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Michael Schlegel (21.02.2007, 18:11)
Hallo,

ich will einen Drehstrommotor temporär mittels Steinmetzschaltung an
normalen einphasigen 230V betreiben. Schaltung und Dimensionierung des
Kondensators ist klar. Was mich jedoch wundert: Am Klemmbrett des Motors
sind die Leitung für eine Spule des Motors deutlich dünner als für die
anderen Beiden. Einfach nur Schlamperei oder ein spezieller Motortyp? Der
ohmsche Widerstand ist für alle 3 Spulen etwa gleich.

Michael
Dieter Wiedmann (21.02.2007, 18:42)
Michael Schlegel schrieb:

> ich will einen Drehstrommotor temporär mittels Steinmetzschaltung an
> normalen einphasigen 230V betreiben. Schaltung und Dimensionierung des
> Kondensators ist klar. Was mich jedoch wundert: Am Klemmbrett des Motors
> sind die Leitung für eine Spule des Motors deutlich dünner als für die
> anderen Beiden. Einfach nur Schlamperei oder ein spezieller Motortyp? Der
> ohmsche Widerstand ist für alle 3 Spulen etwa gleich.


Was steht denn auf dem Typenschild?

Gruß Dieter
Olaf Schultz (21.02.2007, 22:01)
Michael Schlegel wrote:

> Hallo,
> ich will einen Drehstrommotor temporär mittels Steinmetzschaltung an
> normalen einphasigen 230V betreiben. Schaltung und Dimensionierung des
> Kondensators ist klar. Was mich jedoch wundert: Am Klemmbrett des Motors
> sind die Leitung für eine Spule des Motors deutlich dünner als für die
> anderen Beiden. Einfach nur Schlamperei oder ein spezieller Motortyp? Der
> ohmsche Widerstand ist für alle 3 Spulen etwa gleich.


Kenn ich bisher von einem für Steinmetz vorgesehenen
Drehstroimasynchronmotor. Der wollte dann auch nicht vernünftig in
Steinmetz laufen. Ich hatte den oringinalen Kondensator nicht mehr und auf
dem Typenschild stand dazu auch nichts Verwertbares d'rauf... ist aber
schon länger her.

Aber denk mal über einen kleinen FU nach. Macht das Leben deutlich
leichter:-) (OK, den Geldbeutel auch ein wenig leichter als der Kondensator
für Steinmetz)

Olaf,
Michael Schlegel (22.02.2007, 09:17)
> Was steht denn auf dem Typenschild?

neben den Angaben zu Spannung/Frequenz/Leistung/Drehzahl:

TE, 3~, I.C.L. F

Es gibt noch ein Feld für Cop, da ist aber nichts eingetragen.

Der Motor läuft bisher ganz normal in Sternschaltung an Drehstrom. Auserdem
gibt es einen Motor-Schutzschalter. Ich nehme mal an, wenn die Strangströme
unterschiedlich wären, würde er abschalten.

MfG
Michael
Dieter Wiedmann (22.02.2007, 12:10)
Michael Schlegel schrieb:

>>Was steht denn auf dem Typenschild?


> neben den Angaben zu Spannung/Frequenz/Leistung/Drehzahl:


Genau das wäre relevant.

> TE, 3~, I.C.L. F


Wird wohl ein Drehstrommotor sein.

> Der Motor läuft bisher ganz normal in Sternschaltung an Drehstrom. Auserdem
> gibt es einen Motor-Schutzschalter. Ich nehme mal an, wenn die Strangströme
> unterschiedlich wären, würde er abschalten.


Not its job.

Gruß Dieter
Michael Schlegel (22.02.2007, 14:28)
>> neben den Angaben zu Spannung/Frequenz/Leistung/Drehzahl:
> Genau das wäre relevant.


0,37kW
1,5/0,8 A
200-240 / 346-415 V, 2750 U/min @ 50Hz
200-277 / 346-480 V, 3300 U/min @ 60Hz

für mich ein gewöhnlicher Drehstrommotor

>> TE, 3~, I.C.L. F

> Wird wohl ein Drehstrommotor sein.


Nur warum ist der Anschluß einer Wicklung dünner als der von den anderen
beiden -
womit wir wieder am Anfang wären.

MfG
Michael
Dieter Wiedmann (22.02.2007, 15:02)
Michael Schlegel schrieb:

> 0,37kW
> 1,5/0,8 A
> 200-240 / 346-415 V, 2750 U/min @ 50Hz
> 200-277 / 346-480 V, 3300 U/min @ 60Hz
> für mich ein gewöhnlicher Drehstrommotor


Absolut.

> Nur warum ist der Anschluß einer Wicklung dünner als der von den anderen
> beiden -
> womit wir wieder am Anfang wären.


Keine Erklärung.

Gruß Dieter
Peter Thoms (22.02.2007, 20:48)
Michael Schlegel schrieb
> Hallo,
> ich will einen Drehstrommotor temporär mittels Steinmetzschaltung an
> normalen einphasigen 230V betreiben. Schaltung und Dimensionierung des
> Kondensators ist klar. Was mich jedoch wundert: Am Klemmbrett des Motors
> sind die Leitung für eine Spule des Motors deutlich dünner als für die
> anderen Beiden. Einfach nur Schlamperei oder ein spezieller Motortyp? Der
> ohmsche Widerstand ist für alle 3 Spulen etwa gleich.


Tja,

das Scheint der Anschluß für den Kondensator zu sein und der darf nur
kurzzeitig zum Anlaufen angelegt werden.

Gruß
Peter
Dieter Wiedmann (22.02.2007, 20:52)
Peter Thoms schrieb:

> das Scheint der Anschluß für den Kondensator zu sein und der darf nur
> kurzzeitig zum Anlaufen angelegt werden.


[ ] Du hast Ahnung von Elektromotoren.

Gruß Dieter
Thomas 'Tom' Malkus (22.02.2007, 21:47)
Peter Thoms meinte:
> das Scheint der Anschluß für den Kondensator zu sein und der darf nur
> kurzzeitig zum Anlaufen angelegt werden.


Das verwechselt Du jetzt mit der Steinmetzschaltung mit zusätzlichem
Anlaufkondensator. Der soll bei erreichen der Nenndrehzahl getrennt
werden und dient nur einer Erhöhung des Drehmomentes im Anlaufmoment.
Da in einer Wicklung des Motors dann auch ein höherer Strom fließt,
muss der Anlaufkondensator wieder raus, da die Wicklung sich sonst
zu sehr erwärmt.

73 de Tom
Peter Thoms (23.02.2007, 08:37)
Dieter Wiedmann schrieb
> Peter Thoms schrieb:
>> das Scheint der Anschluß für den Kondensator zu sein und der darf nur
>> kurzzeitig zum Anlaufen angelegt werden.

> [ ] Du hast Ahnung von Elektromotoren.


Das will ich überhaupt nicht bestreiten.

Aber meine Pumpenwicklung war mit 70µF/kW völlig überfordert.
Und: Der unleserliche Originalkondensator war in der Bauform erheblich
kleiner.

Also, mach daraus mal eine eigene Info.

Gruß
Peter
Peter Thoms (23.02.2007, 08:42)
Thomas 'Tom' Malkus" schrieb
> Peter Thoms meinte:
> Das verwechselt Du jetzt mit der Steinmetzschaltung mit zusätzlichem
> Anlaufkondensator. Der soll bei erreichen der Nenndrehzahl getrennt
> werden und dient nur einer Erhöhung des Drehmomentes im Anlaufmoment.
> Da in einer Wicklung des Motors dann auch ein höherer Strom fließt,
> muss der Anlaufkondensator wieder raus, da die Wicklung sich sonst
> zu sehr erwärmt.
> 73 de Tom


Tja,

aber im Motor selbst war kein Kondensator und außen nur ein wesentlich
kleiner als 70µF/kW.

Also, das Ergebnis war dann halt bei mir Schrott.

Gruß
Peter

Gruß
Peter
Dieter Wiedmann (23.02.2007, 08:46)
Peter Thoms schrieb:

> Aber meine Pumpenwicklung war mit 70µF/kW völlig überfordert.
> Und: Der unleserliche Originalkondensator war in der Bauform erheblich
> kleiner.


Weils kein Drehstrommotor war, sondern ein Kondensatormotor, ganz
anders gewickelt, eben eine Haupt- und eine Hilfswicklung. Der Motor
des OP hat aber *drei* Wicklungen, und ist laut Typenschild ein
Drehstrommotor.

Gruß Dieter
Michael Schlegel (23.02.2007, 09:12)
> das Scheint der Anschluß für den Kondensator zu sein und der darf nur
> kurzzeitig zum Anlaufen angelegt werden.


Bei dem Motor gibt es keinen Kondensator. Der Motor hängt in Sternschaltung
ganz normal an Drehstrom, und die dünner angeschlossene Wicklung ist vom
Klemmbrett her eine Wicklung des Sterns. Ausserdem läßt sich an allen
Wicklungen ein ohmscher Widerstand von rund 25 Ohm messen, also auch kein
Kondensator intern (zumindest nicht in Reihe zur Wicklung).

MfG
Michael
Harald Wilhelms (23.02.2007, 09:47)
On 23 Feb., 08:12, "Michael Schlegel" <michael.schle...@e-technik.tu-
chemnitz.de> wrote:

> Der Motor hängt in Sternschaltung
> ganz normal an Drehstrom, und die dünner angeschlossene Wicklung ist vom
> Klemmbrett her eine Wicklung des Sterns. Ausserdem läßt sich an allen
> Wicklungen ein ohmscher Widerstand von rund 25 Ohm messen,


Auch an der Wicklung mit dem dünneren Draht?
Vielleicht ist der Motor vor Jahren ja schon
mal unsachgemäß repariert worden.
Gruss
Harald

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