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Michael J. Schülke (16.02.2011, 19:09)
Hallo zusammen,

seit kurzem riecht mein -- ansonsten noch sehr guter und letztes Jahr
mit einem frischen Akkupack versorgter -- Akkuschrauber AEG / Atlas
Copco Akkuschrauber B12T im Betrieb spürbar nach Ozon. Daher suche
ich einen Ersatzmotor (oder Ersatzkohlebürsten, sollten sich diese
wider Erwarten doch separat tauschen lassen).

Lt. AEG-Teileliste



und dort verlinkter Explosionszeichnung ist der Motor nur am Stück
tauschbar und hat die Teilenummer 4931360640. Bei
und steht der Motor als "nicht mehr
lieferbar".

Hat einer von Euch eine Idee, wo man es noch probieren könnte, oder
welche Alternativen es noch gibt? Passende Kohlebürsten? Passendes
Ersatzmodell?

Gruß & Dank,
Michael
Steffen H1 (16.02.2011, 21:06)
Am 16.02.2011 18:09, schrieb Michael J. Schülke:
> Hallo zusammen,
> seit kurzem riecht mein -- ansonsten noch sehr guter und letztes Jahr
> mit einem frischen Akkupack versorgter -- Akkuschrauber AEG / Atlas
> Copco Akkuschrauber B12T im Betrieb spürbar nach Ozon. Daher suche
> ich einen Ersatzmotor (oder Ersatzkohlebürsten, sollten sich diese
> wider Erwarten doch separat tauschen lassen).


ich würde das Teil mal auseinandernehmen und die Kohlen ausbauen!
ich raranziere das du die von irgentwo anders bekommst, zur not müssen
die noch was nachbearbeitet werden (alles schon gemacht z.b. bei
normalem Bohrmaschinen)

Grüße aus der Eifel
Steffen
Hans Wein (17.02.2011, 09:50)
"Steffen H1" <nospam-an-mich> schrieb:

> ich würde das Teil mal auseinandernehmen und die Kohlen ausbauen!
> ich raranziere das du die von irgentwo anders bekommst, zur not müssen
> die noch was nachbearbeitet werden (alles schon gemacht z.b. bei
> normalem Bohrmaschinen)


Mit einer Garantiezusage wäre ich da vorsichtig, denn die Motoren in
solchen Maschinen sind oft diese hochdrehenden Miniaturmotoren aus
China, bei denen sich die Bürsten nicht wechseln lassen. Ich fürchte, da
bleibt nur der Austausch des ganzen Motors. Mit etwas Glück könnte evtl.
so einer wie dieser passend gemacht werden:



Hans
Steffen H1 (17.02.2011, 10:34)
Am 17.02.2011 08:50, schrieb Hans Wein:
> "Steffen H1"<nospam-an-mich> schrieb:
> Mit einer Garantiezusage wäre ich da vorsichtig, denn die Motoren in
> solchen Maschinen sind oft diese hochdrehenden Miniaturmotoren aus
> China, bei denen sich die Bürsten nicht wechseln lassen. Ich fürchte, da
> bleibt nur der Austausch des ganzen Motors.


ob sich das lohnt gegenüber einem Neukauf?
und hochdrehend? wohl nicht so arg!

ich würde das Teil auseinandernehmen und einfach mal nachschauen. Die
Kohlen bewegen sich ja in der Führung - warum sollten die nicht entfernt
und erneuert werden können

Grüße aus der Eifel
Steffen
Siegfried Schmidt (17.02.2011, 10:48)
Steffen H1 schrieb:

> ob sich das lohnt gegenüber einem Neukauf?
> und hochdrehend? wohl nicht so arg!


In Schraubern gibts keine hochdrehenden Motoren.

> ich würde das Teil auseinandernehmen und einfach mal nachschauen. Die
> Kohlen bewegen sich ja in der Führung - warum sollten die nicht entfernt
> und erneuert werden können


Weil sie sich nicht in Führungen bewegen, sondern als Hammerkohlen an der
Feder mit der Trägerplatte vernietet sind.

Siegfried
Siegfried Schmidt (17.02.2011, 10:53)
Michael J. Schülke schrieb:

> Hat einer von Euch eine Idee, wo man es noch probieren könnte, oder
> welche Alternativen es noch gibt? Passende Kohlebürsten? Passendes
> Ersatzmodell?


Bau den Motor aus und geh damit in den nächsten Modellbau-Laden.

Ersatzweise suche in Modellbaukatalogen nach einen mit identischen
Aussenabmessungen, Wellendurchmesser, freier Wellenlänge und ähnlicher
Nennspannung.

Siegfried
Steffen H1 (17.02.2011, 13:09)
Am 17.02.2011 09:48, schrieb Siegfried Schmidt:

>> ich würde das Teil auseinandernehmen und einfach mal nachschauen. Die
>> Kohlen bewegen sich ja in der Führung - warum sollten die nicht entfernt
>> und erneuert werden können

> Weil sie sich nicht in Führungen bewegen, sondern als Hammerkohlen an der
> Feder mit der Trägerplatte vernietet sind.


weist du das oder ist das ein Vermutung?
Ich habe busher noch keinen Akkuschrauber auseinander nehmen müssen
(einer ist außer gebrauch weil der Akku kerausgefallen ist und auf dem
Betonboden zerschellt ist - der Akku war einfach zu teuer um den neu
anzuschaffen

Grüße aus der Eifel
Steffen
Siegfried Schmidt (17.02.2011, 15:06)
Steffen H1 schrieb:

> weist du das oder ist das ein Vermutung?


Für die ich zerlegt habe weis ich es, für das fragliche AEG-Modell ist es
eine Vermutung.

Was generell verbaut wird verrät dir z.B. der Mabuchi-Katalog, wenn du nach
Applications für Powertools/Screwdriver suchst. Vom allgegenwärtigen 540er
bis zum Spitzenmodell haben alle fest eingebaute Hammerkohlen und die
chinesischen Nachbauten werden kaum anders konstruiert sein.

Siegfried
Michael J. Schülke (21.02.2011, 01:22)
On 17 Feb., 14:06, Siegfried Schmidt <usenet> wrote:

> Was generell verbaut wird verrät dir z.B. der Mabuchi-Katalog, wenn du nach
> Applications für Powertools/Screwdriver suchst. Vom allgegenwärtigen 540er
> bis zum Spitzenmodell haben alle fest eingebaute Hammerkohlen und die
> chinesischen Nachbauten werden kaum anders konstruiert sein.


Danke für den Tipp mit dem Mabuchi-Katalog! Ich habe den Akkuschrauber
mal geöffnet und den Motor ausgebaut, und siehe da, auf der Rückseite
steht

MADE IN CHINA
MABUCHI WA

Allerdings keine Modellnummer o.ä....

Soweit ich sehen kann, lässt sich der Motor nicht zerstörungsfrei
öffnen, von einem Kohlentausch einmal abgesehen. Dafür stimmen die
Maße und die mir bekannten elektrischen Daten mit dem Mabuchi
RS-550VC-7525 überein. Da ich wohl keine andere Wahl habe, wäre ich
geneigt, es auf einen Versuch ankommen zu lassen, wenn der
Austauschmotor nicht zu teuer wird. Daher folgende Fragen

- Auf der Welle meines jetzigen Motors befindet sich ein Zahnrad (9
Zähne, ca. 9mm Außendurchmesser). Wie bekomme ich das von dieser Welle
runter und auf die neue Welle rauf? Hitze? Wenn ja, wieviel?
- Kennt jemand eine Bezugsquelle für Einzelstücke? Google konnte mir
auf den ersten Blick keine nennen.

Gruß & Dank,
Michael
Siegfried Schmidt (21.02.2011, 06:29)
Michael J. Schülke schrieb:

> - Auf der Welle meines jetzigen Motors befindet sich ein Zahnrad (9
> Zähne, ca. 9mm Außendurchmesser). Wie bekomme ich das von dieser Welle
> runter und auf die neue Welle rauf? Hitze? Wenn ja, wieviel?


Runter: Welle mit einen planen Stahlstift (Bohrerschaft) austreiben. Ritzel
nur auf der Rückseite gegenhalten, wenn der Platz dafür nicht reicht den
alten Motor am Lagergehäuse mit Flex zerschneiden.

Alternativ kann man sich einen Abzieher bauen,
so: <http://www.servospeedway.de/Basteleien/Sonstiges/sonstiges.html>
oder so:
<
1276934466> (z.B. aus einer M16 oder M20-Mutter), ist aber Luxus.

Rauf: Da die Motorwellen am hinten Lagerschild überstehen, kann das Ritzel
mit einem Schraubstock aufgedrückt werden. Dabei keinen Druck aufs Gehäuse
ausüben.

Mit Hitze läuft dir nur das Öl aus den Sinterlagern.

> - Kennt jemand eine Bezugsquelle für Einzelstücke? Google konnte mir
> auf den ersten Blick keine nennen.


Gut sortierter Modellbauladen oder einschlägige Versender, manches hat auch
Conrad oder die Bucht.

Siegfried
Michael J. Schülke (21.02.2011, 23:00)
On 21 Feb., 05:29, Siegfried Schmidt <usenet> wrote:

> > - Kennt jemand eine Bezugsquelle für Einzelstücke? Google konnte mir
> > auf den ersten Blick keine nennen.

> Gut sortierter Modellbauladen oder einschlägige Versender, manches hat auch
> Conrad oder die Bucht.


Magst Du etwas konkreter werden, was die "einschlägigen
Versender" (oder notfalls passend sortierte Läden im Raum München)
angeht? In der Modellbauecke kenne ich mich leider überhaupt nicht
aus...

Conrad hat den Motor nicht, und bei eBay wird zur Zeit nur der
RS-550VC-5060 (16.8V-Version) feilgeboten.

Gruß & Dank,
Michael
Siegfried Schmidt (22.02.2011, 13:13)
Michael J. Schülke schrieb:

> Magst Du etwas konkreter werden, was die "einschlägigen
> Versender" (oder notfalls passend sortierte Läden im Raum München)
> angeht? In der Modellbauecke kenne ich mich leider überhaupt nicht
> aus...


Bei Google "modellbauversand" eingeben und irgendeinen auswählen, mein
Wissen um Ortlichkeiten in München ist leider auf dem Stand vor 30 Jahren
stehengeblieben. Vorab hilft ein Blick in die Onlinekataloge von Robbe oder
Graupner.

Sintergelagerte dreipolige Standardmotoren heissen bei Graupner "Speed"
und bei Robbe "Power" (ohne Zusatz), eine "600" in der Typenbezeichung ist
die richtige Gehäusegrösse, die Nennspannung steht im Katalog, also musst
du nur noch drauf achten, dass aussen am Gehäuse ein extra Blechring klemmt
und die Wellenlänge ungefähr hinkommt.

Siegfried
Michael J. Schülke (23.02.2011, 02:03)
On 22 Feb., 12:13, Siegfried Schmidt <usenet> wrote:

> Sintergelagerte dreipolige Standardmotoren heissen bei Graupner "Speed"  
> und bei Robbe "Power" (ohne Zusatz), eine "600" in der Typenbezeichung ist
> die richtige Gehäusegrösse, die Nennspannung steht im Katalog, also musst
> du nur noch drauf achten, dass aussen am Geh use ein extra Blechring klemmt  
> und die Wellenlänge ungefähr hinkommt.


Ok, danke -- ich hatte angenommen, dass Du einen Händler kennst, der
direkt die Mabuchi-Modellpalette (bzw. den hier relevanten Ausschnitt
daraus) anbietet. Taugen die Graupner-Motoren, bzw. sind sie den
Aufpreis (20 Euro statt 10 Euro) gegenüber einem Noname-Motor von eBay
wert?

Gruß & Dank,
Michael
Siegfried Schmidt (23.02.2011, 15:37)
Michael J. Schülke schrieb:

> Ok, danke -- ich hatte angenommen, dass Du einen Händler kennst, der
> direkt die Mabuchi-Modellpalette (bzw. den hier relevanten Ausschnitt
> daraus) anbietet.


Ich wüsste nicht, dass es so einen Händler für Einzelstücke gibt. Aber dort
müsste man es wissen:
<
frankfurt-am-main-137451.html>

> Taugen die Graupner-Motoren, bzw. sind sie den
> Aufpreis (20 Euro statt 10 Euro) gegenüber einem Noname-Motor von eBay
> wert?


Für die Anwendung ist die Qualität relativ egal, der Schrauber ist auch
kein Neugerät mehr. Wobei der Aufpreis bei Kauf in einem Laden - wo sich
jemand Zeit nimmt den richtigen Typ herauszusuchen - auch wieder seine
Berechtigung hätte.

Siegfried
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