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Ralf Wenzel (25.11.2019, 08:06)
Moin allerseits.

Ich suche gerade nach einem Weg, wo ich medizinische Notfallinformationen am Besten aufbewahre. Sowas
wie "ich bin Diabetiker" oder "ich habe Krankheit x und brauche Medikament y". Daraus kann sich z. B.
ableiten, welche Narkosemittel auf keinen Fall verwendet werden dürfen.. Gleiches bei Allergien.

Kein Rettungs-Sanitäter guckt in die Brieftasche eines Patienten, ein Arzt wahrscheinlich auch nicht. Ins
Telefon, wo einige ja ihre Notfallkontakte (ICE) oder med. Daten speichern,erst recht nicht - zumal sie die oft
gar nicht entsperrt kriegen dürften.

Wie also stelle ich sicher, dass im Idealfall schon der Rettungssanitäter mitbekommt, dass er sowas
berücksichtigen muss?

Gruß und danke

Ralf
Dorothee Hermann (25.11.2019, 16:49)
Am 25.11.19 um 07:06 schrieb Ralf Wenzel:

> Ich suche gerade nach einem Weg, wo ich medizinische
> Notfallinformationen am Besten aufbewahre.


Gut.

> Kein Rettungs-Sanitäter guckt in die Brieftasche eines Patienten,
> ein Arzt wahrscheinlich auch nicht.


Merkwürdig! Wer hat Dir das gesagt?

Hast Du mal mit Hausarzt, Rettungsleitstelle oder ähnlichem gesprochen?

> Wie also stelle ich sicher, dass im Idealfall schon der
> Rettungssanitäter mitbekommt, dass er sowas berücksichtigen muss?


Allergiepass, Notfallausweis, Schrittmacher, Prothesenhinweis,
Medikamentenplan (zumindest bei
Marcumar/diverse notwendig) gibt es klein und handlich für jede Geldbörse.

Und wenn man umfangreichere Versorgung braucht, kann man zu Hause eine
Notfallmappe/-Ordner anlegen (gut gekennzeichnet ins Regal stellen) und
einen kleinen Hinweis dazu im "Pass" in der Geldbörse eintragen.

Für umfangreichere Informationen
werden manchmal auch "Notfalldosen" im heimischen Kühlschrank empfohlen.





Dorothee
Ralf Wenzel (25.11.2019, 17:18)
Am Montag, 25. November 2019 15:49:04 UTC+1 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 25.11.19 um 07:06 schrieb Ralf Wenzel:
> > Kein Rettungs-Sanitäter guckt in die Brieftasche eines Patienten,
> > ein Arzt wahrscheinlich auch nicht.

> Merkwürdig! Wer hat Dir das gesagt?


Ein Rettungssanitäter. Die "durchsuchen" keine Patienten. Die haben viel zu viel
Angst, dass es nachher heißt, sie hätten was geklaut. So hat er es mir gesagt und
ein früher als Notarzt tätiger Bekannter bestätigt.

Sprich: Wenn die wen einsammeln, machen die eine Erstversorgung und fahren
den in die Klinik -- und rufen dann die Polizei, um die Identität zu klären. Dann kann
es aber schon zu spät sein.
Identitätsfeststellung rangiert dabei wahrscheinlich noch weit hinter Ladendiebstahl
oder Falschparken bei der Priorisierung der Einsätze.

Diese Dose ist nett für zuhause, aber leider gibt es wohl keinen einheitlichen Tipp
für unterwegs. Nichtmal eine Möglichkeit, zu kennzeichnen "ich habe wichtige med.
Informationen dabei". Die fahren wohl kaum auf dem Weg in die Klinik bei mir zuhause
vorbei, um die Notfalldose aus dem Kühlschrank zu holen.

Übrigens sind moderne Geldbörsen kaum größer als eine Kreditkarte, weil man nur
noch Karten mit sich herumschleppt. Selbst in meine große Geldbörse passt ein
rosa Führerschein (das ist wohl das Maß, in dem diese Ausweise* sind) nicht mehr rein.
Abgesehen davon, dass ich befürchte, dass da eh keiner reinguckt - siehe oben.

*Allergiepässe, Opioidausweise, etc.- was ich gesehen habe, hat alles in etwa dieses Maß

Ralf
Holger Korn (25.11.2019, 18:30)
Am 25.11.2019 um 07:06 schrieb Ralf Wenzel:

> Wie also stelle ich sicher, dass im Idealfall schon der Rettungssanitäter mitbekommt, dass er sowas
> berücksichtigen muss?


Halskette mit Anhänger - sowas wie beim Militär evtl.

es gibt da auch so "Pillendosen" für halskette mit Rot-kreusprägung. da
passen zusammengewickelte Zettel rein.
Ralf Wenzel (25.11.2019, 19:19)
Am Montag, 25. November 2019 17:30:13 UTC+1 schrieb Holger Korn:
> Am 25.11.2019 um 07:06 schrieb Ralf Wenzel:
> Halskette mit Anhänger - sowas wie beim Militär evtl.


Hab ich. Nur der Hinweis "da sucht kein Mensch, die meisten haben da Gaga draufstehen"
ließ mich zweifeln, ob das so klug ist.

> es gibt da auch so "Pillendosen" für halskette mit Rot-kreusprägung. da
> passen zusammengewickelte Zettel rein.


Das wäre eine Variante..... Dann wäre ich textlich auch nicht so eingeschränkt.

Ralf
Beate Goebel (25.11.2019, 19:32)
Ralf Wenzel schrieb am 25 Nov 2019

> Moin allerseits.
> Ich suche gerade nach einem Weg, wo ich medizinische
> Notfallinformationen am Besten aufbewahre.


Im Kühlschrank, kein Witz!




Beate
Bernadette Karf (25.11.2019, 22:33)
Am 25.11.2019 um 07:06 schrieb Ralf Wenzel:
> Moin allerseits.
> Ich suche gerade nach einem Weg, wo ich medizinische Notfallinformationen am Besten aufbewahre. Sowas
> wie "ich bin Diabetiker" oder "ich habe Krankheit x und brauche Medikament y". Daraus kann sich z. B.
> ableiten, welche Narkosemittel auf keinen Fall verwendet werden dürfen. Gleiches bei Allergien.
> Kein Rettungs-Sanitäter guckt in die Brieftasche eines Patienten, ein Arzt wahrscheinlich auch nicht. Ins
> Telefon, wo einige ja ihre Notfallkontakte (ICE) oder med. Daten speichern, erst recht nicht - zumal sie die oft
> gar nicht entsperrt kriegen dürften.


ggf. ist eine Möglichkeit, die in Erwägung gezogen werden
könnte. Ist von einen Notarzt entwickelt worden. Kostet zwar Geld, aber
dafür werden auch gleich automatisch Angehörige benachrichtigt und
andere Dinge mit "erschlagen".

Gruß
Berna
Dorothee Hermann (26.11.2019, 19:04)
Am 25.11.19 um 16:18 schrieb Ralf Wenzel:
> Am 25.11.2019 15:49 schrieb Dorothee Hermann:
>> Am 25.11.19 um 07:06 schrieb Ralf Wenzel:
>>> Kein Rettungs-Sanitäter guckt in die Brieftasche eines
>>> Patienten, ein Arzt wahrscheinlich auch nicht.


>> Merkwürdig! Wer hat Dir das gesagt?


> Ein Rettungssanitäter. Die "durchsuchen" keine Patienten. Die haben
> viel zu viel Angst, dass es nachher heißt, sie hätten was geklaut. So
> hat er es mir gesagt und ein früher als Notarzt tätiger Bekannter
> bestätigt.


Ich schrieb ja, dass ich Deine "Erfahrung" merkwürdig finde!

> Sprich: Wenn die wen einsammeln, machen die eine Erstversorgung und
> fahren den in die Klinik -- und rufen dann die Polizei, um die
> Identität zu klären. Dann kann es aber schon zu spät sein.
> Identitätsfeststellung rangiert dabei wahrscheinlich noch weit hinter
> Ladendiebstahl oder Falschparken bei der Priorisierung der Einsätze.


Ich habe jetzt verschiedene seriöse Seiten mit den Anforderungen an
Notfallsanitätern und Rettungssanitätern aufgerufen.
Die entsprechen nicht dem, was Du da so als locker als "einsammeln",
fahren in die Klinik" und "rangiert hinter ..." schreibst.

Hier mal zwei Links, die Dir die Ausbildung, Tätigkeit Einsatzgebiet
zeigen, dass "lebensrettende Maßnahmen" zwingend das Beschäftigen mit
dem Patienten - Atemstillstand, EKG, Blutungen, Infusionen, etc. -
notwendig machen.

Aber bitte lies selbst:

Der Notfallsanitäter (früher Rettungsassistent) ist ein Beruf:


Rettungssanitäter


Und zu "Notfallausweis in der Geldbörse"
einen Link für viele Ratgeber:
"Menschen mit Allergien, mit Unverträglichkeiten oder mit chronischen
Erkrankungen, die eine regelmäßige Medikamenteneinnahme erfordern,
sollten immer Notfallausweise bei sich tragen. Die Ausweise werden
sinnvollerweise an mehreren Stellen aufbewahrt, damit sie im Notfall
auch gefunden werden.
Mögliche Aufbewahrungsorte:
Geldbeutel
Ausweismappe
In einer speziellen Kapsel, die man als
Anhänger um den Hals tragen kann
Brusttasche
In einem speziellen Schlüsselanhänger"
aus

oder

"Unfall: Ist man dann nicht ansprechbar, ist ein Notfallausweis unter
den persönlichen Papieren für Ersthelfer, herbeigerufene Ärzte und
Rettungssanitäter äußerst hilfreich ? im Ernstfall sogar lebensrettend!
Aufgelistet sind darin Vorerkrankungen, Blutgruppe, Unverträglichkeiten
mit Medikamenten oder auch Impfungen!
oder


Dorothee
Ralf Wenzel (26.11.2019, 19:30)
Ich hab jetzt beim Recherchieren Notfall-Armbänder gefunden.
Das erscheint mir das Klügste, die fallen auf und man kann direkt
auf das Problem oder so einen Notfallausweis hinweisen.

Ralf *dankt
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