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Jesus Christian (12.02.2019, 13:40)
Am 12.02.2019 um 12:26 schrieb Die allsehende Kniescheibe:
> keiner schneidet die letzten wilden Orchideen für das
> Gauleitertreffen


Doch. Ich.

Jesus
Heinz Brückner (12.02.2019, 14:25)
am Mon, 11 Feb 2019 18:43:55 +0100 schrieb Heinz Brückner
<Ha-He-Brueck>:

> am Mon, 11 Feb 2019 15:42:06 +0100 schrieb Hans-Juergen Lukaschik
> <h.j.lukaschik>:
> Mich wundert eh, dass nicht jedes Windrad im riesigen Sockel auch ein
> riesiges Schwungrad drin hat. Windrad treibt Schwungrad, Schwungrad
> treibt Generator. Und schon kommt der Strom _einiges_ gleichmäßiger.


Klaus K (12.02.2019, 14:39)
Am 12.02.2019 um 11:49 schrieb Juergen Ilse:
> 4.8 mal der Jahresumsatz von RWE


Umsatz hilft dir nicht weiter, Investitionen kommen aus dem Ertrag, vor
Steuer!

Nichts für Christen, deswegen rausgenommen.

K.
Christoph Müller (12.02.2019, 14:42)
Am 12.02.2019 um 12:06 schrieb Juergen Ilse:
> In de.soc.weltanschauung.christentum Christoph Müller <chrnewsgroup> wrote:
>> Am 12.02.2019 um 05:04 schrieb Juergen Ilse:


> Was genau war an "wenn man nicht verbrennen will" so unverstaendlich?


Nicht verbrennen heißt doch, dass man das Zeug nicht anzündet. Dann
lässt man es einfach da, wo es jetzt ist. Was ist daran so unverständlich?

>>> Doch wenn wir vom verbrennen weg wollen (und das waere zur Vermeidung von
>>> Treibhausgasen siinnvoll).

>> Mit dem Verbrennen von regenerativen Energieformen sehe ich das Problem
>> nicht.

> Man kann sich alles schoen reden ...


Man kann auch einfach mal etwas genauer mit Hirn drauf schauen.

> Vor allem da fraglich ist, ob manche
> der "regenerativen Rohstoffe" nicht schlicht viel zu schade zum verbrennen
> sind.


Dann wird man sie eben nicht verbrennen. So, wie man aus Erdöl neben
Benzin und Diesel auch Kunststoffe machen kann, kann man mit
regenerativen Energieträgern natürlich auch noch was Anderes machen als
anzünden.

> Hoeherer Wirkungsgrad reduziert die Menge der einzusetzenden Resourcen


ja

> genau wie die daraus resultierende Umweltbelastung.


Nein. Diese Abhängigkeit gilt nicht für regenerativen Energieformen.
Denn damit kann sich kaum Umweltschaden anreichern. Es kann nur
verbrannt werden, was nachgewachsen ist.

> Damit kann hoeherer
> Wirkungsgrad ein wichtiges Element von mehr Umweltsschutz sein.


Er ist nichts weiter als EINE HILFSGRÖßE von vielen. Was zählt, ist das
zurückfahren bis Umkehrung der Schadensanreicherung.

> Ist das
> nicht der Fall, sollte der Schwerpunkt auf Umweltschutz liegen (aber
> beide Punkte haengen i.d.R. zusammen).


Sie hängen nur dann zusammen, wenn man ALLE Faktoren gleich lässt und
NUR am Wirkungsgrad dreht. Ist also eher eine Größe für den
Elfenbeinernen Turm und weniger für die Realität.
Gernot Griese (12.02.2019, 15:08)
Am 12.02.19 um 11:49 schrieb Juergen Ilse:
> Hallo,
> In de.soc.weltanschauung.christentum wolfgang sch <see> wrote:
> Die technische Herausforderung besteht darin, effektivere und preiswertere
> Loesungen zu entwickeln (und ja, da passiert etwas: Pumpspeicherwerke sind
> weder sonderlich effektiv noch besonders preiswert).
> Es ist ungefahr 5.6 mal der Bundeshaushalt von 2019. Wenn man jetzt mit
> dem Projekt anfaengt, kann man das langfristig durchaus finanzieren (nicht
> innerhalb einer oder 2 Legislaturperioden), aber man muss auch mal anfan-
> gen, wenn es irgendwann einmal fertig werden soll.


Man muss vor allem erst mal richtig rechnen. Wolfgangs Billionen
entstammen einer völlig sinnlosen Hochrechnung für 3000 Pumpspeicher mit
einer einer installierten Leistung von insgesamt 3TW. Speicherlösungen
auf der Basis von Power to Gas mit einer installierten Leistung von
100GW und entsprechend großen Gasspeichern sind zu einem Bruchteil der
Kosten realisierbar und können zudem auf die bestehende Infrastruktur
aufbauen.

Gernot
Juergen Ilse (12.02.2019, 15:26)
Hallo,

In de.soc.weltanschauung.christentum Gernot Griese <ggriese> wrote:
> Am 12.02.19 um 11:49 schrieb Juergen Ilse:
> Man muss vor allem erst mal richtig rechnen. Wolfgangs Billionen
> entstammen einer völlig sinnlosen Hochrechnung für 3000 Pumpspeicher mit
> einer einer installierten Leistung von insgesamt 3TW. Speicherlösungen
> auf der Basis von Power to Gas mit einer installierten Leistung von
> 100GW und entsprechend großen Gasspeichern sind zu einem Bruchteil der
> Kosten realisierbar und können zudem auf die bestehende Infrastruktur
> aufbauen.


Danke, aber ich wollte darauf hinweisen, dass selbst seine Rechnung
(langfristig betrachtet) finanzierbar (wenn auch wirklich sauteuer)
waere, sofern man nicht mit der Voraussetzung rechnet, dass der End-
verbraucher allein alles auf einmal zu zahlen hat, und dass allein
von seinem Netto-Einkommen ...

Im Gegensatz zu dem, was manche mir hier in den Mund zu legen versuchen
bin ich mir durchaus darueber im klaren, dass ein Vorhaben wie "Kohle-
ausstieg" nicht in ein paar Monten oder gar "sofort bzw. in den naechsten
5 Minuten" zu realisieren ist. Das heisst aber nicht, dass es nicht
sinnvoll waere, *JETZT* schon einmal damit zu beginnen (Planung fuer
neue Speicherkraftwerke, Erweiterung der bestehenden Wind- und Solar-
Kraftwerken, ...). Und nein, "regenerative Energien" sind da nicht
alle gleich einzustufen. Das Argument "solange es so schnell nachwaechst
wie wir es verbrauchen, sind auch Brennstoffe eine gute Wahl" sehe ich
kritisch, insbesondere dann, wenn dann Brennstoffe statt Lebensmittel
produziert oder durch riesige Monokulturen in anderen Laendern die Um-
welt zerstoert wird, damit wir uns auf die Schulter klopfen und sagen
koennen "wir setzen voll auf regenerative Energien!" ...
Wenn wir noch verbrennen, sollten es nicht die fossilen Brennstoffe sein,
aber von den regenerativen Energien sind die Brennstoffe fuer mich auch
nicht unbedingt erste Wahl ...

Tschuess,
Juergen Ilse (juergen)
Gernot Griese (12.02.2019, 15:58)
Am 12.02.19 um 14:26 schrieb Juergen Ilse:
> Hallo,
> In de.soc.weltanschauung.christentum Gernot Griese <ggriese> wrote:
> Danke, aber ich wollte darauf hinweisen, dass selbst seine Rechnung
> (langfristig betrachtet) finanzierbar (wenn auch wirklich sauteuer)
> waere, sofern man nicht mit der Voraussetzung rechnet, dass der End-
> verbraucher allein alles auf einmal zu zahlen hat, und dass allein
> von seinem Netto-Einkommen ...


Sicher könnte man so etwas finanzieren. 2 Billionen Euro auf 20 Jahre
umgelegt wäre immer noch weniger als das, was derzeit in Deutschland für
Autos und Kraftstoffe ausgegeben wird.

> Im Gegensatz zu dem, was manche mir hier in den Mund zu legen versuchen
> bin ich mir durchaus darueber im klaren, dass ein Vorhaben wie "Kohle-
> ausstieg" nicht in ein paar Monten oder gar "sofort bzw. in den naechsten
> 5 Minuten" zu realisieren ist. Das heisst aber nicht, dass es nicht
> sinnvoll waere, *JETZT* schon einmal damit zu beginnen (Planung fuer
> neue Speicherkraftwerke, Erweiterung der bestehenden Wind- und Solar-
> Kraftwerken, ...).


Da kann ich dir nur vollumfänglich zustimmen. Auf der einen Seite wird
immer nur alles oder nichts betrachtet, auf der anderen, der politischen
Seite fehlt bislang jedes zukunftsfähige Konzept.

> Und nein, "regenerative Energien" sind da nicht
> alle gleich einzustufen. Das Argument "solange es so schnell nachwaechst
> wie wir es verbrauchen, sind auch Brennstoffe eine gute Wahl" sehe ich
> kritisch, insbesondere dann, wenn dann Brennstoffe statt Lebensmittel
> produziert oder durch riesige Monokulturen in anderen Laendern die Um-
> welt zerstoert wird, damit wir uns auf die Schulter klopfen und sagen
> koennen "wir setzen voll auf regenerative Energien!" ...


Meine Modellrechnungen gehen sogar dahin, dass es auch am
wirtschaftlichsten wäre, auf Biokraftstoffe, soweit sie nicht aus
Abfällen hergstellt werden, komplett zu verzichten.

> Wenn wir noch verbrennen, sollten es nicht die fossilen Brennstoffe sein,
> aber von den regenerativen Energien sind die Brennstoffe fuer mich auch
> nicht unbedingt erste Wahl ...


Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre vor allem ein beschleunigter
Ausbau der Offshore-Windkraft sinnvoll. Der Anbau von Energiepflanzen
sollte dagegen komplett gestoppt werden. Es wäre sinnvoller, einen Teil
der dafür verwendeten Flächen extensiv für die PV zu nutzen. Dadurch
würde gleichzeitig Platz für Insekten, Vögel und andere Tiere geschaffen.

Gernot
Siegfrid Breuer (12.02.2019, 16:25)
chrnewsgroup (Christoph Müller) schrieb:

> Bei Gas ist der größte Lagerraum das Gasnetz selbst.

Und wenn wir Gas brauchen, und kein neues da reinkommt, druecken wir
einfach das gelagerte durch Einblasen von Sauerstoff raus, richtig?
Siegfrid Breuer (12.02.2019, 16:25)
Tach Hans-Juergen.
h.j.lukaschik (Hans-Juergen Lukaschik) schrieb:

> Ja, die Idee ist gut. Was meinst du, wie viel Strom könnte ich
> erzeugen, wenn ich im Schnitt zwei Platten meines Herdes für ca. 1
> Stunde zum Kochen nutze? Wie viel Abwärme entsteht, wenn ich meine
> Hütte mit fossilem Brennstoff auf 20° C bringe? Und wo nehme ich die
> ab? An den Außenwänden meines Hauses, oder direkt aus der warmen Luft
> innerhalb des Gebäudes? Dabei kommt sicher 'ne Menge raus, merke ich
> ja im Sommer an der Luft, die meine Klimaanlage raus bläst. Mit dem
> dabei gewonnenen Strom könnte ich sicher die Klimaanlage betreiben.


Deine Idee wird laengst in viel groesserem Umfang angedacht:

|Die Luft passiert die an den Waenden angebrachte Anlage, wo durch
|die sich verengende Form der Luftdruck veraendert und so Energie
|generiert wird. In einer unterirdischen Batterie soll der Strom
|dann gespeichert und von dort aus zur Speisung von beispielsweise
|Strassenbeleuchtung, Ampeln, strombetriebenen oeffentlichen
|Verkehrsmitteln, Rolltreppen oder den zur U-Bahn gehoerigen Liften
|verwendet werden.

<https://www.energieleben.at/windtunnelanlagen-in-u-bahn-schachten/>

Die muessen das vermutlich auch erst in der Praxis rausfinden,
dass die Energie, die sie dem Luftstrom entnehmen wollen, durch
die fahrenden Zuege da reinkommt, die dann eben etwas mehr Energie
aufnehmen, als wenn man die Luft stoerungsfrei ihren Weg nehmen
laesst.
Heinz Schmitz (12.02.2019, 16:36)
Die widerliche, linke, verlogene, verleumdende Schippe geiferte:

>>> Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals von Linken, Grinken, Sozen,
>>> oder Gewerkschaftern "ethisches Verhalten" verlangt oder von ihnen
>>> als Maxime ausgegeben worden wäre.


>> Von mir gerade


>Das ist völlig irrelevant für einen, der zwanghaft hetzen muss.


Wen erstaunt es denn, dass Du wegen linkem Intellenzmangel den
Unterschied zwischen Kritik und Hetze nicht kennst? Niemanden.

Grüße,
H.
Klaus K (12.02.2019, 18:30)
Am 12.02.2019 um 14:58 schrieb Gernot Griese:
> Sicher könnte man so etwas finanzieren. 2 Billionen Euro auf 20 Jahre
> umgelegt wäre immer noch weniger als das, was derzeit in Deutschland für
> Autos und Kraftstoffe ausgegeben wird.


Dein Excel ist kaputt.
Bei 42.000.000 Autos, 14.000 km/p.a, 10l/100km und 1,4?/l komme ich auf
gute 8 Milliarden ?
2 Billonen/20 ist immer noch 100 Milliarden!
Also mehr als Faktor 10!

K.
Gernot Griese (12.02.2019, 18:43)
Am 12.02.19 um 17:30 schrieb Klaus K:
> Am 12.02.2019 um 14:58 schrieb Gernot Griese:
> Dein Excel ist kaputt.
> Bei 42.000.000 Autos, 14.000 km/p.a, 10l/100km und 1,4?/l komme ich auf
> gute 8 Milliarden ?


Neuer Bug in EXCEL? Mein Taschenrechner kommt da auf 82,3 Milliarden
Euro. Und damit hast du noch nicht mal ein Auto.

Gernot
Hans-Juergen Lukaschik (12.02.2019, 20:32)
Hallo Klaus,

am Dienstag, 12 Februar 2019 17:30:50
schrieb Klaus K <Klaus.nospam>:

> Bei 42.000.000 Autos, 14.000 km/p.a, 10l/100km und 1,4?/l komme ich
> auf gute 8 Milliarden ?


Ich nicht.

MfG Hans-Jürgen
wolfgang sch (12.02.2019, 21:27)
=?UTF-8?Q?Christoph_M=c3=bcller?= <chrnewsgroup>
wrote in news:q3u2qh$278$1:

>> Die Alternative erklärt sich von selbst: Der Status Quo ante

> Damit ergibt sich genau die Konstellation, die wir jetzt haben.


Nee, die ganze "Energiewende" wird rückabgewickelt. EEG aussetzen,
Atomkraftwerke wieder anschalten, Kohleausstieg abblasen ist der Plan.

> Inklusive der Widerstände dagegen.


Es wird dagegen Widerstände von Öx und Ök-Gläubigen geben. Was wir als
Gesellschaft tun müssen ist, denen klarmachen dass sie sich in allem
irren. Wenn sie dann noch rumheulen, ignorieren. Sie sind keine
Mehrheit. Sie sind nicht legitimiert, und ihre Ideologie aufzuzwingen.

> Du möchtest also den Rückschritt nach dem Motto "Früher war alles
> besser".


Nein ich möchte einen bereits begangenen Rückschritt ungeschehen
machen. Das ist also ein Fortschritt.

> Wir sind auf der Titanic?


Die "Energiewende" wird scheitern, die Frage ist nur wann und in
welcher Form. Sicher ist, dass das vielen Leuten weh tun wird. Sie
pfeift jetzt schon auf dem vorletzten Loch und tut jetzt bereits vielen
weh.

>>> Kein Zweifel, dass viel Bockmist gebaut wird. Nur hilft es nichts,
>>> diesen einfach anzuprangern.

>> In einer Demokratie ist das schon die Methode, ihn wegzukriegen.

> Nein.


Doch, man muss die Wähler überzeugen dass sie falsch liegen.
wolfgang sch (12.02.2019, 21:32)
Juergen Ilse <news> wrote
in news:5c62a4ac$0$7951$7b62cf90:

> Die technische Herausforderung besteht darin, effektivere und
> preiswertere Loesungen zu entwickeln


Die Aufgabenstellung lautet: Faktor 1000 billiger. Vergiss es.

> Es ist ungefahr 5.6 mal der Bundeshaushalt von 2019.


Du kannst es gedanklich in beliebig viele Teile zerlegen, die Summe
ändert sich dadurch nicht.

> kann man das langfristig durchaus finanzieren


Du bräuchtest ein Nordkorea-Style Regime, und das Ergebnis wäre ein
Lebensstandard auf Nordkorea-Niveau. In einer Demokratie ist es nicht
durchsetzbar, die Leute würden rebellieren ehe du auch nur piep gesagt
hast. Meinste die Bevölkerung hat Lust, aber Schulbildung,
Gesundheitsversorgung und Rente zu verzichten, für die ideologische
Selbstbefriedigung einiger weltfremder Ökoschwaben?

>> ... Dass man Klimaschutz nicht essen kann ... *sing*

> Selten einen so bloeden Spruch gelesen.


Ist nur die Spiegelung deines Ökolieds "Geld nicht essen kann ...".
Wobei der Zynismus auf deiner Seite liegt, du willst damit die Verarmung
breiter Bevölkerungsschichten verharmlosen.

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