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Andreas M. Kirchwitz (05.05.2020, 02:42)
Hallo Einkäufer!

Im Supermarkt bedecke ich nun Mund/Nase, und bemerkenswerterweise tun
dies die allermeisten anderen Kunden ebenfalls. Man sieht nur selten
jemanden ohne. Zudem hält man viel Abstand zu anderen Kunden.

Warum gilt das nicht für Mitarbeiter? Die laufen fleißig durch die
Gänge, räumen Waren ein, beantworten Kunden ihre Fragen und fassen
alles an.

In der Kasse sind oft durchsichtige Plastikscheiben montiert.
Okay, die helfen gegen direktes Anatmen, aber die Artikel aller
Kunden werden nacheinander angefasst und angeatmet vom Personal.

Hab ich das Konzept nicht richtig verstanden? Also ich möchte
überhaupt keinen Stress, ich sehe das mit Corona auch entspannt,
doch ich möchte gern verstehen, warum das mit dem Masken nur
einseitig für Kunden gilt, denn die Ansteckung kann ja in beiden
Richtungen passieren, also müssten doch auch die Mitarbeiter
bemüht sein, eine Ansteckung der Kunden zu vermeiden, indem sie
eine Maske tragen.

Falsch gedacht?

Ja, ich weiß, dass die Masken nerven, Atmung fällt schwer, wird
warm darunter, für Brillenträger zusätzlich unbequem. Und solange
es keine medizinische Maske sein muss, sondern jeder dünne Schal
und jedes dünne Tuch erlaubt ist, ist es mehr Show als Schutz
(ohnehin nicht für einen selbst, sondern ja nur für andere),
aber es geht nach meinem Verständnis ohnehin mehr um die
Solidarität, geteiltes Leid ist halbes Leid.

Grüße, Andreas
Siegfrid Breuer (05.05.2020, 05:35)
amk (Andreas M. Kirchwitz) schrieb:

> Falsch gedacht?


NATUeRLICH! Du sollst ergeben das machen, was Dir die kriminelle
Vereinigung in Berlin vorschreibt, und nicht ueber Sinn und Zweck
nachdenken! Wenn Du das Zeug dazu haettest, waerst Du ja auch
Politiker! Oder Virenexperte.
Andreas Neumann (05.05.2020, 07:55)
Andreas M. Kirchwitz wrote:

> Und solange
> es keine medizinische Maske sein muss, sondern jeder dünne Schal
> und jedes dünne Tuch erlaubt ist, ist es mehr Show als Schutz


Da hast Du den Sinn und Zweck der Aktion.
Der gemeine Politiker liebt Aktionismus, das vermittelt dem Stimmvieh daß
er etwas tut. Und das Stimmvieh liebt ihn dafür, deswegen werden
Dampfplauderer und Großmäuler immer und immer wieder gewählt, egal wie
groß der Schwachsinn ist, den sie verbrechen.
Beispiel Bayern. Wird das Virus durch Kontakt oder durch Ausgehen
übertragen? Die Antwort erspare ich mir, so weit muss ich mich nicht
entblöden, das macht schon der König von Bayern und erlässt
*Ausgangsbeschränkungen*. Und das gemeine Stimmvieh applaudiert...
Michael 'Mithi' Cordes (05.05.2020, 08:53)
Andreas M. Kirchwitz füllte insgesamt 33 Zeilen u.a. mit:

>Warum gilt das nicht für Mitarbeiter?


Trage deinen Mund-Nase-Schutz mal 8h am Stück, dann weißt du die
Antwort.

>ich sehe das mit Corona auch entspannt,


Schön für dich. Hauptsache du vergisst nicht warum du Corona so
entspannt sehen kannst. Für Unentspannt hilft ein Blick über die Alpen.

cya
Mithi
Stefan Schmitz (05.05.2020, 12:35)
Am Dienstag, 5. Mai 2020 02:42:53 UTC+2 schrieb Andreas M. Kirchwitz:

> Hab ich das Konzept nicht richtig verstanden? Also ich möchte
> überhaupt keinen Stress, ich sehe das mit Corona auch entspannt,
> doch ich möchte gern verstehen, warum das mit dem Masken nur
> einseitig für Kunden gilt, denn die Ansteckung kann ja in beiden
> Richtungen passieren, also müssten doch auch die Mitarbeiter
> bemüht sein, eine Ansteckung der Kunden zu vermeiden, indem sie
> eine Maske tragen.


Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Kunden und Mitarbeitern:
Die einen sind nur für eine relativ kurze Zeit im Laden und werden durch die
Maske nicht beim Einkauf behindert. Die anderen sind dort den ganzen Tag: da
würde die Maske wegen Durchfeuchtung bald ihre Wirkung verlieren und müsste
mehrfach gewechselt werden, zudem kann man mit Maske viel schwieriger
verständlich auf Kundenfragen antworten.
Das Risiko, beim Einkauf angehustet zu werden, ist durch die vielen Mitkäufer
deutlich höher als durch einzelne Wareneinräumer.
Andreas M. Kirchwitz (05.05.2020, 12:45)
Michael 'Mithi' Cordes <mithrandir> wrote:

>> Warum gilt das nicht für Mitarbeiter?

> Trage deinen Mund-Nase-Schutz mal 8h am Stück, dann weißt du die
> Antwort.


Ist ungemütlich, weiß ich doch. Die Maskenvorschrift war meines
Wissens nicht als Wellness-Maßnahme gedacht. :-)

>> ich sehe das mit Corona auch entspannt,

> Schön für dich. Hauptsache du vergisst nicht warum du Corona so
> entspannt sehen kannst. Für Unentspannt hilft ein Blick über die Alpen.


Ich sehe Corona entspannt, weil ich die Regeln befolge, auch wenn
sie unbequem sind und deren Sinn manchmal fragwürdig ist. Man spielt
eben mit und hofft, dass es irgendwann vorbei ist.

Meine Frage bleibt jedoch, warum Mitarbeiter keine Masken tragen müssen.
Wurden die alle schon geimpft? Waschen die sich stündlich mit Bleiche?
Was ist deren Geheimnis? Oder sind das einfach die ersten, die inzwischen
genug von allem haben und die Rebellion starten? Keine Kritik, nur Neugier.

Grüße, Andreas
Andreas Neumann (05.05.2020, 15:07)
Andreas M. Kirchwitz wrote:

> Meine Frage bleibt jedoch, warum Mitarbeiter keine Masken tragen müssen.


Wie schon gesagt, die Maßnahmen sind größtenteils Augenwischerei und
blinder Aktionismus.
Darin irgendeinen tieferen Sinn oder Logik entdecken zu wollen ist
sinnlos. Der einzig tiefere Zweck ist Machtgier und Wiederwahlabsichten
der Politiker, schließlich "tun die was".
Frank Nitzschner (05.05.2020, 16:40)
Andreas M. Kirchwitz schrieb :

> Warum gilt das nicht für Mitarbeiter?


Zumindest in meinem Umkreis in DD werden bei Aldi,
Penny und Edeka auch durchs Personal Masken getragen.
Und zumindest im Penny nach der Bezahlung mit PIN
auch das Tastenfeld abgewischt.

Grüsse
Frank
Martin Pochert (05.05.2020, 17:40)
Am 05.05.2020 um 15:07 schrieb Andreas Neumann:

>> Meine Frage bleibt jedoch, warum Mitarbeiter keine Masken tragen müssen.


> Wie schon gesagt, die Maßnahmen sind größtenteils Augenwischerei und
> blinder Aktionismus.
> Darin irgendeinen tieferen Sinn oder Logik entdecken zu wollen ist
> sinnlos. Der einzig tiefere Zweck ist Machtgier und Wiederwahlabsichten
> der Politiker, schließlich "tun die was".


Warum Maske?

"Stellen wir uns mal ganz dumm:
Wenn wir alle nackt rumlaufen und dich jemand anpinkelt, bist du sofort
nass.
Trägst du eine Hose, kommt Pipi zu dir durch, aber nicht ganz so viel.
Du bist also besser geschützt.
Trägt der Pisser aber auch eine Hose, bleibt das Pipi nur bei ihm und du
wirst nicht nass.
War das verständlich genug?"

Ergo würde ich entscheiden, dass *alle* eine Maske tragen müssen, wenn
ich Politiker wäre.
Es ist gut möglich, und auch wahrscheinlich, dass auch bei normalem
Sprechen Viren den Mund- und Rachenraum eines Infizierten mittels
kleiner Tröpfchen verlassen können. Wie sich das summiert, wenn sich
z.B. eine Bäckereiverkäuferin den ganzen Tag mit Kunden unterhält und
dabei ständig auch ihre Ware "bespricht", wird man schwer quantifizieren
können. Für mich ist die Vorstellung aber gruselig genug, dass ich dort
keine Brötchen mehr kaufen möchte.
Andy Angerer (05.05.2020, 17:56)
Am 05.05.20 um 02:42 schrieb Andreas M. Kirchwitz:

> Hab ich das Konzept nicht richtig verstanden?


Das scheint mir so.

Denn das Konzept kann immer nur ein Kompromiss sein aus "was könnte ein
wenig nützen?" und "was ist überhaupt praktikabel?". Den 'richtigen
Weg', die ultimative Wahrheit, gibt es nicht.

Der _effektivste_ Weg, mit Sars-Cov-2 umzugehen (ich habs neulich schon
mal wo geschrieben) wäre, gar nichts zu tun und das Ding vollkommen zu
ignorieren. Dann fegt der Virus um die Welt, killt alle, die ihn nicht
aushalten, und übrig bleiben die, die ihn aushalten.
Thema erledigt.

Diese Vorgehensweise ist halt vermutlich nicht mehrheitsfähig.
Das Problem zu 'lösen' ist jedoch nicht möglich; Herr Cov lässt sich
nicht aufhalten. Also bleibt nicht anderes übrig, als Maßnahmen zu
treffen, die ein wenig Linderung versprechen. Und dabei ist eben die
Praktikabilität ein vordergründiger Aspekt. Den Leuten beim einkaufen
das Tragen der Chinesenburkha vorzuschreiben, ist praktikabel, das
Personal ganztags dazu zu verdonnern, ist es nicht.
Bringen wird es vermutlich etwas; wie viel es bringt, wissen wir nicht.

Vergessen wir nicht:
Bei den ganzen Maßnahmen geht es nicht darum, zu verhindern, daß die
Leute sich anstecken, denn das ist unterm Strich unmöglich. Es geht nur
darum, zu verhindern, _daß sich alle gleichzeitig anstecken_!
Man kann Herrn Cov nicht stoppen, will ihn aber auch nicht ungehindert
toben lassen, also versucht man ihn zu bremsen, denn das geht.
Uneinigkeit besteht halt darüber, wie sehr man auf die Bremse treten
sollte. Bremst man weniger, gehen die Zahlen hoch, bremst man mehr,
jaulen mehr von den Leuten auf. Merkst ja hier im Fred.

Und so versucht jeder, einen akzeptablen Mittelweg zu finden, und hofft,
daß sich dieser als nicht allzu verkehrt herausstellen wird. Und unsere
Politiker machen das erstaunlich gut, wie ich finde. Sowohl Mutti mit
ihrer sanften, als auch Söder mit seiner strengen Hand: besser als
erwartet. Und das ist viel, denn mehr als "besser als erwartet" ist echt
nicht drin, denn der 'richtige Weg'[tm] existiert, wie gesagt, nicht.

Nebenbei:
Warum machen sie es relativ gut?
Ganz einfach: sie hören auf die Wissenschaftler!
Genau das hatte einige Zeit vor Corona jemand anderes in einem anderen
Zusammenhang gefordert....
Uwe Weiss (05.05.2020, 18:00)
Am 05.05.2020 um 05:35 schrieb Siegfrid Breuer:
> amk (Andreas M. Kirchwitz) schrieb:
>> Falsch gedacht?

> NATUeRLICH! Du sollst ergeben das machen, was Dir die kriminelle
> Vereinigung in Berlin vorschreibt, und nicht ueber Sinn und Zweck
> nachdenken! Wenn Du das Zeug dazu haettest, waerst Du ja auch
> Politiker! Oder Virenexperte.


Mit diesem Posting zeigst du mal wieder, was wirklich in dir steckt. Nix.
Mathias Fuhrmann (05.05.2020, 18:14)
Andy Angerer schrieb:

und lobte unsere Regierung:

> Nebenbei:
> Warum machen sie es relativ gut?
> Ganz einfach: sie hören auf die Wissenschaftler!


Und dabei ignorieren sie deren falsche Erkenntnisse der letzten
Grippewellen ...; müßten die Politiker nicht anfangen, auch einmal
selbst zu Denken bzw. auch die Ansichten der 'Verschwörungstheoretiker'
bei ihren Entscheidungen prüfen?
Andy Angerer (05.05.2020, 18:28)
Am 05.05.20 um 18:14 schrieb Mathias Fuhrmann:
> Andy Angerer schrieb:
> und lobte unsere Regierung:


Ich erkenn mich ja selber gar nicht mehr wieder....

>> Warum machen sie es relativ gut?
>> Ganz einfach: sie hören auf die Wissenschaftler!

> Und dabei ignorieren sie deren falsche Erkenntnisse der letzten
> Grippewellen ...; müßten die Politiker nicht anfangen, auch einmal
> selbst zu Denken


Bitte nicht!
Was dabei rauskommt....
Wolfgang Kynast (05.05.2020, 18:35)
On Tue, 5 May 2020 17:40:18 +0200, "Martin Pochert" posted:

[..]
>dabei ständig auch ihre Ware "bespricht", wird man schwer quantifizieren
>können. Für mich ist die Vorstellung aber gruselig genug, dass ich dort
>keine Brötchen mehr kaufen möchte.


Eine Million möglicherweise Infizierte und schon mutieren 79 Millionen
Mitmenschen zur tödlichen Gefahr. Was für ein Schwachsinn.

Wie hast du eigentlich die Grippesaison 2017/18 mit lt. RKI 25.100
Grippe-Übersterblichkeitstoten überlebt?
Martin Pochert (05.05.2020, 18:52)
Am 05.05.2020 um 18:35 schrieb Wolfgang Kynast:

> Eine Million möglicherweise Infizierte und schon mutieren 79 Millionen
> Mitmenschen zur tödlichen Gefahr. Was für ein Schwachsinn.


Ja und? Ich sehe das ja niemandem an, ob er krank ist oder nicht. Ich
wills nicht haben, und vor allen Dingen will ich nicht, dass es
gleichzeitig so viel kriegen, dass unser Gesundheitssystem überlastet
wird. Punkt.

Schwachsinn dagegen ist, eine so einfache und vergleichsweise wenig
beeinträchtigende Maßnahme wie das tragen von Masken zu verteufeln. Und
Abstand, natürlich. Imho, selbstverständlich, ich will ja höflich bleiben.

> Wie hast du eigentlich die Grippesaison 2017/18 mit lt. RKI 25.100
> Grippe-Übersterblichkeitstoten überlebt?


Darüber habe ich mir vor 4 Jahren noch keine Gedanken gemacht. Das ist
seit 2 Jahren anders, denn ich bin gereift seitdem. ;-)

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