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Peter Funk (16.02.2020, 14:00)
Hallo Marc,

Vielen Dank für diesen coolen Tipp! **DEN** werde ich mir merken!

Marc Haber schrieb am Freitag, den 14.02.2020 um 12:49:
...
> In der Tat. Noch ein Tipp: Mit mount --bind kann man sich das
> Dateisystem woanders hin mounten, dort sind dann die Mounts nicht da
> und man kann minimalinvasiv hinter die Mountpoints gucken.


mount --bind kannte ich zwar schon und ich hatte es in der
Vergangenheit auch schon für andere Sachen benutzt. Aber auf
diese tolle Idee, um ?hinter den Vorhang zu gucken?,
ohne ihn weg ziehen zu müssen, war ich noch nicht gekommen.

Ich habe das gerade mal mit meinem Root-Dateisystem ausprobiert::

mkdir ~/mymountpoint ; chmod 555 ~/mymountpoint
sudo mount --bind / ~/mymountpoint

Und tatsächlich kann ich da drin nicht nur tadellos hinter meine
Mountpoints gucken; ich kann auch noch die Rechte mit chmod
abändern. Das ist cool!

Liebe Grüße, Peter Funk
Rolf Lucius (16.02.2020, 23:40)
Am Sonntag, 16. Februar 2020, 12:52:12 CET schrieb Peter Funk:
> mount --bind kannte ich zwar schon und ich hatte es in der
> Vergangenheit auch schon für andere Sachen benutzt. Aber auf
> diese tolle Idee, um ?hinter den Vorhang zu gucken?,
> ohne ihn weg ziehen zu müssen, war ich noch nicht gekommen.


Warum mit --bind? Will man die Mountpoints ausblenden, reicht es ja, die Root-Partition einfach ein zweites Mal irgendwo hin zu mounten.
Das mache ich z.B. in meiner Backup-Unit, die beim Herunterfahren automatisch ein Backup vom laufenden System anlegt. So muss ich im Backup-Skript nicht erst umständlich die System-Mountpoints und eventuelle andere ausblenden, weil es beim zweiten Mount keine gibt.

Viele Grüße
Rolf
Marc Haber (17.02.2020, 08:40)
On Sun, 16 Feb 2020 22:14:36 +0100, Rolf Lucius <r.lucius>
wrote:
>Am Sonntag, 16. Februar 2020, 12:52:12 CET schrieb Peter Funk:
>> mount --bind kannte ich zwar schon und ich hatte es in der
>> Vergangenheit auch schon für andere Sachen benutzt. Aber auf
>> diese tolle Idee, um ?hinter den Vorhang zu gucken?,
>> ohne ihn weg ziehen zu müssen, war ich noch nicht gekommen.

>Warum mit --bind? Will man die Mountpoints ausblenden, reicht es ja, die Root-Partition einfach ein zweites Mal irgendwo hin zu mounten.


Das geht ohne --bind?

Grüße
Marc
Sven Hartge (17.02.2020, 09:30)
Marc Haber <mh+debian-user-german> wrote:
> On Sun, 16 Feb 2020 22:14:36 +0100, Rolf Lucius <r.lucius> wrote:
>> Am Sonntag, 16. Februar 2020, 12:52:12 CET schrieb Peter Funk:


>>> mount --bind kannte ich zwar schon und ich hatte es in der
>>> Vergangenheit auch schon für andere Sachen benutzt. Aber auf diese
>>> tolle Idee, um ?hinter den Vorhang zu gucken?, ohne ihn weg ziehen
>>> zu müssen, war ich noch nicht gekommen.


>> Warum mit --bind? Will man die Mountpoints ausblenden, reicht es ja,
>> die Root-Partition einfach ein zweites Mal irgendwo hin zu mounten.


> Das geht ohne --bind?


Außer auf XFS: ja.

# findmnt /
TARGET SOURCE FSTYPE OPTIONS
/ /dev/md2 ext4 rw,relatime,errors=remount-ro
# mount /dev/md2 /mnt/tmp
# findmnt /dev/md2
TARGET SOURCE FSTYPE OPTIONS
/ /dev/md2 ext4 rw,relatime,errors=remount-ro
/mnt/tmp /dev/md2 ext4 rw,relatime,errors=remount-ro
# ls /mnt/tmp
bin dev etc initrd lib mnt netz root srv tmp vmlinuz
boot disk floppy initrd.img lib64 mnt2 opt run sys usr vmlinuz.old
cdrom dos home initrd.img.old lost+found net proc sbin tftpboot var

Bei XFS braucht man dann noch "nouuid" als mount-option.

S!
Rolf Lucius (18.02.2020, 23:10)
Am Montag, 17. Februar 2020, 07:36:06 CET schrieb Marc Haber:
> On Sun, 16 Feb 2020 22:14:36 +0100, Rolf Lucius <r.lucius>
> >Warum mit --bind? Will man die Mountpoints ausblenden, reicht es ja, dieRoot-Partition einfach ein zweites Mal irgendwo hin zu mounten.

> Das geht ohne --bind?


Ja. Schade finde ich nur, dass man beim zeiten Mounten die Optionen nicht verändern kann. Die Root-Partition ist ja normalerweise rw gemontet und ich würde den zweiten Mount manchmal aus Sicherheitsgründen gerne ro mounten. Das funktioniert nicht.

Viele Grüße
Rolf
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