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Ludger Averborg (31.05.2020, 23:00)
On Sun, 31 May 2020 21:35:18 +0200, Gerhard Hoffmann
<dk4xp> wrote:

>Man kann den Alkoholgehalt von solchen Mischungen auch durch
>Einfrieren steigern statt durch Brennen,


Eisbock. Bockbier gefrieren lassen und das Eis abfiltrieren.

l.
Hartmut Ott (01.06.2020, 15:53)
Hej,

Am 31.05.20 um 20:16 schrieb hansrbierm:

> Von Dänischen Offizieren wurde uns Selbstgebrannter
> kredenzt, aus als Rückfracht angegammelten Feigen und
> Datteln, angemaischt, gären lassen, abdestilliert.
> Ich habe an dem Produkt gerochen und wußte: Vom Destillieren,
> auch Brennen genannt, verstehen die Dänen nix. Anstandshalber


Nunja, die Preise für Schnaps dort sind recht hoch. Genauso wie für Autos.

> einen Schluck genommen, mich geschüttelt und ans dänische
> Bier gehalten. Die Dänen schütteten erstaunliche Mengen des
> Fusels in sich rein und begannen alsbalde Unfug zu reden,
> etwa daß sie freiwillig mit der Wehrmacht nach Rußland
> gezogen wären.


SS Nordland? Oder gab es da noch andere Einheiten? Keine Ahnung.

>> Hering direkt aus dem Rauch, noch warme Leberpaste mit Mohnbrot bis hin
>> zum Lakritzeis mit Schaum (das was im Negerkuss drin ist) und Marmelade.

> Auf Bornholm mal noch warmen Räucherlachs gehabt, erstklassig.


Bornholm ist ein schönes Fleckchen, auch zum wandern und hat viele
kleine Keramikbetriebe.

> Die Dännen nahmen dazu süßes Weißbrot, aber für die blöden
> Deutschen hielten sie Roggenbrot vor.


Als ich damals da war, hatte sie so was noch nicht.

> Letztes Mal auf Bornholm große Enttäuschung: Räucherlachs
> erinnerte in Konsistenz und Geschmack an Kinderschuhsohlen.
> Auf Fünen nötigte man mich, zig Kilometer zu fahren, ein
> angeblich hervorragendes Lokal aufzusuchen. Mir wurde
> vorgesetzt Scholle, schmetterlingsartig aufgeschnitten,
> gefüllt mit Tiefseekrabben in viel Mehlpampe, das ganze
> dick paniert - ich kann sagen, so'n Ding macht pappesatt,
> mehr nicht. Die gleiche Zubereitung kennt man übrigens auch
> in Nordfriesland - FR


Ja, bei manchen Sachen ist die Panade das dickste, da könnte man von der
schon sattwerden.
hansrbierm (02.06.2020, 00:05)
Am Montag, 1. Juni 2020 19:56:42 UTC+2 schrieb Hartmut Ott:


> Ja, bei manchen Sachen ist die Panade das dickste, da könnte man vonder
> schon sattwerden.


Der gemeine Niederländer nährt sich von Indonesischer
Reistafel. Bitterballen (ich warne Neugierige!) und einer
unsäglichen Erdnusspaste - FR
Werner Sondermann (02.06.2020, 00:47)
Am 02.06.2020 um 00:05 schrieb hansrbierm:
> Am Montag, 1. Juni 2020 19:56:42 UTC+2 schrieb Hartmut Ott:
> Der gemeine Niederländer nährt sich von Indonesischer
> Reistafel. Bitterballen (ich warne Neugierige!) und einer
> unsäglichen Erdnusspaste - FR


Walter Oprée funkt hier auch schon lange nicht mehr.
Den hat es es inzwischen wohl auch dahingerafft.

Ich mag Möhren-Kartoffelstampf mit viel Butter und Petersilie.
Dazu passen eigentlich ganz gut Frikadellen.

w.

Hartmut Ott (02.06.2020, 21:11)
Hej,

Am 02.06.20 um 00:05 schrieb hansrbierm:

>> Ja, bei manchen Sachen ist die Panade das dickste, da könnte man von der
>> schon sattwerden.

> Der gemeine Niederländer nährt sich von Indonesischer
> Reistafel. Bitterballen (ich warne Neugierige!) und einer


Bitterballen, hört sich doch ganz gut an, Fleischkroketten schreibt die
Wikipedia, mit einem Ragout aus Rind- oder Kalbfleischmasse oder aus
Hähnchenfleisch oder Pilzen. Passend dazu sollte man dann aber zum
Bitter aka Genever bzw. Schnaps oder Bier halt auch noch ganz normale
Kartoffelkroketten geben. Ist dann doch eine wirklich vollständige und
sättigende Mahlzeit. ,-)

> unsäglichen Erdnusspaste - FR


Da muss ich an den alten "Krimi" denken, wo der eine Koch in seinem
eignen Ofen landete. Ich komm jetzt nicht auf den Namen.
Rolf Bombach (02.06.2020, 22:27)
Falk Willberg schrieb:
> On 29.05.20 09:12, Ole Jansen wrote:
> ...
> Klimaschädlich eher nicht, da nur kurz vorher gebundenes C wieder
> freigesetzt wird.


Es gibt verschiedene Verwendungsmöglichkeiten von Holzkohle.
Man könnte damit leergeräumte Kohlebergwerke verpressen, dann
wäre die C-Fixierung wieder permanent. Das würde aber einer
Zürcher Startup-Firma (Typus: wir retten die Welt) die
Show stoppen.

Auch könnte man den Grill durch ein Öko-A+++-Elektromodell
ersetzen und im Winter mit der Holzkohle statt dem Erdöl heizen.

Klimaschädlich - klimaneutral - klimanüztlich, die Skala geht
durchaus unter Null weiter.

Das übelste dürfte allerdings die Herstellung der Holzkohle sein.
Kann man da nicht Koks nehmen? (Also die schwarze Sorte mein ich,
bevor jetzt Doppeldeutigkeiten aufkeimen.)
Markus Ermert (03.06.2020, 21:03)
<hansrbierm> wrote:
> Der gemeine Niederländer nährt sich von Indonesischer
> Reistafel. Bitterballen (ich warne Neugierige!) und einer
> unsäglichen Erdnusspaste - FR


Frikandel und Kroket nicht zu vergessen.

Köstlich allerdings die Kibbelinge an den ubiquitären Fischständen, nur
echt mit Leierkastenmusik im Hintergrund.
hansrbierm (04.06.2020, 21:35)
Am Mittwoch, 3. Juni 2020 21:03:17 UTC+2 schrieb Markus Ermert:

>> Der gemeine Niederländer nährt sich von Indonesischer
>> Reistafel. Bitterballen (ich warne Neugierige!) und einer
>> unsäglichen Erdnusspaste.


> Frikandel und Kroket nicht zu vergessen.
> Köstlich allerdings die Kibbelinge an den ubiquitären Fischständen


Naja, da ziehe ich Matjes vor.

Ich hatte regelmäßig in Antwerpen zu tun. Im Hotel einer Kette
war nicht in der Lage, ein ordentliches Frühstücksbüfett vorzuhalten.
Was mir ansonsten auffiel war, daß in Belgien an allem irgendein
mir unangenehmes Gewürz ist, selbst am Krabbencocktail, ich konnte
es aber bis heute nicht identifizieren.
Leider noch nie in Maastricht gewesen - FR
Markus Ermert (04.06.2020, 21:58)
<hansrbierm> wrote:
>> Köstlich allerdings die Kibbelinge an den ubiquitären Fischständen

> Naja, da ziehe ich Matjes vor.


Noch besser, aber die gibt?s nur saisonal.

> Leider noch nie in Maastricht gewesen - FR


Katholische Niederlande. Sogar mit Karneval. Bitterballen und Frikandel
aber auch dort.
Hans-Juergen Lukaschik (05.06.2020, 05:30)
Hallo Markus,

am Donnerstag, 04 Juni 2020 19:58:37
schrieb Markus Ermert <markusspamermert>:

> > Naja, da ziehe ich Matjes vor.

> Noch besser, aber die gibt?s nur saisonal.


Saisonal ist dabei nur noch die Fangzeit. Frischen Matjes bekommst du
schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Und da der Hering sowieso gefrostet
wird, bekommst du ihn jetzt zu jeder Zeit.
Gilt auch für den Glückstädter Matjes, der kommt inzwischen aus
Norwegen. Wirklich frisch und direkt aus Glückstadt habe ich ihn da 1973
gegessen und eimerweise gekauft, ich wurde da zum 2. April kaserniert.

MfG Hans-Jürgen
hansrbierm (05.06.2020, 23:01)
Am Donnerstag, 4. Juni 2020 21:58:39 UTC+2 schrieb Markus Ermert:

>> Leider noch nie in Maastricht gewesen.


> Katholische Niederlande. Sogar mit Karneval. Bitterballen und Frikandel
> aber auch dort.


Nord-Brabant (die Einwohner betonen Brabant auf der ersten Silbe)
ist auch katholisch. Dort saß unser Generalimporteur und ich wurde
bei jedem Besuch zu Indonesischer Reistafel genötigt.
Bitterballen habe ich mal in Antwerpen (dort saß unser belgischer
Importeur) probiert und war von der Füllung aus zu Flüssigkeit
homogenisierten Fleisches auf Dauer abgeschreckt. Aber die Fülle
an Biersorten war mir Offenbarung, besonders die Starkbiere - FR

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