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Frank Vellner (30.06.2009, 17:06)
Liebe NG,
ich möchte in meiner kleinen Firma eine zukunftssichere
Kommunikationslösung aufbauen. Mail ist bei uns von elementarer
Bedeutung. Nach den bisherigen Recherchen war ich der Ansicht, dass
Exchange sozusagen die Premium-Lösung ist, die fast alles kann. Deshalb
hätte ich fast in den sauren Apfel gebissen und die Investition in
Hardware, Software, Einrichtung und Pflege getätigt.

Aus den MS-Seiten werde ich nicht wirklich schlau und mich beschleichen
Zweifel, ob Exchange meine Anforderungen wirklich erfüllen kann. Wenn
das alles ohnehin nicht geht, werden natürlich die Groupware-Lösungen
"unterhalb" von Exchange wieder interessant (TeamXchange, MAPILab
Groupware Server, Olfolders, OLXTeamOutlook, Public ShareFolder sind
die mir bekannten). Die können das wahrscheinlich auch nicht - sind
aber einfacher zu nutzen und günstiger als Exchange...

Ich finde die Anforderungen eigentlich "völlig normal" und hätte
erwartet, dass jede Firma das so braucht... aber einiges finde ich bei
Exchange 2008 nicht. Oder habe ich da etwas überlesen? (oder muss auf
Exchange 2010 warten?)

- Gemeinsame Inbox-Filter für alle eingehenden Mails (jede Mail die
über irgendeinen POP- (oder IMAP?)-Account eines MA hineinkommt, wird
gefiltert und bekommt z.b. Kategorien zugewiesen wie in OL 2007
- Gemeinsame Send-Folder analog zu Inbox
- Gemeinsame einheitliche OL 2007 Kategorien (incl. Farben) bei allen
MA
- Gemeinsames Adressbuch
- Gemeinsame Aufgaben mit Erinnerungsfunktion
- Protokollfunktion (was geschieht mit einer Mail - wer wann was
geantwortet, wem weitergeleitet, was dann passiert)
- Gemeinsame Datensicherung
- Gemeinsame Suchordner (z.b. für "Gesamte Kommunikaktion mit Kunde X -
egal wer ihm wann geschrieben hat und wem er geantwortet hat)

Kann Exchange oder irgendeine andere Lösung das? Falls nein - welche
Lösung kann es am Besten oder arbeitet am reibungslosesten mit den
benötigten AddIns zusammen?

Viele Grüße und herzlichen Dank im voraus!
Frank
Stefan Meier (30.06.2009, 19:49)
Hallo Frank Vellner,

> ich möchte in meiner kleinen Firma eine zukunftssichere
> Kommunikationslösung aufbauen.


Das was du planst ist aus meiner Sicht keine ausschließliche
Kommunikationslösung, sondern mindestens zusätzlich ein CRM.

> Ich finde die Anforderungen eigentlich "völlig normal" und hätte
> erwartet, dass jede Firma das so braucht... aber einiges finde ich bei
> Exchange 2008 nicht. Oder habe ich da etwas überlesen? (oder muss auf
> Exchange 2010 warten?)


Du hast nur eines überlesen: Exchange gibt es nicht in der Version 2008.
;-)

> - Gemeinsame Inbox-Filter für alle eingehenden Mails (jede Mail die
> über irgendeinen POP- (oder IMAP?)-Account eines MA hineinkommt, wird
> gefiltert und bekommt z.b. Kategorien zugewiesen wie in OL 2007


Wenn du Exchange einsetzen willst, brauchst du keine IMAP oder POP
Konten; das sollte durch den Exchange mittels SMTP erschlagen werden.
Die Zuweisung von Kategorien auf dieser Ebene (also beim Maileingang)
ist jedoch imho nicht möglich,kann aber weiterhin über Outlook laufen.

> - Gemeinsame Send-Folder analog zu Inbox


Jeder Benutzer hat erstmal seinen eigenen "Gesendete Objekte" Folder;
dieser kann freigegeben werden (für Zugriff durch andere) und man kann
mittels VBA-Makro oder Zusatztools die gesendeten Mails in einen
"Gesamtordner kopieren".

> - Gemeinsame einheitliche OL 2007 Kategorien (incl. Farben) bei allen
> MA


Über Zusatztool problemlos möglich, bei gleicher Softwareausstattung.

> - Gemeinsames Adressbuch


Gibt es im Exchange beziehungsweise kann angelegt werden; entweder als
Öffentlicher Ordner oder als GlobalAdresslist.

> - Gemeinsame Aufgaben mit Erinnerungsfunktion


Den Ordner an sich kann man erstellen; für die Erinnerungen (in einem
dann öffentlichen Ordner) müsste imho ein Zusatztool ran.

> - Protokollfunktion (was geschieht mit einer Mail - wer wann was
> geantwortet, wem weitergeleitet, was dann passiert)


Eben das kann KEIN mir bekanntes Mailsystem; das ist für mich der Part
des CRM.

> - Gemeinsame Datensicherung


Mit Exchange möglich, wenn keine PST verwendet werden (aber wer Exchange
nutzt, will sowieso keine PST mehr).

> - Gemeinsame Suchordner (z.b. für "Gesamte Kommunikaktion mit Kunde X


Ich nutze dafür ein Zusatztool, daß mir auch "fremde" eingebundene
Postfächer mit indiziert.

> Kann Exchange oder irgendeine andere Lösung das? Falls nein - welche
> Lösung kann es am Besten oder arbeitet am reibungslosesten mit den
> benötigten AddIns zusammen?


Exchange und Outlook sind in Bezug auf Mail, Aufgaben, Kontakte und
Termine und ein gutes Team. Zudem stabil und, bei entsprechend richtig
dimensionierter Hardware, auch schnell.
Für ein auf Exchange basierndes CRM System habe ich irgendwann mal was
gesehen; müsste ich wieder raussuchen; meld dich einfach nochmal, wenn's
weiter in die Richtung geht.

Wenn du aber bisher von Exchange keine Ahnung hast, solltest du dir
unbedingt einen Fachmann (!) vor Ort suchen; und zwar nicht erst für die
Installation, sondern auch und auf jeden Fall für die Beratung davor.
Das was man aus dem Web oder in den Newsgroups liest, dürfte für eine
qualifizierte Entscheidung keinesfalls ausreichen; schon gar nicht wenn
man ein paar 1000¤ in die Hand nehmen muß.
Andreas Sturma (30.06.2009, 23:53)
Hallo Frank,
In news: <Frank Vellner> <weglassen_frankvel1> schrieb:
> Liebe NG,
> ich möchte in meiner kleinen Firma eine zukunftssichere
> Kommunikationslösung aufbauen. Mail ist bei uns von elementarer
> Bedeutung. Nach den bisherigen Recherchen war ich der Ansicht, dass
> Exchange sozusagen die Premium-Lösung ist, die fast alles kann.
> Deshalb hätte ich fast in den sauren Apfel gebissen und die
> Investition in Hardware, Software, Einrichtung und Pflege getätigt.


kurzum, SBS ist dein Freund
Alles unter einem Hut für geringe Lizenzgebühr.
Jetzt brauchst du nur noch einen der dir den SBS einrichtet
Gibt es garantiert in deiner Nähe

Ein Tipp vorweg, wenn du es selber machen willst gibt es neben vielen
anderen Regeln nur eine.
Benutze immer die Wizards, die Wizards ....and so on.
Bis du anderen Lösungen am arbeiten bist - ist es mit dem
vorkonfiguriertem SBS schon erledigt (wenn du die Regeln einhältst)

ps: unter kleine Firma werden es wohl nicht mehr als 20-30 Clients
werden (auch bei 2-5 rentiert sich der SBS)
und verabschiede dich von pop und sonstigem Flickwerk (hat dir aber
Stefan schon geschrieben)
Michael Logies (01.07.2009, 01:10)
On Tue, 30 Jun 2009 19:49:07 +0200, "Stefan Meier"
<sm> wrote:

>> - Protokollfunktion (was geschieht mit einer Mail - wer wann was
>> geantwortet, wem weitergeleitet, was dann passiert)

>Eben das kann KEIN mir bekanntes Mailsystem; das ist für mich der Part
>des CRM.


Da gibt`s doch etwas von Microsoft:

Business Contact Manager: Ihr kleines CRM-System in Outlook 2007
Michael Logies (01.07.2009, 01:28)
Oder:

Prophet 5 Personal Edition
The Easiest to Use CRM for Outlook for Individuals

Hier positiv besprochen (mit einer sehr kritischen Leserzuschrift):
Karsten Berghaus (01.07.2009, 09:59)
On Tue, 30 Jun 2009 17:06:34 +0200, "Frank Vellner"
<weglassen_frankvel1> wrote:

[..]
>Groupware Server, Olfolders, OLXTeamOutlook, Public ShareFolder sind
>die mir bekannten). Die können das wahrscheinlich auch nicht - sind
>aber einfacher zu nutzen und günstiger als Exchange...


Noch ergänzend in Bezug auf die Alternativen die schon genannt wurden:
Informier Dich als Alternative noch bei Novell über OES2, Groupwise und
die SmallBusiness Variante vom OES2 --> OWS.

Da bekommst Du auch "nebenan" in de.comp.sys.novell sicher hilfreiche
Infos.
Informier Dich auf jeden Fall intensiv und hol Dir einen Dienstleister
für Planung, Einrichtung und weitere Betreuung.
Keines der Systeme läuft nach der Installation ohne regelmässige Wartung
und updates, und das sollte jemand machen der da Ahnung von hat.

HTH

Karsten
Michael Logies (01.07.2009, 22:18)
On Wed, 01 Jul 2009 09:59:18 +0200, Karsten Berghaus <me>
wrote:

>Keines der Systeme läuft nach der Installation ohne regelmässige Wartung
>und updates, und das sollte jemand machen der da Ahnung von hat.


Ich nutze seit einigen Jahren Public Sharefolder mit Outlook 2002, als
Mailserver den kostenlosen Mailenable. Läuft für einige Nutzer alles
zusammen auf einem Terminalserver (von Thinsoft auf der Basis von Win
XP Prof.). Im Detail:


Das ist recht simpel in Einrichtung u. Wartung (im Grunde ist keine
Wartung nötig), skaliert aber schlecht (wg. des Terminalservers auf
32 bit-Windows). Wenn man einen neuen Nutzer anlegt, muß man an
verschiedenen Stellen einrichten. Das ist lästig, aber ich habe
praktisch keine Fluktuation unter meinen Mitarbeitern, u. für bis ca.
6, 7 Mitarbeiter sollte das laufen.

Grüße

M.
Karsten Berghaus (02.07.2009, 09:13)
On Wed, 01 Jul 2009 22:18:47 +0200, Michael Logies <logies>
wrote:

>On Wed, 01 Jul 2009 09:59:18 +0200, Karsten Berghaus <me>
>wrote:
>Ich nutze seit einigen Jahren Public Sharefolder mit Outlook 2002, als
>Mailserver den kostenlosen Mailenable. Läuft für einige Nutzer alles
>zusammen auf einem Terminalserver (von Thinsoft auf der Basis von Win
>XP Prof.). Im Detail: [...]


Mein obiger Satz den Du hier zitiert hast war evtl. etwas ungenau.
Ich meinte, dass man weder einen SBS2008, noch einen OWS oder OES Server
inkl. passender Groupware gänzlich ohne Wartung und Betreuung betreiben
sollte.
Wer Geld für so eine Lösung ausgibt der sollte die auch fachmännisch
warten lassen, sonst ist die Investition zum Fenster rausgeworfen.
Spätestens wenn das System mal nicht mehr läuft und dann festgestellt
wird, dass es kein brauchbares Backup gibt, etc.

cu

Karsten
Michael Logies (02.07.2009, 09:55)
On Thu, 02 Jul 2009 09:13:45 +0200, Karsten Berghaus <me>
wrote:

>Wer Geld für so eine Lösung ausgibt der sollte die auch fachmännisch
>warten lassen, sonst ist die Investition zum Fenster rausgeworfen.
>Spätestens wenn das System mal nicht mehr läuft und dann festgestellt
>wird, dass es kein brauchbares Backup gibt, etc.


Karsten,

ich würde einen solche Server (SBS) heute immer virtualisieren, eben
weil man damit bei Hardwareausfall schnell wieder einsatzbereit ist u.
das Backup des gesamten Servers dann leicht ist.

Neben meinem Terminalserver habe ich noch einen Datenbankserver für
die Praxissoftware. Den habe ich virtualisiert (VMWare Server 1.X,
kostenlos). Kostet kaum Performance (nur zu messen, nicht zu fühlen).

Grüße

M.
Karsten Berghaus (02.07.2009, 10:55)
On Thu, 02 Jul 2009 09:55:12 +0200, Michael Logies <logies>
wrote:

>On Thu, 02 Jul 2009 09:13:45 +0200, Karsten Berghaus <me>
>wrote:
>Karsten,
>ich würde einen solche Server (SBS) heute immer virtualisieren, eben
>weil man damit bei Hardwareausfall schnell wieder einsatzbereit ist u.
>das Backup des gesamten Servers dann leicht ist.


Ja, wenn man vernünftige Hardware nimmt und ein brauchbares Storage
ranhängt. Und das "einfache Backup" muss auch sauber laufen und passend
für Virtualisierung sein. Für ein brauchbares Online Snapshot braucht es
schon ein bischen mehr als VMWare Server 1.x.
Aber für den OP sehe ich gerade keinen Sinn darin einen einzelnen SBS
(oder was sonst in Frage kommt) zu virtualisieren. Das verringert nicht
den Administrationsaufwand.
Wobei ich HyperV nur vom Namen kenne und da nix weiter zu sagen kann.

>Neben meinem Terminalserver habe ich noch einen Datenbankserver für
>die Praxissoftware. Den habe ich virtualisiert (VMWare Server 1.X,
>kostenlos). Kostet kaum Performance (nur zu messen, nicht zu fühlen).


Wie wäre es mit nem "richtigen" Hypervisor --> VMWare ESXi 3 (auch
kostenlos).
Den VMWare Server 1 (bzw. jetzt 2) nutze ich nur zum Testen / Rumspielen
auf nem PC. Da würde ich keine Produktiv-Server drauf laufen lassen.
Aber davon abgesehen werden wir leicht OT. Der OP wollte ja Alternativen
zum SBS wissen die seinen Anforderungen entsprechen.
Ob dann bei einer möglichen Lösung auch ne Virtualisierung Sinn macht
hängt doch sehr davon ab, was als Lösung rauskommt und wie gross das
ganze werden soll.

cu

Karsten
Michael Logies (02.07.2009, 12:22)
On Thu, 02 Jul 2009 10:55:42 +0200, Karsten Berghaus <me>
wrote:

> Und das "einfache Backup" muss auch sauber laufen und passend
>für Virtualisierung sein.


Karsten,

nein. Wenn der virtuelle Server heruntergefahren ist, kann man seine
Dateien einfach kopieren. Geht mit dem Dateimanager bzw. jeder
Backup-Lösung. Also sehr kleinbetriebskompatibel. Ich nehme entweder
den Total Commander und zippe (weil die ZIP-Datei dann noch einmal auf
Fehler überprüft wird) bzw. mittlerweile automatisiert mit "Syncback
Pro", das auch Verifikation bietet.

>Für ein brauchbares Online Snapshot braucht es
>schon ein bischen mehr als VMWare Server 1.x.


Schnappschüsse benutze ich nicht.

>Aber für den OP sehe ich gerade keinen Sinn darin einen einzelnen SBS
>(oder was sonst in Frage kommt) zu virtualisieren. Das verringert nicht
>den Administrationsaufwand.


Also bei mir schon. ;-) Der Originalposter will sein Outlook
aufbohren. Da bietet sich Virtualisierung geradezu an. Kopie der
virtuellen Maschine machen, zu testene Software draufspielen, bei
Nichtgefallen virtuelle Maschine löschen.

>Wie wäre es mit nem "richtigen" Hypervisor --> VMWare ESXi 3 (auch
>kostenlos).


Ich wollte es möglichst einfach. Der VMWare Server 1.x ist einfach u.
reicht mir in meinem Kleinbetrieb. Virtual PC von Microsoft ist noch
einfacher, aber da fehlten mir ein paar Funktionen, insbesondere das
automatische Wiederhochfahren des virtuellen Servers, wenn der
Host-Rechner (wird bei mir auch noch als Arbeitsplatzrechner genutzt)
neu gestartet wird.

>Den VMWare Server 1 (bzw. jetzt 2) nutze ich nur zum Testen / Rumspielen
>auf nem PC. Da würde ich keine Produktiv-Server drauf laufen lassen.


Warum das denn? Das ist Produktivsoftware. Habe ich seit ca. 2 Jahren
fast völlig problemlos laufen. Administriere ich per RDP. Einziges
Problem ist, daß ihm immer die Zeit wegläuft. Seitdem ich eine kleine
Software habe, die übers Internet alle 2 Minuten die Zeit korrigiert
(sind immer schon ca. 15 Sek), ist das Problem aber auch erledigt.

Grüße

M.
Frank Vellner (03.07.2009, 01:37)
Hallo Stefan,

zunächst einmal ganz herzlichen Dank für deine Antwort!

> Das was du planst ist aus meiner Sicht keine ausschließliche
> Kommunikationslösung, sondern mindestens zusätzlich ein CRM.


ja, da hast du offensichtlich Recht - das war mir nicht klar.

> Wenn du Exchange einsetzen willst, brauchst du keine IMAP oder POP
> Konten; das sollte durch den Exchange mittels SMTP erschlagen werden.


jain - bislang wurde mir deutlich davon abgeraten, bei meiner
Firmengröße und dem doch relativ geringen Mailaufkommen, den
Exchange-Server wirklich "ins Internet zu stellen". Es würde also in
der Praxis auf ein Exchange mit Pop-Connector hinauslaufen.

>> - Gemeinsame Suchordner (z.b. für "Gesamte Kommunikaktion mit Kunde
>> X

> Ich nutze dafür ein Zusatztool, daß mir auch "fremde" eingebundene
> Postfächer mit indiziert.


Tools wie Lookeen können jedoch nach meiner Einschätzung nicht das, was
Suchordner leisten: Sie sind in meinem OL2007 auf Kategorien-Suche
ausgelegt. Über Filter erhalten ein- und ausgehende Mails automatisch
Kategorien zugewiesen. Jeder Kunde hat eine Kategorie und über die
Suchordner erhalte ich gesendete und empfangene Mails zu jedem Kunden
schön übersichtlich zusammen. Ich kenne kein Tool, was das kann.

> Für ein auf Exchange basierndes CRM System habe ich irgendwann mal
> was
> gesehen; müsste ich wieder raussuchen; meld dich einfach nochmal,
> wenn's weiter in die Richtung geht.


ja, vielleicht geht es in die Richtung. Genauer gesagt: Wozu brauche
ich dann überhaupt noch Exchange? Die eigentliche Aufgabe von
Exchange - senden und empfangen von Mails - nutze ich eh nicht, weil
ich es nicht ins Netz stelle. Fast alles andere, was ich brauche, kann
Exchange gar nicht (direkt). Zu den 5000 Euro für Hard- und Software
und Einrichtung kommen also noch einmal etliche Tools, damit das
Exchange tut, was ich brauche. So eine wilde Sammlung von Tools auf
einer Exchange-Installation wird sich auch nicht gerade
stabilitätsfördernd auswirken...

> Wenn du aber bisher von Exchange keine Ahnung hast, solltest du dir
> unbedingt einen Fachmann (!) vor Ort suchen; und zwar nicht erst für
> die Installation, sondern auch und auf jeden Fall für die Beratung


klar - ein sehr berechtigter Hinweis. Gerade heute hatte ich einen
SBS-Profi von meiner Hard- und Softwarefirma bei mir. Aber eine
richtige Lösung haben wir noch nicht gefunden.

Vielleicht wäre die Kombination von einer "kleinen" Exchange Lösung
(Public ShareFolder usw.) mit einem geeigneten CRM die richtige Lösung.
Oder ein Hosted Exchange mit einem CRM. Oder ein CRM was auf die
lokalen OL-Installationen bzw. pst-Dateien zugreift ... und man
vergisst einfach die restlichen Anforderungen die sich alle nur über
"Krücken" erreichen lassen...ach, ist das alles kompliziert :-(

Viele Grüße
Frank
Michael Logies (03.07.2009, 11:42)
On Fri, 3 Jul 2009 01:37:57 +0200, "Frank Vellner"
<weglassen_frankvel1> wrote:

>..ach, ist das alles kompliziert :-(


Ist so. Letztlich hilft nach Vorsichten nur Ausprobieren. Schön
virtualisieren. ;-)

Das war auch der Grund, weshalb ich auf einen externen Dienstleister
verzichtet habe. Was ich wirklich will, wo ich Kompromisse eingehen
kann u. wo nicht, kann ich nicht im Vorfeld entscheiden. Ich kenne
noch einen Unternehmensberater (eher Fachkundelehrer) mit einer
Angestellten. Dem hat ein Dienstleister einen Exchange hingestellt, u.
es hat dann Wochen gedauert, bis das rund lief. Dienstleister neigen
zu Standardlösungen, ist ja auch vernünftig hinsichtlich eigenen Know
Hows, Skalierbarkeit, Wartbarkeit. Aber die für den individuellen,
gerade kleinen Fall optimale Lösung bekommt man so nicht.

Ich erschlage einen Großteil der Emailsuche u. Dokumentenverwaltung
mit einer Desktopsuchmaschine (, Version 5.6.4, neuere
kenne ich nicht). Kein wirklich systematischer Ansatz, funktioniert
aber gut, selbst auf dem Terminalserver, wo für jeden der 4
regelmäßigen Nutzer ein eigenes X1 im Hintergrund läuft u. regelmäßig
alle Daten indexiert. Muß man hinsichtlich Zeiten u. Systemauslastung
etwas feintunen, kann man aber auch.

Grüße

M.
Michael Logies (04.07.2009, 19:43)
In dem Zusammenhang ist die neueste Ausgabe der ct (c't 15/2009) auch
interessant, auch wenn ich meine Lösung mit Public Sharefolder (statt
Sharepoint) schlanker finde:


Report
Innenarchitektur
Der passende Server für kleine Arbeitsgruppen

Online einsehbarer Artikel (teilweise nur Leseprobe)

Sein Server-Betriebssystem für kleine Unternehmen und Arbeitsgruppen
nennt Microsoft naheliegenderweise Small Business Server ? und
verlangt einige hundert Euro dafür. Doch viele kleine Nutzergruppen
kommen mit einer viel geringeren Investition an einen Server. Aber
welche Lösung taugt für wen und wo liegen die Grenzen?

Schlagwörter: Betriebssystem, Betriebssysteme, Active Directory,
Windows Home Server, Microsoft Small Business Server 2008, Linux
Server
Stefan Meier (08.07.2009, 16:41)
Hallo Frank Vellner (weglassen_frankvel1)
du schriebst in uWeip42%23JHA.1492:

> zunächst einmal ganz herzlichen Dank für deine Antwort!


Kein Problem; gerne.

>> Das was du planst ist aus meiner Sicht keine ausschließliche
>> Kommunikationslösung, sondern mindestens zusätzlich ein CRM.

> ja, da hast du offensichtlich Recht - das war mir nicht klar.


Dafür sind wir ja da. ;-)

>> Wenn du Exchange einsetzen willst, brauchst du keine IMAP oder POP
>> Konten; das sollte durch den Exchange mittels SMTP erschlagen werden.

> jain - bislang wurde mir deutlich davon abgeraten, bei meiner
> Firmengröße und dem doch relativ geringen Mailaufkommen, den
> Exchange-Server wirklich "ins Internet zu stellen". Es würde also in
> der Praxis auf ein Exchange mit Pop-Connector hinauslaufen.


Wer bitteschön empfiehlt denn sowas? :-(
Wenn du einen Exchangeserver einsetzen willst, ist SMTP Kommunikation einer
der gravierenden Vorteile.
Das hat auch mit Größe überhaupt nichts zu tun, sondern lediglich mit der
direkten Mailkommunikation.
Und wenn du einen sauber aufgesetzten Exchange aus dem Internet erreichbar
machen willst, brauchst du dafür nur Port 25 und allenfalls 443 (für
externen "Notebookzugriff") zu öffnen; vollkommen unkritisch!
Empfehle deinem "Abrater" bitte mal


> Tools wie Lookeen können jedoch nach meiner Einschätzung nicht das,
> was Suchordner leisten: Sie sind in meinem OL2007 auf Kategorien-Suche
> ausgelegt. Über Filter erhalten ein- und ausgehende Mails automatisch
> Kategorien zugewiesen. Jeder Kunde hat eine Kategorie und über die
> Suchordner erhalte ich gesendete und empfangene Mails zu jedem Kunden
> schön übersichtlich zusammen. Ich kenne kein Tool, was das kann.


Lookeen kann, bei entsprechender Konfiguration auch die Kategorien
einbeziehen; das ist problemlos.
Und ich finde die Syntax mächtiger als in einem Suchordner...

>> Für ein auf Exchange basierndes CRM System habe ich irgendwann mal
>> was
>> gesehen; müsste ich wieder raussuchen; meld dich einfach nochmal,
>> wenn's weiter in die Richtung geht.

> ja, vielleicht geht es in die Richtung.


Als Ansatz vielleicht:

> Genauer gesagt: Wozu brauche
> ich dann überhaupt noch Exchange? Die eigentliche Aufgabe von
> Exchange - senden und empfangen von Mails - nutze ich eh nicht, weil
> ich es nicht ins Netz stelle.


Naja, du willst eine Maillösung inkl.CRM und da scheidet ein lokales Outlook
imho aus, wenn mehrere Personen beteiligt sind. Also bleibt Exchange als
gute (und mit SBS auch günstige) Lösung mit netten "Gimmicks (auch wenn du
die momentan vielleicht noch nicht brauchen solltest).

> Fast alles andere, was ich brauche, kann
> Exchange gar nicht (direkt). Zu den 5000 Euro für Hard- und Software
> und Einrichtung kommen also noch einmal etliche Tools, damit das
> Exchange tut, was ich brauche. So eine wilde Sammlung von Tools auf
> einer Exchange-Installation wird sich auch nicht gerade
> stabilitätsfördernd auswirken...


Naja, die Tools werden ja ins Outlook integriert; das ist relativ
unschädlich. Ich habe hier in meinem Outlook auch ohne CRM schon reichlich
Addons installiert und benutze diese täglich; problemlos.
Die Investition von ca. 5k ¤ (inkl. Hardware und Lizenzen) kann ich ohne
weitere Angaben nicht abschätzen; der SBS ist imho relativ günstig und nicht
so arg hardwareintensiv und müsste für dich ausreichen; es könnte also auch
deutlich günstiger kommen...; aber es bleibt letztlich eine Investition und
nur du selbst kannst entscheiden, ob diese "lohnt". Dabei sollte es
vielleicht auch auf mehr als eine Stimme (einen Berater) ankommen... ;-)

>> Wenn du aber bisher von Exchange keine Ahnung hast, solltest du dir
>> unbedingt einen Fachmann (!) vor Ort suchen; und zwar nicht erst für
>> die Installation, sondern auch und auf jeden Fall für die Beratung

> klar - ein sehr berechtigter Hinweis. Gerade heute hatte ich einen
> SBS-Profi von meiner Hard- und Softwarefirma bei mir. Aber eine
> richtige Lösung haben wir noch nicht gefunden.


Ein SBS Profi, der keine Lösung anbieten konnte? Aha...; ist das der gleiche
"SBS-Profi" der Exchange mittels POP-Abholer Mails bearbeiten lässt? Dann
dürfte mein letzter Satz aus dem vorigen Absatz nochmal eine Überlegung wert
sein. ;-)

cu
Stefan
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