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Jörg W. (12.10.2015, 00:10)
Hallo,

wenn es für die CPU nix zu tun gibt, wird diese ja vom Betriebssystem
angehalten. Gibt es irgendwo angaben zum Stromverbrauch der CPUs, wenn
ein Linux-System unbelastet läuft?

Ich interessiere mich für eine AM3+-CPU für meinen Rechner, welcher in
der Regel nur durch Email, Dateiverwaltung, Internet, Musik und nur ab
und ausgelastet wird.

Dank und Grüße

Jörg
Johann Klammer (12.10.2015, 02:09)
On 10/12/2015 12:10 AM, Jörg W. wrote:
> Hallo,
> wenn es für die CPU nix zu tun gibt, wird diese ja vom Betriebssystem
> angehalten. Wer weiss...


Gibt es irgendwo angaben zum Stromverbrauch der CPUs, wenn
> ein Linux-System unbelastet läuft?

Die libsensors/lm-sensors eventuell...
Typischerweise spannung und temp.
Strommessung ist eher problematisch/teuer und wird nicht gemacht.

Alle versuche meinerseits,
brachten relativ zufaellige werte, die wohl mit belastung irgendwie
korrellierten, aber welches nun thermal und welche die temp sensoren sind....?

> Ich interessiere mich für eine AM3+-CPU für meinen Rechner, welcher in
> der Regel nur durch Email, Dateiverwaltung, Internet, Musik und nur ab
> und ausgelastet wird.
> Dank und Grüße
> Jörg

Viel spass, da kannst du lange mit 'rumspielen....
Am einfachsten isses wohl so einen zwischenstecker zu verwenden, und
das ganze OS kraffl kannst dann vergessen.
Bertram Schrahder (12.10.2015, 14:30)
On 12.10.2015 00:10, Jörg W. wrote:
> Hallo,
> wenn es für die CPU nix zu tun gibt, wird diese ja vom Betriebssystem
> angehalten. Gibt es irgendwo angaben zum Stromverbrauch der CPUs, wenn
> ein Linux-System unbelastet läuft?
> Ich interessiere mich für eine AM3+-CPU für meinen Rechner, welcher in
> der Regel nur durch Email, Dateiverwaltung, Internet, Musik und nur ab
> und ausgelastet wird.
> Dank und Grüße
> Jörg


das kann man so nicht verallgemeinern, denn schon die versch kernel
revisionen (also der maschinencode der laeuft) erzeugt versch lasten.

am besten nach messwerten von echten betriebszustaenden fragen.

netzteil, mainboard, speicher, festspeicher und v.a. effizienz der
komponenten gehen auch mit in die rechnung

b
Bertram Schrahder (12.10.2015, 14:34)
On 12.10.2015 00:10, Jörg W. wrote:
> Hallo,
> wenn es für die CPU nix zu tun gibt, wird diese ja vom Betriebssystem
> angehalten. Gibt es irgendwo angaben zum Stromverbrauch der CPUs, wenn
> ein Linux-System unbelastet läuft?
> Ich interessiere mich für eine AM3+-CPU für meinen Rechner, welcher in
> der Regel nur durch Email, Dateiverwaltung, Internet, Musik und nur ab
> und ausgelastet wird.
> Dank und Grüße
> Jörg


Manche Internet-Enthusiasten Webseiten die Benchmarks fahren, geben auch
idle Werte an, aber wie gesagt die haben dann z.B. den Windows Kernel
von Windows Version X laufen, und eben diese oder jene Komponenten auf
diesem und jenem Mainboard drauf, und das alles kannst du dann in
astronomischen Kombinationsmoeglichkeiten miteinander verrechnen.
Speichertakt, PCI(e/X) Komponenten, uvam. sind alles pot. Stromfresser.
Manche Leute wollen auch dauerhaft Ihre Hauptverbraucher z.B. in den
niedrigsten Power-Modus zwingen.

CPU power states und deren herstellerspezifische Verbrauchsangaben sind
auf versch. Webseiten zu finden.

B.
Marcel Mueller (12.10.2015, 22:59)
On 12.10.15 00.10, Jörg W. wrote:
> wenn es für die CPU nix zu tun gibt, wird diese ja vom Betriebssystem
> angehalten. Gibt es irgendwo angaben zum Stromverbrauch der CPUs, wenn
> ein Linux-System unbelastet läuft?


Es gibt nur Erfahrungswerte.

> Ich interessiere mich für eine AM3+-CPU für meinen Rechner, welcher in
> der Regel nur durch Email, Dateiverwaltung, Internet, Musik und nur ab
> und ausgelastet wird.


Ca. 5W pro Kern. Takt ist irrelevant, da der Idle-Takt bei allen (einer
Serie) gleich ist. Netzteil-Wirkungsgrad kommt noch on top.

Wenn Du wirklich sparsam werden willst, musst Du mehr Geld in die Hand
nehmen und Intel nehmen. Da geht nochmal ein Faktor 2 weniger.

Marcel
Jörg Tewes (13.10.2015, 00:02)
Marcel Mueller schrieb:
> On 12.10.15 00.10, Jörg W. wrote:


>> Ich interessiere mich für eine AM3+-CPU für meinen Rechner, welcher in
>> der Regel nur durch Email, Dateiverwaltung, Internet, Musik und nur ab
>> und ausgelastet wird.

> Ca. 5W pro Kern. Takt ist irrelevant, da der Idle-Takt bei allen (einer
> Serie) gleich ist. Netzteil-Wirkungsgrad kommt noch on top.


Echt 5W im idle? Pro Kern? Was verbraucht ein kompletter AMD Rechner
dann im Idle 50W? Das ist imho das 5-fache was die c't bei ihrem
kompletten Intelrechner hinbekommen hat.

Bye Jörg
Marcel Mueller (13.10.2015, 09:20)
On 13.10.15 00.02, Jörg Tewes wrote:
>> Ca. 5W pro Kern. Takt ist irrelevant, da der Idle-Takt bei allen (einer
>> Serie) gleich ist. Netzteil-Wirkungsgrad kommt noch on top.

> Echt 5W im idle? Pro Kern? Was verbraucht ein kompletter AMD Rechner
> dann im Idle 50W? Das ist imho das 5-fache was die c't bei ihrem
> kompletten Intelrechner hinbekommen hat.


Wie viele Kerne hast Du? Wie viele hat der Intel-Rechner?

Und der c't Vorschlag war mit handverlesenen Komponenten. Die haben
selber geschrieben, dass selbst minimale Änderungen den Verbrauch
drastisch erhöhen.

Wenn Du unbedingt meinst, einen FX 8xxx einbauen zu müssen, braucht die
komplette Kiste sicherlich um die 50W aus dem Netz. Wobei vieles davon
abhängt, was sich sonst noch so tummelt.

Einen alten AMD 270 (2x AM2) hingegen habe ich mal mit ~12W für die CPU
gemessen. Inklusive aller anderen Komponenten waren es dann ziemlich
genau 20W, und das 385W Enermax gönnte sich dafür fast 50W :-(. Ein
anderes Netzteil brachte dann Abhilfe (gut 30W). Der Wirkungsgrad ist
bei 5% Last halt hundsmiserabel.
Ein 4-Takter in AM3+ (FX4xxx) kommt so auf grob 18W für die CPU.

Wenn man einen sparsamen Ackergaul sucht, ist man bei ARM deutlich
besser aufgehoben, als bei den mit historisch gewachsenen
Recheneinheiten überfrachteten x86-Nachfolgern. Ein Odroid XU4 taugt als
Office-Desktop und braucht Idle unter 10W.

Marcel
Jörg Tewes (13.10.2015, 11:33)
Marcel Mueller schrieb:
> On 13.10.15 00.02, Jörg Tewes wrote:
> Wie viele Kerne hast Du? Wie viele hat der Intel-Rechner?


4 Kerne hat mein i5. Wären beim AMD Prozessor nach deiner Aussage 20W.
DAs verbraucht mein kompletter Rechner nicht im Idle.

> Und der c't Vorschlag war mit handverlesenen Komponenten. Die haben
> selber geschrieben, dass selbst minimale Änderungen den Verbrauch
> drastisch erhöhen.


Ne drastisch nicht. Und handverlesen auch nicht, nur nach bestimmten
Gesichtspunkten ausgewählt.

> Wenn Du unbedingt meinst, einen FX 8xxx einbauen zu müssen, braucht die
> komplette Kiste sicherlich um die 50W aus dem Netz. Wobei vieles davon
> abhängt, was sich sonst noch so tummelt.


Mit 8 Kernen die allein schon 40 Watt brauchen?

> Einen alten AMD 270 (2x AM2) hingegen habe ich mal mit ~12W für die CPU
> gemessen. Inklusive aller anderen Komponenten waren es dann ziemlich
> genau 20W, und das 385W Enermax gönnte sich dafür fast 50W :-(. Ein
> anderes Netzteil brachte dann Abhilfe (gut 30W). Der Wirkungsgrad ist
> bei 5% Last halt hundsmiserabel.
> Ein 4-Takter in AM3+ (FX4xxx) kommt so auf grob 18W für die CPU.


Das wären dann ja keine 5W pro Kern. Sondern eher weniger. Puuhh und ich
dachte schon die wären wirklich so schlecht.

> Wenn man einen sparsamen Ackergaul sucht, ist man bei ARM deutlich
> besser aufgehoben, als bei den mit historisch gewachsenen
> Recheneinheiten überfrachteten x86-Nachfolgern.


Naja aber auch mit denen kriegt mans besser hin als mit AMD wie mir
scheint. Ich brauche halt die meiste Zeit kein Dampf, aber wenn ich sie
brauche ist ein Arm deutlich überfordert. Zudem x86 Software benötigt wird.

Aber das alles hatte ich schon mal. Ich war nur verwundert über die 5W
pro Kern.

Bye Jörg
Marcel Mueller (13.10.2015, 13:51)
On 13.10.15 11.33, Jörg Tewes wrote:
>> Wie viele Kerne hast Du? Wie viele hat der Intel-Rechner?

> 4 Kerne hat mein i5. Wären beim AMD Prozessor nach deiner Aussage 20W.
> DAs verbraucht mein kompletter Rechner nicht im Idle.


Seit Haswell hat sich bei Intel einiges getan. Mittlerweile brauchen die
CPUs Idle weniger als die Mainboards. Entsprechend kritisch ist ihre
Auswahl.

>> Und der c't Vorschlag war mit handverlesenen Komponenten. Die haben
>> selber geschrieben, dass selbst minimale Änderungen den Verbrauch
>> drastisch erhöhen.

> Ne drastisch nicht. Und handverlesen auch nicht, nur nach bestimmten
> Gesichtspunkten ausgewählt.


Mainboards mit GraKa zu erwischen, die nicht mehr als 5W brauchen, ist
durchaus eine Kunst. Das kann schon ein einziger USB3-Port (ohne
angeschlossenens Gerät) kaputt machen, den der alte 10W Bauvorschlag
AFAIR auch nicht hatte. SATA im schnellsten Betriebsmodus ist auch ein
Stromschlucker, ohne irgendeinen spürbaren Mehrwert zu erzeugen,
versteht sich. Und auch SSDs brauchen nicht selten mehr als man
erwartet. Zwar alles im unteren einstelligen Bereich, aber wenn man in
Summe bei 10W landen will, ist das schon viel.

>> Wenn Du unbedingt meinst, einen FX 8xxx einbauen zu müssen, braucht die
>> komplette Kiste sicherlich um die 50W aus dem Netz. Wobei vieles davon
>> abhängt, was sich sonst noch so tummelt.

> Mit 8 Kernen die allein schon 40 Watt brauchen?


Das Mainboard und der Rest braucht doch bei einer dickeren CPU auch
nicht mehr als sonst.

Im übrigen war das nur eine Fausformel, die man nicht auf die
Nachkommastellen abklopfen sollte. 20% Toleranz sind da völlig normal.
Der 8-kerner kann vielleicht auch noch mit 30W auskommen. Hängt unter
anderem auch von den Cache-Größen ab. Aber noch weniger wird das bei AMD
bisher nicht.

>> Ein 4-Takter in AM3+ (FX4xxx) kommt so auf grob 18W für die CPU.

> Das wären dann ja keine 5W pro Kern. Sondern eher weniger. Puuhh und ich
> dachte schon die wären wirklich so schlecht.


Ja, 4,5W, super, was für eine Ersparnis.

>> Wenn man einen sparsamen Ackergaul sucht, ist man bei ARM deutlich
>> besser aufgehoben, als bei den mit historisch gewachsenen
>> Recheneinheiten überfrachteten x86-Nachfolgern.

> Naja aber auch mit denen kriegt mans besser hin als mit AMD wie mir
> scheint.


Wenn man genug $$$ in der Kriegskasse hat, ja. Davon ist AMD aber weit
entfernt. Der Aufwand ist halt erheblich. Und bereits eine
Hintergrundsoftware, die sich ein wenig blöd anstellt, kann das Ergebnis
zum guten Teil zunichte machen.
Und wirklich lohnen tut sich das im Privatgebrauch sowieso meist nicht.
Für den Mehrpreis von Intel kann man sich bei privater Nutzung für
mehrere Jahre den Strom für die AMD CPU kaufen. Selbst bei 24/7-Betrieb
ist es noch knapp. Für meinen AMD VM-Server (4x) habe ich um die 300¤
bezahlt (incl. SSD). Bei Intel hätte ich einen Xeon nehmen müssen. Der
wäre schon erheblich teurer gekommen. Und dann wäre auch nur die CPU
sparsamer gewesen, also höchstens vielleicht 30¤ pro Jahr gespart.

Ist halt schade, dass der letzte ernstzunehmende Konkurrent auf dem x86
Markt absehbar bald ins Gras beißt. Der erhebliche Vorsprung, den man
sich mit der DEC Alpha 64 Technologie damals eingekauft hat, ist halt
jetzt wirklich mehr als aufgebraucht.
Aber vielleicht braucht man bis dahin ja kaum noch x86 CPUs, weil es
genug bessere Alternativen nebst passender Software gibt. Hoffentlich.
Andernfalls wird es krass teuer, und spätestens dann werden die
Alternativen zum rechts überholen ansetzen. Dazwischen gibt es halt ein
paar bittere Jahre.

> Ich brauche halt die meiste Zeit kein Dampf, aber wenn ich sie
> brauche ist ein Arm deutlich überfordert. Zudem x86 Software benötigt wird.


Eigentlich ist x86 nur beim Thema Virtualisierung deutlich weiter.
Ansonsten kenne ich kaum noch neuere Software die Exklusiv auf x86
läuft. Würde das doch nahezu sämtliche ach so tollen Tablets ins Aus
befördern.

Ein Bekannter von mir nutzt die Odroids als Arbeitsplatzrechner in
seiner Firma. Klar wenn Dampf gefragt ist, läuft das auf dem Server im
Keller, und das ist wieder ein AMD. Aber als Office-PC tun es die Dinger
durchaus. Das sind ja keine Raspberry Pi mit ARMV6.

> Aber das alles hatte ich schon mal. Ich war nur verwundert über die 5W
> pro Kern.


So viel fehlt da nicht. Den Takt geben die Leckströme an. Und jeder
Transistor auf dem Die hat Leckstrom. Viele Transistoren = viel Leckstrom.

Marcel
Jörg Tewes (13.10.2015, 17:15)
Marcel Mueller schrieb:
> On 13.10.15 11.33, Jörg Tewes wrote:
> Seit Haswell hat sich bei Intel einiges getan. Mittlerweile brauchen
> die CPUs Idle weniger als die Mainboards. Entsprechend kritisch ist
> ihre Auswahl.


Meiner ist noch kein Haswell, nur dritte Generation Ivy Bridge imho.

>>> Und der c't Vorschlag war mit handverlesenen Komponenten. Die
>>> haben selber geschrieben, dass selbst minimale Änderungen den
>>> Verbrauch drastisch erhöhen.


>> Ne drastisch nicht. Und handverlesen auch nicht, nur nach
>> bestimmten Gesichtspunkten ausgewählt.


> Mainboards mit GraKa zu erwischen, die nicht mehr als 5W brauchen,
> ist durchaus eine Kunst. Das kann schon ein einziger USB3-Port (ohne
> angeschlossenens Gerät) kaputt machen, den der alte 10W Bauvorschlag
> AFAIR auch nicht hatte.


Ich habe zwei Rechner mit Intel Boards hier, die haben beide schon USB3.
Sind allerdings nicht meine, weswegen ich die noch nicht gemessen habe.

> SATA im schnellsten Betriebsmodus ist auch ein Stromschlucker, ohne
> irgendeinen spürbaren Mehrwert zu erzeugen, versteht sich.


Huch, also die Samsung SSDs in obig erwähnten Rechnern sind am SATA3G
Port des Boards schon langsamer als am SATA6G Port.

> Und auch
> SSDs brauchen nicht selten mehr als man erwartet. Zwar alles im
> unteren einstelligen Bereich, aber wenn man in Summe bei 10W landen
> will, ist das schon viel.


Ja die neuen SSDs mit NVMe sind noch ziemliche Stromschlucker.

>>> Ein 4-Takter in AM3+ (FX4xxx) kommt so auf grob 18W für die CPU.

>> Das wären dann ja keine 5W pro Kern. Sondern eher weniger. Puuhh
>> und ich dachte schon die wären wirklich so schlecht.

> Ja, 4,5W, super, was für eine Ersparnis.


Kommt halt drauf an was man braucht. ;-)

> Ist halt schade, dass der letzte ernstzunehmende Konkurrent auf dem
> x86 Markt absehbar bald ins Gras beißt. Der erhebliche Vorsprung, den
> man sich mit der DEC Alpha 64 Technologie damals eingekauft hat, ist
> halt jetzt wirklich mehr als aufgebraucht.


Ja bei AMD gabs in der Vergangenheit wohl einige Fehlentscheidungen
bzgl. "Wo geht der Weg hin?"

> Eigentlich ist x86 nur beim Thema Virtualisierung deutlich weiter.
> Ansonsten kenne ich kaum noch neuere Software die Exklusiv auf x86
> läuft. Würde das doch nahezu sämtliche ach so tollen Tablets ins Aus
> befördern.


Du kennst eine Photobearbeitung für Arm die mit Photoshop konkurrieren
kann? Nur mal so ein Beispiel. Auch für Videobearbeitung halte ich
Tablets für ungeeignet.

> Ein Bekannter von mir nutzt die Odroids als Arbeitsplatzrechner in
> seiner Firma. Klar wenn Dampf gefragt ist, läuft das auf dem Server
> im Keller, und das ist wieder ein AMD. Aber als Office-PC tun es die
> Dinger durchaus. Das sind ja keine Raspberry Pi mit ARMV6.


Office PCs brauchen schon länger kein x86 mehr.

Bye Jörg
Marcel Mueller (13.10.2015, 21:12)
On 13.10.15 17.15, Jörg Tewes wrote:
>> SATA im schnellsten Betriebsmodus ist auch ein Stromschlucker, ohne
>> irgendeinen spürbaren Mehrwert zu erzeugen, versteht sich.

> Huch, also die Samsung SSDs in obig erwähnten Rechnern sind am SATA3G
> Port des Boards schon langsamer als am SATA6G Port.


Messbar != spürbar.

Im alltäglichen Betrieb würde selbst SATA 1 bei den allermeisten
Anwendungsfällen niemandem auffallen. Lediglich beim /lokalen/ Kopieren
großer Datenmengen von SSD zu SSD hat man eine Chance, den Unterschied
zu bemerken. Das Netzwerk kann sowieso nicht mithalten. Und USB in der
Praxis auch (noch) nicht.

>> Und auch
>> SSDs brauchen nicht selten mehr als man erwartet. Zwar alles im
>> unteren einstelligen Bereich, aber wenn man in Summe bei 10W landen
>> will, ist das schon viel.

> Ja die neuen SSDs mit NVMe sind noch ziemliche Stromschlucker.


Und bieten ebenfalls in vielen Anwendungsszenarien kaum Mehrwert;
zumindest in denen, wo man über 10 W mehr oder weniger Stromverbrauch redet.
Praktisch ist allerdings die Bauform.

>>> Das wären dann ja keine 5W pro Kern. Sondern eher weniger. Puuhh
>>> und ich dachte schon die wären wirklich so schlecht.

>> Ja, 4,5W, super, was für eine Ersparnis.

> Kommt halt drauf an was man braucht. ;-)


Ich habe auch einen FX 4300 im Server. Der war so preiswert, das der
Stromverbrauch das nicht mehr aufwiegt.

> Ja bei AMD gabs in der Vergangenheit wohl einige Fehlentscheidungen
> bzgl. "Wo geht der Weg hin?"


Die sind einfach technologisch 5 Jahre hinterher. Schlicht weil das
Kleingeld für die Edge-Forschung fehlt. Chip-Fabs sind halt extrem teuer.

>> Eigentlich ist x86 nur beim Thema Virtualisierung deutlich weiter.
>> Ansonsten kenne ich kaum noch neuere Software die Exklusiv auf x86
>> läuft. Würde das doch nahezu sämtliche ach so tollen Tablets ins Aus
>> befördern.

> Du kennst eine Photobearbeitung für Arm die mit Photoshop konkurrieren
> kann?


Für Photoshop kann ich mir so viele, gut ausgestattete PCs kaufen, dass
die ganze Diskussion für mich Gegenstandslos ist.

> Nur mal so ein Beispiel. Auch für Videobearbeitung halte ich
> Tablets für ungeeignet.


Nicht mehr lange. ARMs packen das durchaus. Das ist zudem eher ein Job
für die GraKa.

> Office PCs brauchen schon länger kein x86 mehr.


So ist es.

Marcel
Shinji Ikari (13.10.2015, 21:40)
Guten Tag

Marcel Mueller <news.5.maazl> schrieb

>Im alltäglichen Betrieb würde selbst SATA 1 bei den allermeisten
>Anwendungsfällen niemandem auffallen. Lediglich beim /lokalen/ Kopieren
>großer Datenmengen von SSD zu SSD hat man eine Chance, den Unterschied
>zu bemerken.


Ich bemerke auch beim Kopieren ueber das Netzwerk den Untererschied.
Ja, SSD helfen sehr, aber SATA1 wuerde meine Netzwerkkopierereien
bremsen.

>Das Netzwerk kann sowieso nicht mithalten.


Steiche bitte "das" und setze (aus Deiner Sicht) "Mein".
Jörg Tewes (13.10.2015, 22:07)
Marcel Mueller schrieb:
> On 13.10.15 17.15, Jörg Tewes wrote:
>>> SATA im schnellsten Betriebsmodus ist auch ein Stromschlucker,
>>> ohne irgendeinen spürbaren Mehrwert zu erzeugen, versteht sich.

>> Huch, also die Samsung SSDs in obig erwähnten Rechnern sind am
>> SATA3G Port des Boards schon langsamer als am SATA6G Port.

> Messbar != spürbar.


Ich spüre ob eine 3 Gbyte große Datei mit 300 MByte/s oder fast dem
doppelten kopiert wird.

> Im alltäglichen Betrieb würde selbst SATA 1 bei den allermeisten
> Anwendungsfällen niemandem auffallen. Lediglich beim /lokalen/
> Kopieren großer Datenmengen von SSD zu SSD hat man eine Chance, den
> Unterschied zu bemerken. Das Netzwerk kann sowieso nicht mithalten.
> Und USB in der Praxis auch (noch) nicht.


Auch bei den IOPS also dein gleichzeitigen Zugriffen pro Sekunde spüre
ich einen Unterschied. Tut mir leid wenn das bei dir nicht der Fall ist.

> Und bieten ebenfalls in vielen Anwendungsszenarien kaum Mehrwert;
> zumindest in denen, wo man über 10 W mehr oder weniger Stromverbrauch
> redet. Praktisch ist allerdings die Bauform.


Naja die im M.2 Format schon, aber diese riesen Steckkarte von Intel
würde ich nicht als praktisch bezeichnen. ;-)

Wobei ich jetzt garnicht weiß, ob es schon M.2 Steckarten SSDs mit PCIe
oder NVME Protokoll zu kaufen gibt.

>>>> Das wären dann ja keine 5W pro Kern. Sondern eher weniger.
>>>> Puuhh und ich dachte schon die wären wirklich so schlecht.
>>> Ja, 4,5W, super, was für eine Ersparnis.

>> Kommt halt drauf an was man braucht. ;-)

> Ich habe auch einen FX 4300 im Server. Der war so preiswert, das der
> Stromverbrauch das nicht mehr aufwiegt.


Ich habe einen HP-Microserver mit einem AMD imho Turion drin. Der reicht
hier aus.

>> Ja bei AMD gabs in der Vergangenheit wohl einige
>> Fehlentscheidungen bzgl. "Wo geht der Weg hin?"

> Die sind einfach technologisch 5 Jahre hinterher. Schlicht weil das
> Kleingeld für die Edge-Forschung fehlt. Chip-Fabs sind halt extrem
> teuer.


Nein das liegt nicht nur am Geld. Erst durch den falschen Weg fehlt
denen das Geld. Klar können sie finanziell nicht mit Intel mithalten,
aber bis Intel den Core2 raus brachte konnten sie es zumindest
leistungsmäßig.

> Für Photoshop kann ich mir so viele, gut ausgestattete PCs kaufen,
> dass die ganze Diskussion für mich Gegenstandslos ist.


OK wenn Geld das einzige ist was eine Rolle, spielt dann bleibt nur noch
Raspi und AMD übrig.

Bye Jörg
Marcel Mueller (13.10.2015, 22:52)
On 13.10.15 22.07, Jörg Tewes wrote:
>> Messbar != spürbar.

> Ich spüre ob eine 3 Gbyte große Datei mit 300 MByte/s oder fast dem
> doppelten kopiert wird.


Ja, klar, beim lokalen Kopieren merkt man es.

Aber ich weiß nicht, wann ich in meinem Leben zum letzten mal eine
wirklich große Datei /lokal/ kopiert habe. Üblicherweise brauche ich
solche Datenmengen nicht zweimal auf /demselben/ Rechner.

> Auch bei den IOPS also dein gleichzeitigen Zugriffen pro Sekunde spüre
> ich einen Unterschied. Tut mir leid wenn das bei dir nicht der Fall ist.


Sicher, dass da nicht eine einfache SATA-1 SSD mit einer brandaktuellen
vergleichen wird? Das macht schon einen Unterschied. Aber in Dimensionen
von /Heimrechnern/ mit geringem Verbrauch (und nicht
Arbeitsgruppenservern) ist selbst das kaum zu merken.

Wir haben gerade letzte Woche in der Firma einen Test gemacht, wo wir
den Storage von Softwareentwicklungsmaschinen von normalem SAN auf
Spindeln auf ein All-Flash-Array verlegt haben. Der Unterschied war
mühelos messbar. Die durchschnittliche Dauer Pro I/O in Perfmon ist von
gut 5 ms auf gut 1 ms gesunken. (Logging während des normalen
Entwicklungsbetriebs, kein Benchmark). Aber beim Anwender ist davon
nichts angekommen. VS war genauso viel oder wenig träge, wie vorher.
Gemerkt hat man hingegen, wenn die Zugriffszeiten mal über 10 ms
gestiegen sind, weil gerade Rock'n'Roll auf dem Array war. Da ist wohl
irgendwo der Break-Even.

> Nein das liegt nicht nur am Geld. Erst durch den falschen Weg fehlt
> denen das Geld. Klar können sie finanziell nicht mit Intel mithalten,
> aber bis Intel den Core2 raus brachte konnten sie es zumindest
> leistungsmäßig.


Ja, da ist was dran. Nur fällt Leistung halt auch nicht vom Himmel. Vor
allem, wenn gleichzeitig Mitarbeiter-Know-How ausblutet.

>> Für Photoshop kann ich mir so viele, gut ausgestattete PCs kaufen,
>> dass die ganze Diskussion für mich Gegenstandslos ist.

> OK wenn Geld das einzige ist was eine Rolle, spielt dann bleibt nur noch
> Raspi und AMD übrig.


Nicht das einzige, aber warum soll ich gezielt unwirtschaftlich entscheiden?
Ich bin kein professioneller Grafiker der sich mit dem
Quasi-Monopolisten Adobe herumschlagen muss, der mit seinen Kunden fast
macht, was er will. Und für ein paar eBay- oder Urlaubsfotos muss es
wahrlich kein PS sein.

Marcel
Frank Möller (14.10.2015, 14:07)
Marcel Mueller schrieb am Tue, 13 Oct 2015 22:52:28 +0200:
> On 13.10.15 22.07, Jörg Tewes wrote:


> [...]


>>> Für Photoshop kann ich mir so viele, gut ausgestattete PCs kaufen,
>>> dass die ganze Diskussion für mich Gegenstandslos ist.


>> OK wenn Geld das einzige ist was eine Rolle, spielt dann bleibt nur noch
>> Raspi und AMD übrig.


> Nicht das einzige, aber warum soll ich gezielt unwirtschaftlich entscheiden?
> Ich bin kein professioneller Grafiker der sich mit dem
> Quasi-Monopolisten Adobe herumschlagen muss, der mit seinen Kunden fast
> macht, was er will. Und für ein paar eBay- oder Urlaubsfotos muss es
> wahrlich kein PS sein.


....zumal es für RAW-Entwicklung samt zahlreicher Reparatur- und
Retuschieraufgaben (inkl. Stempeln etc. pp.) längst ausgewachsene
RAW-Konverter gibt, die auch professionellen Ansprüchen genügend vieles von
dem, was früher nur mit PS möglich war, heute selbst können. Klar, wenn man
derartige Perversionen wie <https://www.youtube.com/watch?v=Hnvoz91k8hc>
treiben will, dann kommt man um PS noch nicht herum.

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