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Peter Blancke (10.03.2019, 20:39)
Guten Tag,

bin neu hier, man möge mir eine geeignetere Gruppe benennen, falls
ich flashc bin.

Hier steht ein Linuxserver, der rund aum die Uhr läuft, auf diesem
habe ich meine gesamte Musiksammlung mit dem Programm "minidlnad"
zum "Streamen" freigegeben. Nun sind fast 90 Prozent aller meiner
Musikaufnahmen aus lizenzrechtlichen Gründen nicht im MP3- sondern
OGG-Format abgespeichert worden.

VLC zeigt auch alles prima an und spielt alle gewünschten Titel.

Mein WLAN-Radio HAMA D3100 hingegen zeigt meinen Server ebenfalls
an, behauptet aber in allen Ordnern, die lediglich Dateien im
OGG-Format haben, diese Ordner seien leer. MP3 werden korrekt
abgespielt.

Bevor ich jetzt die gesamte Sammlung (fast alles OGG) in MP3
konvertiere, sei hier nachgefragt, ob

- dieses Verhalten bei WLAN-Radios korrekt ist.

- oder es eine Möglichkeit gibt, dem "minidlnad" beizubringen,
vorgefundene OGG im offensichtlich verlangten MP3-Format
auszuliefern?

Gruß,

Peter Blancke
Manfred Gil (10.03.2019, 20:58)
Am Sun, 10 Mar 2019 18:39:34 +0000 schrieb Peter Blancke:

[..]
> auszuliefern?
> Gruß,
> Peter Blancke


Nicht alle Radios spielen Ogg vormate ab.
Warum weiß ich auch nicht.
Ich hab das gleiche Problem bei MP3 Playern die ich hin und wieder
mal Kaufe.
Entweder steht es auf der Verpackung drauf, das auch OGG formate abgespielt
werden oder ich frage einen Verkäufer danach.
Habe so auch schon diverse Player wieder zu div. Märkten zurück gebracht.

Gruß
Manfred
Thomas Einzel (10.03.2019, 21:01)
Am 10.03.2019 um 19:39 schrieb Peter Blancke:
> WLAN-Radio HAMA D3100


Ist das vielleicht deine Nikon Kamera?

kennt auch kein Hama D3100. Heißt es
wirklich so?

BTW: nicht jeder streaming Client kann jedes Format. Ich habe vor Käufen
auch schon bei Hersteller angefragt (nach FLAC).

Du schriebst ogg, ich nehme an ogg vorbis, da ogg ja nur ein Container
format ist. Wenn ja, in welcher vorbis Qualitätsstufe?
Thomas Einzel (10.03.2019, 21:09)
Am 10.03.2019 um 20:01 schrieb Thomas Einzel:
> Am 10.03.2019 um 19:39 schrieb Peter Blancke:
>> WLAN-Radio HAMA D3100 ....

> kennt auch kein Hama D3100. Heißt es
> wirklich so?


Ich orakele mal "DIR3100MS". In

steht bei "Unterstützte Formate" und "UPnP / Netzwerkstreaming"
nur "MP3, WMA, v9/ASF, M4A, ADTS, WAV, LPCM, FLAC, ALAC"

Ich verwende aus gutem Grund FLAC.
Peter Blancke (10.03.2019, 21:19)
Am 2019-03-10, Thomas Einzel <usenet-2019> schrieb:
> Am 10.03.2019 um 20:01 schrieb Thomas Einzel:
>> Am 10.03.2019 um 19:39 schrieb Peter Blancke:
>>> WLAN-Radio HAMA D3100


Richtig: HAMA DIR3100MS.

So ist es korrekt.

> In
>
> steht bei "Unterstützte Formate" und "UPnP / Netzwerkstreaming"
> nur "MP3, WMA, v9/ASF, M4A, ADTS, WAV, LPCM, FLAC, ALAC"


Danke für die Fundstelle, tja, tatsächlich kein Ogg-Vorbis.

> Ich verwende aus gutem Grund FLAC.


Das nimmt mir aber ca. 10 mal so viel Plattenkapazität weg wie OGG
oder MP3. Ich vermute, mein knapp 61jähriges Gehör wird hier
Qualitätsunterschiede ohnehin nicht mehr wahrnehmen.

Oder was spricht sonst bei Dir für FLAC, was für michtig sein
könnte? Denn ich werde jetzt per Skript alles nach MP3 wandeln
lassen.

Gruß,

Peter Blancke
Ralph Aichinger (10.03.2019, 21:32)
Peter Blancke <blancke> wrote:
> Das nimmt mir aber ca. 10 mal so viel Plattenkapazität weg wie OGG
> oder MP3. Ich vermute, mein knapp 61jähriges Gehör wird hier
> Qualitätsunterschiede ohnehin nicht mehr wahrnehmen.


Die Frage ist, ob du hörst, wenn OGG nach MP3 umkodiert wird, d.h.
2 mal hintereinander durch unterschiedliche Kompressionsalgorithmen
gejagt wird.

> Oder was spricht sonst bei Dir für FLAC, was für michtig sein
> könnte? Denn ich werde jetzt per Skript alles nach MP3 wandeln
> lassen.


Dann hast du zweimal die Kompressionsverluste. Speicherplatz ist
heute billig. Mit Audiofiles wirst du eine typische heutige Festplatte
kaum mehr füllen können (von Mehrspur-Schnittmaterial oder solchen
Sachen mal abgesehen).

IIRC verwendet auch Spotify OGG Vorbis, ich kann mir vorstellen,
daß die OGG-Vorbis-Unterstützung eher besser wird und viele
neuere Geräte das unterstützen.

Ich würde im Zweifelsfall on-demand umcodieren, beim abspielen.
Heutige CPUs sollten das schaffen.

/ralph
Thomas Einzel (10.03.2019, 22:10)
Am 10.03.2019 um 20:19 schrieb Peter Blancke:
> Am 2019-03-10, Thomas Einzel <usenet-2019> schrieb:
> Richtig: HAMA DIR3100MS.
> So ist es korrekt.
> Danke für die Fundstelle, tja, tatsächlich kein Ogg-Vorbis.
> Das nimmt mir aber ca. 10 mal so viel Plattenkapazität weg wie OGG
> oder MP3.


Eher ca. 5x.

> Ich vermute, mein knapp 61jähriges Gehör wird hier
> Qualitätsunterschiede ohnehin nicht mehr wahrnehmen.


Es gibt weitere Gründe siehe unten. Und bei den HDD Preisen ist es mir
egal ob 200GB oder 50GB belegt werden. Aber es gibt Fälle wo auf dem
Smartphone nur 3GB dafür frei sind, da muss dann gespart werden ;-)

> Oder was spricht sonst bei Dir für FLAC, was für michtig sein
> könnte? Denn ich werde jetzt per Skript alles nach MP3 wandeln
> lassen.


Von was in mp3?

FLAC hat eine verlustlose Kompression, ich kann es jederzeit beliebig
oft mit einem anderen verlustfreien codec ohne Verluste umwandeln. Wenn
ich mal mp3 oder ogg vorbis für eine mobiles gerät benötige wandle ich
es als knappe "Wegwerfvariante" on the fly in z.B. ogg vorbis.

Wenn du ogg vorbis in mp3 umwandelst kommen mitunter sehr unschöne
recodierungs Artefakte zu Stande, die bei einer einmaligen Wandlung wav
oder flac in mp3 nicht vorkommen.
Helmut Waitzmann (11.03.2019, 00:52)
Peter Blancke <blancke>:

>Mein WLAN-Radio HAMA D3100 hingegen zeigt meinen Server ebenfalls
>an, behauptet aber in allen Ordnern, die lediglich Dateien im
>OGG-Format haben, diese Ordner seien leer.


Das bedeutet, dass es die Dateien nicht wahrnimmt ?
wahrscheinlich, weil sie den falschen Dateinamen (»*.ogg« statt
»*.mp3«) haben.

Auch wenn Thomas inzwischen aus dem Handbuch zitiert hat ? probier
doch einfach mal, so eine OGG?Datei nur umzubenennen (oder ihr
zusätzlich einen MP3?Namen zu geben). Viel Aufwand ist das ja
nicht. Vielleicht findet und spielt das Radio die Datei dann?

Mehr als nicht funktionieren kann es ja nicht.
Thomas Einzel (11.03.2019, 01:35)
Am 10.03.2019 um 23:52 schrieb Helmut Waitzmann:
....
> Das bedeutet, dass es die Dateien nicht wahrnimmt ?
> wahrscheinlich, weil sie den falschen Dateinamen (»*.ogg« statt
> »*.mp3«) haben.
> Auch wenn Thomas inzwischen aus dem Handbuch zitiert hat ? probier
> doch einfach mal, so eine OGG?Datei nur umzubenennen (oder ihr
> zusätzlich einen MP3?Namen zu geben). Viel Aufwand ist das ja
> nicht. Vielleicht findet und spielt das Radio die Datei dann?
> Mehr als nicht funktionieren kann es ja nicht.


Ack, ich hatte IIRC auch schon streaming clients, die nicht
dokumentierte Formate trotzdem wiedergegeben haben.

In Summe sehe ich meine Auffassung für Musikarchive keine
verlustbehafteten codecs zu verwenden bestätigt. Macht nur Ärger.
Peter Sauter (11.03.2019, 07:23)
Am 10.03.2019 um 21:10 schrieb Thomas Einzel:
> Am 10.03.2019 um 20:19 schrieb Peter Blancke:
> Eher ca. 5x.
> Es gibt weitere Gründe siehe unten. Und bei den HDD Preisen ist es mir
> egal ob 200GB oder 50GB belegt werden. Aber es gibt Fälle wo auf dem
> Smartphone nur 3GB dafür frei sind, da muss dann gespart werden ;-)


Deswegen verkauft Samsung sein neues S10/S10+ wohl in einer 1TB Variante
und lä´äßt sich dies fürstlich bezahlen (Sprich wie bei Apple steht das
in keiner Relation zu den tatsächlichen Kosten der Flashspeicherchips)

Aber bei den heutigen Preisverfällen von SSDs lohnt sich im 1TB Bereich
durchaus für Desktoprechner zu überlegen ganz auf HDDs zu verzichten.

BTW:
ICh streame nur MP3s mit VBRs, da ich bei meinem Hör-Blindtests da keine
Unterschiede mehr höre und das auch leichter auf ein USB-Stick auf
Autoradio (2 Din TFT von JVC) transferieren und nutzen kann. Warum soll
ich mir da noch Ogg Vorbis fürs Streaming antun.
Ralf Dederichs (11.03.2019, 07:28)
>>> In
>>>
>>> steht bei "Unterstützte Formate" und "UPnP / Netzwerkstreaming"
>>> nur "MP3, WMA, v9/ASF, M4A, ADTS, WAV, LPCM, FLAC, ALAC"


Ich würde an Deiner Stelle versuchen, den Contauiner zu wechseln, dann
müssen die Dateien nicht neu codiert werden.
Vielleicht kann das Radio das in einer mp4 Datei abspielen.

Den Wechsel des Containers kann ffmpeg erledigen:
ffmpeg -i eingabe.ogg -c:a copy -f mp4 ausgabe.mp4

Vielleicht klappt es ja.
Peter Blancke (11.03.2019, 10:27)
Am 2019-03-10, Helmut Waitzmann <nn.throttle> schrieb:
> Peter Blancke <blancke>:


>>Mein WLAN-Radio HAMA D3100


Recte: HAMA DIR3100MS.

>> behauptet aber in allen Ordnern, die lediglich Dateien im
>> OGG-Format haben, diese Ordner seien leer.


> Das bedeutet, dass es die Dateien nicht wahrnimmt ?
> wahrscheinlich, weil sie den falschen Dateinamen (»*.ogg« statt
> »*.mp3«) haben.
> Auch wenn Thomas inzwischen aus dem Handbuch zitiert hat ? probier
> doch einfach mal, so eine OGG?Datei nur umzubenennen (oder ihr
> zusätzlich einen MP3?Namen zu geben).


Gerade ausprobiert, das wäre ja fast zu einfach. Nein, das geht
nicht, das Format OGG-Vorbis bleib -- wie erwartet -- unerkannt.

Gruß,

Peter Blancke
Peter Blancke (11.03.2019, 10:31)
Am 2019-03-10, Thomas Einzel <usenet-2018> schrieb:

> In Summe sehe ich meine Auffassung für Musikarchive keine
> verlustbehafteten codecs zu verwenden bestätigt. Macht nur Ärger.


Dem schließe ich mich bald an.

Da kriegt die CPU mal richtig was zu tun, alles nach FLAC zu
wandeln. Es sind mehr derzeit 242 GB an OGG-Vorbis-Dateien.

Zur Qualität:

Es handelt sich fast ausschließlich um Rundfunkmitschnitte, die
zumeist per MP3 oder OGG hereingestreamt wurden. Die habe ich nac
WAV gewandelt, dann die Sendungen mit Audacity zurechtgeschnitten
und anschließend als OGG-Vorbis (wegen der Lizenzdiskussion um MP3)
umgewandelt. Jetzt wird wohl daraus FLAC werden.

Wie gesagt, meine Lauscher... Ich dürfte die Qualitätsverluste nicht
mehr hören.

Gruß,

Peter Blancke
Peter Blancke (11.03.2019, 10:35)
Am 2019-03-10, Ralph Aichinger <ra> schrieb:

> Ich würde im Zweifelsfall on-demand umcodieren, beim abspielen.


Dieser Satz erschließt sich mir nicht.

Das müßte ja der Streaming-Server besorgen:

- Sich die OGG-Datei schnappen,
- als MP3/FLAC &cet. anbieten
- und gleichzeitig bei Abruf durch einen Client in ein anderes
Format umwandeln.

Ist mir bei "minidlnad" nicht bekannt, daß das geht.

Der Client kann es nicht, ist ein "normales" WLAN-Radio.

Ich sehe der Umwandlung nach FLAC entgegen.

Gruß,

Peter Blancke
Thomas Einzel (11.03.2019, 11:42)
Am 11.03.2019 um 09:31 schrieb Peter Blancke:
> Am 2019-03-10, Thomas Einzel <usenet-2018> schrieb:
>> In Summe sehe ich meine Auffassung für Musikarchive keine
>> verlustbehafteten codecs zu verwenden bestätigt. Macht nur Ärger.

> Dem schließe ich mich bald an.
> Da kriegt die CPU mal richtig was zu tun, alles nach FLAC zu
> wandeln. Es sind mehr derzeit 242 GB an OGG-Vorbis-Dateien.


Oh, das ist tatsächlich nicht wenig. Wandle mal eine signifikante Menge
(1GB) die in puncto Qualität repräsentativ ist und rechne die
Dantenmenge hoch.

MP3 hat ca. in noch erträglicher Qualität ca. 1/10 der Wav Datengröße,
ogg vorbis noch etwas kleiner. Flac reduziert Wav ca. auf die Hälfte,
maximale Kompressionsstufe (ist nur längere Rechenzeit, kein Einfluss
auf die Qualität, da F Lossless AC).

Ich würde deswegen mit der ca. 5 fachen Datenmanege ogg zu Flac
rechnen, also ca. ein Terabyte.

Die Qualität deiner Audio Dateien wird dabei nicht besser, aber auch
nicht schlechter. Wenigsten kannst du sie streamen (FLAC ca. 1Mbyte/s).

Eine Rückwandlung in MP3 macht sie zwar kleiner, aber wenn man sich die
u.a. codec Kette ansieht, auch noch mal schlechter.

> Zur Qualität:
> Es handelt sich fast ausschließlich um Rundfunkmitschnitte, die
> zumeist per MP3 oder OGG hereingestreamt wurden. Die habe ich nac
> WAV gewandelt, dann die Sendungen mit Audacity zurechtgeschnitten
> und anschließend als OGG-Vorbis (wegen der Lizenzdiskussion um MP3)
> umgewandelt. Jetzt wird wohl daraus FLAC werden.
> Wie gesagt, meine Lauscher... Ich dürfte die Qualitätsverluste nicht
> mehr hören.


Ich bin nur weniger Jahre jünger als du, man hört hohe Frequenzen nicht
mehr so wie früher, aber den Rest normalerweise aber schon noch.

mp3 -> ogg vorbis -> wave, geschnitten -> ogg vorbis ist bereits
kontraproduktiv, es sind viele reencodierungs Artefakte vorhanden.

Die Wandlung in FLAC "konserviert" nur den Zustand der letzten ogg
vorbis Wandlung.

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