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Jens Meier (23.11.2015, 17:12)
Hallo!

Nächste Woche soll bei mir an der linken Seite ein Leistenbruch ambulant
operiert werden. Der selbe Chirurg, der das machen wird, hat mir vor
fünfzehn Jahren einen Leistenbruch auf der rechten Seite operiert und mir
vor sechzehn Jahren in einer Notfall-OP den Blinddarm herausgenommen.
Beides ist so gut abgeheilt/verwachsen, dass ich nie Probleme hatte.

Der Mann wird sich nicht mehr an mich erinnern, aber trotzdem wird er
mir demnächst schon zum dritten mal aus der Verlegenheit helfen,
weswegen ich ihm gerne nach der OP einen Dankesbrief überreichen
und eine Kleinigkeit was dazu schenken würde.

Meine Frage ist: Was schenkt man da?

Meine erste Idee war eine Flasche Wein, aber eigentlich bin ich
Alkoholgegner und würde deshalb gerne was anderes schenken.

Für Ideen / Vorschläge bin ich aufgeschlossen.

Mit freundlichem Gruß

Jens
Michael Ottenbruch (27.11.2015, 12:08)
Am Mon, 23 Nov 2015 16:12:44 +0100, schrieb Jens Meier:

> Meine erste Idee war eine Flasche Wein, aber eigentlich bin ich
> Alkoholgegner und würde deshalb gerne was anderes schenken.


Mit Geschenken ist es ja ähnlich wie mit Angelködern. Letztere sollen ja
primär dem Fisch schmecken, und nicht so sehr dem Angler.

Bei Chirurgen liegt man mit Alkohol erfahrungsgemäß nicht falsch -
sämtliche Chirurgen, die ich persönlich kenne, natürlich ausgenommen!
;-)
Jens Meier (27.11.2015, 21:20)
Michael Ottenbruch schrieb:

> Bei Chirurgen liegt man mit Alkohol erfahrungsgemäß nicht falsch -
> sämtliche Chirurgen, die ich persönlich kenne, natürlich ausgenommen!
> ;-)


Hallo und danke für Deinen Reply.

Ich nehme an, Du hast recht und ich würde im allgemeinen nicht ins
Fettnäpfchen treten wenn ich eine Flasche Wein schenken würde.

Ich bin aber dank meiner Anschauung in Sachen Alkoholismus
generell gegen Alkoholgeschenke.

Ich habe ausserdem vergessen zu erwähnen, dass der Chirurg, um
den es geht, Moslem ist, so dass ich annehme, dass er eine Flasche
Wein höchstens weiterschenken könnte, selbst aber nicht viel davon
haben würde.

Für Ideen / Vorschläge, was ich zum Dankesbrief anstatt einer Flasche
Wein dazu schenken könnte, bin ich nach wie vor aufgeschlossen.

Mit freundlichem Gruß

Jens
Helmut Springer (27.11.2015, 21:51)
Jens Meier <meier.j> wrote:
> Für Ideen / Vorschläge, was ich zum Dankesbrief anstatt einer
> Flasche Wein dazu schenken könnte, bin ich nach wie vor
> aufgeschlossen.


Ich wuerde ehrlich gesagt von Geschenken Abstand nehmen und es bei
einem persoenlich gehaltenen Dankesschreiben belassen, so Du nicht
zufaellig selber etwas herstellst, das sich als persoenliches Danke
anbietet.

Letztlich geht es um einen Ausdruck der Wertschaetzung, nicht einen
Transfer von Werten. Letzteres ist ab einem signifikanten Ausmass
auch nicht mehr unproblematisch, je nach Kulturkreis geht das sehr
schnell.
Wolfgang Becker (27.11.2015, 23:19)
Jens Meier <meier.j> wrote:
> Meine erste Idee war eine Flasche Wein, aber eigentlich bin ich
> Alkoholgegner und würde deshalb gerne was anderes schenken.


Ein Schachtel Pralinen geht immer. Falls der Doc sie nicht mag
findet er im Stationszimmer sicher Abnehmer. Bonuspunkte für eine
Sorte, die es nicht im Kiosk des Krankenhauses gibt.

Tschüß,
Wolfgang
Michael Ottenbruch (28.11.2015, 13:43)
Am Fri, 27 Nov 2015 20:20:37 +0100, schrieb Jens Meier:

> Ich habe ausserdem vergessen zu erwähnen, dass der Chirurg, um
> den es geht, Moslem ist, so dass ich annehme, dass er eine Flasche
> Wein höchstens weiterschenken könnte, selbst aber nicht viel davon
> haben würde.


Dann ziehe ich meine Bemerkung natürlich zurück.

Dann fällt mir allerdings auch nichts Zielführendes ein - außer Helmut
darin zuzustimmen, daß sowieso der Brief das Ausschlaggebende ist.
Süßigkeiten, Kuchen etc. werden in den Praxen, in denen ich gearbeitet
habe, eher ohne Bezug zum Spender weggefuttert, nicht "verbrauchsfähige"
Güter müssen alleine aus Platzgründen irgenwann entsorgt werden usw.
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