
Am 06.06.20 um 15:36 schrieb Reindl_Wolfgang:
> Am 06.06.20 um 11:56 schrieb Joerg Lorenz:
> München hatte ja erfolgreich begonnen und war fast fertig damit auf
> Linux umzustellen. Und dann ging Ude in die wohlverdiente Pension und
> Mickersoft hat den Hauptsitz für D (oder EU?) nach M verlegt - und Linux
> wurde wieder abgestellt?


Dann schau jetzt nach Hamburg. Weniger Lärm aber mehr Action.
Joerg Lorenz (06.06.2020, 16:34)
Am 06.06.20 um 13:57 schrieb Ba?ar Alabay:
> Joerg Lorenz schrieb:
> Ich glaube, das »echte« Outlook ist mit dem Outlook für Mac gar nicht
> vergleichbar. Wenn Du in einem Landesnetzwerk oder Bundesnetzwerk
> vernetzt bist, ist das ein wenig was anderes als Dein Adreßbüchlein zu
> nutzen ;-) Öhm, um nicht zu ethnozentrisch zu sein ? Kantonsnetzwerke
> selbstverständlich inklusive.


Nur am Rande: Ich arbeite im Alltag in der Bank mit Outlook.
Braucht man nicht. Können Linux-Software und Mac genauso gut und zwar
alles. Man muss nur wollen.
Wie vom Staat mit Steuergeldern umgegangen wird ist einfach unsäglich.
Andre Igler (06.06.2020, 17:42)
Am 06.06.20 um 15:29 schrieb Reindl_Wolfgang:

[..]
> Layout und der Import in RagTime an Mac eine 4. Version? Die Ergebnisse
> für jeden einzelnen Versuch waren dann allerdings reproduzierbar.
> Soviel zu 'exakt öffnen'

Das ist ein altbekanntes Problem und hat nix mit M$ oder Apfel oder
sonst so einem *zensur* zu tun, sondern eher mit Fonts und dem Layout.

Theoretisch ist "Helvetica 12 Punkt" eine fix definierte Größe. Eine
Seite in Helvetica 12° sollte überall gleich ausschauen. Tut sie aber
nicht, wie Grafiker leidvoll wissen. Das hat was damit zu tun dass
"Helvetica" auf Rechner a nicht /genau/ gleich ist mit Helvetica auf
Rechner b. Da kann selbst ein auf Catalina mit InDesign erstelltes
Dingens auf einem anderen Catalina-Rechner in derselben InDesign-Version
anders ausschauen, wenn dort nicht *exakt derselbe* font installiert
ist. Da reden wir noch lange nicht von Unterschneiden anders eingestellt
oder ähnlichen Scherzen ?

Plattformübergreifend wird es sowieso sofort die Hölle.

Man verschickt auch keine Dokumente (aus diesem wie anderen Gründen)
egal aus welcher Softmare, ob .docx oder .odt oder wasauchimmer. Die
Liste der Gründe ist lang, das ist einer davon ?

Nimm' ein *anständig* gemachtes .pdf, da ist der Text als ascii drin,
der entsprechende font und alle Satzanweisungen ? das sieht dann auf
Deinem Schirm genau so aus wie auf allen anderen. Genau so verschicken
Grafiker Druckunterlagen. Suchbegriff für die allwissende Müllhalde
Deines geringsten Misstrauens: pdf/x

Und "what you see is NOT what you get" ist einer der ältesten DTP Witze,
seitdem es variable space fonts gibt.

addio

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