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Joerg (06.08.2019, 00:10)
Hallo Leute,

Ein frisch mit Lubuntu 18 LTS 64-bit eingerichteter Rechner sieht weder
Windows Rechner im Netzwerk noch den Samba Share eines bereits mit Linux
eingerichteten Laptop (alle Windows Rechner sehen den und umgekehrt).
Samba ist installiert.

Damals bei der Umstellung des ersten Rechners brachte Nautilus nach
vielen Fehlschlaegen den Durchbruch, die Einrichtung ging damit
ratzfatz. Diesmal nicht. Beim letzten Einschalten zeigte Nautilus zwar
noch ein Windows Netzwerk an, ergab aber beim Kick nur eine
Fehlermeldung. Jetzt wird ueberhaupt kein Windows Netzwerk mehr
angezeigt, ich kann daher nichts einrichten und auch die recht
kryptische Fehlermeldung zwecks Log nicht wiederbekommen.

Weiss jemand, was "Failed to create /var/log/samba/cores for user 1000
with mode 0700" nach dem Aufruf von nmbd bedeutet? Im Web fand ich
nichts dazu.

joerg@joerg-Vostro-200:~$ smbd
joerg@joerg-Vostro-200:~$ nmbd
Failed to create /var/log/samba/cores for user 1000 with mode 0700
Unable to setup corepath for nmbd: No such file or directory
[2019/08/05 14:55:23.073597, 0]
.../lib/util/debug.c:1053(reopen_logs_internal)
Unable to open new log file '/var/log/samba/log.': Permission denied
joerg@joerg-Vostro-200:~$

Es handelt sich um ein jungfraeuliches unbenutztes Lubuntu, beim dem ich
lediglich Nautilus und Samba nachgeladen habe.
Holger (06.08.2019, 00:26)
Am 06.08.19 um 00:10 schrieb Joerg:

> joerg@joerg-Vostro-200:~$ smbd
> joerg@joerg-Vostro-200:~$ nmbd
> Failed to create /var/log/samba/cores for user 1000 with mode 0700
> Unable to setup corepath for nmbd: No such file or directory
> [2019/08/05 14:55:23.073597,  0]
> ../lib/util/debug.c:1053(reopen_logs_internal)
>   Unable to open new log file '/var/log/samba/log.': Permission denied
> joerg@joerg-Vostro-200:~$
> Es handelt sich um ein jungfraeuliches unbenutztes Lubuntu, beim dem ich
> lediglich Nautilus und Samba nachgeladen habe.


Ich würde an deiner Stelle mal "sudo smbd start" und "sudo nmbd start"
versuchen. Samba ist zickig, weiß ich.

Holger
Joerg (06.08.2019, 00:40)
On 2019-08-05 15:26, Holger wrote:
> Am 06.08.19 um 00:10 schrieb Joerg:
> Ich würde an deiner Stelle mal "sudo smbd start" und "sudo nmbd start"
> versuchen.


Dabei kommen keine Fehlermeldungen, aber es taucht dennoch kein Netzwerk
im File Manager auf, weder bei Nautilus noch bei PCManFM.

An der Hardware oder der Verbindung kann es nicht liegen, denn Firefox
funktioniert mit Lubuntu und derselbe Rechner (Dual-Boot) bekam nach
Installation von Windows 7 Verbindung zu allen anderen Rechnern.

> Samba ist zickig, weiß ich.


Oh ja, sehr. So ziemlich alle Bekannten, die Linux einrichteten, hatten
erhebliche Schwierigkeiten mit dem Netzwerkzugang. Einige gaben u.a.
deshalb auf und sind zu Windows 10, aber das moechte ich keinesfalls tun.
Holger (06.08.2019, 06:13)
Am 06.08.19 um 00:40 schrieb Joerg:

> Oh ja, sehr. So ziemlich alle Bekannten, die Linux einrichteten, hatten
> erhebliche Schwierigkeiten mit dem Netzwerkzugang. Einige gaben u.a.
> deshalb auf und sind zu Windows 10, aber das moechte ich keinesfalls tun.


Wäre zu klären, welche Rechte bei dir denn /etc/samba so hat? Bist du
Mitglied von sambashare, zu finden in /etc/group? Alle Rechner in
derselben Arbeitsgruppe aka workgroup? Wie sieht denn dein
/etc/samba/smb.conf so aus?

Alternativen zum Dateitransfer gibt es übrigens viele. Man kann nfs
benutzen, netcat geht auch, ftp sollte kein Problem sein, und so weiter.

Holger
Wilhelm C. Schütze (06.08.2019, 16:16)
Joerg schrieb am 05.08.2019:

> Weiss jemand, was "Failed to create /var/log/samba/cores for user
> 1000 with mode 0700" nach dem Aufruf von nmbd bedeutet? Im Web fand
> ich nichts dazu.

Auf der Konsole zeigt ls die Dateien und Verzeichnisse, ls -l die
"lang-Form" mit den Rechten in der vierstelligen Notation oder ls -al
"alles lang", auch versteckte Dateien.

Google mal nach Verzeichnisrechten oder Dateirechten o.ä.



Linux Grundwissen! Dritte Ziffer von rechts legt die Rechte ders OWNERs
des Verzeichnisses/der Datei fest. Der darf Lesen (4), Schreiben (2) und
Ausführen (1), macht 7 in der Summe.

Ist der User 1000 nicht OWNER, sondern (von rechts) OTHER oder
GROUP(member), darf er bei einer Null also nix, was Samba in
diesem Fall bemängelt.

man chmod
man chown

In der smb.conf legt man das mit "create mask" und "directory
mask" fest.

Allerdings bestimmen die im Linux-Dateisystem festgelegten
Modi den Spielraum von Samba. Samba kann die Datei-/Verzeichnisrechte
für seine Zwecke einschränken, aber nicht den vorgegebenen Rechterahmen
erweitern - daher das Gemecker. In den Fällen müsstest du den Konflikt
händisch lösen oder, soweit möglich, auf ein weniger
sicherheitskritisches anderes Verzeichnis umkonfigurieren.

Es geht offensichtlich nur um Schreibrechte fürs Log, was Samba nicht
davon abhalten sollte ansonsten zu funktionieren. Bei schweren Fehlern
beendet es sich. Lass nach jeder Änderung "testparm" laufen, das klopft
die smb.conf auf Fehler ab.

Grüße - Wilhelm
Wilhelm C. Schütze (06.08.2019, 16:38)
Sehe ich jetzt erst:

Soll der "neue" Lubuntu als Client oder als zusätzlicher Server laufen?

smbd und nmbd starten und dann "kein LAN sehen" will mir gerade nicht
unbedingt als Fehler einleuchten.

Treffe zunächst in Synaptic die richtige Wahl.

Grüße - Wilhelm
Joerg (06.08.2019, 21:48)
On 2019-08-06 07:16, Wilhelm C. Schütze wrote:
[..]
> man chown
> In der smb.conf legt man das mit "create mask" und "directory
> mask" fest.


Das hatte ich alles schon geprueft und hier liegt ja das merkwuerdige:
Es gibt keinen "user 1000". Die Rechte liegen fuer /home bei "joerg"
(mir) und "sambashare" (Netzwerk, oder sollte es zumindest).

> Allerdings bestimmen die im Linux-Dateisystem festgelegten
> Modi den Spielraum von Samba. Samba kann die Datei-/Verzeichnisrechte
> für seine Zwecke einschränken, aber nicht den vorgegebenen Rechterahmen
> erweitern - daher das Gemecker. In den Fällen müsstest du den Konflikt
> händisch lösen oder, soweit möglich, auf ein weniger
> sicherheitskritisches anderes Verzeichnis umkonfigurieren.
> Es geht offensichtlich nur um Schreibrechte fürs Log, was Samba nicht
> davon abhalten sollte ansonsten zu funktionieren. Bei schweren Fehlern
> beendet es sich. Lass nach jeder Änderung "testparm" laufen, das klopft
> die smb.conf auf Fehler ab.


Wenn ich wenigstens vom Linux PC runterlesen koennte, waere schon viel
gewonnen. Inzwischen fand ich heraus, dass ich den Lubuntu-Rechner auf
einem Windows-Rechner sehen kann, wenn ich auf dem Lubuntu-Rechner die
Firewall (ufw) abschalte. Nur dann. Das ist langfristig natuerlich keine
Loesung, muss ich mir die Details reinziehen. Jedoch sind auf diesem
Share keine der per "sambashare" freigegebenen Verzeichnisse zu sehen,
ist alles leer. Also ist noch mehr im Argen. Uff.

Aber erstmal ist Gartenarbeit angesagt. Meint jedenfalls meine Frau.
Joerg (06.08.2019, 21:53)
On 2019-08-06 07:38, Wilhelm C. Schütze wrote:
> Sehe ich jetzt erst:
> Soll der "neue" Lubuntu als Client oder als zusätzlicher Server laufen?
> smbd und nmbd starten und dann "kein LAN sehen" will mir gerade nicht
> unbedingt als Fehler einleuchten.


Ich moechte nur, dass ich diesen zweiten Lubuntu-Rechner so wie den
ersten von woanders aus zugaenglich habe. Also Files hin- und
herschieben, von Windows- sowie von Linux-Rechnern aus. Schoen waere
natuerlich, wenn auch dieser zweite Lubuntu-Rechner alle anderen Rechner
sehen kann und von sich aus dort File-Zugang hat. Spart viel Lauferei,
vor allem wenn ich mal unten in der Hobby-Brauerei bin und akut nicht
weg kann.

> Treffe zunächst in Synaptic die richtige Wahl.


Da tat ich das gleiche wie beim ersten Lubuntu-Rechner. Nach allen
moeglichen Versuchen mit dem Config File fuer Samba und was nicht alles
warf ich alles wieder raus, lud per Synaptic nur Nautilus und Samba, und
damit ging das einzurichten. Das funktionierte diesmal ueberhaupt nicht.
Joerg (06.08.2019, 22:33)
On 2019-08-05 21:13, Holger wrote:
> Am 06.08.19 um 00:40 schrieb Joerg:
>> Oh ja, sehr. So ziemlich alle Bekannten, die Linux einrichteten, hatten
>> erhebliche Schwierigkeiten mit dem Netzwerkzugang. Einige gaben u.a.
>> deshalb auf und sind zu Windows 10, aber das moechte ich keinesfalls tun.

> Wäre zu klären, welche Rechte bei dir denn /etc/samba so hat? Bist du
> Mitglied von sambashare, zu finden in /etc/group?


Ja.

> ... Alle Rechner in derselben Arbeitsgruppe aka workgroup?


Yup.

> ... Wie sieht denn dein /etc/samba/smb.conf so aus?


Sieht normal aus. /home ist zwar auf read-only gesetzt, aber das wuerde
zum Probieren reichen. Das Problem ist, dass der ganze Rechner erst
auftauchte, nachdem ich die Ubuntu Firewall abgeschaltet habe. Das kann
man natuerlich nicht so lassen. Alles sehr seltsam.

> Alternativen zum Dateitransfer gibt es übrigens viele. Man kann nfs
> benutzen, netcat geht auch, ftp sollte kein Problem sein, und so weiter.


nfs geht m.W. mit Windows-Rechnern nicht, FTP is "clumsy". Ich moechte
es gern so haben, dass die Directories vom zweiten Lubuntu-Rechners im
Windows File Manager auftauchen so wie sie das vom ersten
Lubuntu-Rechner tun. Alte Technik, das kann doch keine
Raketenwissenschaft sein.
Andreas Kohlbach (06.08.2019, 23:10)
On Mon, 05 Aug 2019 15:10:55 -0700, Joerg wrote:
> Hallo Leute,


Hallo Ilja (auch wenn es "Hallo Freunde war"). ;-)

[..]
> Weiss jemand, was "Failed to create /var/log/samba/cores for user 1000
> with mode 0700" nach dem Aufruf von nmbd bedeutet? Im Web fand ich
> nichts dazu.


Ich würde vermuten, dass diese für root (oder dem User "samba) erstellt
werden sollten, die nicht die ID 1000 (die ist in der Regel die Deines
ersten erstellten Nicht-Root-Users, vermutlich Du selbst) haben. Root
sollte die ID 0 haben. "sambashare" hat hier 128, was in jedem System
aber anders sein mag.

> joerg@joerg-Vostro-200:~$ smbd
> joerg@joerg-Vostro-200:~$ nmbd
> Failed to create /var/log/samba/cores for user 1000 with mode 0700
> Unable to setup corepath for nmbd: No such file or directory
> [2019/08/05 14:55:23.073597, 0]
> ../lib/util/debug.c:1053(reopen_logs_internal)
> Unable to open new log file '/var/log/samba/log.': Permission denied
> joerg@joerg-Vostro-200:~$
> Es handelt sich um ein jungfraeuliches unbenutztes Lubuntu, beim dem
> ich lediglich Nautilus und Samba nachgeladen habe.


Hast Du systemd? Versuche stattdessen

systemctl start smbd
systemctl start nmbd

Ich leite nach de.comp.os.unix.networking.samba weiter, wo die Experten sind.
Kay Martinen (06.08.2019, 23:51)
Am 06.08.2019 um 21:48 schrieb Joerg:
> On 2019-08-06 07:16, Wilhelm C. Schütze wrote:
>> Joerg schrieb am 05.08.2019:
>>> Weiss jemand, was "Failed to create /var/log/samba/cores for user
>>> 1000 with mode 0700" nach dem Aufruf von nmbd bedeutet? Im Web fand
>>> ich nichts dazu.


.... dem "manuellen aufrufen von 'nmbd' oder mittels systemctl oder etwas
anderem?

> Das hatte ich alles schon geprueft und hier liegt ja das merkwuerdige:
> Es gibt keinen "user 1000". Die Rechte liegen fuer /home bei "joerg"
> (mir) und "sambashare" (Netzwerk, oder sollte es zumindest).


Es gibt vermutlich schon einen user 'joerg' und der hat die UserID 1000.
Die solltest du in der /etc/passwd wiederfinden. Die UserID Nummer ist
die Zahl unter der Linux deinen Useraccount intern führt. Der Name ist
der Zahl zugeordnet, nicht umgekehrt.

>> Es geht offensichtlich nur um Schreibrechte fürs Log, was Samba nicht
>> davon abhalten sollte ansonsten zu funktionieren. Bei schweren Fehlern


Drum meine erste frage. Wenn man den nmbd händisch als user startet kann
das dabei raus kommen. Besser immer über die Startscripte und mit 'sudo'
davor. Dann wird es als root gestartet und dann läuft es auch meist.

> Wenn ich wenigstens vom Linux PC runterlesen koennte, waere schon viel


Dazu muß samba dort als Server laufen und dein Homedir oder ein andere
Share freigeben.

> gewonnen. Inzwischen fand ich heraus, dass ich den Lubuntu-Rechner auf
> einem Windows-Rechner sehen kann, wenn ich auf dem Lubuntu-Rechner die
> Firewall (ufw) abschalte. Nur dann. Das ist langfristig natuerlich keine
> Loesung, muss ich mir die Details reinziehen. Jedoch sind auf diesem
> Share keine der per "sambashare" freigegebenen Verzeichnisse zu sehen,
> ist alles leer. Also ist noch mehr im Argen. Uff.


Ja, du hast ufw offenbar zu restriktiv konfiguriert, oder überhaupt nicht?

Du mußt in ufw den/die Samba ports frei geben für dein lokales netzwerk.
Das wäre der Port 445 wenn ich recht erinnere.

Egal ob der Lokale Samba richtig oder falsch oder gar nicht läuft, wenn
ufw die Verbindungen blockiert dann kann kein Rechner mit dem samba auf
deinem Lubuntu sprechen. Und folglich "sehen" die sich auch nicht.

Die Firewall richtig einstellen sollte das erste sein. Wozu überhaupt
eine wenn es ein Lokales Netz ist?

Erst wenn ufw die samba pakete durch lässt kannst du überhaupt damit und
mit dessen freigaben weiter machen. Alles andere hat keinen Sinn.

Kay
Arno Lutz (07.08.2019, 00:16)
Joerg schrieb:

> Es handelt sich um ein jungfraeuliches unbenutztes Lubuntu, beim dem ich lediglich
> Nautilus und Samba nachgeladen habe.


manchmal wirklich banal, ist mir aber auch schon passiert:
Sambauser und zugehörige PW angelegt?
also
sudo smbpasswd -a NAME
danach ein sudo smbd restart gemacht?

Gruß
Arno Lutz
Marc Haber (07.08.2019, 09:27)
Joerg <news> wrote:
>Das hatte ich alles schon geprueft und hier liegt ja das merkwuerdige:
>Es gibt keinen "user 1000".


Will sehen. grep 1000 /etc/passwd bitte.

Unix-Grundwissen!

Grüße
Marc
Marc Haber (07.08.2019, 09:28)
Arno Lutz <invalid> wrote:
>manchmal wirklich banal, ist mir aber auch schon passiert:
>Sambauser und zugehörige PW angelegt?
>also
>sudo smbpasswd -a NAME
>danach ein sudo smbd restart gemacht?


Muss man das bei aktuellem samba noch?

Grüße
Marc
Holger (07.08.2019, 10:19)
Am 06.08.19 um 21:48 schrieb Joerg:

> Das hatte ich alles schon geprueft und hier liegt ja das merkwuerdige:
> Es gibt keinen "user 1000". Die Rechte liegen fuer /home bei "joerg"
> (mir) und "sambashare" (Netzwerk, oder sollte es zumindest).


Ändere das erstmal auf root:root mit den Rechten 755. Das Verzeichnis
/home/joerg hat dann den Eigentümer joerg:joerg und die Rechte 755.

Holger

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