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Johann Mayerwieser (05.12.2019, 15:03)
Am Wed, 04 Dec 2019 06:44:33 +0000 schrieb Anton Ertl:

>>- und weiter hinten steht
>>> 7.000 Euro bedingt als Strafe!

>>Wieso "bedingt"? Muß er nun zahlen oder nicht?

> Normalerweise nicht. Wie das bei bedingten Strafen so ueblich ist.


Ja er muss zahlen, 21.000 Euro.
Die Gesamtstrafe beträgt 28.000 Euro, davon 21.000 zu zahlen und 7.000
bedingt, d.h. bei wohlverhalten in den nächsten 3 Jahren braucht er nicht
zu zahlen.

Wobei die 28.000 Euro eine Phantasiezahl sind, interessant wären die
Tage, aus denen sich über den Tagsatz der Betrag errechnet. In Österreich
ist der Tagsatz (IMHO im Gegensatz zu .de) der nicht pfändbare Teil des
Einkommens.
Johann Mayerwieser (05.12.2019, 15:06)
Am Mon, 02 Dec 2019 13:32:38 +0100 schrieb Ralph Aichinger:

> Lesenswert die Argumentationslinien. Der Fahrer hält sich für
> unschuldig.
> Kam vom Heurigen. Hatte ein Achterl intus.


In jungen Jahren ist mir aufgefallen, dass ich mit einem Vierterl - FUNF
0,35 Liter :) - in der Stadt um 10 km/h schneller unterwegs war. Seitdem
strenge 0.0 Promille.
Chr. Maercker (06.12.2019, 08:35)
Johann Mayerwieser wrote:
> In jungen Jahren ist mir aufgefallen, dass ich mit einem Vierterl - FUNF
> 0,35 Liter :) - in der Stadt um 10 km/h schneller unterwegs war. Seitdem
> strenge 0.0 Promille.


Bei ähnlichen Selbstversuchen war mir seinerzeit aufgefallen, dass nach
nur einem Bier die Risikobereitschaft spoürbar zunahm, nach 4..6 Bier
(0,25l) im Bewusstsein des eigenen Zustands jedoch eine relativ
vorsichtige Fahrweise vorherrschte. Die Volkspolizei der DDR war
wachsamer als die heutige Rennleitung. Größere Alkoholmengen habe ich
nicht probiert, weil dann ernste Probleme mit dem Gleichgewicht einsetzen.
Martin Gerdes (06.12.2019, 11:42)
anton (Anton Ertl) schrieb:

>>- Was ist "Achterle"?


>Das waere die allemannische Schreibweise von "Achterl".


Die "alemannische Schreibweise" des Wortes wäre "Achtele". Ohne r.
Das unverkoste Wort "Achtel" schreibt man ja auch ohne r.

> Ein Achterl ist ein Achtelliter (Wein), die kleinste Menge,
> die ausgeschenkt wird.


Hierzustadt ist 0,1 ein gängiges Maß, mittlerweile auch in Restaurants.
Wenn man bei einem mehrgängigen Menü wirklich für jeden Gang einen
anderen Wein haben möchte, halte ich dieses Maß für eine gute Idee.

Gestern abend hätte ich gern ein Glas Wein mit 0,1 gehabt, dann hätte
ich in der kurzen Konzertpause den Rest des Nord-Viertels (0,2 l) nicht
so hinunterschütten müssen.
Martin Gerdes (06.12.2019, 11:42)
Gernot Pru3nster <lochohneboden> schrieb:

>> 21.000 gehen an die Mutter - wird Schmerzensgeld und Begräbniskosten
>> sein.


>> 7.000 Euro bedingt als Strafe!


>Also im Standard steht eindeutig "21.000 Euro Geldstrafe [..] 7.000 Euro
>werden ihm bedingt nachgelassen."


>


>Die Kommentare besser nicht lesen.


Von Kommentaren unter SpOn-Fahrradartikeln bin ich ganz anderes gewohnt
(zugegebenermaßen habe ich nur wenige Seiten von den 2225 Kommentaren
gelesen).
Ewald Pfau (06.12.2019, 13:51)
Martin Gerdes <martin.gerdes>:

> Die "alemannische Schreibweise" des Wortes wäre "Achtele". Ohne r.
> Das unverkoste Wort "Achtel" schreibt man ja auch ohne r.


Verkost. Putzige Kategorie, das. Ein Achtel in Austrien ist genau das, ein
Achtel vom Ganzen. Und sonst nix. Wennst es trinken willst, solltest' besser
ein r dazutun.
Ulf.Kutzner (06.12.2019, 15:23)
Am Freitag, 6. Dezember 2019 12:51:16 UTC+1 schrieb Ewald Pfau:
> Martin Gerdes <martingerdes>:
> > Die "alemannische Schreibweise" des Wortes wäre "Achtele". Ohne r.
> > Das unverkoste Wort "Achtel" schreibt man ja auch ohne r.

> Verkost. Putzige Kategorie, das. Ein Achtel in Austrien ist genau das, ein
> Achtel vom Ganzen. Und sonst nix. Wennst es trinken willst, solltest' besser
> ein r dazutun.


Und auch das Augsburger Schwäbisch hat
Gerdes' Rundumschlag nicht verdient.

Martin Gerdes (07.12.2019, 12:55)
Ewald Pfau <anderswo> schrieb:

>> Die "alemannische Schreibweise" des Wortes wäre "Achtele". Ohne r.
>> Das unverkoste Wort "Achtel" schreibt man ja auch ohne r.


>Ein Achtel in Austrien ist genau das, ein Achtel vom Ganzen.


So ist das im Altreich auch.

Wenn man im Dialekt das Diminutiv des Wortes bilden will, wird ein
"Achtele" daraus (und nicht etwa ein "Achterle").

Letztes wäre eine liebevolle Umschreibung eines Laufrades (Topic!), das
die Zentrierung verloren hat, also nicht etwa einen ausgewachsenen
Achter hat, sondern nur ein kleines Achterle.

So einfach kann Sprache sein!
Johann Mayerwieser (07.12.2019, 14:34)
Am Wed, 04 Dec 2019 07:35:57 +0100 schrieb Ralph Aichinger:

>> - Was ist "Achterle"?

> 1/8l von ebendiesem


Wenn er wirklich "Achterle" gesagt hat, könnte es sich um einen Kärtner
handeln - die haben immer schon eine seltsame Auffassung von richtig
Autofahren - man denke nur an den ehemaligen Landeshauptmann, der schon
vorher auffällig war. Die in bewachenden Beamten der Staatspolizei haben
erreicht, dass sie bei einer Geschwindigkeit des ex-Landeshauptmannes von
mehr als 150 km/h nicht mehr nachfahren müssen, er ist gerne mit seinem
Porsche auch auf dichter befahrenen Autobahnstücken mit 200+ unterwegs
gewesen
HC Ahlmann (07.12.2019, 19:59)
Johann Mayerwieser <johann.mayerwieser> wrote:

> Am Wed, 04 Dec 2019 07:35:57 +0100 schrieb Ralph Aichinger:


> Wenn er wirklich "Achterle" gesagt hat, könnte es sich um einen Kärtner
> handeln - die haben immer schon eine seltsame Auffassung von richtig
> Autofahren - man denke nur an den ehemaligen Landeshauptmann, der schon
> vorher auffällig war. Die in bewachenden Beamten der Staatspolizei haben
> erreicht, dass sie bei einer Geschwindigkeit des ex-Landeshauptmannes von
> mehr als 150 km/h nicht mehr nachfahren müssen, er ist gerne mit seinem
> Porsche auch auf dichter befahrenen Autobahnstücken mit 200+ unterwegs
> gewesen


Wie hat er bei dem staatsweiten Limit von 130 seinen Führerschein
behalten? Wenn schon die Polizisten wegen des Tempos eine Befreiung vom
Bewachen erwirkt haben, konnte es ausreichend oft bezeugt worden sein.
Johann Mayerwieser (07.12.2019, 21:49)
Am Sat, 07 Dec 2019 18:59:44 +0100 schrieb HC Ahlmann:

> Wie hat er bei dem staatsweiten Limit von 130 seinen Führerschein
> behalten? Wenn schon die Polizisten wegen des Tempos eine Befreiung vom
> Bewachen erwirkt haben, konnte es ausreichend oft bezeugt worden sein.


Hat sich doch niemand getraut, ist von Bundeskanzler Schüssel geschützt
worden, weil dieser einmal mit dem Landeshauptmann im Porsche mitfahren
durfte.
Ulf.Kutzner (08.12.2019, 15:21)
Am Samstag, 7. Dezember 2019 18:59:47 UTC+1 schrieb HC Ahlmann:
> Wie hat er bei dem staatsweiten Limit von 130 seinen Führerschein
> behalten?


Und ich dachte mir schon bei der Schilderung seiner letzten Fahrt:
"So beknackt kann so einer doch eigentlich gar nicht sein."
Doch, kann er.
Gerald EÑ–scher (08.12.2019, 17:08)
Am 07.12.19 um 18:59 schrieb HC Ahlmann:
[Jörg H.]
> Wie hat er bei dem staatsweiten Limit von 130 seinen Führerschein
> behalten?


Dank unseres Ex-Verkehrtministers mittlerweile auf manchen
Autobahnabschnitten 140.

> Wenn schon die Polizisten wegen des Tempos eine Befreiung vom
> Bewachen erwirkt haben, konnte es ausreichend oft bezeugt worden sein.


Möglicherweise hat irgendein Jurist §26 Abs 1 StVO kreativ ausgelegt.

Oder Johann verbreitet ein Gerücht.
Gerald EÑ–scher (08.12.2019, 17:10)
Am 06.12.19 um 07:35 schrieb Chr. Maercker:
> Bei ähnlichen Selbstversuchen war mir seinerzeit aufgefallen, dass nach
> nur einem Bier die Risikobereitschaft spoürbar zunahm, nach 4..6 Bier ^^^^
> (0,25l) ^^^^^


*prust*
Johann Mayerwieser (08.12.2019, 20:57)
Am Sun, 08 Dec 2019 16:08:47 +0100 schrieb Gerald E?scher:

>> Wenn schon die Polizisten wegen des Tempos eine Befreiung vom Bewachen
>> erwirkt haben, konnte es ausreichend oft bezeugt worden sein.

> Möglicherweise hat irgendein Jurist §26 Abs 1 StVO kreativ ausgelegt.
> Oder Johann
> verbreitet ein Gerücht.


Ehemann einer Arbeitskollegin war bei der Staatspolizei, hat dort auch
eine ausgezeichnete Fahrausbildung genossen (wegen der Beschützerdienste
gefährdeter Personen) mit allem Pipapo und ist auch oft Haider schützen
gewesen.
Also aus verlässlicher zweiter Hand.

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