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Ralph Aichinger (11.03.2019, 11:48)
Peter Blancke <blancke> wrote:
> Das müßte ja der Streaming-Server besorgen:
> - Sich die OGG-Datei schnappen,
> - als MP3/FLAC &cet. anbieten
> - und gleichzeitig bei Abruf durch einen Client in ein anderes
> Format umwandeln.
> Ist mir bei "minidlnad" nicht bekannt, daß das geht.
> Der Client kann es nicht, ist ein "normales" WLAN-Radio.


Ja, mit einem Streaming-Server wie Icecast und einem Medienserver
wie MPD.

/ralph
Ralph Aichinger (11.03.2019, 11:51)
Thomas Einzel <usenet-2019> wrote:
>> wandeln. Es sind mehr derzeit 242 GB an OGG-Vorbis-Dateien.

> Oh, das ist tatsächlich nicht wenig. Wandle mal eine signifikante Menge
> (1GB) die in puncto Qualität repräsentativ ist und rechne die
> Dantenmenge hoch.


Naja, wenn das in Flac 2TB sind, dann kostet das 70 Euro oder so
an Festplattenkosten. Gut, mit Backup vielleicht mal 3 oder so,
aber nicht astronomisch.

/ralph
Peter Blancke (11.03.2019, 12:05)
Am 2019-03-11, Thomas Einzel <usenet-2019> schrieb:

> mp3 -> ogg vorbis -> wave, geschnitten -> ogg vorbis


Nein, _ein_ Schritt weniger:

Entweder

mp3 -> wave (zum Schneiden) -> ogg

Oder

ogg -> wave (zum Schneiden) -> ogg

Je nachdem, wie der Rundfunksender hereinlieferte.

> ist bereits kontraproduktiv, es sind viele reencodierungs
> Artefakte vorhanden.


Dann bin ich anspruchslos. Mir machen die Aufnahmen viel Freude und
Älterwerden hat akustisch offensichtlich den Vorteil, daß geringere
akustische Qualitäten ausreichen.

Trotzdem werde ich mal bei Gelegenheit in einer Schleife mp3 nach
ogg wandeln, dann zurück, dann wieder mp3, dann wieder ogg, &cet.

Bin mal gespannt, wie das ganze nach 10/100/n Durchläufen an mein
Orh schlägt und wann der musikalische Genuß wahrhaft nachläßt.

> Die Wandlung in FLAC "konserviert" nur den Zustand der letzten ogg
> vorbis Wandlung.


Ja, das ist mir jetzt klar. Ich habe mich anläßlich meines Vortrags
mal genauer in FLAC eingelesen.

Gruß,

Peter Blancke
Peter Blancke (11.03.2019, 12:18)
Am 2019-03-11, Ralph Aichinger <ra> schrieb:
> Peter Blancke <blancke> wrote:


>> Das müßte ja der Streaming-Server besorgen:
>> - Sich die OGG-Datei schnappen,
>> - als MP3/FLAC &cet. anbieten
>> - und gleichzeitig bei Abruf durch einen Client in ein anderes
>> Format umwandeln.


> Ja, mit einem Streaming-Server wie Icecast und einem Medienserver
> wie MPD.


Danke für den Hinweis, vor allem zu Icecast.

Aus

"Das Streaming-Format ist vollkommen unabhängig vom ursprünglichen
Datei-Format, da die Source Clients im Allgemeinen den Datenstrom
neu kodieren um gleichförmige Parametrierung zu gewährleisten. Das
bedeutet, dass eine große Sammlung an MP3-Dateien nicht
zwangsläufig auch als MP3 gestreamt werden muss. Es kann auch ein
effizienterer Codec genutzt werden, der dann bei geringerer
Datenrate bessere Qualität bietet."

Das war mir neu!

Ich denke, für meinen kleinen Privatgebrauch ist es schonender,
einmalig nach FLAC umzuwandeln und damit die CPU zukünftig zu
entlasten.

Gruß,

Peter Blancke
Peter Blancke (11.03.2019, 13:41)
Am 2019-03-11, Thomas Einzel <usenet-2019> schrieb:

> Ich würde deswegen mit der ca. 5 fachen Datenmanege ogg zu Flac
> rechnen,


Ja, etwa. Hier ein Beispiel:

Größe |Datei
---------+-------------------------
34916107|01.ogg
418283862|ffmpeg-11s-01.flac
201097065|sox-20s-01.flac

Wandele ich "01.ogg" mit ffmpeg um, macht der daraus ein "FLAC
audio bitstream data, 24 bit, stereo, 44.1 kHz" und braucht dafür 11
Sekunden.

Wandele ich "01.ogg" mit sox um, macht der daraus ein "FLAC audio
bitstream data, 16 bit, stereo, 44.1 kHz" und braucht dafür 20
Sekunden.

Beide Programmaufrufe ohne Angabe von zusätzlichen Parametern.

Ich vermute, daß auf Grund der schon vorher verlorenen Qualität 16
Bit völlig ausreichend sind. Und damit ist die Datenmenge
tatsächlich ca. ein gutes Fünffaches des Originals.

Ein Test, mit Sox auf 8 Bit umzuwandeln, bring deutlich hörbares
Rauschen ins Resultat. Das erübrigt sich also.

Gruß,

Peter Blancke
HR Ernst (11.03.2019, 14:47)
Am Mon, 11 Mar 2019 10:05:17 +0000 (UTC) schrieb Peter Blancke:

[..]
> mal genauer in FLAC eingelesen.
> Gruß,
> Peter Blancke


Mit dem Tool NCH WavePad (Achtung: hundsmiserabler Installer mit
Zusatz-Schrott!) kannst du sehr viele Arten von Dateien (*.wav, *.ogg,
*.mp3, sogar aus Video-Dateien wie mp4 den Sound extrahieren,...)
bearbeiten (schneiden, Lautstärkepegel ändern, ein- und ausblenden,
Equalizer,...) und dann deinem Gusto entsprechend speichern. Ich nehme an,
Audacity kann Ähnliches (bis auf das Extrahieren von Sound aus mp4;
deshalb verwende ich das WavePad.).

Downloads:

Peter Blancke (11.03.2019, 15:52)
Am 2019-03-11, HR Ernst <bueroorgaernst> schrieb:

> Mit dem Tool NCH WavePad (Achtung: hundsmiserabler Installer mit
> Zusatz-Schrott!) kannst du sehr viele Arten von Dateien (*.wav,
> *.ogg, *.mp3, sogar aus Video-Dateien wie mp4 den Sound
> extrahieren,...)


Systemanforderungen

Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 8.1 oder
Windows 10

Äh nein, hier ist ausschließlich Linux.

Und unter Linux habe ich alles, was ich brauche, bin da mit allem
sehr sehr zufrieden, bis hin zu einer voll ausgebauten
viermanualigen Kirchenorgel, die komplett unter Linux läuft (mehr
unter ) und die
ich sogar für konzertante Aufführzwecke nutze.

Das klappt prima!

Dennoch Danke für den Hinweis.

Gruß,

Peter Blancke
Marcel Mueller (11.03.2019, 22:22)
Am 11.03.19 um 00:35 schrieb Thomas Einzel:
>> Mehr als nicht funktionieren kann es ja nicht.

> Ack, ich hatte IIRC auch schon streaming clients, die nicht
> dokumentierte Formate trotzdem wiedergegeben haben.


Das passiert ziemlich oft bei MP2, denn jeder /spezifikationsgemäße/
MP3-Dekoder /muss/ auch MP2 dekodieren können. Keine Ahnung warum, wurde
halt so festgelegt. Ob der Studentenkopf, der die Firmware programmieren
musste aber wusste, dass man auch *.MP2 Dateien abspielen kann, steht
aber auf einem Anderen Blatt.
Wie auch immer: heißt, man muss sich schon etwas Mühe geben, um eine
MP3-Library zu finden, die /kein/ MP2 kann.

Ogg allerdings ist ein komplett anderes Format. Sowohl der Container als
auch der Codec haben nichts mit MP3 & Co gemein, aleine schon aus
patentrechtlichen Gründen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das /zufällig/
unterstützt wird, ist nahe null.
Und selbst wenn: durch Umbenennen auf .MP3 würde man zumindest mal eine
ganze Reihe von Windows-Programmen abhängen, die über die nunmehr nicht
mehr mit dem Container-Format konsistente Dateiendung stolpern würden.

> In Summe sehe ich meine Auffassung für Musikarchive keine
> verlustbehafteten codecs zu verwenden bestätigt. Macht nur Ärger.


Flac spielen auch etliche Player nicht ab. Nicht viel weniger, als jene,
die kein Ogg können.
=> Wenn ich Ogg brauche, kaufe ich mir halt einen Player der auch Ogg kann.

Oder aber, man nimmt halt gleich freie Software. Die spielen fast immer
so ziemlich alle gängigen Formate ab, egal, ob das nun VLC, Kodi oder
MPD oder was auch immer ist.
Mit proprietären Firmwares (bekanntlich ohne Updates) rennt man immer
früher oder später vor die Wand. Und dann ist der jeweilige Player nur
noch ein Briefbeschwerer, also wirtschaftlicher Totalschaden, oder aber
zumindest in der Nutzbarkeit stark eingeschränkt.

Die einzige Alternative wäre Transkodieren, aber davon wird die Qualität
auch nicht wirklich besser. Das ist letztlich das Konzept hinter DLNA.
Ehrlich gesagt finde ich aber das Konzept hinter MPD wesentlich
sinnvoller, zumal es schon seit Jahren kein Problem mehr mit der
Rechenleistung des Wiedergabeequipments gibt. Jede (smarte) Armbanduhr
hat dafür mittlerweile genug. Bei mir macht ein alter Pi Model 1 den Job.

Marcel
Peter Eggebrecht (12.03.2019, 12:38)
Peter Blancke (blancke) schrieb:

[...]
>Das nimmt mir aber ca. 10 mal so viel Plattenkapazität weg wie OGG
>oder MP3. Ich vermute, mein knapp 61jähriges Gehör wird hier
>Qualitätsunterschiede ohnehin nicht mehr wahrnehmen.


Nicht hören, fühlen.... ich kann nicht beschreiben was es genau ist, hören
tue ich ebenfalls nicht mehr besonders gut, aber ich fühle, spüre oder sonst
was bei den Streamingdiensten mit welcher Datenrate übertragen wird.

Neulich durfte ich mal wieder Vinyl verkösten, als ne Schallplatte, das war
akustisch wie Butter an de Keks, anstelle von Magarine. Satt machen beide,
wobei das eine "Satt" nachhaltiger im Gefühl verbleibt.

Ok.... das war jetzt menschlich ohne technisches Grundwissen ;-)

Gruss Peter
HR Ernst (12.03.2019, 13:34)
Am Mon, 11 Mar 2019 13:52:25 +0000 (UTC) schrieb Peter Blancke:

> Am 2019-03-11, HR Ernst <bueroorgaernst> schrieb:
> Systemanforderungen
> Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 8.1 oder
> Windows 10
> Äh nein, hier ist ausschließlich Linux. [...]


Solch eine "Nebensache" braucht *man* natürlich im OP/Subjekt nicht zu
erwähnen! Alles klar...
Peter Blancke (12.03.2019, 16:36)
Am 2019-03-12, HR Ernst <bueroorgaernst> schrieb:
> Am Mon, 11 Mar 2019 13:52:25 +0000 (UTC) schrieb Peter Blancke:


>> Äh nein, hier ist ausschließlich Linux.

> Solch eine "Nebensache" braucht *man* natürlich im OP/Subjekt
> nicht zu erwähnen! Alles klar...


Aus dem "OP":

"Hier steht ein Linuxserver, [...]"

Und das HAMA-Radio läuft mit... äh, nee... Windows ist das nicht.

Danke an die helfenden Ratschläge der anderen: Die Umwandlung nach
FLAC hat gut funktioniert und das HAMA-Radio spielt jetzt die
Dateien auch ordentlich ab. Die Datenmenge hat sich tatsächlich
verfünffacht.

Gruß,

Peter Blancke
Peter Blancke (12.03.2019, 16:42)
Am 2019-03-12, Peter Eggebrecht <peter-eggebrecht> schrieb:
> Peter Blancke (blancke) schrieb:


>> Das nimmt mir aber ca. 10 mal so viel Plattenkapazität weg wie
>> OGG oder MP3. Ich vermute, mein knapp 61jähriges Gehör wird hier
>> Qualitätsunterschiede ohnehin nicht mehr wahrnehmen.


> Nicht hören, fühlen....


Ist wie Rotweinverkostung.

Ich muß doch mal hier jemanden herholen, der mir die eine oder
andere Musik auflegt, mal OGG, mal FLAC, mal dieses, mal jenes. Also
eine Art Blindverprobung.

Macht man das selber, ist man vorbelastet oder nimmt Unterschiede
nicht wahr oder gerade wahr, je nach Wollen/Laune/Tageszeit/&cet.

> Neulich durfte ich mal wieder Vinyl verkösten, als ne
> Schallplatte, das war akustisch wie Butter an de Keks,


Uns "alten weißen toxischen Männern"? fehlt beim Digitalkram
vermutlich dieses wohlige Knistern alter Schallplatten. Eine meiner
ersten sehr bedeutsamen Musiken (Grund ist jetzt hier egal), nämlich
"First of May" von Bee Gees klingt für mich gerade schal, wenn es
nicht dazu entsprechend knistert.

Habe früher im Betrieb Elektronik entwickelt und gebaut. Gibt es
eigentlich schon den dazuschaltbaren "Knistergenerator", der Uns?
unsere Jugend wieder zurückgibt?

> Ok.... das war jetzt menschlich ohne technisches Grundwissen ;-)


Darf sein!

Und Gruß,

Peter Blancke
Thomas Einzel (12.03.2019, 19:26)
Am 12.03.2019 um 15:36 schrieb Peter Blancke:
....
> Danke an die helfenden Ratschläge der anderen: Die Umwandlung nach
> FLAC hat gut funktioniert und das HAMA-Radio spielt jetzt die
> Dateien auch ordentlich ab. Die Datenmenge hat sich tatsächlich
> verfünffacht.


Prima, dann hat das ja soweit geklappt und meine Schätzung war auch ok.
Peter Sauter (12.03.2019, 21:23)
Am 12.03.2019 um 15:42 schrieb Peter Blancke:

> Uns "alten weißen toxischen Männern"? fehlt beim Digitalkram
> vermutlich dieses wohlige Knistern alter Schallplatten. Eine meiner
> ersten sehr bedeutsamen Musiken (Grund ist jetzt hier egal), nämlich
> "First of May" von Bee Gees klingt für mich gerade schal, wenn es
> nicht dazu entsprechend knistert.


Ne hat eher mit Mastering mancher digitaler Quellen zu tun. Stichwort
Loudnesswahn und Dynamicumfang. Sowas geht prinzipbedingt nicht bei
einem Vinylmastering. Das ist aber per se nicht immer so. Es gibt auch
gute digitale Masterings und schlechte Vinylpressungen.

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