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Karl Meisenkaiser (22.05.2020, 21:23)
Zur Stabilisierung von 3% H2O2-Lösung nimmt man ja 0,05% Phosphorsäure.

Und bei 0,3%iger H2O2-Lösung? 1/10 davon?

Karl
Bodo Mysliwietz (23.05.2020, 11:41)
Am 22.05.2020 um 21:23 schrieb Karl Meisenkaiser:
> Zur Stabilisierung von 3% H2O2-Lösung nimmt man ja 0,05% Phosphorsäure.
> Und bei 0,3%iger H2O2-Lösung? 1/10 davon?


Kein Ahnung. Aber wenn ich stabilisierte 3%ige verdünne habe ich den
Stabilisator im gleichen Verhältnis verdünnt.

Wozu braucht man so eine niedrige Konz. und wie lange soll sie halten?
Karl Meisenkaiser (23.05.2020, 12:49)
Am 23.05.2020 um 11:41 schrieb Bodo Mysliwietz:
> Am 22.05.2020 um 21:23 schrieb Karl Meisenkaiser:
>> Zur Stabilisierung von 3% H2O2-Lösung nimmt man ja 0,05% Phosphorsäure.
>> Und bei 0,3%iger H2O2-Lösung? 1/10 davon?

> Kein Ahnung. Aber wenn ich stabilisierte 3%ige verdünne habe ich den
> Stabilisator im gleichen Verhältnis verdünnt.
> Wozu braucht man so eine niedrige Konz.


Z.B. zum Stoffmasken einlegen, desinfizieren weils billig ist.
Der Liter 10 Cent.

> und wie lange soll sie halten?


~ 2 Wochen

Karl
Bodo Mysliwietz (24.05.2020, 18:37)
Am 23.05.2020 um 12:49 schrieb Karl Meisenkaiser:
> Am 23.05.2020 um 11:41 schrieb Bodo Mysliwietz:
> Z.B. zum Stoffmasken einlegen,


Achja, da war ja jüngst ein andere thread.

> desinfizieren weils billig ist.
> Der Liter 10 Cent.


Naja, wir sammeln unsere benutzen Behelfsmasken. Stellen einen kleinen
Topf mit gerade ausreichen Wasser auf dem Herd, kochen auf, werfen den
Mundschutz rein, Beschwerung rein, schalten den Herd ab, Deckel drauf
und irgendwann zw. >10 bis 45 Minuten fischt die einer raus und lässt
sie trocknen.

Ich habe dabei kein ungutes Gefühl und vermeide vermutlich übermässigen
Faserbruch den ich nicht inhalieren will. Da noch mit H2O2 panschen
scheint mir Kanonen-auf-Spatzen zu sein da es mal nebenbei am Abend
passiert und Zeit da keine Rolle spielt. Zumal das trocknen eh Stunden
dauert.

>> und wie lange soll sie halten?

> ~ 2 Wochen


.... hm, und wie konrtollierst Du das über 2 Wochen, durch wiederholtes
einbringen, der Faser-/Staubeintrag nicht zuviel H2O2 zersetzt?
Karl Meisenkaiser (24.05.2020, 19:09)
Am 24.05.2020 um 18:37 schrieb Bodo Mysliwietz:
> Am 23.05.2020 um 12:49 schrieb Karl Meisenkaiser:
> Achja, da war ja jüngst ein andere thread.
> Naja, wir sammeln unsere benutzen Behelfsmasken. Stellen einen kleinen
> Topf mit gerade ausreichen Wasser auf dem Herd, kochen auf, werfen den
> Mundschutz rein, Beschwerung rein, schalten den Herd ab, Deckel drauf
> und irgendwann zw. >10 bis 45 Minuten fischt die einer raus und lässt
> sie trocknen.


Ist doch viel umständlicher.

> Ich habe dabei kein ungutes Gefühl und vermeide vermutlich übermässigen
> Faserbruch den ich nicht inhalieren will. Da noch mit H2O2 panschen
> scheint mir Kanonen-auf-Spatzen zu sein da es mal nebenbei am Abend
> passiert und Zeit da keine Rolle spielt. Zumal das trocknen eh Stunden
> dauert.


Sicher ist sicher.

>>> und wie lange soll sie halten?

>> ~ 2 Wochen

> ... hm, und wie konrtollierst Du das über 2 Wochen, durch wiederholtes
> einbringen, der Faser-/Staubeintrag nicht zuviel H2O2 zersetzt?


Ich mix doch erstmal 1 Liter und gieß dann pro Maskenpack ab.

Die Wirkung kontrollier ich bisher übrigens per Katalase, Pi mal Daumen,
bzw. Stecknadel per Daumenkuppe, SCNR

Karl
Bodo Mysliwietz (24.05.2020, 19:51)
Am 24.05.2020 um 19:09 schrieb Karl Meisenkaiser:
> Am 24.05.2020 um 18:37 schrieb Bodo Mysliwietz:
> Ist doch viel umständlicher.


Es liest sich aufwendiger wie es ist. Alle 2 Wochen noch eine rel.
aggresive Lösung zu verdünnen dürfte in der Summe deutlich aufweniger
sein. Das meiste von der obigen Prozedur muss Du auch mit der
H2O2-Lösung machen.

Einen Chemiefetisch habe ich, trotz meiner Berufe, nicht. Im Gegenteil!

>> Ich habe dabei kein ungutes Gefühl und vermeide vermutlich
>> übermässigen Faserbruch den ich nicht inhalieren will. Da noch mit
>> H2O2 panschen scheint mir Kanonen-auf-Spatzen zu sein da es mal
>> nebenbei am Abend passiert und Zeit da keine Rolle spielt. Zumal das
>> trocknen eh Stunden dauert.

> Sicher ist sicher.


Na, am besten anschliessend noch 30 Minuten mit UV-C bestrahlen, nochmal
mit Hypochlorit nachbaden, noch ein paar Silberfäden einweben ...

Ein paar Minuten bei >90 °C im Pott ist sicher.

Ich hatte es letzten mal geprüft. Masken rein, Deckel drauf (Herd aus)
und eine Tagesthemenlänge++ später lagen immer noch >75 °C an.

>>>> und wie lange soll sie halten?
>>> ~ 2 Wochen

>> ... hm, und wie konrtollierst Du das über 2 Wochen, durch wiederholtes
>> einbringen, der Faser-/Staubeintrag nicht zuviel H2O2 zersetzt?

> Ich mix doch erstmal 1 Liter und gieß dann pro Maskenpack ab.


Und dann sag mir das das weniger aufwendinger ist als eben einen kleinen
Pott Wasser aufzukochen und ebenfalls die masken reinzudonnern.

> Die Wirkung kontrollier ich bisher übrigens per Katalase, Pi mal Daumen,
> bzw. Stecknadel per Daumenkuppe, SCNR


Kannst Du auch prima draussen auf den vermosten Pflastersteine kippen.
Ist genauso aussagekräftig.
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