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Juergen Ilse (11.02.2019, 14:27)
Hallo,

In de.soc.weltanschauung.christentum Christoph Müller <chrnewsgroup> wrote:
> Am 09.02.2019 um 19:25 schrieb wolfgang sch:
> dann hat man ein schlechtes Management.


Gerade bei Windkraftwerken (die nun prinzipbedingt nicht so kontinuierlich
Strom liefern koennen wie z.B. Kernkraftwerke oder Kohlekraftwerke) braucht
man die Moeglichkeit, elektrische Energie im grosen Stil zu speichern, wir
braeuchten also sehr viel mehr Speicherkraftware (aktuell mittels Wasser-
kraft realisiert, aber vermutlich brauchen wir da auch noch Alternativen),
die neu gebaut werden muessen und teuer sind. Der Weiterbetrieb von Kern-
kraftwerken (fuer deren radioaktive Abfaelle bis heute noch nicht einmal
ansatzweise ein vernueftiges Entsorgungskonzept existiert) und von Braun-
kohlekraftwerken (die enorm die Luft verschmutzen, aber sie sind eben
bereits da und erfordern keine Neubauten) ist erheblich billiger (kurz-
fristig, wenn man fuer die Langzeitfolgen nicht aufkommen muss). Man
braucht nicht lange nachzudenken, um zu ermitteln, was denn nun von den
Energiekonzernen bevorzugt wird ... Windenergie wird nur so lange bevor-
zugt, wie sie vom Staat massiv finanziell gefoerdert wird. Vielleicht
sollte der staat nicht Windokraft sondern Speicherkraftwerke subventio-
nieren, das waere evt. sinnvoller ...

>> meinten es sei ja überflüssig, und
>> es deswegen stillgelegt haben -, dann geht das Licht aus.

> Strom kann nicht nur in großen Kraftwerken mit Kühltürmen produzieren
> werden. Er kann auch mit Abwärmenutzung im Kleinen erzeugt werden.


I.d.R. waere es sinnvoller, Abwaerme direkt zum heizen und fuer fuer
Warmwasser zu verwenden statt sie erst in Strom umwandeln zu wollen.
Das ging auch mit der Kraftwerksabwaerme (wie man an funktionierenden
"Fernwaereme" Loesungen sieht).

Tschuess,
Juergen Ilse (juergen)
Gernot Griese (11.02.2019, 14:36)
Am 11.02.19 um 13:11 schrieb Juergen Ilse:
> Hallo,
> In de.soc.weltanschauung.christentum Gernot Griese <ggriese> wrote:


> Braunkohlekraftware (die machten 2017 den groessten Teil der Stromerzuegung
> in Deutschland aus: 22,5%) sind die "schmutzigsten" Kraftware, was die Emis-
> sion von Schadstoffen in die Luft betrifft. Gaskraftwerke sind da deutlich
> weniger "luftverschmutzend". Wieso sollte man also zuerst die Gaskraftwerke
> abschalten, statt zuerst den Braunkohlestrom zu reduzieren?


Das war eine rethorische Frage. Man könnte kurzfristig weder das eine
noch das andere tun, ohne die Stromversorgung zu gefährden.

Der Hintergrund dieser Frage war, dass in Diskussionen immer wieder so
getan wird, als wolle man Strom zukünftig ausschließlich aus PV oder
ausschließlich aus Windkraft erzeugen. Dabei wird jedes Mal
unterschlagen, dass die heutige Stromversorgung auch auf einen Mix
verschiedener Erzeugungsarten angewiesen ist.

> 2017 wurde mehr Energie aus Wind erzeugt (16,2%) als aus den Gaskraftwaren
> (13,2%) oder Steinkohlekraftwerken (14,1%). Die Kernenergie machte sogar
> noch weniger aus (11,7%). Der Anteil der Windenergie stieg am staerksten
> gegenueber dem Vorjahr an (16,2% gegenueber 12,3% im Vorjahr).
> [ Quelle: ]
> Von 2018 habe ich gerade keine Zahlen.


Schaust du z.B. hier:



Verschiedene Quellen verwenden allerdings leicht untschiedliche
Berechnungsmethoden, weshalb die Zahlen immer etwas differieren.

Gernot
Juergen Ilse (11.02.2019, 14:38)
Hallo,

In de.soc.weltanschauung.christentum Paul <Pirat_Paul_Maccaroni> wrote:
> Zur Erinnerung, Greta fordert die *sofortige* Abschaltung aller
> Kohlekraftwerke.


"Das unmoegliche fordern, um das moegliche zu erreichen" ...
Es ist klar, dass das sofortige ersatzlose abschalten weder aller Kohle-
kraftwerke noch aller Kernkraftwerke sinnvoll moeglich ist. Aber ohne die
Abschaltung zu fordern, wird so etwas auch langfristig nicht passieren
(obwohl es langfristig nicht nur moeglich sondern auch sinnvoll waere).

Tschuess,
Juergen Ilse (juergen)
Gernot Griese (11.02.2019, 14:56)
Am 11.02.19 um 13:27 schrieb Juergen Ilse:

> Windenergie wird nur so lange bevor-
> zugt, wie sie vom Staat massiv finanziell gefoerdert wird. Vielleicht
> sollte der staat nicht Windokraft sondern Speicherkraftwerke subventio-
> nieren, das waere evt. sinnvoller ...


Nur zur Klarstellung: Der Staat subventioniert die EE überhaupt nicht,
deren Förderung erfolgt über die EEG-Umlage durch den Verbraucher.
Indirekt subventioniert werden dadurch allerdings industrielle
Großverbraucher, die einerseits von der EEG-Umlage befreit sind,
andererseits aber von den niedrigen Börsenstrompreisen profitieren.

Neue Windkraftanlagen werden zudem auch nicht mehr oder nur im geringen
Umfang durch das EEG gefördert. Die Betreiber erhalten lediglich eine
Mindestpreisgarantie in Form der Marktprämie. Diese Mindestpreise werden
durch Ausschreibung ermittelt und bewegen sich mittlerweile im Bereich
der Börsenstrompreise. Teilweise wird auch bereits vollständig auf die
Förderung verzichtet, indem bei den Ausschreibungen Mindestpreise zu
0Ct/kWh angeboten werden.

Gernot
Paul (11.02.2019, 16:01)
Am 11.02.2019 um 12:19 schrieb Juergen Ilse:
> Hallo,
> In de.soc.weltanschauung.christentum Paul <Pirat_Paul_Maccaroni> wrote:
> Seit wann gehoeren sinnlose Zitate irgendwelcher anscheinend ungebildeter
> Fussballspieler (waeren sie nicht ungebildet, haetten sie sich die Pein-
> lichkeit dieser falschen Fremdwortverwendung in oeffentlichen Aeusserungen
> wohl erspart) denn zur Allgemeinbildung?


Das ist so häufig in allen möglichen Medien zitiert worden das man
wirklich im Koma gelegen haben muss um das niemals gehört zu haben. Das
ist von allen möglichen Kabarettisten oft genug kolportiert worden.
>> Selten eine so saudumme Ausrede gehört.

> Dass du dir nicht vorstellen kannst, dass jemand nicht diesem Proleten-
> sport huldigt, wundert mich nicht ...


Und wie üblich von Dir die haltlosen Unterstellungen, diesmal gleich in
mehrfacher Hinsicht. Aber das sind wir ja von den Christen gewohnt, die
halten sich stets für sehr viel besser als der Rest der Menschheit. Da
gibt es genügend soziologische Studien dazu, selbst welche im Auftrag
der EKD und der katholischen Kirche.
>> Dir ist echt nichts peinlich.

> Mir ist nicht peinlich, dass mir Fussball am allerwertesten vorbei geht.
>> Und dann die übliche Hochstapelei.

> Dir scheint noch nicht einmal peinlich zu sein, dass du nicht weisst, dass
> ein Domainname ein *NAME* ist, nicht mehr und nicht weniger.


Da zitiere ich mal ganz einfach die alten Lateiner: "Nomen est Omen".
Diesen Namen hast Du mit einer ganz bestimmten Absicht gewählt, und
Deine schwachsinnige Ausrede nimmt Dir kein klar denkender Mensch ab.
>> Wer sich wirklich für Deine Mail-Adresse interessiert findet die problemlos
>> im Header, diese immer an das Ende eines jeden Postings zu setzen ist
>> weder nötig noch üblich.

> Es gibt viele langjaehrige Usenetnutzer, die ihre Mailadresse nicht nur
> im Header stehen haben, oft in der Signatur, teils auch zusammen mit dem
> Namen am Ende des Postings (wie ich es tue).


Was eine Signatur ist weißt Du also auch nicht.
> Tschuess,
> Juergen Ilse (juergen)

Und als selbsternannte "Usenetverwaltung" solltest Du über Gruppenwahl,
Crosspost und Fup2 eigentlich ein wenig Bescheid wissen, ich setze das
Fup2 nicht ohne triftigen Grund.

°
Fritz (11.02.2019, 16:05)
Am 08.02.19 um 14:29 schrieb Stefan:
> Du verdrehst Aussagen und unterstellst Dinge, die niemand gesagt oder
> gemeint hat


Das steht doch mit Tipp-Exx auf deinem Monitor geschrieben, stimmst Stefan!
Fritz (11.02.2019, 16:13)
Am 09.02.19 um 15:53 schrieb Paul:
> Am 09.02.2019 um 12:16 schrieb Erika Ciesla:
> Chronisch untervögelt? Keine Batterien mehr im Haus für den kleinen
> Freudenspender?


Nun deine Hauptsicherungen durchgeknallt, Nudelsieb- & Piratentuchträger
Pauli?

°°°°°°°
Fritz (11.02.2019, 16:15)
Am 09.02.19 um 17:18 schrieb Peter Mayer:
> Am 09.02.2019 um 15:53 schrieb Paul:
>>> Kommt da noch was zum Thema, oder war?s das?

>> Chronisch untervögelt? Keine Batterien mehr im Haus für den kleinen
>> Freudenspender?

> was bist Du doch für ein armseliges Dreckschwein.


Da muss ich dir ausnahmsweise sogar mal recht geben!
Hans-Juergen Lukaschik (11.02.2019, 16:42)
Hallo Juergen,

am Montag, 11 Februar 2019 11:50:09
schrieb Juergen Ilse <news>:

> Wenn wir zum grossen Teil auf Windenergie setzen wollen (weil
> Wasserkraft bei uns eben *nicht* ausreicht), dann muessen wir
> Moeglichkeiten haben, viel Energie zu speichern (um die Zeit der
> "Flaute" mit der zu anderen Zeiten gewonnenen Energie ueberbruecken
> zu koennen). Da ist noch viel Nachholbedarf.


Wovon träumst du denn sonst noch? Hast du eigentlich einen blassen
Schimmer davon, wie viel Energie dafür zu jeder Zeit gespeichert werden
müsste?

MfG Hans-Jürgen
Hans-Juergen Lukaschik (11.02.2019, 16:55)
Hallo Juergen,

am Montag, 11 Februar 2019 12:11:59
schrieb Juergen Ilse <news>:

> 2017 wurde mehr Energie aus Wind erzeugt (16,2%) als aus den
> Gaskraftwaren (13,2%) oder Steinkohlekraftwerken (14,1%). Die
> Kernenergie machte sogar noch weniger aus (11,7%).


Ja, 'ne ganz tolle Sache. Aber nur möglich, weil konventionelle
Kraftwerke bei Bedarf runter gefahren oder zugeschaltet werden können.
Was aber wäre am miesesten Tag für erneuerbare Energien im Jahr 2018
passiert, wenn es nur erneuerbare Energien geben würde?
Dann hätten 84,6 % der benötigten Energie gefehlt.

MfG Hans-Jürgen
Stefan (11.02.2019, 16:57)
Am 11.02.2019 um 13:56 schrieb Gernot Griese:
> Am 11.02.19 um 13:27 schrieb Juergen Ilse:
> Nur zur Klarstellung: Der Staat subventioniert die EE überhaupt nicht,
> deren Förderung erfolgt über die EEG-Umlage durch den Verbraucher.
> Indirekt subventioniert werden dadurch allerdings industrielle
> Großverbraucher, die einerseits von der EEG-Umlage befreit sind,
> andererseits aber von den niedrigen Börsenstrompreisen profitieren.


Täuschungsmanöver.

Die Energiewende macht den Strom teurer. Je mehr Wind- und PV-Strom
eingespeist wird, umso höher der Strompreis für den Verbraucher.

Das gilt nicht nur für den privaten Verbraucher sondern auch für die
allermeisten gewerblichen und industriellen Verbraucher.

Ihr könnt euch noch so sehr hinter Zahlenspielchen verstecken: Die
Energiewende ist ein riesiges Groschengrab. Das Lügengebäude der
Befürworter ist längst dabei in sich zusammenzubrechen und irgendwann
wird es auch der letzte Idiot trotz der massiven pro-Energiewende
Propaganda kapieren.

> der Börsenstrompreise. Teilweise wird auch bereits vollständig auf die
> Förderung verzichtet, indem bei den Ausschreibungen Mindestpreise zu
> 0Ct/kWh angeboten werden.


Es bleibt die Tatsache, dass die Energiwende bereits gescheitert ist.
Nur durch Lügen und Propaganda wird der Anschein gewahrt.
Hans-Juergen Lukaschik (11.02.2019, 16:57)
Hallo Juergen,

am Montag, 11 Februar 2019 12:27:50
schrieb Juergen Ilse <news>:

> I.d.R. waere es sinnvoller, Abwaerme direkt zum heizen und fuer fuer
> Warmwasser zu verwenden statt sie erst in Strom umwandeln zu wollen.
> Das ging auch mit der Kraftwerksabwaerme (wie man an funktionierenden
> "Fernwaereme" Loesungen sieht).


Aber genau die Kraftwerke willst du doch abschaffen.

MfG Hans-Jürgen
Gernot Griese (11.02.2019, 17:12)
Am 11.02.19 um 15:57 schrieb Stefan:
> Am 11.02.2019 um 13:56 schrieb Gernot Griese:
> Täuschungsmanöver.
> Die Energiewende macht den Strom teurer. Je mehr Wind- und PV-Strom
> eingespeist wird, umso höher der Strompreis für den Verbraucher.


Komisch. Auf meiner letzten Stromrechnung stand, dass die EEG-Umlage
gesenkt wurde und die Beschaffungspreise gestiegen sind.

> Das gilt nicht nur für den privaten Verbraucher sondern auch für die
> allermeisten gewerblichen und industriellen Verbraucher.


Bis auf die wenigen, die alleine ein Drittel des Stroms verbrauchen.

> Ihr könnt euch noch so sehr hinter Zahlenspielchen verstecken: Die
> Energiewende ist ein riesiges Groschengrab. Das Lügengebäude der
> Befürworter ist längst dabei in sich zusammenzubrechen und irgendwann
> wird es auch der letzte Idiot trotz der massiven pro-Energiewende
> Propaganda kapieren.


Hast du außer Blabla und heißer Luft auch irgendwelche Fakten anzubieten?

Gernot
Arne Luft (11.02.2019, 18:46)
Am 11.02.2019 um 13:56 schrieb Gernot Griese:

> der Börsenstrompreise. Teilweise wird auch bereits vollständig auf die
> Förderung verzichtet, indem bei den Ausschreibungen Mindestpreise zu
> 0Ct/kWh angeboten werden.


Von EnBW, die sich zu 98 % in staatlichen Besitz befindet. Vermutlich
werden diese Angebote mit Quersubventionen kalkuliert.

Außerdem sollen diese offshore-Windparks erst in ein paar Jahren
gebaut werden. Ob das dann auch tatsächlich passiert, ist noch nicht
raus, weil die Annahmen über zukünftige Entwicklungen darain
einrechnen, die nicht unbedingt eintreffen müssen, wie das zB bei
ähnlichen Niedrigpreisangeboten in Indien zu sehen war.
Axel Diedrich (11.02.2019, 18:53)
Erika Ciesla <abc> wrote:

> Während unsere glorreiche Bundesregierung mindestens 90 Milliarden Euro
> spendet (an RWE, et cetera), Als Kompensation für den entgangenen Reibach
> (offenbar gibt es in Deutschland ein Grundrecht auf Rendite?),


Nein, aber ein Grundrecht bei Enteignungen entschädigt zu werden.

Die Kraftwerksbetreiber bekommen von Deinen angeblichen 90 Mia (Quelle?)
bestenfalls 10%. Du hast wahrscheinlich mal wieder alles mögliche
durcheinandergeworfen. Ich schätze die 40 Mia Strukturbeihilfen und die
Lohnersatzleistungen die die Gewerkschaften für zukünftig arbeitslose
Kumpel rausgeschlagen haben, hast Du auch mal eben bummelig zu den
Kompensationen der Energieversorger gezählt.

> dafür daß die
> bis 2038 auf die Kohle verzichten, haben die Briten ganz pragmatisch eine
> CO?-Steuer eingeführt ? und das Schwinden der Kohle (aktuell nur noch sieben
> Prozent, Tendenz fallend) ganz einfach so dem Markt überlassen.
> À la bonne heure!


Du bist ein Fan britischer Energiepolitik? Dann google mal nach Hinkley
Point C. Falls Du glauben solltest der britische Kohlestrom werde durch
Ökostrom ersetzt, dann irrst Du. Die Briten haben einfach die Kosten für
Kohle und CO2-Zertifikate überschätzt und in Gaskraftwerke investiert.
Deren Betrieb hat sich aber wegen der billigen Kohle nicht gerechnet.

Da GB aber auch noch in Atomenergie investiert, haben die natürlich
wesentlich bessere Voraussetzungen für eine CO2-Steuer.

Eine solche Steuer bei uns würde zu einer rasanten Deindustrialisierung
führen.
Unter diesem Aspekt sind auch die Garantiepreise für Hinkley Point eine
sinnvolle Investition. Denn die wird dort eher zu Reindustrialisierung
beitragen, weil die Briten mit Gas und Atom sehr gut aufgestellt sind.
Clevere Briten.

> Es muß nur einer da sein der die Regeln bestimmt, dann wuppt das! ?


Glaubst Du ernsthaft man könne in .de eine Aluhütte mit Windstrom
betreiben? Kann man nicht und deswegen bekommt die Aluhütte ihren Strom
auch von Hartz-IV-Empfängern über deren Stromrechnung mitbezahlt.

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