expertenaustausch > etc.* > etc.fahrzeug.auto

Martin K. (09.01.2019, 21:54)
Opel bringt einen neuen Zafira heraus, den es ab 2021 auch in einer
batterieelektrischen Version geben soll. Zugegeben, das Auto sieht
nicht mehr wie ein Zafira aus, sondern wie ein Peugeot Traveller,
Citroen Spacetourer oder gar fast wie ein VW Bus.

Da klappts dann auch mit dem Klavier. Leider sind die elektrischen
Daten noch nicht bekannt, aber der Herr Ladenberger wird so oder so
in der Hinterhand ein paar Gründe haben, wieso es mit diesem Auto
nicht geht ;-)

Marc Stibane (09.01.2019, 23:30)
Martin K. <MartinKobil> wrote:

> Opel bringt einen neuen Zafira heraus, den es ab 2021 auch in einer
> batterieelektrischen Version geben soll. Zugegeben, das Auto sieht
> nicht mehr wie ein Zafira aus, sondern wie ein Peugeot Traveller,
> Citroen Spacetourer oder gar fast wie ein VW Bus.


s/VW Bus/Toyota Proace/

In der vorigen Generation wurde der PSA-Kleinbus/Transporter auch noch
als Fiat Scudo verkauft - und Opel hat unter dem Namen "Movano" einen
Renault Trafic -Klon angeboten. Jetzt ist Opel bei PSA, und dafür Fiat
bei Renault...
Ralf Koenig (09.01.2019, 23:47)
Am 09.01.2019 um 20:54 schrieb Martin K.:
> Opel bringt einen neuen Zafira heraus, den es ab 2021 auch in einer
> batterieelektrischen Version geben soll. Zugegeben, das Auto sieht
> nicht mehr wie ein Zafira aus, sondern wie ein Peugeot Traveller,
> Citroen Spacetourer


Ist es ja auch: auf PSA EMP2-Plattform. Opel wird wohl eine Marke
werden, die an sich keine eigene Technik mehr hat, sondern
PSA-Konzern-Technik aufträgt.

> oder gar fast wie ein VW Bus.


Mit i.d. buzz als Benchmark.

> Da klappts dann auch mit dem Klavier. Leider sind die elektrischen
> Daten noch nicht bekannt,


Aus EMP2 ist ist die Batterie an sich ableitbar:

96s3p aus 50 Ah VDA PHEV2 Zellen => 53 kWh.

vielleicht bekommen sie eine 4p und 5p Version hin
(Schokoladenbatterie-Prinzip wie bei VW), dann werden es 70 oder 88 kWh.

E-Motor muss man mal schauen. Für den e-Vivaro wurde mal ein 85 kW-Motor
ins Spiel gebracht.

Dieser i-see-Umbau (mit dem Segen und Support von PSA/Opel, denn der
war/ist auch bei den Vertragshändlern zu haben) kommt auch in der
Richtung raus: 90 kW.


> aber der Herr Landenberger wird so oder so
> in der Hinterhand ein paar Gründe haben, wieso es mit diesem Auto
> nicht geht ;-)


3...2...1...

Und wenn ich oben bei iSee reinschaue, dann weiß ich eh, was von ihm
kommt. :-) Lächerliche Reichweite (dort: bis 55kWh für 210 km), zu
kleine Batterie um flink zu laden. Und 45 min für 0.8*55=44kWh, also 58
kW im Mittel, wohl so um 80 kW peak einfach zu langsam. Wenn er dann so
um 27 kWh/100 km braucht, reicht eine 80%-Ladung nur für ca. 160 km. Was
wohl um 100 Autobahn-Kilometer entspricht.

Michael hat halt generell Langstrecke im Blick. Aber das Teil wird wohl
eher Letzte-Meile-Lieferfahrzeug und Kurzstrecken-Schaukler werden. Am
Tag maximal seine 100-130 km abreißen und dann wieder laden.

Grüße,
Ralf
Michael Landenberger (10.01.2019, 09:08)
"Martin K." schrieb am 09.01.2019 um 20:54:43:

> Leider sind die elektrischen
> Daten noch nicht bekannt, aber der Herr Ladenberger


Landenberger. So viel Zeit muss sein.

> wird so oder so
> in der Hinterhand ein paar Gründe haben, wieso es mit diesem Auto
> nicht geht ;-)


Wenn das Auto auch unter ungünstigen Bedingungen (voll beladen, Heizung/AC in
Betrieb, Gegenwind, Steigungen, zügiges Fahren mit
Autobahn-Richtgeschwindigkeit) > 375 km Reichweite hat [1], wenn es so schnell
geladen werden kann, dass nach 10 Minuten die Energie für 100 km im Akku
landet und wenn es gleichzeitig nicht nennenswert mehr kostet als ein
Verbrenner-Zafira, werde ich keine Einwände haben, versprochen ;-)

[1] Ich halte speziell bei einem Familienauto wie dem Zafira 300 km für eine
akzeptable Reichweite. Allerdings muss diese mit nur 80% der Akku-Kapazität
erreichbar sein, damit der Akku auf Langstrecken mit höchstmöglicher Leistung
geladen werden kann. Das erfordert eine Akku-Kapazität, die für 375 km reicht.
Um die Energie für 100 km in 10 Minuten in den Akku zu bekommen, muss die
Ladeleistung bei einem angenommenen Verbrauch des Autos von 20 kWh/100 km
mindestens 120 kW betragen, und zwar kontinuierlich über mindestens 30 Minuten
und ebenfalls auch unter ungünstigen Umständen (warmgefahrener Akku,
Sommerhitze etc.). Die Batteriekühlung sollte also entsprechend ausgelegt
sein.

Natürlich habe ich auch keine Einwände gegen alle anderen Autos, die die o. g.
Bedingungen erfüllen. Sofern es solche Autos denn irgendwann mal geben sollte,
versteht sich.

Gruß

Michael
F.W. (10.01.2019, 09:38)
Am 09.01.2019 um 20:54 verlautbarte Martin K.:

> Opel bringt einen neuen Zafira heraus, den es ab 2021
> auch in einer batterieelektrischen Version geben soll.


Das Zeitalter der Vans scheint zuende zu gehen. Eigentlich
ist das schade, denn der Van gehörte zu praktischsten
Autodesigns, die es gab. Fand ich jedenfalls.

Opel gibt übrigens keine Rabatte für alte Diesel. Während
Skoda beispielsweise bis zu 7.500.- ? springen lässt, ist
bei Opel weit und breit nichts zu sehen.

Verbunden mit den Preisen der Fahrzeuge gehört Opel
inzwischen zu den teuersten Marken am Markt. Die
Modellpolitik ist auch unter aller Kanone.

Der Grandland X beispielsweise macht seinem Namen keine
Ehre. Er ist weder "Grand" noch "Land", also weder groß noch
geländetauglich. Der Zafira, einer der besten Autos von Opel
(von meinem mal abgesehen), wurde eigentlich abgekündigt
(freilich noch unter GM).

Dazu kommen immer älter werdende Meister und schlechte
Analysen (Opel: "Elektronik kaputt - 700.- ?", Schrauber:
"Was liegt da für eine Stange im Motor herum? - 10.- ?",
Opel: "Ansaugbrücke komplett ersetzen - 200.- ?", Schrauber:
"DPF-Reiniger einfüllen - 10.- ?").

Und ein schlechtes Image. Ich kenne niemanden, langjährige
Opel-Fahrer wie mich eingeschlossen, der beim nächsten Auto
an einen Opel denkt.

PSA kriegt die Marke schon kaputt.

FW
Sieghard Schicktanz (10.01.2019, 23:23)
Hallo Michael,

Du schriebst am Thu, 10 Jan 2019 08:08:53 +0100:

> Wenn das Auto auch unter ungünstigen Bedingungen (voll beladen,
> Heizung/AC in Betrieb, Gegenwind, Steigungen, zügiges Fahren mit
> Autobahn-Richtgeschwindigkeit) > 375 km Reichweite hat [1], wenn es so
> schnell geladen werden kann, dass nach 10 Minuten die Energie für 100 km
> im Akku landet und wenn es gleichzeitig nicht nennenswert mehr kostet als
> ein Verbrenner-Zafira, werde ich keine Einwände haben, versprochen ;-)


Sicher, Politiker versprechen sich ja auch gern.

--
Ralf Koenig (11.01.2019, 00:18)
Am 10.01.2019 um 08:38 schrieb F.W.:
> Am 09.01.2019 um 20:54 verlautbarte Martin K.:
>> Opel bringt einen neuen Zafira heraus, den es ab 2021 auch in einer
>> batterieelektrischen Version geben soll.

> Das Zeitalter der Vans scheint zuende zu gehen. Eigentlich
> ist das schade, denn der Van gehörte zu praktischsten
> Autodesigns, die es gab. Fand ich jedenfalls.


Vielleicht kann man sagen: der Van entwickelt sich weiter.

Aber ja: die Karosserievielfalt nimmt da wieder etwas ab, oft wird dann
in Richtung SUV gecrossovert. Oder in Richtung Kleinbus.

> Opel gibt übrigens keine Rabatte für alte Diesel.


Das sieht hier ganz anders aus





> Während
> Skoda beispielsweise bis zu 7.500.- ? springen lässt, ist
> bei Opel weit und breit nichts zu sehen.


Doch, bis 8000 Flocken.

> Verbunden mit den Preisen der Fahrzeuge gehört Opel
> inzwischen zu den teuersten Marken am Markt.


Bissle dramtisiert, oder?

Die teuersten Marken am Markt bleiben Luxusmarken wie Bugatti, Ferrari,
Koenigsegg, Pagani. Davon ist Opel weit, weit entfernt.

> Die Modellpolitik ist auch unter aller Kanone.


Individuelle Einschätzung.

> Dazu kommen immer älter werdende Meister und schlechte
> Analysen (Opel: "Elektronik kaputt - 700.- ?", Schrauber:
> "Was liegt da für eine Stange im Motor herum? - 10.- ?",
> Opel: "Ansaugbrücke komplett ersetzen - 200.- ?", Schrauber:
> "DPF-Reiniger einfüllen - 10.- ?").


Ich denke, da kommen drei Einflüsse zusammen:
* Werkstatt ohne echtes Zeitwertgefühl, aber auch ohne echtes Interesse
an solchen Altautoreparaturen
* deine Unsicherheit
* ein doch sehr pragmatischer Schrauber, der aber nicht immer die Dinge
zuende denkt, aber auch keinen hohen Qualitätsanspruch hat

> Und ein schlechtes Image. Ich kenne niemanden, langjährige
> Opel-Fahrer wie mich eingeschlossen, der beim nächsten Auto
> an einen Opel denkt.


Sieht aus wie dein emotionaler Abschied von Opel. Ich finde sowas wie
"Treue" Automarken gegenüber eh ne komische Sache. Wenn man nicht z.B.
über die Arbeit wirklich eine enge Beziehung dazu hat.

Grüße,
Ralf
F.W. (11.01.2019, 09:25)
Am 10.01.2019 um 23:18 verlautbarte Ralf Koenig:
> Am 10.01.2019 um 08:38 schrieb F.W.:
>> Am 09.01.2019 um 20:54 verlautbarte Martin K.:


>>> Opel bringt einen neuen Zafira heraus, den es ab
>>> 2021 auch in einer batterieelektrischen Version
>>> geben soll.


>> Das Zeitalter der Vans scheint zuende zu gehen.
>> Eigentlich ist das schade, denn der Van gehörte zu
>> praktischsten Autodesigns, die es gab. Fand ich
>> jedenfalls.


> Vielleicht kann man sagen: der Van entwickelt sich
> weiter.


> Aber ja: die Karosserievielfalt nimmt da wieder etwas
> ab, oft wird dann in Richtung SUV gecrossovert. Oder in
> Richtung Kleinbus.


Ja, mit dem neuen Zafira aus der Meldung oben. Davor hatte
Opel den Zafira abgekündigt. Und dieses "Crossover" mit den
hohen Motorhauben ist keine gute Entwicklung. Sollte mir mal
jemand vor den Zafira B laufen, hat er eine gute Chance von
der steilen Motorhaube "weggerollt" zu werden. Der SUV würde
ihn mit der flachen Motorhaube dagegen geradewegs "rammen".

>> Opel gibt übrigens keine Rabatte für alte Diesel.


> Das sieht hier ganz anders aus
>


Ja,
habe ich inzwischen auch gefunden. Merkwürdigerweise
aber bei meinen Leasing-Forschungen nicht auffindbar.

>> Verbunden mit den Preisen der Fahrzeuge gehört Opel
>> inzwischen zu den teuersten Marken am Markt.


> Bissle dramtisiert, oder? Die teuersten Marken am Markt
> bleiben Luxusmarken wie Bugatti, Ferrari, Koenigsegg,
> Pagani. Davon ist Opel weit, weit entfernt.


Ja, ich meinte natürlich im "normalen Segment". Also
verglichen mit den anderen gleichwertigen Marken. Eine
Frage, ob Opel oder Ferrari habe ich mir noch nie gestellt. :-)

> Ich denke, da kommen drei Einflüsse zusammen: *
> Werkstatt ohne echtes Zeitwertgefühl, aber auch ohne
> echtes Interesse an solchen Altautoreparaturen


Also, ich kenne das nur so: wer mein altes Auto gut
behandelt, bei dem kaufe ich auch ein neues. Sollte das
inzwischen unbekannt sein, kann man für die deutsche
Autoindustrie nur noch wenig tun.

> * deine Unsicherheit * ein doch sehr pragmatischer
> Schrauber, der aber nicht immer die Dinge zuende denkt,
> aber auch keinen hohen Qualitätsanspruch hat


Nun, wenigstens habe ich beim Schrauber die angeblich nicht
einzeln zu erhaltene Drallklappenstange (mit Messingköpfen
statt Original-Opel-Plastik) bekommen, die Drallklappen
gefettet und einen Stellgliedtest bekommen und nicht mehr
als 132.- ? für alles bezahlt.

Opel wollte allein für den Stellgliedtest 173.- ? haben.
Diese Plastikhaube auf dem Motor durfte ich als Kunde dabei
selbst wieder aufsetzen.

Da fragt man sich doch ernsthaft, wie lange das noch gut
gehen kann.

Ich glaube, so mancher hat, wie der deutsche Einzelhandel in
der Innenstadt, immer noch nicht so recht begriffen, wie das
Internet die Welt bereits verändert hat.

>> Und ein schlechtes Image. Ich kenne niemanden,
>> langjährige Opel-Fahrer wie mich eingeschlossen, der
>> beim nächsten Auto an einen Opel denkt.


> Sieht aus wie dein emotionaler Abschied von Opel. Ich
> finde sowas wie "Treue" Automarken gegenüber eh ne
> komische Sache. Wenn man nicht z.B. über die Arbeit
> wirklich eine enge Beziehung dazu hat.


Arbeit nicht. Aber Familie. Mein Schwiegervater hatte von
1960 - 2014 ein ziemlich großes Opel-Autohaus mit Werkstatt
und Gebrauchtwagenhalle. Er schwärmte von den wirklich guten
Zeiten, von Massenverkäufen, vom "kleinen Mann", der gerne
Opel fuhr, von Diplomat, Admiral und Kapitän. Sogar Mireille
Mathieu und Roland Kaiser waren unter den Kunden (sagt er).

Dann kam die Qualitätspleite. Astra, Vectra, Zafira. Die
Baujahre 2000 - 2010 waren anscheinend unterirdisch. Alle
meine Fahrzeuge standen ständig in der Werkstatt. Der Z19DTH
war anscheinend der Tiefpunkt. Über die Probleme, die z. B.
in "Motor-Talk" seit 2008 gepostet werden, könnte man ein
mehrbändiges Buch schreiben.

Der Mann wollte SKODA in seine Firma holen. Die haben zwar
extreme Vorgaben bis hin zur Farbe der Fliesen gemacht, aber
das schien man stemmen zu können. Dann kam Opel und hat mit
Vertragskündigung gedroht, wenn SKODA mit einsteigen würde.

Also wurde SKODA ausgeladen. Bei vielen Ermittlungen werden
mir seltsamerweise immer wieder SKODA angeboten.

Das Schlimmste aber war, dass Opel seine Kunden allein
gelassen hat. Wer Scheiße baut und nichts bereut, der hat
keinen Erfolg mehr verdient.

Ich jedenfalls habe nach einer emotionalen Diskussion
aufgegeben. Einen Opel kann ich mir einfach nicht mehr leisten.

Das Beste, was der Zafira noch leisten kann, ist seine
Verschrottung und die damit verbundene Prämie. Für eine
Fahrzeugkonstruktion, die Design, Technik, Test und
Erfahrung bedeutet, ist das das Ende als simpler Klumpen Metall.

Folgerichtig kauften immer weniger Leute einen Opel. 2017
wurde Opel an PSA verkauft. Die scheinen die Marke eher
abwickeln zu wollen.

Der Kauf hat mich sowieso gewundert: kein Modell von Opel
hat nicht wenigstens ein Pendant im PSA-Regal. Opel macht i
PSA-Portfolio eigentlich keinen Sinn, es sei denn, man will
Peugeot mit Opel-Blitzen verkaufen.

Opel kann doch sinnvoll nur noch sterben.

FW
Marc Stibane (11.01.2019, 10:22)
F.W. <fhr> wrote:

> Der Kauf hat mich sowieso gewundert: kein Modell von Opel
> hat nicht wenigstens ein Pendant im PSA-Regal. Opel macht i
> PSA-Portfolio eigentlich keinen Sinn, es sei denn, man will
> Peugeot mit Opel-Blitzen verkaufen.


Genau darum geht's. Den Deutschen ein "deutsches" Auto verkaufen die im
Leben keinen Franzosen kaufen würden.

Siehe auch:
Frank Kemper (12.01.2019, 11:28)
Im Grunde macht PSA mit Opel das, was VW mit Skoda und Seat gemacht hat:
Märkte kaufen. Frankreich, Italien, Spanien und Portugal sind die
wichtigsten Märkte der französischen Autohersteller, zusammen haben sie
rund 240 Millionen Konsumenten. Deutschland (Opel) und UK (Vauxhall) haben
zusammen fast 150 Millionen Verbraucher. Das lohnt sich schon.
Marc Stibane (12.01.2019, 13:08)
Frank Kemper <samplerama> wrote:

> Im Grunde macht PSA mit Opel das, was VW mit Skoda und Seat gemacht hat:
> Märkte kaufen.


VW kann auch noch dasselbe Auto zu unterschiedlichen Preisen verkaufen,
oder eben das Vormodell (Audi) mit leichten kosmetischen Änderungen
billiger (Seat) weiter verkaufen, ohne den "Premiummarkt" zu schwächen.

Aber Citroen, Peugeot und Opel liegen alle in derselben Preisklasse.
Eigentlich macht das keinen Sinn...

> Frankreich, Italien, Spanien und Portugal sind die wichtigsten Märkte der
> französischen Autohersteller, zusammen haben sie rund 240 Millionen
> Konsumenten. Deutschland (Opel) und UK (Vauxhall) haben zusammen fast 150
> Millionen Verbraucher. Das lohnt sich schon.


Economy of Scale lohnt sicher beim Einkauf - die Opel-Fertigung in
Deutschland dürfte aber eher teurer sein als in Frankreich, die Marge
somit schlechter als wenn man einen Peug/Cit verkauft hätte. Trotzdem
natürlich besser als wenn der Kunde was ganz anderes gekauft hätte.
klaus r. (12.01.2019, 13:24)
Am Sat, 12 Jan 2019 12:08:23 +0100
schrieb spamfalle2 (Marc Stibane):

> Frank Kemper <samplerama> wrote:
> VW kann auch noch dasselbe Auto zu unterschiedlichen Preisen
> verkaufen, oder eben das Vormodell (Audi) mit leichten kosmetischen
> Änderungen billiger (Seat) weiter verkaufen, ohne den "Premiummarkt"
> zu schwächen.


Warum in aller Welt nur macht VW in letzter Zeit so viel Reklame im TV
und anderswo für deren Produkte? Sinken etwa die Verkaufszahlen? Kaufen
die Leute gar mehr ausländische Autos? Haben sie etwa volle Schnauze von
den Geschäftsgebaren von VW? Oder von deren Unvermögen, einen
Nachrüstsatz für EURO4- und EURO5-Diesel herzustellen? Also ich könnte
das ohne weiteres verstehen. Ich kaufe auch nie wieder einen
überteuerten VW. Auch ausländische Mütter haben schöne Töchter.

Klaus
Werner Schmidt (12.01.2019, 21:19)
Michael Landenberger schrieb am 10.01.19 um 08:08:

> Wenn das Auto auch unter ungünstigen Bedingungen (voll beladen,
> Heizung/AC in Betrieb, Gegenwind, Steigungen, zügiges Fahren mit
> Autobahn-Richtgeschwindigkeit) > 375 km Reichweite hat [1],


die besonders wichtige ungünstige Bedingung "Wohnanhänger" hast Du noch
vergessen :-D ;-)

> wenn es so schnell geladen werden kann, dass nach 10 Minuten die
> Energie für 100 km im Akku landet


Das sollte an sich akkutechnisch machbar sein ... wäre eine
Ladeleistung von nur ca. 1,5 C (ausgehend von 400 km Reichweite: 1/4 der
Kapazität in 1/6 h macht 0,25 * 6 = 1,5). Plus natürlich
Verlustleistung. Schwieriger wird's vielleicht säulenseitig - unter
"ungünstigen Bedingungen" können auch mal bis 30 kWh / 100 km
zusammenkommen, das sind schlappe 180 kW plus Verlustleistung, also ca.
200 kW müsste die Säule dann liefern können.

> und wenn es gleichzeitig nicht nennenswert mehr kostet als ein
> Verbrenner-Zafira, werde ich keine Einwände haben, versprochen ;-)


Der Einwand geht aber etwas in die Irre. Ein E-Auto, das in den
Folgekosten ja perspektivisch günstiger sein sollte als ein Verbrenner,
darf dann halt in der Anschaffung etwas teurer sein. Ist bei Diesel <=>
Otto nicht anders (für wen sich der Diesel halt rentiert). Letztlich ist
die TCO entscheidend.

Gruß
Werner
Werner Schmidt (12.01.2019, 21:24)
F.W. schrieb am 11.01.19 um 08:25:

> Ich jedenfalls habe nach einer emotionalen Diskussion
> aufgegeben. Einen Opel kann ich mir einfach nicht mehr leisten.


früher sagte mancher: "ich fahre Mercedes, weil ich mir ein billigeres
Auto nicht leisten kann". Zumindest die Volumenmodelle waren wartungs-
und reparaturfreundlich konstruiert (Stundensatz!) und die Ersatzteile
waren auch in tolerablen Preisregionen angesiedelt; Verschleißkram gab's
eh vom Zulieferer oder Sekundärhersteller ...

Heute sieht das eh alles anders aus. Die Japaner sind schon verdammt
gut, die Ersatzteilpreise bei weitem nicht mehr so horrend wie in der
Anfangszeit und die Koreaner haben ebenfalls massiv aufgeholt, stehen
den Japsen kaum noch nach.

Gruß
Werner
Peter H. Beier (13.01.2019, 01:05)
Am 12.01.2019 um 12:24 schrieb klaus r.:

> Warum in aller Welt nur macht VW in letzter Zeit so viel Reklame im TV
> und anderswo für deren Produkte? Sinken etwa die Verkaufszahlen? Kaufen
> die Leute gar mehr ausländische Autos? Haben sie etwa volle Schnauze von
> den Geschäftsgebaren von VW? Oder von deren Unvermögen, einen
> Nachrüstsatz für EURO4- und EURO5-Diesel herzustellen? Also ich könnte
> das ohne weiteres verstehen. Ich kaufe auch nie wieder einen
> überteuerten VW. Auch ausländische Mütter haben schöne Töchter.


Wenn ich die Nachrichten richtig verstanden habe, dann macht VW
derzeit sehr viel Umsatz ...

Ähnliche Themen