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Stefan (23.01.2017, 16:22)
Hallo,

ich bin selbstständig mit einer Einzelfirma und außerdem an einer GmbH
und einer GmbH & Co. KG nebst Komplementär-GmbH beteiligt.

Für letztes Jahr liege ich mit meinen Einkünften wohl oberhalb der
Beitragsbemessungsgrenze. Aber das kann künftig auch mal drunter liegen.

Meine Beteiligungen an den og. Gesellschaften liegen in einem Fall bei
15%, bei den anderen bei jeweils 20%. Ich habe also in keinem Fall eine
Sperrminorität, bin aber bei der GmbH wo ich 15% habe als GF eingetragen.

Bisher beziehe ich kein GF-Gehalt aber meine Steuerberaterin meinte,
dass das zu Problemen führen würde. Außerdem meinte sie, dass ich wohl
wegen der nur geringen Beteiligung sozialversicherungspflichtig sein würde.

Die Idee ist nun, dass ich von der GmbH ein eher symbolisches GF-Gehalt
beziehe, z.B. 500,- ? pro Monat.

Für die Krankenkasse (ich bin gesetzlich versichert) dürfte das eh
wurscht sein. Aber Beiträge für die Renten- und Arbeitslosenversicherung
würde ich möglichst so weit wie möglich vermeinden wollen. Diese würden
dann ja nur für die oben genannten 500,- ? anfallen.

Frage wäre hier, ob das ungefähr so funktioniert, wie ich mir das
vorstelle, bzw. ob ich meine Steuerberaterin richtig verstanden habe.

Gruß

Stefan
dersteuerfuzzi (26.01.2017, 12:43)
Hallo Stefan,

Am Montag, 23. Januar 2017 15:22:43 UTC+1 schrieb Stefan:
> ich bin selbstständig mit einer Einzelfirma und außerdem an einer GmbH
> und einer GmbH & Co. KG nebst Komplementär-GmbH beteiligt. [...]
> Meine Beteiligungen an den og. Gesellschaften liegen in einem Fall bei
> 15%, bei den anderen bei jeweils 20%. Ich habe also in keinem Fall eine
> Sperrminorität, bin aber bei der GmbH wo ich 15% habe als GF eingetragen.
> Bisher beziehe ich kein GF-Gehalt aber meine Steuerberaterin meinte,
> dass das zu Problemen führen würde. Außerdem meinte sie, dass ich wohl
> wegen der nur geringen Beteiligung sozialversicherungspflichtig sein würde.


Grundsätzlich ist die Anstellung bei der GmbH nur dann sozialversicherungsfrei, wenn die Beteiligung an der GmbH mindestens 50% beträgt. Demnach hätte Deine Steuerberaterin grundsätzlich recht.

Aber: Da Du gleichzeitig Selbständig bist, muss ermittelt werden, ob die Selbständige oder die nicht selbständige Tätigkeit die Haupttätigkeit ist.

Siehe auch:



Für die Einordnung als Haupt- oder Nebenbeschäftigung wäre dann sowohl der Zeitauwand als auch der Verdienst heranzuziehen.

Wenn Deine Selbständigkeit die Hauptbeschäftigung ist, dann würde ich das so sehen, dass die Anstellung bei der GmbH sozialversicherungsfrei sein müsste.

Am besten Du nimmst Kontakt mit Deiner Krankenkasse auf und fragst dort nach. Ggf. könntest Du auch noch bei der Deutschen Rentenversicherung nachfragen.

Gruß
Steuerfuzzi
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