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Sebastian Suchanek (18.12.2018, 21:31)
Hallo NG!

Gibt es eigentlich Geräte, die sich via einem USB-Typ-A-Stecker einem
Host gegenüber wie ein USB-Massenspeicher verhalten, aber keinen eigenen
internen Speicher vorhalten, sondern transparent einen wie auch immer im
LAN freigegebenen Speicher (SMB, NFS...) durchreichen? Usecase wären für
mich Smart-TVs etc., die Sendungen eben auf USB-Medien aufzeichnen und
von dort abspielen können - da wäre es praktisch, das nicht auf einem
"echten" USB-Stick o.ä. zu tun, sondern auf einem ohnehin vorhandenen
Server im LAN.
(Google hat mir dazu leider nur "klassische" NAS geliefert.)

TIA,

Sebastian
Kay Martinen (18.12.2018, 22:02)
Am 18.12.2018 um 20:31 schrieb Sebastian Suchanek:
> Gibt es eigentlich Geräte, die sich via einem USB-Typ-A-Stecker einem
> Host gegenüber wie ein USB-Massenspeicher verhalten, aber keinen eigenen
> internen Speicher vorhalten, sondern transparent einen wie auch immer im
> LAN freigegebenen Speicher (SMB, NFS...) durchreichen?


Klar. Man nennt sie USB-(W)LAN Adapter. Damit kannst du nutzen was immer
geht, SMB, NFS, iscsi u.s.w.

> Usecase wären für
> mich Smart-TVs etc., die Sendungen eben auf USB-Medien aufzeichnen und
> von dort abspielen können - da wäre es praktisch, das nicht auf einem
> "echten" USB-Stick o.ä. zu tun, sondern auf einem ohnehin vorhandenen
> Server im LAN.
> (Google hat mir dazu leider nur "klassische" NAS geliefert.)


Ich würde sagen das ist so dicht dran das nicht mal ein Elektrönchen
dazwischen passt.

Hat dein Smart-TV keinen Netzwerk-Anschluß? Hast du schon mal geschaut
ob und ggf. welche USB-LAN Adapter vom Gerät erkannt/unterstützt werden?

Wenn beides nicht geht: Ein Raspi 3 mit LibreElec liefert dir das was
der TV nicht kann. Sogar mit Fernbedienung (z.b. X-10, CEC vom TV oder
per Browser oder Kodi-App)

Du hast bereits ein NAS oder einen Server?

Kay
Ralph Aichinger (18.12.2018, 22:11)
Sebastian Suchanek <sebastian.suchanek> wrote:
> Gibt es eigentlich Geräte, die sich via einem USB-Typ-A-Stecker einem
> Host gegenüber wie ein USB-Massenspeicher verhalten, aber keinen eigenen
> internen Speicher vorhalten, sondern transparent einen wie auch immer im
> LAN freigegebenen Speicher (SMB, NFS...) durchreichen? Usecase wären für


Ich hab keine Ahnung ob es sowas fertig gibt, aber es gibt einen Treiber
für Linux der USB Mass Storage "von der anderen Seite" (also der der
Festplatte) macht.



Nicht alle USB-Controller können in den Gadget-Mode wechseln, aber
einer der kleineren Raspberry Pis kann es (A? Zero?).

> mich Smart-TVs etc., die Sendungen eben auf USB-Medien aufzeichnen und
> von dort abspielen können - da wäre es praktisch, das nicht auf einem
> "echten" USB-Stick o.ä. zu tun, sondern auf einem ohnehin vorhandenen
> Server im LAN.


Ich vermute ein neuer externer Zuspieler ist die sinnvollere Lösung.

/ralph
Marcel Mueller (19.12.2018, 00:03)
Am 18.12.18 um 21:02 schrieb Kay Martinen:
> Am 18.12.2018 um 20:31 schrieb Sebastian Suchanek:
> Klar. Man nennt sie USB-(W)LAN Adapter. Damit kannst du nutzen was immer
> geht, SMB, NFS, iscsi u.s.w.


Nein, das funktioniert so nicht. Dazu muss die Firmware des TV die
Treiber für die Remote-Protokolle unterstützen. Und genau das ist der
Haken. Diese Geräte unterbieten sich gegenseitig in der Schlechtheit
dieser Implementierungen. Falls überhaupt eine signifikante Auswahl
unterstützt wird, ist die Implementierung veraltet, fehlerhaft und
kompromittierbar. Insofern wäre eine Virtualisierungsschicht schon
wünschenswert.

Der Haken ist nur, dass das so wie gewünscht nicht ohne weiteres
funktionieren kann. Aus Sicht des TV ist USB MSD ein /Blockdevice/. Der
TV wird also sein eigenes Dateisystem darauf schreiben und beim Zugriff
auf dieses keine fremden Götter dulden. Alle von irgendeinem TV der Erde
unterstützten Dateisysteme sind nämlich nicht multi-host-fähig. Es
können also keine /gleichzeitigen/ Zugriffe auf das Dateisystem durch
irgendein anderes System oder Programm am TV vorbei erfolgen. Das hätte
massive Data-Races mit Dateninkonsistenzen zur Folge, im Fall von
Schreibzugriffen auch die Zerstörung des Dateisystems und damit der Daten.

Was funktionieren würde, ist eine /Containerdatei/, die auf einem
Remote-System gespeichert wird und die für die Dauer der Verbindung
/exklusiv gesperrt/ ist, ähnlich einer virtuellen Disk bei VMs. Erst
wenn der USB-Stick am Fernseher abgehängt wird, kann diese
Containerdatei von einem anderen Programm, wiederum exklusiv gemountet
werden und damit Zugriff auf die Daten erfolgen. Das entspricht dem
äquivalenten Vorgang des Umhängens eines USB-Sticks oder einer USB HDD
an ein anderes Gerät.
Damit ist aber fast jeder Mehrwert gegenüber einer USB-HDD dahin.

> Ich würde sagen das ist so dicht dran das nicht mal ein Elektrönchen
> dazwischen passt.


Mit Ausnahme der Sache, das TV-Firmwares übelste Bug- und
Security-Schleudern sind, üblicherweise ohne jede sinnvolle
Update-Strategie.

> Wenn beides nicht geht: Ein Raspi 3 mit LibreElec liefert dir das was
> der TV nicht kann. Sogar mit Fernbedienung (z.b. X-10, CEC vom TV oder
> per Browser oder Kodi-App)


Das (oder ähnliche Ansätze) sind tatsächlich die einzige saubere Lösung.
Man sollte immer zwischen langlebigen, teuren Komponenten, wie z.B.
einem großen Panel mit einem guten Bild und kurzlebigen, billigen,
netzwerkfähigen, softwarelastigen Komponenten trennen. Letztere brauchen
regelmäßige Sicherheitsupdates, so wie jeder andere Computer, und sie
brauchen alle paar Jahre Feature-Upgrades, um neue Protokolle oder
Codecs zu unterstützen. Da es sich dabei aber um billige Geräte handelt,
ist auch Ersatz nach einigen Jahren kein Beinbruch. Die geeignetste
Schnittstelle zwischen diesen beiden Geräteklassen ist HDMI.

Hält man sich nicht an diese Regel, wirft man entweder den großen TV
zusammen mit der dann unbrauchbaren Firmware nach ein paar Jahren weg,
und/oder man lebt mit erheblichen funktionellen oder
sicherheitsrelevanten Einschränkungen.

Der eigentliche Denkfehler besteht darin, zu glauben, dass man mit dem
/TV/ aufnehmen muss. In Zeiten von HbbTV (furchtbares Zeug) und IPTV ist
es endgültig absurd geworden, ausgerechnet im TV aufzunehmen. Das kann
der Server mit den Datengräbern auch selber. Und wenn nicht, dann kauft
man einen Tuner-Stick für den Server und nicht Boutiqueware, wie
virtualisierte USB-Sticks. Vom Server aus streamt man dann die Inhalte
zum TV. Egal wie, sei es über einem Raspi per HDMI oder von mir aus auch
per Netzwerkstream zu einem Fernseher, dem man über dem Router den
Internetzugang entzogen hat, um die Sicherheitsprobleme im Zaum zu
halten. Der Server kann auch als Hub dienen, um online das TV-Programm
an den TV weiter zu geben, damit der wirklich keine Internetzugang benötigt.
BTDT. Obwohl es hier technisch möglich wäre, über den TV eine Aufnahme
zu programmieren, die dann allerdings vom Server remote ausgeführt würde
(habe ich so eingerichtet), macht das im Haushalt niemand. Es ist viel
ergonomischer diesen Job über das auf praktisch jedem Endgerät mit
Display funktionierende Web-Interface des Servers zu erledigen. Und das
machen alle hier. Man hat sich also sehr schnell an diese, neue
Infrastruktur und Trennung gewöhnt. Das hat nebenbei den Vorteil, dass
das die Aufnahmen auf /jedem/ Gerät im Haushalt wiedergegeben werden
können. Bei TVs gelingt das eher selten. Proprietäre Formate und
Verschlüsselung der Aufnahmen mit Gerätebindung verhindern einen
problemlosen Datenaustausch.

Marcel
Bastian Lutz (19.12.2018, 00:09)
Hallo Sebastian!

Am 18.12.2018 um 20:31 schrieb Sebastian Suchanek:
> Gibt es eigentlich Geräte, die sich via einem USB-Typ-A-Stecker einem
> Host gegenüber wie ein USB-Massenspeicher verhalten, aber keinen eigenen
> internen Speicher vorhalten, sondern transparent einen wie auch immer im
> LAN freigegebenen Speicher (SMB, NFS...) durchreichen? Usecase wären für
> mich Smart-TVs etc., die Sendungen eben auf USB-Medien aufzeichnen und
> von dort abspielen können - da wäre es praktisch, das nicht auf einem
> "echten" USB-Stick o.ä. zu tun, sondern auf einem ohnehin vorhandenen
> Server im LAN.
> (Google hat mir dazu leider nur "klassische" NAS geliefert.)


Kauf dir ein Teil, was auf der einen Seite z. B. einen HDMI-Anschluss
fuer den TV hat und auf der anderen Seite (W)LAN. Wasweissich,
Chromecast, entspr. Rechner (Raspi?) oder wasauchimmer. Das funktioniert
dann sogar mit Dumb-TVs mit HDMI-Anschluss. Dann koennen ggf. auch mehr
Medien abgespielt werden als der Smart-TV kann. Alles andere ist IMHO
fuer sowas nur eine komplizierte teure Kruecke.

Bastian Lutz
Shinji Ikari (19.12.2018, 02:56)
Guten Tag

Kay Martinen <kay> schrieb

>> Gibt es eigentlich Geräte, die sich via einem USB-Typ-A-Stecker einem
>> Host gegenüber wie ein USB-Massenspeicher verhalten, aber keinen eigenen
>> internen Speicher vorhalten, sondern transparent einen wie auch immer im
>> LAN freigegebenen Speicher (SMB, NFS...) durchreichen?


>Klar. Man nennt sie USB-(W)LAN Adapter. Damit kannst du nutzen was immer
>geht, SMB, NFS, iscsi u.s.w.


Nicht wirklich. weil die ohne geeignete WLAN-Treiber fuer das Geraet
nicht laufen. Mit den reinen Massenspeichertreibern im TV wird das
nichts.
Auch kennt ein Massenspeicher(Treiber) keien SSID, Verschluesselung,
etc... diese muesste der gewuenschte USB-Adpater irgendwie eingestellt
bekommen.
Sowas ist bei den ueblichen WLAN-Sticks nicht moeglich.
AV; Sticks koennen mit einer Fritzbox automatisiert vorkonfiguriert
werden. aber ich zweifele, dass diese all dies ohne
Softwareunterstuetzung des TV dann wirklich wie gewuenscht nutzen
koennen.
Frank Müller (19.12.2018, 11:12)
Sebastian Suchanek schrieb:

> Gibt es eigentlich Geräte, die sich via einem USB-Typ-A-Stecker einem
> Host gegenüber wie ein USB-Massenspeicher verhalten, aber keinen eigenen
> internen Speicher vorhalten, sondern transparent einen wie auch immer im
> LAN freigegebenen Speicher (SMB, NFS...) durchreichen?


Mit LAN kenne ich das nicht, aber es gab mal USB-Link-Kabel die auf
beiden Seiten einen USB-Stecker haben und dazwischen ein wenig
Elektronik. Da mußte man auf den PC (lief glaube ich nur bis WinXP)
ein Programm installieren und das simulierte dann einen USB-Stick
auf der anderen Seite des Kabels.
War aber nicht lange im Handel, als ich es für den Receiver kaufen wollte
war es schon ausverkauft und ich habe es nie wieder gesehen.

Frank
Kay Martinen (19.12.2018, 14:12)
Am 19.12.2018 um 10:12 schrieb Frank Müller:
> Sebastian Suchanek schrieb:
> Mit LAN kenne ich das nicht, aber es gab mal USB-Link-Kabel die auf
> beiden Seiten einen USB-Stecker haben und dazwischen ein wenig
> Elektronik. Da mußte man auf den PC (lief glaube ich nur bis WinXP)
> ein Programm installieren und das simulierte dann einen USB-Stick
> auf der anderen Seite des Kabels.
> War aber nicht lange im Handel, als ich es für den Receiver kaufen wollte
> war es schon ausverkauft und ich habe es nie wieder gesehen.


Unter dem Stichwort "USB Laplink" findet sich so was immer noch. Bei
Laplink und bei Amazon.

Allerdings steht da nichts zu Nicht-Windows Plattformen für die dies
"Easy Transferkabel" gedacht ist. Vermute stark man muß die Software
(PCMover!?) auf beiden Seiten installieren damit es klappt. Für einen
Smart TV wird das also sicher auch nichts werden.

Wie schon gesagt, der OP wäre besser dran mit einem Externen Zuspieler.
Egal ob ein Raspi o.a. Das ist die einfachste und beste Lösung. Außer
man hat Geld wie Heu und kauft sich locker ein Neues TV Gerät. Dann wäre
die Frage aber obsolet.

Kay
Frank Müller (19.12.2018, 15:45)
Kay Martinen schrieb:
> Am 19.12.2018 um 10:12 schrieb Frank Müller:
> Unter dem Stichwort "USB Laplink" findet sich so was immer noch. Bei
> Laplink und bei Amazon.


Das ist ein bißchen was anderes, da muß man auf beiden Rechnern
ein Programm starten. Das was es damals gab brauchte nur auf
einen Rechner das Programm und ein Verzeichnis, was dann von
der anderen Seite direkt als USB-Massenspeicher genutzt werden
konnte.

Frank
Sebastian Suchanek (19.12.2018, 21:06)
Am 18.12.2018 um 21:02 schrieb Kay Martinen:
> Am 18.12.2018 um 20:31 schrieb Sebastian Suchanek:
> Klar. Man nennt sie USB-(W)LAN Adapter. Damit kannst du nutzen was immer
> geht, SMB, NFS, iscsi u.s.w.


Welcher SmartTV, Receiver oder (Festplatten-)Recorder kann Aufnahmen
denn selbständig auf Netzwerkfreigaben/-dateisysteme *schreiben*?
Auf die damit einhergehenden Security- und Privacy-Probleme hat Marcel
schon hingewiesen, das könnte man aber IMHO mit geeigneten
VLAN-Konstruktionen, Routerkonfigurationen etc. in den Griff bekommen.

> [...]
> Hat dein Smart-TV keinen Netzwerk-Anschluß? Hast du schon mal geschaut
> ob und ggf. welche USB-LAN Adapter vom Gerät erkannt/unterstützt werden?


Aktuell habe ich keinen SmartTV, die Eingangsfrage war eher akademisch.

> Wenn beides nicht geht: Ein Raspi 3 mit LibreElec liefert dir das was
> der TV nicht kann. Sogar mit Fernbedienung (z.b. X-10, CEC vom TV oder
> per Browser oder Kodi-App)


Zu geringer WAF bzw. DCF[1].

> Du hast bereits ein NAS oder einen Server?


Ja. (Server.)

Tschüs,

Sebastian

_____
[1] DAU Compatibility Factor
Markus Koßmann (19.12.2018, 22:10)
Sebastian Suchanek wrote:

> Welcher SmartTV, Receiver oder (Festplatten-)Recorder kann Aufnahmen
> denn selbständig auf Netzwerkfreigaben/-dateisysteme *schreiben*?

Bei den Receivern/Festplattenrecordern sollten das Alle mit E2
Betriebssystem ( also Linux basiert) können.
PS: Bei SmartTVs ist auch die Unart verbreitet, das die Aufnahmen ( auch bei
"Free-TV"-Sendern) verschlüsselt werden und nur von aufzeichenenden Gerät
wiedergegeben können.
Marcel Mueller (20.12.2018, 21:55)
Am 19.12.18 um 20:06 schrieb Sebastian Suchanek:
>> Wenn beides nicht geht: Ein Raspi 3 mit LibreElec liefert dir das was
>> der TV nicht kann. Sogar mit Fernbedienung (z.b. X-10, CEC vom TV oder
>> per Browser oder Kodi-App)

> Zu geringer WAF bzw. DCF[1].


Das klappt bei uns seit mindestens 5 Jahren gut. Allerdings mit einem Pi
1 und nicht mit dem lahmen Kodi, sondern mit VDR-Client. Kodi auf Pi 3
spielt bei den Großeltern auch zur Zufriedenheit als Ersatz für den
verreckten DVD-Player und auch Mediaplayer für USB-Platten sowie
Mediatheken-Viewer. Beide laufen mit einer normalen Fernbedienung, die
gerade herum lag. Im Besonderen VDR unterscheidet sich im Bedienkonzept
kaum von einem alten TV. Und Kodi liegt mit der Komplexität neuer
Smart-TVs auch durchaus gleichauf.

Marcel
Kay Martinen (21.12.2018, 02:04)
Am 20.12.2018 um 20:55 schrieb Marcel Mueller:
> Am 19.12.18 um 20:06 schrieb Sebastian Suchanek:
> Das klappt bei uns seit mindestens 5 Jahren gut. Allerdings mit einem Pi
> 1 und nicht mit dem lahmen Kodi, sondern mit VDR-Client. Kodi auf Pi 3
> spielt bei den Großeltern auch zur Zufriedenheit als Ersatz für den
> verreckten DVD-Player und auch Mediaplayer für USB-Platten sowie
> Mediatheken-Viewer. Beide laufen mit einer normalen Fernbedienung, die
> gerade herum lag. Im Besonderen VDR unterscheidet sich im Bedienkonzept
> kaum von einem alten TV. Und Kodi liegt mit der Komplexität neuer
> Smart-TVs auch durchaus gleichauf.


Und hier ähnlich. Erst mir Pi1+mpeg lizenz, jetzt mit pi3 ohne, aber
beide mit Kodi der alles vom Server abspielt. Selbst HD Material ist
auch über WLAN kein Problem.

Damit hab ich mein Dummes TV Gerät ge-Smart'ed. Mit sehr gutem AF (da
kein W) :)

Allerdings hab ich eine X-10 Funkfernbedienung die Ohne
Änderungen/Anpassungen super Funktioniert. Damit könnte man den Raspi
sogar hinter dem TV verstecken denn die braucht keine Sichtverbindung
zur FB (eben Kein IR sondern Funk).

Kay
Marcel Mueller (21.12.2018, 09:30)
Am 21.12.18 um 01:04 schrieb Kay Martinen:
> Und hier ähnlich. Erst mir Pi1+mpeg lizenz, jetzt mit pi3 ohne, aber
> beide mit Kodi der alles vom Server abspielt. Selbst HD Material ist
> auch über WLAN kein Problem.


Logisch, Für H.264 Basic Profile haben alle Pi einen Hardware Decoder
und auch Encoder.
Für Kodi auf Pi1 muss man allerdings schon gerne mal einen Kaffee
trinken. Die kunterbunten Menüs reagieren ausgesprochen lahm. Selbst mit
genügsameren Skins ist das nur geringfügig besser.

Spannender finde ich ehrlich gesagt aber, dass der Pi mittlerweile
angeblich auch H.265 alias HEVC schafft, wofür er nie konstruiert war
(natürlich nur Decoder).
Das ist vor allem deshalb lustig, weil Intel steif und fest behauptet,
man bräuchte dafür eine recht aktuelle GPU-Generation, und das obwohl
selbst die Intel GPUs schon seit langem ein Vielfaches des Raspi
leisten. - Die haben den Treiber mutmaßlich mit Absicht kastriert, um
Neuware besser zu verkaufen.

> Damit hab ich mein Dummes TV Gerät ge-Smart'ed. Mit sehr gutem AF (da
> kein W) :)


W?

> Allerdings hab ich eine X-10 Funkfernbedienung die Ohne
> Änderungen/Anpassungen super Funktioniert. Damit könnte man den Raspi
> sogar hinter dem TV verstecken denn die braucht keine Sichtverbindung
> zur FB (eben Kein IR sondern Funk).


Bei mir ist es eine Logitech K400, also auch Funk mit USB-Receiver.

Das mit dem "hinter dem TV" geht beim Raspi aber auch einfacher. Man
hängt zwischen Pi und IR-Receiver einfach ein kleines, dreiadriges
Flachkabel und klebt den IR-Receiver einfach mit Tesa /irgendwo/ hin.
Die TSOP-Receiver sind ja nur einige Millimeter groß und fallen kaum
auf. So hat es ein Kumpel gelöst.

Davon mal abgesehen funktioniert IR "um die Ecke" zuweilen besser als
direkt, wenn man nicht gerade direkt davor sitzt. Die Sende und
Empfangswinkel der IR Dioden und Empfänger sind recht begrenzt. Wenn man
schräg davor sitzt oder auf dem Couchtisch mal eine Flasche im weg
steht, kann es schon mal hängen.
Wenn man hingegen eine weiße Wand "anstrahlt", z.B. die dem TV
Gegenüberliegende Wand, verteilt sich das IR-Signal im ganzen Raum. Das
klappt oftmals zuverlässiger als direkt. Aus demselben Grund kann man
den Empfänger auch hinter dem TV lassen und Richtung Decke ausrichten.
Wenn man dann die FB etwas höher hält, klappt das auch. Vor allem, weil
die meisten Leute mit der FB sowieso intuitiv auf die Bildmitte halten
und nicht auf die deutlich darunter stehenden Geräte. Da geht dann
unweigerlich auch ein Teil des Signals über den TV hinweg.
Weiterer Vorteil der "hinter dem TV"-Lösung ist, dass der Empfänger
weniger mit den Hinterlassenschaften der Schaltnetzteile moderner
Leuchtmittel zugemüllt wird. Die liegen nämlich grob im selben
Frequenzbereich wie die Fernbedienungssignale und können den Empfang
dadurch deutlich verschlechtern.

Marcel
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