expertenaustausch > etc.* > etc.fahrzeug.auto

Harald Klotz (22.05.2012, 18:05)
Georg Wieser schrieb:

> Ich wage eine Bahauptung:
> Es kommen mehr Leute schneller an wenn Du willkürlich 100
> Leuten ein Navi gibst und sie ein 300km entferntes Ziel
> ansteuern lässt als mit dem Atlas.


Der Zweck des Atlas ist ein anderer.
Üblich sind Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten und der
Atlas bietet eine bessere Übersicht als der Navi, was vor
allem dann interessant ist, wenn nicht ausschliesslich
darauf ankommt von A nach B zu kommen.

> Aber die Masse fährt mit Standard Navi sicher gut.


Nur geht es nicht darum.

Grüße Harald
Hartmut Schiszler (22.05.2012, 18:19)
Am 22.05.2012 08:48, schrieb Frank Kemper:

> Ich sag' mal so: Wenn ich heute vor der Wahl stünde, 50 Euro für einen
> guten Autoatlas auszugeben oder 50 Euro für eine digitale Landkarte für
> ein Tablet - müsste man sich fast mal überlegen...


Dann würde ich das auch überlegen. Aber ich habe kein Tablett, nicht mal
ein Smartphone.
Hartmut Schiszler (22.05.2012, 18:22)
Am 22.05.2012 14:24, schrieb Frank Kemper:

> Der Hartmut ist kein bekennender
> Technophobiker, vermutlich hat er sogar ein Navi. Aber er fragte nach
> einer Landkarte. Wo ist dein Problem damit?


Kleine Korrektur, gefragt hat ein Namensvetter von dir.
Frank Graf (22.05.2012, 18:26)
Hallo,

Am Tue, 22 May 2012 09:53:39 +0200 schrieb Georg Wieser:

>> gibt es zwischen dem Shell Atlas bzw. ADAC Auto-Atlas (beide kosten
>> rund 30,- Euro) gewisse Unterschiede um dem einen bzw. dem anderen den
>> Vorzug zu geben?

> Was willst Du denn damit anfangen?
> Für 49 Euro gibts ein einfaches Navi.
> Als stabiler Unterleger eignet sich aber der Atlas besser.


Ich habe ein Garmin Navi. Das ist sicher ok wenn man gezielt von A nach B
fahren möchte.

Ein Navi ersetzt aber meines Erachtens keinen Atlas. Ich möchte ihn zum
einen als Backup haben zum anderen kann man sich damit einen Überblick
verschaffen wenn man im Urlaub ist.

Daheim nutzte ich auch maps.google.de oder openstreetmap.org.

Ich habe auch ein Android Smartphone, damit kann ich unterwegs auch
maps.google.de anschauen. Obs Spaß macht sei mal dahin gestellt.

Außerdem fahre ich ungern mit Navi :-) Obwohl ich es immer dabei habe.

Angenommen ich müßte von Köln nach Wien zu einer bestimmten Adresse
fahren, würde ich bis kurz vor Wien ohne Navi fahren. :-) (mache ich aber
nicht immer so)

Frank
Frank Graf (22.05.2012, 18:39)
Hallo,

Am Tue, 22 May 2012 15:03:45 +0200 schrieb Sebastian Suchanek:

>>> gibt es zwischen dem Shell Atlas bzw. ADAC Auto-Atlas (beide kosten
>>> rund 30,- Euro) gewisse Unterschiede um dem einen bzw. dem anderen
>>> den Vorzug zu geben?

> Bei mir im Kofferraum liegen sowohl ein Shell Europa-Atlas als auch ein
> ADAC Rhein-Main-Atlas. Ich kann über beide nix negatives sagen, der ADAC
> gefällt mir persönlich vom Kartenbild her einen Tick besser.


Ich werde mir wahrscheinlich den Shell Atlas kaufen. Aber erst im August,
da gibt es jedes Jahr eine aktuelle Ausgabe.

Frank
Diedrich Dirks (22.05.2012, 18:41)
Tom Schneider:

>> Mit dem Shell-Atlas kann man auch auf See navigieren, so geht eine UL in
>> drss.

> Das muss wirklich ein UL sein, oder warum musste Greenpeace der Brent Spar
> bei der Navigation helfen? ;-)


Nein, ich habe tatsächlich mal so etwas erlebt.

So um 1963, bei recht diesigem Wetter mit minimaler Sicht tauchten auf
dem Radarschirm meines S-Bootes vor der Eckernförder Bucht unweit des
Schießgebietes mehrere kleine Ziele auf. Da sie sich kaum bewegten,
wurde ich neugierig, denn Fischer waren zu dieser Zeit nicht draußen.
Als wir näher kamen, stellte es sich heraus: es waren Flußpioniere vom
Rhein auf einer Navigationsbelehrungsfahrt - und die navigierten
tatsächlich nach dem Shell-Atlas. Sie waren dann allerdings sehr
dankbar, als wir sie nach Olpena Semlja lotsten.
Diedrich Dirks (22.05.2012, 18:55)
Hartmut Schiszler:

> Dann würde ich das auch überlegen. Aber ich habe kein Tablett, nicht mal
> ein Smartphone.


Endlich mal wieder ein vernünftiger Mensch! Ich habe inzwischen auch
festgestellt, daß ich mit meinen Nokia 6310i und 5300 ganz gut über die
Runden komme, ich benötige sie ja auch ausschließlich zum Telefonieren
("Du, ich bin gerade bei Combi, soll ich noch etwas mitbringen?"). Mit
diesem neumodischen Kram, diesen iDingsdas usw kann ich nichts anfangen.
Karl-Ludwig Diehl (22.05.2012, 20:09)
On 22 Mai, 18:55, Diedrich Dirks <dd> wrote:
> Hartmut Schiszler:
> Endlich mal wieder ein vernünftiger Mensch! Ich habe inzwischen auch
> festgestellt, daß ich mit meinen Nokia 6310i und 5300 ganz gut über die
> Runden komme, ich benötige sie ja auch ausschließlich zum Telefonieren
> ("Du, ich bin gerade bei Combi, soll ich noch etwas mitbringen?"). Mit
> diesem neumodischen Kram, diesen iDingsdas usw kann ich nichts anfangen.


Wer mit dem "neumodischen" "iDingsdas" umgehen
kann, hat viel Spass damit. Zwnag besteht ja glueck-
licherweise nicht, sich so etwas anzuschaffen. :-)

Karl-Ludwig Diehl
Frank Kemper (23.05.2012, 01:25)
Diedrich Dirks wrote:

> Endlich mal wieder ein vernünftiger Mensch! Ich habe inzwischen auch
> festgestellt, daß ich mit meinen Nokia 6310i und 5300 ganz gut über die
> Runden komme, ich benötige sie ja auch ausschließlich zum Telefonieren
> ("Du, ich bin gerade bei Combi, soll ich noch etwas mitbringen?"). Mit
> diesem neumodischen Kram, diesen iDingsdas usw kann ich nichts
> anfangen.


Dietrich, du verwechselst vernünftig mit altmodisch.

Nur weil du mit einem Smartphone nichts anfangen kannst (vielleicht
fehlt dir der intellektuelle Zugang, was weiß ich), sind Smartphones
noch lange nicht unvernünftig. Sie können alle möglichen Dinge ersetzen.
Ob ein Autoatlas dazugehört, ist eher Geschmackssache.

Frank
Jürgen Exner (23.05.2012, 02:35)
On Tue, 22 May 2012 09:53:39 +0200, Georg Wieser <georg.wieser>
wrote in de.etc.fahrzeug.auto:
>Am 20.05.2012 20:26, schrieb Frank Graf:
>> gibt es zwischen dem Shell Atlas bzw. ADAC Auto-Atlas (beide kosten rund
>> 30,- Euro) gewisse Unterschiede um dem einen bzw. dem anderen den Vorzug
>> zu geben?

> Was willst Du denn damit anfangen?


Genau das ist die entscheidende Frage.

>Für 49 Euro gibts ein einfaches Navi.


Um einen Weg zu finden, der schnell/bequem/kurz/... von Punkt A nach
Punkt B fuehrt, insbesondere in Innenstaedten, dann sind GPS-Navigatoren
wohl kaum zu schlagen. Wer hat schliesslich heutzutage noch die Zeit,
zwischen Blinker setzen, Fahrspur wechseln, verruecktem Busfahrer
ausweichen, Notstop wegen Polizeieskorte fuer $Ehrengast, Fahrradfahrer
in Gegenrichtung auf Fahrbahn, Ampel mit 5 Sekunden Gruenphase, ....
einen Falkplan auf die naechste Seite umzublaettern oder auch nur den
momentanen Standort auf diesem zu suchen?

Geht es aber um die Planung einer Fahrt mit moeglichen Zwischenstops und
Unternehmungen, Erkundungen "am Strassenrand", Erlernen deiner Umgebung,
dann sind diese DIN A7-winzigen Bildschirme voellig ungeeignet. Oder
bist du schon mal auf einem "Navi" mit dem Finger verreist?

Karten inspirieren waehrend "Navis" dumm machen. Wie dumm sieht man
tagtaeglich, z.B. hier:





jue
Jürgen Exner (23.05.2012, 02:41)
On 22 May 2012 16:39:39 GMT, Frank Graf <f.graf> wrote in
de.etc.fahrzeug.auto:

>Hallo,
>Am Tue, 22 May 2012 15:03:45 +0200 schrieb Sebastian Suchanek:
>Ich werde mir wahrscheinlich den Shell Atlas kaufen. Aber erst im August,
>da gibt es jedes Jahr eine aktuelle Ausgabe.


Bei Atlanten habe ich persoenlich immer das Problem, dass das Format zu
klein ist: das was ich suche, ist grundsaetzlich auf der naechten Seite.

Deshalb bevorzuge ich fuer Kurz- und Mittelstrecken die guten alten
Shell Generalkarten 1:200.000.
Fuer Langstreckenfahrten von A nach B sind sie zu allerdings zu
grossformatig, da ist irgendeine Billigkarte 1:0.5M oder 1:1M besser.
Die zeigt Autobahnen und Ueberlandstrassen genau genug.

jue
Karl-Ludwig Diehl (23.05.2012, 03:12)
On 23 Mai, 02:35, Jürgen Exner <jurge> wrote:
> On Tue, 22 May 2012 09:53:39 +0200, Georg Wieser <georgwie>
> wrote in de.etc.fahrzeug.auto:


> >Für 49 Euro gibts ein einfaches Navi.

> Um einen Weg zu finden, der schnell/bequem/kurz/... von Punkt A nach
> Punkt B fuehrt, insbesondere in Innenstaedten, dann sind GPS-Navigatoren
> wohl kaum zu schlagen.


Stimmt.

> Geht es aber um die Planung einer Fahrt mit moeglichen Zwischenstops und
> Unternehmungen, Erkundungen "am Strassenrand", Erlernen deiner Umgebung,
> dann sind diese DIN A7-winzigen Bildschirme voellig ungeeignet.


In den USA trifft man bei Autobahnfahrten auf Welcome
Center, wenn man in ein anderes Bundesland einreist.
Dort werden kostenlos Strassenkarten zu diesem Bun-
desland ausgeteilt und Reisetipps gegeben. In Europa
wird wohl dieser Service fehlen. Man kann sich beliebige
Mengen an Informationsbroschueren und Stadt- und
Landkreiskarten mitnehmen. Das schafft mehr Ueber-
blick als jeder Shell- oder ADAC-Auto-Atlas.

> Oder
> bist du schon mal auf einem "Navi" mit dem Finger verreist?


Im Stadtverkehr haben sich die aufrufbaren Karten auf
dem iPod bewaehrt, da Du an den Fahrbewegungen
des Fahrzeug siehst (was ja in der Karte erkennbar
gemacht wird), wo Du Dich gerade im Stadtgebiet be-
wegst. Es ist dann sehr einfach, diese Fahrtbewegung
mit der aufgezeichneten eigentlichen Fahrtstrecke in
Beziehung zu setzen. Beim Navi gibt Dir das Geraet
staendig an, wohin Du zu fahren hast. Das wirkt skla-
visch.

K.L.
Frank Kemper (23.05.2012, 08:56)
Jürgen Exner wrote:

> Karten inspirieren waehrend "Navis" dumm machen. Wie dumm sieht man
> tagtaeglich, z.B. hier:
>
>
>
>


Da fehlt ein Smiley, oder meinst du das mit dem "Dumm machen"
tatsächlich ernst?

Ich habe in meinem Leben schon genügend Leute gesehen, die auf einer
Autobahn auf dem Standstreifen rückwärts gefahren sind, weil sie die
Ausfahrt verpasst hatten...

Ansonsten empfehle ich Kathrin Passigs wunderbares Essay
"Standardsituationen der Technologiekritik"

Frank
Michael Paul (23.05.2012, 10:14)
On 23 Mai, 08:56, Frank Kemper <sampler> wrote:

> Ich habe in meinem Leben schon genügend Leute gesehen, die auf einer
> Autobahn auf dem Standstreifen rückwärts gefahren sind, weil sie die
> Ausfahrt verpasst hatten...


Davor schützt ein Navi in keinster Weise. Im Gegenteil, manchmal (je
nach Navi zugegeben) kommt die Abbiegeanweisung so spät, daß man
dieser nicht mehr sicher folgen kann.
Hm. Das könnte eine Erklärung für die Kamikazepiloten sein, die von
der "Ganz Linken"* quer über die BAB ziehen, um auf den letzten
Drücker noch die Ausfahrt zu kriegen.

Michael
* eine andere Spur wäre nicht standesgemäß.
Bernd Laengerich (23.05.2012, 11:52)
Am 23.05.2012 08:56, schrieb Frank Kemper:

> Ich habe in meinem Leben schon genügend Leute gesehen, die auf einer Autobahn
> auf dem Standstreifen rückwärts gefahren sind, weil sie die Ausfahrt verpasst
> hatten...


Und mit Navi passiert das nicht: "Wenn möglich bitte wenden!"

Bernd

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