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Juergen (09.01.2020, 01:22)
Servus.

Leider musste ich feststellen, dass in einigen unserer vermieteten Räume
Lichtschalter von Malern übertüncht wurden. Ist vermutlich 15 oder gar
30 Jahre her, gefällt mir trotzdem nicht.

Gibt es einen ultimativen Tipp die Farbe abzubekommen? Habe erst
versucht die abgeschraubten Blenden in Wasser einzuweichen, da tat sich
nach 8 Stunden gar nichts. Dann habe ich mich besonnen, dass es ja stark
alkalische Abbeizer gibt und dem Wasser Ätznatron (aka klassischer
Abflussreiniger) beigefüght. Nochmal 8 Stunden später ließ sich die
Farbe mit der Kunststoffkante einer Spülbürste halbwegs schonend
abkratzen.

Danach sorgte etwas Kunststoffpolitur für neuen Glanz.

cu.
Juergen
Ludger Averborg (09.01.2020, 10:22)
On Thu, 09 Jan 2020 00:22:46 +0100, Juergen
<schreibsklave> wrote:

>Servus.
>Leider musste ich feststellen, dass in einigen unserer vermieteten Räume
>Lichtschalter von Malern übertüncht wurden. Ist vermutlich 15 oder gar
>30 Jahre her, gefällt mir trotzdem nicht.
>Gibt es einen ultimativen Tipp die Farbe abzubekommen? Habe erst
>versucht die abgeschraubten Blenden in Wasser einzuweichen, da tat sich
>nach 8 Stunden gar nichts. Dann habe ich mich besonnen, dass es ja stark
>alkalische Abbeizer gibt


die sind eigentlich wohl vor allem bei Ölfarbe (nicht:
Lackfarbe) wirksam.

>und dem Wasser Ätznatron (aka klassischer
>Abflussreiniger) beigefüght. Nochmal 8 Stunden später ließ sich die
>Farbe mit der Kunststoffkante einer Spülbürste halbwegs schonend
>abkratzen.
>Danach sorgte etwas Kunststoffpolitur für neuen Glanz.

Bei Wandfarben auf Acryl- oder Latexbasis versuche ich es
meist zuerst mit Benzin. Ob das auch nach 30 Jahren Alterung
noch wirkt entzieht sich aber meiner Kenntnis.

l.
H.-P. Schulz (09.01.2020, 10:34)
Juergen <schreibsklave> schrieb:

>Servus.
>Leider musste ich feststellen, dass in einigen unserer vermieteten Räume
>Lichtschalter von Malern übertüncht wurden. Ist vermutlich 15 oder gar
>30 Jahre her, gefällt mir trotzdem nicht.
>Gibt es einen ultimativen Tipp die Farbe abzubekommen?


Ich hatte mal ein ähnliches Problem, allerdings waren da nicht nur die
Lichtschalter, sondern auch Steckdosen, Türrahmen, Rohre und zT
Heizkörper vollgesaut. Ein *Riesen*ärger!

Ich habe dann mal den Tip bekommen, die Farbe etwas einzuweichen und
dann vermittels eines handlichen Hartholzblocks ab zu stoßen. Das Holz
ist einerseits hart genug gegen die Farbpatzer, andererseits wird es
Plastikoberflächen nicht oder nur wenig ankratzen.

Na ja ... teilweise hat es auch geklappt. Ist aber trotzdem 'ne Sau
Arbeit!
An vielen Stellen bin ich dann doch mit der grünen Seite eines schon
gut abgebrauchten Abwaschschwämmchens bei gegangen.

Diese saumäßigen Anstriche sind regelmäßig in neu zu beziehenden
Mietwohnungen anzutreffen. Der Vormieter ist verdonnert, "alles weiß"
zu machen (auch wenn etwaige farbige Anstriche noch gut sind *und* der
Nachmieter signalisiert, dass er das so übernehmen wolle!). Da geht
dann der ausziehende Mieter entsprechend lustlos ran, zu besonderer
Sorgfalt nicht gerade aufgelegt.
Und dem Vermieter ist das meist egal, - Hauptsache "weiß".

Ein schöner Scheiß, das!
Marcel Mueller (09.01.2020, 23:55)
Am 09.01.20 um 00:22 schrieb Juergen:
> Leider musste ich feststellen, dass in einigen unserer vermieteten Räume
> Lichtschalter von Malern übertüncht wurden. Ist vermutlich 15 oder gar
> 30 Jahre her, gefällt mir trotzdem nicht.
> Gibt es einen ultimativen Tipp die Farbe abzubekommen?


Hmm, wir haben sie damals alle in die Spülmaschine gesteckt.
Ob das bei verwesten Lackspuren allerdings noch geht, weiß ich nicht.

Marcel
Martin K. (11.01.2020, 20:59)
Am Donnerstag, 9. Januar 2020 09:34:33 UTC+1 schrieb H.-P. Schulz:
> Juergen <schreibsklave> schrieb:
> Diese saumäßigen Anstriche sind regelmäßig in neu zu beziehenden
> Mietwohnungen anzutreffen. ...
> Und dem Vermieter ist das meist egal, - Hauptsache "weiß".


Mir als Vermieter nicht, denn schließlich ist es mein Eigentum. Deshalb habe
ich bisher die Arbeiten selbst übernommen. Bei den ersten Mieterwechseln haben
Ausbesserungen gereicht. Jetzt nach 15 Jahren habe ich alles komplett neu
gestrichen. Natürlich Schalterabdeckungen demontiert, alles abgeklebt und
sauber gestrichen. Hat bei der großen Wohnung 4 Tage gedauert, aber essieht
wieder wie neu aus.

Problem sehe ich nicht mal bei den Schalterabdeckungen, die könnte manmit
überschaubaren Kosten ersetzen. Problem sind eher die Kunstofffensterrahmen
und Türrahmen.
Juergen (11.01.2020, 22:45)
Am Sat, 11 Jan 2020 10:59:52 -0800 (PST) schrieb "Martin K."

>Problem sehe ich nicht mal bei den Schalterabdeckungen, die könnte man mit
>überschaubaren Kosten ersetzen. Problem sind eher die Kunstofffensterrahmen
>und Türrahmen.


Das sagtst Du jetzt. Warte nochmal 15 Jahre, ob Du die
Schalterabdeckungen dann noch kriegst. Und selbst wenn, bei den vielen
Schaltern und Steckdosen kann das dann auch ins Geld gehen.

cu.
Juergen
Gerald Oppen (12.01.2020, 14:00)
Am 11.01.20 um 21:45 schrieb Juergen:
> Am Sat, 11 Jan 2020 10:59:52 -0800 (PST) schrieb "Martin K."
> Das sagtst Du jetzt. Warte nochmal 15 Jahre, ob Du die
> Schalterabdeckungen dann noch kriegst. Und selbst wenn, bei den vielen
> Schaltern und Steckdosen kann das dann auch ins Geld gehen.


Was in 15 Jahren ist kann heute noch keiner sagen. Immerhin ist dann die
Installation auch schon 30Jahre alt und muss gegebenenfalls auch aus
anderen Gründen ersetzt werden. Auch der Vermieter ist dann eventuell
auch nicht mehr der gleiche und muss sich darum nicht mehr kümmern...

Gerald
Marcel Mueller (12.01.2020, 17:15)
Am 11.01.20 um 21:45 schrieb Juergen:
> Am Sat, 11 Jan 2020 10:59:52 -0800 (PST) schrieb "Martin K."
>> Problem sehe ich nicht mal bei den Schalterabdeckungen, die könnte man mit
>> überschaubaren Kosten ersetzen. Problem sind eher die Kunstofffensterrahmen
>> und Türrahmen.

> Das sagtst Du jetzt. Warte nochmal 15 Jahre, ob Du die
> Schalterabdeckungen dann noch kriegst.


Da reicht viel weniger. Die Hersteller wechseln gerne mal leicht die
Farben, damit das nicht geht. Den Spaß hatte ich auch schon, speziell
bei Markenware wie Busch-Jäger.

Marcel
Marc Haber (13.01.2020, 09:42)
Marcel Mueller <news.5.maazl> wrote:
>Am 11.01.20 um 21:45 schrieb Juergen:
>Da reicht viel weniger. Die Hersteller wechseln gerne mal leicht die
>Farben, damit das nicht geht. Den Spaß hatte ich auch schon, speziell
>bei Markenware wie Busch-Jäger.


Und ich dachte jetzt, Klassiker wie Jung LS oder das optisch aus der
Zeit gefallene Jung CD würde man genau deswegen kaufen, dass man die
auch Jahre später noch nachkaufen kann?

Grüße
Marc
Martin Gerdes (13.01.2020, 22:16)
Marc Haber <mh+usenetspam1118> schrieb:

>>Da reicht viel weniger. Die Hersteller wechseln gerne mal leicht die
>>Farben, damit das nicht geht. Den Spaß hatte ich auch schon, speziell
>>bei Markenware wie Busch-Jäger.


>Und ich dachte jetzt, Klassiker wie Jung LS oder das optisch aus der
>Zeit gefallene Jung CD würde man genau deswegen kaufen, dass man die
>auch Jahre später noch nachkaufen kann?


Keine Ahnung, ob man das tut, ich weiß nur, daß Jung über die Jahredas
Design mehrfach subtil geändert hat. Das fällt aber nur auf, wenn manes
direkt nebeneinander sieht. Man wird bei Bedarf die ganze Kombination
ändern müssen (statt nur die eine Wippe). Das wars dann aber auch schon.
Schon die Schalterabdeckungen auf der anderen Seite der Tür kann man
normalerweise lassen.

Wer will, kann sich Abdeckungen bei Ebay ersteigern; die sind erheblich
billiger als im Laden -- und man bekommt ggf. halt auch "altes Design".
Marc Haber (14.01.2020, 13:04)
Martin Gerdes <martin.gerdes> wrote:
>Marc Haber <mh+usenetspam1118> schrieb:
>Keine Ahnung, ob man das tut, ich weiß nur, daß Jung über die Jahre das
>Design mehrfach subtil geändert hat. Das fällt aber nur auf, wenn man es
>direkt nebeneinander sieht.


Das ist aber gemein.

> Man wird bei Bedarf die ganze Kombination
>ändern müssen (statt nur die eine Wippe).


.... und die in den Dosen sitzenden Schalter? Das wäre ärgerlich, KNX
ist teuer.

Grüße
Marc
Juergen (15.01.2020, 01:45)
Am Thu, 9 Jan 2020 22:55:48 +0100 schrieb Marcel Mueller

>> Gibt es einen ultimativen Tipp die Farbe abzubekommen?


>Hmm, wir haben sie damals alle in die Spülmaschine gesteckt.
>Ob das bei verwesten Lackspuren allerdings noch geht, weiß ich nicht.


Guter Tipp. Die Spülmaschine wollte ich mir damit zwar nicht versauen,
aber ich habe noch so einen Spülmaschinentabs in meiner angesetzten
Natronlauge aufgelöst.

Nach 8 - 10 h waren die Altanstriche meist hinreichend aufgeweicht um
sie mit sanfter Gewalt abzubekommen. Mein Werkzeug der Wahl waren so
gebrauchte Zahnseidesticks (ich nenne sie scherzhalber Laubsägebögen)
die vermutlich aus dem eher weichen Kunststoff PP bestehen. Einfach weil
sie beim ersten Versuch am Waschbecken leicht greifbar waren.

cu.
Juergen
Marcel Mueller (15.01.2020, 09:03)
Am 15.01.20 um 00:45 schrieb Juergen:
> Am Thu, 9 Jan 2020 22:55:48 +0100 schrieb Marcel Mueller
>>> Gibt es einen ultimativen Tipp die Farbe abzubekommen?

>> Hmm, wir haben sie damals alle in die Spülmaschine gesteckt.
>> Ob das bei verwesten Lackspuren allerdings noch geht, weiß ich nicht.

> Guter Tipp. Die Spülmaschine wollte ich mir damit zwar nicht versauen,


Da passiert nichts. Verglichen mit dem ekelhaften Schmodder, der da so
über schmutzige Teller rein kommt, ist das bisschen Dispersionsfarbe
wirklich harmlos. Du willst nicht wissen, wie Spülmaschinen von innen
aussehen. Da hilft auch der Reiniger nichts. Der sorgt vielleicht dafür
dass es nicht immer noch mehr wird und das nichts lebendes mehr darunter
ist.

> aber ich habe noch so einen Spülmaschinentabs in meiner angesetzten
> Natronlauge aufgelöst.
> Nach 8 - 10 h waren die Altanstriche meist hinreichend aufgeweicht um
> sie mit sanfter Gewalt abzubekommen.


In der Maschine wäre da halt noch Wärme dazugekommen. Und die Reinigung
macht der Wassertrahl von der Hochdruckpumpe.

Marcel
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