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Marc Zimmermann [MVP] (29.06.2003, 09:10)
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Dies ist der Rundbrief des Club Pocket PC Ruhr. Anmeldung für den
Email-Verteiler unter
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Hallo zusammen,

--- Treffen #28 ---
Am kommenden Donnerstag findet das 28. Treffen der User Group statt. Ich
habe es bisher leider terminlich noch nicht geschafft, mir die Waldkneipe
Merlin selbst anzuschauen oder uns dort telefonisch anzumelden. Ich gedenke
dies aber in den kommenden Tagen nachzuholen und den Ort des Treffens einer
separaten Mail anzukündigen. Beim Merlin stellt sich ziemlich deutlich die
Frage, ob bei schlechtem Wetter innen genug Platz für etwa 20 Teilnehmer
zur Verfügung steht. Im Zweifelsfall bleibt es bei Mayr's Brauhaus im
Rhein-Ruhr-Zentrum.

Bitte haltet bis spätestens Dienstag Abend Ausschau nach einer Mail mit der
Information.

--- Windows Mobile 2003 ---
Die neue Version der Software für Pocket PCs hat seit ihrer offiziellen
Vorstellung am vergangenen Montag großes Interesse und viele Diskussionen
in der Community ausgelöst. Es handelt sich um einen eher evolutionären
Schritt als einen großen Umbruch. An vielen Details wurde gefeilt, um den
Pocket PC noch nützlicher zu machen.

Ein visueller Vergleich der wesentlichen Änderungen ist auf der Website
einer kalifornischen User Group zu finden:


Bei Brighthand gibt es einen Artikel mit Hintergrundinformationen zu
Windows Mobile 2003 und zwei Reviews von neuen Pocket PCs. Am
interessantesten dürfte dabei der Bericht über den neuen iPAQ h2210 sein:




--- Licht und Schatten ---
Wie immer bei einem Generationswechsel sind die Nutzer gespannt, ob sie ihr
altes Gerät mit einem Upgrade weiterverwenden können oder ob der Hersteller
kein Upgrade anbietet. Bei früheren Gerätegenerationen bedeutete ein
solches Upgrade immer den physikalischen Austausch der ROM-Chips. Diese
Upgrades waren naturgemäß teuer in der Produktion und nicht alle Geräte
waren so gebaut, dass ein Endanwender auch an die Chips herankam.

Mit Pocket PC 2002 sind nun alle Geräte per Spezifikation dazu verdammt,
ein beschreibbares Flash-ROM zu haben, so dass grundsätzlich alle Pocket
PCs für Upgrades durch Kunden geeignet sind. Zumindest für die End User
Updates (EUUs) haben alle Hersteller auch Updates veröffentlicht.

Umso schwerer ist leider nachzuvollziehen, welche Politik einige Hersteller
verfolgen. Während einige, wie z.B. Compaq, in der Vergangenheit recht
konsequent für die letzte Generation einen Wechsel auf die neue Version
anboten (auch zu Zeiten der Chip-Upgrades), ignorieren andere das Bedürfnis
der Kunden auf ein Mindestmass an Investitionssicherheit für ihre teuer
erworbenen Geräte.

Bei Pocket PCs handelt es sich um kleine Computer, und da sind wir an die
Möglichkeit zur Installation einer neuen Software gewöhnt. Palm hat schon
Jahre zuvor flashbare ROM-Upgrades angeboten, als Geräte auf Basis von
Windows CE noch immer mit Hardware-ROMs ausgestattet wurden. Und auch die
Analogie zu anderen Embedded-Geräten wie z.B. Videorecordern zieht nicht
mehr richtig, da heutzutage immer öfter auch neue ROMs für DVD-Player oder
Mobiltelefone erscheinen. Insofern ist es nur verständlich, dass Anwender
ein gewisses Maß an Zukunftssicherheit erwarten.

Bei ausgelaufenen Produktlinien, wie z.B. dem HP Jornada (Zusammenlegung
von HP und Compaq und Fortführung der iPAQ-Linie) oder Casio Cassiopeia
(Einstellung der Aktivitäten im CE-basierten Organizermarkt) wundert man
sich da im Grunde nicht. Dass aber Toshiba als ein neuer Kämpfer um
Marktanteile insbesondere bei gut ausgestatteten Highend-Geräten wie dem
e740 seine Kunden im Regen stehen lässt, ist absolut unverständlich. Leider
war aber dieses angesichts der bestenfalls sehr schleppend veröffentlichten
EUUs fast zu befürchten. Es würde mich nicht überraschen, wenn sich die
Marktanteile von Toshiba zugunsten der iPAQs verringern. Soll sich nur
niemand bei Toshiba hinterher wundern, was passiert ist...

Insgesamt ist das sich auf bietende
Bild leider noch als ernüchternd zu bezeichnen. Von vielen Herstellern
scheinen noch keine Informationen über Upgrades vorzuliegen. Zumindest bei
o2 und T-Mobile hätte ich für den xda bzw. MDA sicher mit Upgrades
gerechnet, da die beiden Netzbetreiber im Grunde kein Interesse am Verkauf
teuer subventionierter Hardware haben. Bei HP scheint sich leider, trotz
der insgesamt löblichen Politik, wieder einmal ein Unterschied zwischen den
USA und Europa abzuzeichnen. Für die H3800-Serie wird das Upgrade
voraussichtlich erst im Herbst und dann auch nur für Kunden in den USA
erscheinen. Die auf dem Vorgängermodell (H3600-Serie) basierenden H3700
wird es keine Upgrades geben. Ebenso für das erst zur CeBIT vorgestellte
günstige Modell der Serie h1900.

Interessanterweise führt der Hersteller als Grund auch an, dass die neue
Version der Pocket PC Software nicht in das kleine ROM des h1900 passen
würde. Übersehen wird dabei jedoch, dass auch jetzt schon Pocket PC 2002
nicht in der 24MB großen Premium Edition enthalten ist, sondern nur in der
16MB großen Professional Edition. Eben diese Professional Edition war es,
die seinerzeit den iPAQ H3100/H3600 von Pocket PC 2000 zu Pocket PC 2002
migrieren ließ.

Hinsichtlich der Anforderungen an ROM-Größe unterscheiden sich Pocket PC
2002 und 2003 gar nicht. Gerade diese Eigenschaft erlaubt es den
Herstellern, die aktuelle Hardware mit der neuen Software auszustatten und
ggf. unter einer neuen Modellbezeichnung weiterhin als aktuelle Geräte zu
verkaufen. So bietet Dell ab sofort (zumindest in den USA) den Axim X5 mit
Windows Mobile 2003 an. Toshiba hat die aktuellen Modelle e750 und e350
einfach in e755 und e355 umgetauft und schon sind neue Modelle da.

Gerade durch dieses Vorgehen stellt sich jede Form der Upgrade-Verweigerung
bei Herstellern als dreister Versuch dar, neue Hardware zu verkaufen,
anstatt auch existierende Kunden durch Upgrades bei Laune zu halten. Aus
rein kommerziellen Gesichtspunkten ist das sicher nachzuvollziehen. Aber es
ist für die Anwender nicht einzusehen, jährlich ein Gerät im Preis um
600,00 Euro abzuschreiben.

Wann lernen die Gerätehersteller endlich, dass auch Kundenpflege durch
knapp kalkulierte Upgrades zum Selbstkostenpreis oder mit minimalem Gewinn
nutzbringend sein kann? In der Regel überlegt sich doch jeder Anwender
einen Herstellerwechsel schon deshalb gut, weil damit nahezu sämtliches
Zubehör unbrauchbar würde.

--- Petitionen ---
In den USA bemühen sich Anwender um ein Umdenken auf Seiten von Toshiba und
hp. Dazu wurden virtuelle Unterschriftensammlungen ins Leben gerufen, bei
denen innerhalb weniger Tage mehr als 2500 Unterzeichner an Toshiba wenden.

Toshiba-Petition...


hp-Petition...


Ob das etwas nützt, bleibt abzuwarten. Es ist aber mit Sicherheit besser,
als nur enttäuscht über die Hersteller zu fluchen.

--- WLAN im CF-Format ---
Auch WLAN-Karten im CF-Format werden immer günstiger. Bei Widget gibt es
eine Karte von D-Link und bei Amazon eine von Netgear, jeweils für 99,00
Euro.

Kaufen...



--- Mobile Internetseiten ---
Ein weiteres Portal für Websites, die mit einem Pocket PC gut nutzbar sind
ist PDA Portal.

Surfen...


--- Drucken ---
Rechtzeitig zur Veröffentlichung der neuen Software für Pocket PCs gibt es
auch eine neue Version von hp mobile printing, der kostenlosen Software zum
Drucken von Dokumenten direkt auf dem Pocket PC.

Download...


--- Entwickeln für Windows Mobile 2003 ---
Die Entwicklungswerkzeuge für die neue Plattform sind nun kostenlos
verfügbar. Es werden eMbedded Visual C++ 4.0 (zzgl. SP2) sowie das Pocket
PC 2003 SDK benötigt.

Download...


--- Smartphone von Dell ---
Dell plant den Vertrieb eines Telefons auf Basis von Microsoft Smartphone,
auch wenn es noch keine Aussage zur angepeilten Version oder einen
Veröffentlichungstermin gibt. Die Aussagen des Dell-Managers lassen aber
erahnen, dass man dort noch auf die nächste Version wartet.

Mit Dell würde sich ein interessantes Schwergewicht in diesen Markt
begeben, der -wie beim Pocket PC- auch das bisherige Preisgefüge verändern
könnte.

Informationen...


Viele Grüße,
Marc
Stephan Eisenbeiss (30.06.2003, 01:00)
> --- Entwickeln für Windows Mobile 2003 ---
> Die Entwicklungswerkzeuge für die neue Plattform sind nun kostenlos
> verfügbar. Es werden eMbedded Visual C++ 4.0 (zzgl. SP2) sowie das
> Pocket PC 2003 SDK benötigt.
> Download...
>
> cket2003.asp


Hm, was genau heisst "kostenlos verfügbar"?

Ich habe also 325MB runtergeladen, und werde nach einer Product ID
gefragt, ohne die man EVC nicht installieren kann ... Hab ich die
irgendwo in den Readmes übersehen?

Gruss,
Stephan
Marc Zimmermann [MVP] (30.06.2003, 06:51)
>Hm, was genau heisst "kostenlos verfügbar"?
>Ich habe also 325MB runtergeladen, und werde nach einer Product ID
>gefragt, ohne die man EVC nicht installieren kann ... Hab ich die
>irgendwo in den Readmes übersehen?


Die steht ganz unten auf der eVC++ 4.0 Download-Seite:

Note: Use the following CD key when installing this software:
TRT7H-KD36T-FRH8D-6QH8P-VFJHQ
Stephan Eisenbeiss (30.06.2003, 08:19)
> Die steht ganz unten auf der eVC++ 4.0 Download-Seite:
> Note: Use the following CD key when installing this software:
> TRT7H-KD36T-FRH8D-6QH8P-VFJHQ


Ah, jetzt. Danke. Immer diese versteckten Intelligenztests! :)

Stephan
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