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Alfred Lönze (29.07.2019, 12:30)
wenn man überlegt, was ein Space Shuttle kostet ;-)
SCNR

Im Ernst: Was ist das? Echte HKprop Kosten? Abzocke?

Der Smart Akku (altes Modell) ist ja kaum grösser als ne fette
PowerBank. Für die Summe krieg ich zwei! kpl. Corvette Motoren ..
Alfred Lönze (29.07.2019, 12:30)
Am 29.07.2019 um 12:30 schrieb Alfred Lönze:
> wenn man überlegt, was ein Space Shuttle kostet ;-)
> SCNR
> Im Ernst: Was ist das? Echte HKprop Kosten? Abzocke?
> Der Smart Akku (altes Modell) ist ja kaum grösser als ne fette
> PowerBank. Für die Summe krieg ich zwei! kpl. Corvette Motoren ..


Ups .. Link vergessen :-(

F. W. (02.08.2019, 10:53)
On 29.07.19 12:30, Alfred Lönze wrote:

> Der Smart Akku (altes Modell) ist ja kaum grösser als ne fette
> PowerBank. Für die Summe krieg ich zwei! kpl. Corvette Motoren ..


Hat mich auch gewundert. Dass der Akku das Teuerste am E-Auto ist, habe
ich aber schon öfter gelesen.

Und die Corvette-Motoren würde ich kaufen. Wer weiß, wie lange es die
noch (zu diesem Preis) gibt?

Denn was mit dem Verbrenner passieren könnte, das zeigt der Modellbau.
Da dort Elektrotechnik schon ewig ein Massenprodukt ist, kosten
Verbrenner ein Vermögen im Verhältnis.

Das könnte im wahren Leben auch passieren, wenn E-Autos mal Massenware sind.

FW
Martin K. (02.08.2019, 11:16)
Am Montag, 29. Juli 2019 12:30:02 UTC+2 schrieb Alfred Lönze:

> Im Ernst: Was ist das? Echte HKprop Kosten? Abzocke?


Daimler hat die Zellproduktion doch schon vor Jahren eingestellt, d.h. mangels
Zellen können auch keine neue Batterien für den Smart ED Gen. 3 mehr gebaut
werden. Es sei denn man gibt einem Zellhersteller den Auftrag die passenden
Zellen mit den passenden Abmessungen neu zu produzieren oder man entwickelt
einen neue Batterie mit am Markt erhältlichen Zellen. Beides kostet richtig
Geld.

Die Batterien die man heute für den Smart ED Gen. 3 kaufen kann, wurden vor
Jahren gebaut und wurden zwischengelagert inkl. den nötigen Ladevorgängen.
Kann sich doch jeder ausrechnen, was dieser Spaß kostet.
Gerald Gruner (02.08.2019, 15:26)
Martin K. schrieb am 2.08.19:

> Am Montag, 29. Juli 2019 12:30:02 UTC+2 schrieb Alfred Lönze:
> Daimler hat die Zellproduktion doch schon vor Jahren eingestellt, d.h. mangels
> Zellen können auch keine neue Batterien für den Smart ED Gen. 3 mehr gebaut
> werden. Es sei denn man gibt einem Zellhersteller den Auftrag die passenden
> Zellen mit den passenden Abmessungen neu zu produzieren oder man entwickelt
> einen neue Batterie mit am Markt erhältlichen Zellen. Beides kostet richtig
> Geld.
> Die Batterien die man heute für den Smart ED Gen. 3 kaufen kann, wurden vor
> Jahren gebaut und wurden zwischengelagert inkl. den nötigen Ladevorgängen.
> Kann sich doch jeder ausrechnen, was dieser Spaß kostet.


Damit dürfte ein weiteres Problem der heutigen E-Autos sichtbar geworden
sein: Was, wenn am Ende ihres "Akku-Lebens" der Hersteller schon lange
keine passenden Ersatzakkus dafür produziert?
Dann würde ein eigentlich noch funktionierendes Auto zum "Schrottthaufen".
Das dürfte ganz besonders die frühen Generationen und kleinen Stückzahlen
betreffen.

MfG
Gerald
marc (02.08.2019, 15:43)
Gerald Gruner <gerald314> wrote:

> Damit dürfte ein weiteres Problem der heutigen E-Autos sichtbar geworden
> sein: Was, wenn am Ende ihres "Akku-Lebens" der Hersteller schon lange
> keine passenden Ersatzakkus dafür produziert?


Was, wenn am Ende des Motorlebens, der Hersteller schon lange keine
Ersatzmotoren dafuer produziert?

> Dann würde ein eigentlich noch funktionierendes Auto zum "Schrottthaufen".
> Das dürfte ganz besonders die frühen Generationen und kleinen Stückzahlen
> betreffen.


Ja. Oder jemand baut so ein Ding handwerklich auf/restauriert es. Ich
hatte kein Problem, einen Mechaniker davon zu ueberzeugen, den Motor
meiner DS neu aufzubauen, obwohl der 50 Jahre hat und der Hersteller
nach Kraeften versucht, seine Beteiligung am Auto wegzureden.

cu
.\\arc
Martin K. (02.08.2019, 18:16)
> Damit dürfte ein weiteres Problem der heutigen E-Autos sichtbar geworden
> sein: Was, wenn am Ende ihres "Akku-Lebens" der Hersteller schon lange
> keine passenden Ersatzakkus dafür produziert?


Die heute verwendeten Zellen sind in der Regel von den Abmessungen her
genormt und damit austauschbar.
Werner Schmidt (02.08.2019, 20:50)
Martin K. schrieb am 02.08.19 um 11:16:

> Am Montag, 29. Juli 2019 12:30:02 UTC+2 schrieb Alfred Lönze:
> Daimler hat die Zellproduktion doch schon vor Jahren eingestellt, d.h. mangels
> Zellen können auch keine neue Batterien für den Smart ED Gen. 3 mehr gebaut
> werden. Es sei denn man gibt einem Zellhersteller den Auftrag die passenden
> Zellen mit den passenden Abmessungen neu zu produzieren oder man entwickelt
> einen neue Batterie mit am Markt erhältlichen Zellen. Beides kostet richtig
> Geld.
> Die Batterien die man heute für den Smart ED Gen. 3 kaufen kann, wurden vor
> Jahren gebaut und wurden zwischengelagert inkl. den nötigen Ladevorgängen.
> Kann sich doch jeder ausrechnen, was dieser Spaß kostet.


hier mal ein Link, der eine plausible Erklärung bietet:
<https://www.eqpassion.de/Das_Geruecht_vom_17000Euro_teuren_Ersatzakku>

Gruß
Werner
Werner Schmidt (02.08.2019, 21:15)
Martin K. schrieb am 02.08.19 um 18:16:

> Die heute verwendeten Zellen sind in der Regel von den Abmessungen her
> genormt und damit austauschbar.


ja? Es gibt ja schon standardisierte Formate (AFAIR: BEV 1, BEV2,
PHEV1/2, ... finde den Link dazu aber nicht wieder), aber gehören z.B.
die Pouch-Zellen, die u.a. Nissan verbaut, dazu?

Mitsubishi verwendet in Outlander und i-MiEV Zellen im Standardfomat,
die Zellen im BMW i3 passen schon nicht mehr ganz in die Norm (das
Anschlussterminal ragt ein paar mm über das Höhenmaß hinaus), zu anderen
Herstellern weiß ich nicht genug.

Gruß
Werner
Harald Klotz (02.08.2019, 23:32)
Am 02.08.2019 um 15:43 schrieb marc:

> Was, wenn am Ende des Motorlebens, der Hersteller schon lange keine
> Ersatzmotoren dafuer produziert?


Dann holt man einen gebrauchten vom Schrott.
Es gibt außerdem Instandsetzer, welche den Motor wieder frisch machen,
das ist meist günstiger als ein Neuer Motor vom Hersteller.

Allerdings ist das eher ein seltener Fall, denn Motoren überleben in der
Regel die Karosse.

Akkus dagegen sind nach ca. 10 Jahren reichlich fertig, oft auch
deutlich früher.
Ein Autoleben halten sie nicht aus, zumindest nicht das einer
ordentlichen Karosse.

Als Gesetzgeber würde ich den Herstellern 20 Jahre Akkuhakltbarkeit
vorschreiben. Ok, Verschleiß haben sie, also 80% nach 30 Jahren wäre ok.

Dann müssen die Hersteller für eine gute Qualität sorgen, bzw. einen
Akkutausch einrechnen.
Dann zeigt sich der wahre Preis des elektrischen fahrens.

Grüße Harald
[..]
Sieghard Schicktanz (03.08.2019, 23:44)
Hallo Harald,

Du schriebst am Fri, 2 Aug 2019 23:32:00 +0200:

[defekte Motoren]
> Allerdings ist das eher ein seltener Fall, denn Motoren überleben inder
> Regel die Karosse.


Bis auf die, wegen denen eine gute Karosse verschrottet wird.

> Akkus dagegen sind nach ca. 10 Jahren reichlich fertig, oft auch deutlich
> früher. Ein Autoleben halten sie nicht aus, zumindest nicht das einer


Kannst Du dafür mal mit Daten aufwarten? Wieviele Akkus dieser Größe hast
Du denn bisher verschlissen bzw. kennst Du, bei denen Du die Lebensdauer
angeben kannst?

> ordentlichen Karosse.


D.h. in einer unordentlischen Karosse halten Akkus Deiner Meinung nach
länger?

> Als Gesetzgeber würde ich den Herstellern 20 Jahre Akkuhakltbarkeit
> vorschreiben.


Vorschreiben kannst viel.

--
Gerald Oppen (04.08.2019, 20:12)
Am 02.08.19 um 15:26 schrieb Gerald Gruner:

> Damit dürfte ein weiteres Problem der heutigen E-Autos sichtbar geworden
> sein: Was, wenn am Ende ihres "Akku-Lebens" der Hersteller schon lange
> keine passenden Ersatzakkus dafür produziert?
> Dann würde ein eigentlich noch funktionierendes Auto zum "Schrottthaufen".
> Das dürfte ganz besonders die frühen Generationen und kleinen Stückzahlen
> betreffen.


Wie war es bei den Handys?
Sobald das E-Auto zum Massenprodukt wird dürfte sich das Problem lösen.
Der Gesetzgeber sollte allerdings dafür sorgen dass der Markt für
Dritthersteller zugänglich bleibt bzw. geöffnet wird.

Gerald
Gerald Gruner (04.08.2019, 22:46)
Gerald Oppen schrieb am 4.08.19:

> Am 02.08.19 um 15:26 schrieb Gerald Gruner:
> Wie war es bei den Handys?


Ein schwächelnder, fest verbauter Akku macht es in den allermeisten Fällen
zu einem Totalschaden, auch heute noch. Und selbst bei Austauschakkus wird
die Luft außerhalb der dutzendmillionenfach verkauften Topseller ziemlich
dünn.
Oder wolltest du etwas anderes sagen?

> Sobald das E-Auto zum Massenprodukt wird dürfte sich das Problem lösen.
> Der Gesetzgeber sollte allerdings dafür sorgen dass der Markt für
> Dritthersteller zugänglich bleibt bzw. geöffnet wird.


Ich vermute mal stark, dass ein Akku so eng ins Fahrzeug integriert ist
(und auch sein muss), dass Dritte da kaum eine Chance haben - und auch kaum
ein Interesse, da der Markt so klein uns speziell ist.
Ein Akku ist kein "Universal"-Produkt wie Benzin, das nur eine Tanköffnung
braucht und dann von selbst in jede Tankform fließt.

MfG
Gerald
Klaus K (06.08.2019, 11:58)
Am 02.08.2019 um 23:32 schrieb Harald Klotz:
> Als Gesetzgeber würde ich den Herstellern 20 Jahre Akkuhakltbarkeit
> vorschreiben. Ok, Verschleiß haben sie, also 80% nach 30 Jahren wäre ok.


Oh, du machst die Merkel und ignorierst schlicht den Stand der Technik?

K.
Alexander Schreiber (06.08.2019, 22:20)
Gerald Gruner <gerald314> wrote:
> Gerald Oppen schrieb am 4.08.19:
> Ein schwächelnder, fest verbauter Akku macht es in den allermeisten Fällen
> zu einem Totalschaden, auch heute noch. Und selbst bei Austauschakkus wird
> die Luft außerhalb der dutzendmillionenfach verkauften Topseller ziemlich
> dünn.


Stimmt so nicht. Für ein BQ Aquaris X5 habe ich vor kurzem problemlos einen
Ersatzakku für wenig Geld auf IIRC EBay auftreiben können. Und BQ ist,
höflich gesagt, nicht eben der Marktbeherrscher bei Android-Telefonen.

> Ich vermute mal stark, dass ein Akku so eng ins Fahrzeug integriert ist
> (und auch sein muss), dass Dritte da kaum eine Chance haben - und auch kaum
> ein Interesse, da der Markt so klein uns speziell ist.
> Ein Akku ist kein "Universal"-Produkt wie Benzin, das nur eine Tanköffnung
> braucht und dann von selbst in jede Tankform fließt.


Ich gehe mal davon aus dass die Fahrzeughersteller - natürlich ausschliesslich
aus Sicherheitsgründen *hust* - den Einsatz von Dritthersteller-Akkus
unterbinden werden. Da gibt es leider genug Möglichkeiten, wie z.B.
"Garantie erlischt", "Akku muss sich am Ladesystem kryptographisch
authentisieren" (siehe manche Tintendrucker & deren Patronen) usw.

Man liest sich,
Alex.

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