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Kay Martinen (05.03.2020, 22:57)
Hallo

Ich bin; zum Internet-zugang; momentan auf ein Öffentliches WLAN
angewiesen das wg. des Schlechten Empfangs oft runter auf nur 1 MB/s
schaltet. Mein Laptop mit Kubuntu 18.04 und Atheros AR9287 WLAN Chip
bricht auch oft die WLAN Verbindung ab und baut sie dann erneut auf -
aber nicht immer und dann muß ich 1-2 mal in den Flugmodus schalten
(Networkmanager-Applet) und warten bis er die verbindung wieder aufbaute.

Die frage ist was ich Clientseitig tun kann um das abbrechen zu
verhinden. Nach den lease-files unter /var/lib/Networkmanager liegt die
dauer mit ca. einem Tag höher als die Abbruch-rate (die eher bei 3-4 mal
pro Abend liegt).

Hat jemand eine Idee wo und wie man da dran schrauben kann um die
Verbindung zu halten? Denn das ist echt lästig. Vor allem wenn man auf
Seiten mit Login unterwegs sein will.

Dieses WLAN hier ist unverschlüsselt und wickelt den Client-zugang durch
einmalige Ticketeingabe auf einer art Captive Portal ab. Ich vermute da
wird nach eingabe der Logindaten die MAC des Gerätes als Erlaubt
gespeichert. Ist aber nur vermutung.

MfG
Kay
Peter Koerber (05.03.2020, 23:50)
Am 05.03.2020 um 10:57 schrieb Kay Martinen:
> Ich bin; zum Internet-zugang; momentan auf ein Öffentliches WLAN
> angewiesen das wg. des Schlechten Empfangs oft runter auf nur 1 MB/s
> schaltet. Mein Laptop mit Kubuntu 18.04 und Atheros AR9287 WLAN Chip
> bricht auch oft die WLAN Verbindung ab und baut sie dann erneut auf -
> aber nicht immer und dann muß ich 1-2 mal in den Flugmodus schalten
> (Networkmanager-Applet) und warten bis er die verbindung wieder aufbaute.
> Die frage ist was ich Clientseitig tun kann um das abbrechen zu
> verhinden.


"Schlechter Empfang" heisst ganz einfach: Empfang verbessern!
Erstens musst Du mal wissen, wo der WLAN-Sender ist. Zweitens solltest
Du zwischen Deinem Laptop und dem WLAN-Sender möglichst nichts
dazwischen haben. Drittens durch Drehen des Laptops (=Drehen der
Empfangsantenne) Empfangseigenschaften verbessern. Viertens, falls alle
Punkte zuvor nicht zutreffen, eine externe Antenne (evt. mit eingebautem
Verstärker) kaufen und am Laptop anschliessen. Falls Du einen
Funkamateur kennst (oder einen als Nachbar hast), dann dort um Mithilfe
bitten.

Letzter Ratschlag: Nach dem Login auf dem öffentlichen Netz undbedingt
auf VPN umschalten. Ansonsten kann jeder auf diesem öffentlichen Netz
alles "mitlesen", was Du tust. ALLES!
Peter
Andreas Kohlbach (06.03.2020, 07:52)
On Thu, 5 Mar 2020 11:50:38 -1000, Peter Koerber wrote:
> Am 05.03.2020 um 10:57 schrieb Kay Martinen:
>> Ich bin; zum Internet-zugang; momentan auf ein Öffentliches WLAN
>> angewiesen das wg. des Schlechten Empfangs oft runter auf nur 1 MB/s
>> schaltet.


Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite? ;-)


Du hast vermutlich in /var/log/syslog oder ../messages einen Grund
angegeben, warum das passiert. Könnte bei der Problembehandlung helfen.

> Letzter Ratschlag: Nach dem Login auf dem öffentlichen Netz undbedingt
> auf VPN umschalten. Ansonsten kann jeder auf diesem öffentlichen Netz
> alles "mitlesen", was Du tust. ALLES!


Wot? Aber doch nur bei HTTP, oder wenn der Router kompromittiert ist. Kaum
jemand nutzt in öffentlichen WIFI Netzen VPN. Wenn das ein
Sicherheitsproblem darstellte, wäre das bekannt. Bitte einen Pointer für
deinen Ratschlag nennen, der den untermauert.
Peter Koerber (06.03.2020, 09:12)
Am 05.03.2020 um 19:52 schrieb Andreas Kohlbach:
> Wot? Aber doch nur bei HTTP, oder wenn der Router kompromittiert ist. Kaum
> jemand nutzt in öffentlichen WIFI Netzen VPN. Wenn das ein
> Sicherheitsproblem darstellte, wäre das bekannt. Bitte einen Pointer für
> deinen Ratschlag nennen, der den untermauert.


Wenn öffentliches WIFI die einzige Möglichkeit ist um auf das Internet
zu gehen, dann würde ich keinesfalls und nie und nimmer z.B. den ganzen
Bank-Zahlungsverkehr ohne VPN machen. Und ich glaube Dir schlichtweg
nicht, dass auch in Kanada "kaum jemand in öffentlichen WIFI Netzen VPN
nutzt"!
Peter
Andreas Kohlbach (06.03.2020, 19:43)
On Thu, 5 Mar 2020 21:12:06 -1000, Peter Koerber wrote:
> Am 05.03.2020 um 19:52 schrieb Andreas Kohlbach:
> Wenn öffentliches WIFI die einzige Möglichkeit ist um auf das Internet
> zu gehen, dann würde ich keinesfalls und nie und nimmer z.B. den
> ganzen Bank-Zahlungsverkehr ohne VPN machen. Und ich glaube Dir
> schlichtweg nicht, dass auch in Kanada "kaum jemand in öffentlichen
> WIFI Netzen VPN nutzt"!


Ich stimme zu, Bankgeschäfte nicht über einen öffentliches WIFI
abzuwickeln, weil ich nicht sicher sein kann, ob der Router
kompromittiert ist.

Aber tausende von Kunden nutzen WIFI in Starbucks, McDonalds und anderen
Restaurants, um Emails zu checken, Facebook- und Twitter-Feeds zu
folgen. Gäbe es dabei Sicherheitsprobleme, wären diese weitläufig bekannt.
Peter Koerber (06.03.2020, 20:11)
Am 06.03.2020 um 07:43 schrieb Andreas Kohlbach:
> Aber tausende von Kunden nutzen WIFI in Starbucks, McDonalds und anderen
> Restaurants, um Emails zu checken, Facebook- und Twitter-Feeds zu
> folgen. Gäbe es dabei Sicherheitsprobleme, wären diese weitläufig bekannt.


Richtig, das ist usage on the road. Und auch da habe ich selber
Bedenken, einfach "ungesichert" zu surfen.
Bei "usage at home" hingegen ist m.E. VPN einfach Pflicht.
Peter
Ralph Aichinger (06.03.2020, 20:49)
Peter Koerber <peter.koerber_NOSPAM> wrote:
> Bei "usage at home" hingegen ist m.E. VPN einfach Pflicht.


Warum sollte man einem VPN-Anbieter mehr vertrauen als dem
Provider?

/ralph
Peter Koerber (06.03.2020, 21:22)
Am 06.03.2020 um 08:49 schrieb Ralph Aichinger:

>> Bei "usage at home" hingegen ist m.E. VPN einfach Pflicht.

> Warum sollte man einem VPN-Anbieter mehr vertrauen als dem
> Provider?


Du weisst, was VPN ist?
Peter
Ulf Volmer (06.03.2020, 21:37)
Peter Koerber <peter.koerber_NOSPAM> schrieb:
> Am 06.03.2020 um 08:49 schrieb Ralph Aichinger:
>>> Bei "usage at home" hingegen ist m.E. VPN einfach Pflicht.

>> Warum sollte man einem VPN-Anbieter mehr vertrauen als dem
>> Provider?

> Du weisst, was VPN ist?


Davon gehe zumindest ich aus. Was läßt Dich zweifeln?
Zusatzfrage: Weißt Du, was ein VPN-Anbieter ist?

Viele Grüße
Ulf
Ralph Aichinger (06.03.2020, 21:50)
Peter Koerber <peter.koerber_NOSPAM> wrote:
> Am 06.03.2020 um 08:49 schrieb Ralph Aichinger:
>>> Bei "usage at home" hingegen ist m.E. VPN einfach Pflicht.

>> Warum sollte man einem VPN-Anbieter mehr vertrauen als dem
>> Provider?

> Du weisst, was VPN ist?


Ja.

Bei Internetnutzung bei mir zuhause verwende ich trotzdem
keines (oder garade dort).

/ralph
Peter Koerber (06.03.2020, 22:21)
Am 06.03.2020 um 09:50 schrieb Ralph Aichinger:
>> Du weisst, was VPN ist?

> Ja.
> Bei Internetnutzung bei mir zuhause verwende ich trotzdem
> keines (oder garade dort).


Wir reden hier im Thread über WLAN (WIFI im Rest der Welt), also über
drahtlos. Und zudem über ein öffentliches WLAN. Das ist auch drahtlos
und jeder der will (und weiss wie) kann in einem solchen Netz mitlesen
und manipulieren.

Schätzungsweise hast Du zu Hause einen drahtgebundenen Anschluss. Habe
ich irgendwo etwas gesagt, dass man bei einem drahtgebundenen Anschluss
VPN benötigt? Eben.

Abgesehen davon, ich wohne in einem Überseegebiet von Frankreich und bei
uns ist der westliche, französische Standard in Anwendung. Wir sind
genau so frei wie in Europa auch. In dem Land, in welchem ich wohne,
gibt es nur einen einzigen Monopol-Anbieter für das Internet. Dem traue
ich überhaupt nicht. Trotzdem verwende ich nur teilweise VPN an meinem
drahtgebundenen Anschluss.
Peter
Peter Koerber (06.03.2020, 22:23)
Am 06.03.2020 um 09:37 schrieb Ulf Volmer:

>>>> Bei "usage at home" hingegen ist m.E. VPN einfach Pflicht.
>>> Warum sollte man einem VPN-Anbieter mehr vertrauen als dem
>>> Provider?

>> Du weisst, was VPN ist?

> Davon gehe zumindest ich aus. Was läßt Dich zweifeln?
> Zusatzfrage: Weißt Du, was ein VPN-Anbieter ist?


Könnte die Irrung und Verwirrung darauf bestehen, dass der Eine über
drahtlos spricht und der Andere über drahtgebunden?
Peter
Ulf Volmer (06.03.2020, 22:38)
Peter Koerber <peter.koerber_NOSPAM> schrieb:
> Am 06.03.2020 um 09:37 schrieb Ulf Volmer:
> Könnte die Irrung und Verwirrung darauf bestehen, dass der Eine über
> drahtlos spricht und der Andere über drahtgebunden?


Du brachtest "usage at home" in die Diskussion.
Da ist drahtgebunden üblicherweise verschlüsselt. Da sehe ich also
keinen Unterschied.

Die Frage bleibt, warum ein VPN- Anbieter vertrauenswürdiger als
ein Internet- Provider sein sollte. Also warum es besser ist, wenn der
VPN Anbieter Deinen ausgehenden Traffic sieht, als wenn es der DSL-
Provider tut.

Viele Grüße
Ulf
Kay Martinen (06.03.2020, 23:31)
Am 05.03.20 um 22:50 schrieb Peter Koerber:
> Am 05.03.2020 um 10:57 schrieb Kay Martinen:
> "Schlechter Empfang" heisst ganz einfach: Empfang verbessern!
> Erstens musst Du mal wissen, wo der WLAN-Sender ist. Zweitens solltest
> Du zwischen Deinem Laptop und dem WLAN-Sender möglichst nichts
> dazwischen haben. Drittens durch Drehen des Laptops (=Drehen der
> Empfangsantenne) Empfangseigenschaften verbessern. Viertens, falls alle
> Punkte zuvor nicht zutreffen, eine externe Antenne (evt. mit eingebautem
> Verstärker) kaufen und am Laptop anschliessen.


1. Luftlinie ca. 5m auf dem Flur hängt ein Ferngespeister (Nur 1 LAN
Kabel) AP von Avaya.
2. Eine Zimmertrennwand (Diagonal) und ggf. eine dünne Zimmertür sind
der Luftlinie im Weg.
3. hat leider nichts erbracht und
4. ist wg. intern verbauter Antenne und mangels anderem Adapter (mit
Antennen-anschluß) nicht möglich.

> Letzter Ratschlag: Nach dem Login auf dem öffentlichen Netz undbedingt
> auf VPN umschalten. Ansonsten kann jeder auf diesem öffentlichen Netz
> alles "mitlesen", was Du tust. ALLES!


Ich habe aber bei keinen VPN Anbieter einen Vertrag, nutze aber bereits
https und TLS oder SSL/TLS. Da ist nur der usenet-teil der nicht
geschützt ist. Und der inhalt wird eh öffentlich lesbar.

VPN ist m.E. also jetzt weder machbar noch nötig - oder was meinst du?

Kay
Jörg Tewes (07.03.2020, 02:11)
Peter Koerber schrieb:
> Am 06.03.2020 um 08:49 schrieb Ralph Aichinger:
>>> Bei "usage at home" hingegen ist m.E. VPN einfach Pflicht.

>> Warum sollte man einem VPN-Anbieter mehr vertrauen als dem
>> Provider?

> Du weisst, was VPN ist? Virtual Private Network?


Wobei es dabei mehrere Ausprägungen gibt.

Einmal um eine Verbindung zu einem Netzwerk herzustellen. Und einmal
um im Netz mit einer fremden IP zu surfen.

Bye Jörg

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