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Werner Tann (24.01.2019, 19:42)
Marc Haber <mh+usenetspam1118> schrieb:

>Bei meinen letzten Dual-Boot-Experimenten (ein geschäftlich genutztes
>Windows 7 und ein privat genutztes solches) ist das eine Windows beim
>booten des anderen irreparabel kaputtgegangen. Nachdem ich gefühlt
>zwei Monate mit Stefan Kanthak herumgezankt hatte, hab ich dann
>zähneknirschend eine zweite Platte gekauft und auf dieser neu
>installiert.


:-)

Mein Extrem-Multi-Boot befindet sich immer noch und immer noch
unbeschädigt auf einer Pentium-550-Kiste, die inzwischen 18 Jahre alt
ist:

1. Platte: uraltes Win 98, XP Pro
2. Platte : Win 98 SE

Wird schon deswegen nicht ausgeschieden, weil das Board noch Win 98
unterstützt, ohne künstliche Virtualitäten.

Ach ja, war damals, als du mit Kanthak herumgezankt hast, das Backup
schon erfunden? :P
Marc Haber (24.01.2019, 20:57)
Werner Tann <wtann> wrote:
>Ach ja, war damals, als du mit Kanthak herumgezankt hast, das Backup
>schon erfunden?


Freilich war es das, die Daten nicht wichtig bzw problemlos rettbar,
ich hab den Zirkus nur gemacht in der Hoffnung, damit Wissen
aufzubauen, das mir vielleicht mal beim Kunden den Arsch rettet.

Bekommen habe ich nur die Bestätigung, dass Windows aus trivialen
Gründen so kaputt gehen kann, dass nichtmal die besten Windowser in
meiner nicht besonders windowslastigen Filterblase es wieder heil
bekommen.

Grüße
Marc
Michael Limburg (24.01.2019, 21:17)
Werner Tann wrote:

> Ralph Aichinger <ra> schrieb:
>>Virtualisierung zieht sich heute quer durch alle Serverlandschaften
>>und viele Client-Testsysteme. DualBoot ist in professionellen Umgebungen
>>kaum zu finden. Warum wohl? Weil es zu einfach und billig ist?

> Das weiß ich nicht. Aber es ging hier eigentlich nicht um
> Profi-Virtualisierungen. Virtualbox wurde erwähnt.


Was ist denn für Dich eine Profi-Virtualisierung? Virtualbox ist
durch Aufkauf von Sun, die wiederum Innotek aufgekauft haben, zu
Oracle gekommen.

Außerdem wurde Virtualbox im Thread kein einziges mal erwähnt.
Es wurde immer von Virtualisierung geschrieben. Das kann
selbstverständlich auch KVM, Xen, VMware oder sonstwas sein.

MfG
Michael Limburg (24.01.2019, 21:19)
Werner Tann wrote:

> Ralph Aichinger <ra> schrieb:
> Hohe Komplexität und Fragilität möchte ich nun wirklich weitaus mehr
> einem virtuellen System zusprechen. Ist ja kein Wunder, ensteht aus
> seiner Künstlichkeit und dem Als-ob. Ein virtuelles System ist kein
> echtes, und damit es echt aussieht und sich echt anfühlt, braucht es
> 1000 Verrenkungen.


Nö, umgekehrt wird ein Schuh draus. Rechner kommen in tausenden
Hardwarevariationen daher, VMs haben eher wenig Variationen von
emulierter Hardware. In Verbindung mit wenigen Betriebssystemen
aber sehr vielen Anwendern laufen die Maschinen oft deutlich
stabiler als gleiches OS auf Hardware.

MfG
Werner Tann (24.01.2019, 21:30)
Michael Limburg <mlimb> schrieb:

>Nö, umgekehrt wird ein Schuh draus. Rechner kommen in tausenden
>Hardwarevariationen daher, VMs haben eher wenig Variationen von
>emulierter Hardware. In Verbindung mit wenigen Betriebssystemen
>aber sehr vielen Anwendern laufen die Maschinen oft deutlich
>stabiler als gleiches OS auf Hardware.


Dem widerspricht meine Erfahrung. Und der Erfahrung glaube ich
zuallererst.
Werner Tann (24.01.2019, 21:30)
Michael Limburg <mlimb> schrieb:

>Außerdem wurde Virtualbox im Thread kein einziges mal erwähnt.


news:q279s0$php$1
Michael Limburg (24.01.2019, 21:45)
Werner Tann wrote:

> Michael Limburg <mlimb> schrieb:
>>Außerdem wurde Virtualbox im Thread kein einziges mal erwähnt.

> news:q279s0$php$1


Ja, sehe ich jetzt auch. Halt noch so einer, der das Wort
Virtualisierung vom Beitrag, den er zitiert, automatisch
mit Virtualbox gleich setzt.

MfG
Takvorian (24.01.2019, 21:46)
Marc Haber schrieb:

> Takvorian <norbert.staak> wrote:
>>Das gilt für jedes OS dieser Welt. Wenn man auf Gerät 1 Windows installiert,
>>auf Gerät 2 Linux, sind beide für sich alleine hoch komplex und fragil.
>>Wenn man nun beide OSe autark auf zwei Platten im gleichen Gerät
>>unterbringt, wird dadurch die Komplexität und Fragilität nicht höher, sie
>>bleibt exakt gleich.


> Nein, es entstehen Wechselwirkungen, besonders beim ganz frühen
> Systemstart.


Wenn beide Systeme AUTARK installiert sind, haben sie alle Systemdateien auf
ihrer eigenen Platte, ebenso den Bootmgr und BCD. Sie nehmen die Platte mit
dem anderen System also nur als reine Datenplatte wahr.
Welche Wechselwirkung willst du da also bemerkt haben?

> Bei meinen letzten Dual-Boot-Experimenten (ein geschäftlich genutztes
> Windows 7 und ein privat genutztes solches) ist das eine Windows beim
> booten des anderen irreparabel kaputtgegangen.


Dual-Boot ist eben *keine* autarke Installation, sondern das Gegenteil:
Das eine System sieht während der Installation das andere System und passt
die Bootkonfiguration dementsprechend an, die Systeme berühren sich. Dann
entstehen die Wechselwirkungen. Ich habe hier zweimal Win 10 autark
installiert, somit null Wechselwirkungen. Das eine Win 10 sieht im anderen
Win 10 nur eine normale Datenpartition. Es gibt auch kein Bootmenü beim
Start, ich boote das andere System aus dem laufenden Windows heraus,
Win 10-A fährt dann runter und es bootet automatisch Win 10-B und umgekehrt.
Frank Möller (24.01.2019, 22:41)
Marc Haber schrieb:
> Takvorian <norbert.staak> wrote:


>> Das gilt für jedes OS dieser Welt. Wenn man auf Gerät 1 Windows installiert,
>> auf Gerät 2 Linux, sind beide für sich alleine hoch komplex und fragil.
>> Wenn man nun beide OSe autark auf zwei Platten im gleichen Gerät
>> unterbringt, wird dadurch die Komplexität und Fragilität nicht höher, sie
>> bleibt exakt gleich.


> Nein, es entstehen Wechselwirkungen, besonders beim ganz frühen
> Systemstart.


Dann machst Du irgendwas schalf.

> Bei meinen letzten Dual-Boot-Experimenten (ein geschäftlich genutztes
> Windows 7 und ein privat genutztes solches) ist das eine Windows beim
> booten des anderen irreparabel kaputtgegangen. Nachdem ich gefühlt
> zwei Monate mit Stefan Kanthak herumgezankt hatte, hab ich dann
> zähneknirschend eine zweite Platte gekauft und auf dieser neu
> installiert.


Seitdem ich mit eNTen arbeite (also seit über 20 Jahren), mache ich das
grundsätzlich mit zwei gleichen eNTen auf derselben Maschine. Anfangs wurde
die Parallelinstallation sogar nur auf 2 Partitionen des Boot-Volumes
vorgenommen, später dann die Parallelinstallation auf einem zweiten
Datenträger. Ich kann mich nicht erinnern, daß ich _deswegen_ jemals ein
Problem gehabt hätte.

OK, seit 7 muß man ein paar Feinheiten beachten, aber die sind nicht
besonders komplex, z. B. sollten Boot- und zweites System-Volume nur
jeweils eine Partition und diese über die gesamte Größe haben. Andere
Datenträger sollte man während der Inst. abstecken. Macht man das,
funktioniert das wie ein Schweizer Uhrwerk.
Frank Möller (24.01.2019, 22:43)
Marc Haber schrieb:
> Werner Tann <wtann> wrote:


>> Ach ja, war damals, als du mit Kanthak herumgezankt hast, das Backup
>> schon erfunden?


> Freilich war es das, die Daten nicht wichtig bzw problemlos rettbar,
> ich hab den Zirkus nur gemacht in der Hoffnung, damit Wissen
> aufzubauen, das mir vielleicht mal beim Kunden den Arsch rettet.


> Bekommen habe ich nur die Bestätigung, dass Windows aus trivialen
> Gründen so kaputt gehen kann, dass nichtmal die besten Windowser in
> meiner nicht besonders windowslastigen Filterblase es wieder heil
> bekommen.


Wenn man es schon am Anfang vergurkt aufzieht, kann das vorkommen. Das ist
aber keineswegs auf Windows beschränkt.
Frank Möller (24.01.2019, 22:52)
Marc Haber schrieb:

> Dual Boot ist halt die Hohe Schule, das will man nur machen wenn man
> sich wirklich gut auskennt.


So schlimm ist das gar nicht.

Und für den OP würden es schon zwei Wechselrahmen mit jeweils einem
Ein-/Aus-Schalter an der Front tun. Die Trümmer kosten inkl. eingebautem
Leise-Lüfter um 15 Öro pro Stück.

Dann wählt man vor dem Booten einfach das System aus, das man starten will,
und das andere bleibt unsichtbar, denn es ist ja stromlos und komplett aus.

Will man später nach dem Start vielleicht doch mal das andere System sehen,
steckt man die beiden Wechselrahmen an SATA-Anschlüsse mit Hotplug.
Notfalls, wenn die SATA-Ports auf dem Board kein Hotplug können, kann man
dafür eine einfache Controller-Karte nachrüsten, z. B. mit SiI- oder
Marvell-Chipsatz. Fertig ist die Laube.
Frank Möller (24.01.2019, 22:58)
Marc Haber schrieb:
> Takvorian <norbert.staak> wrote:


>> Das gilt für jedes OS dieser Welt. Wenn man auf Gerät 1 Windows installiert,
>> auf Gerät 2 Linux, sind beide für sich alleine hoch komplex und fragil.
>> Wenn man nun beide OSe autark auf zwei Platten im gleichen Gerät
>> unterbringt, wird dadurch die Komplexität und Fragilität nicht höher, sie
>> bleibt exakt gleich.


> Nein, es entstehen Wechselwirkungen, besonders beim ganz frühen
> Systemstart.


Dann machst Du irgendwas schalf.

> Bei meinen letzten Dual-Boot-Experimenten (ein geschäftlich genutztes
> Windows 7 und ein privat genutztes solches) ist das eine Windows beim
> booten des anderen irreparabel kaputtgegangen. Nachdem ich gefühlt
> zwei Monate mit Stefan Kanthak herumgezankt hatte, hab ich dann
> zähneknirschend eine zweite Platte gekauft und auf dieser neu
> installiert.


Seitdem ich mit eNTen arbeite (also seit über 20 Jahren), mache ich das
grundsätzlich mit zwei gleichen eNTen auf derselben Maschine. Anfangs wurde
die Parallelinstallation sogar nur auf 2 Partitionen des Boot-Volumes
vorgenommen, später dann die Parallelinstallation auf einem zweiten
Datenträger. Ich kann mich nicht erinnern, daß ich _deswegen_ jemals ein
Problem gehabt hätte.

OK, seit 7 muß man ein paar Feinheiten beachten, aber die sind nicht
besonders komplex, z. B. sollten Boot- und zweites System-Volume nur
jeweils eine Partition und diese über die gesamte Größe haben. Andere
Datenträger sollte man während der Inst. abstecken. Macht man das und
vermeidet damit jene ominösen Gesiter-Partitionen (der Ordner "Boot" liegt
dann eben einfach auf dem Boot-Volume), läuft das so schnuckelig wie ein
Schweizer Uhrwerk.
Werner Tann (24.01.2019, 23:01)
Takvorian <norbert.staak> schrieb:

>Win 10 nur eine normale Datenpartition. Es gibt auch kein Bootmenü beim
>Start, ich boote das andere System aus dem laufenden Windows heraus,
>Win 10-A fährt dann runter und es bootet automatisch Win 10-B und umgekehrt.


Um 10-B zu haben, musst du erst 10-A booten? Naja, umständlich geht
immer.
Frank Möller (24.01.2019, 23:13)
Werner Tann schrieb:
> Takvorian <norbert.staak> schrieb:


>> Win 10 nur eine normale Datenpartition. Es gibt auch kein Bootmenü beim
>> Start, ich boote das andere System aus dem laufenden Windows heraus,
>> Win 10-A fährt dann runter und es bootet automatisch Win 10-B und umgekehrt.


> Um 10-B zu haben, musst du erst 10-A booten? Naja, umständlich geht
> immer.


Er ist halt wieder mal'n bißchen dohv[TM]. Selbst mit 10 geht eine
Parallelinstallation mit Bootmanager, ohne daß man dann erst umständlich
ein anderes System starten müßte.

Der einzige Haken ist, daß bei jedem Start jenes System an erster Stelle im
Boot-Manager angezeigt wird, welches zuletzt gestartet wurde. Das ist
hirnrissig, weil man nicht einfach blind das System wählen kann, was man
halt selber definiert hat, was oben oder unten gelistet werden soll. Bei 7
war das noch so, wie es zu sein hat. 10 ist einfach bekloppter Spielkram
für die Zahnspangenfraktion.
Manfred Ullmann (24.01.2019, 23:23)
On Thu, 24 Jan 2019 16:30:51 +0100, Takvorian
<norbert.staak> wrote:

>Manfred Ullmann schrieb:
>Wozu hast du dann hier gefragt? Ich an deiner Stelle hätte auf jeden Fall
>eine SSD genommen, wie in den "umfangreichen Hinweisen" ja empfohlen wurde.


Gerade SSD-Platten möchte ich keinesfalls einauen. Wurde mir
schon oft empfohlen. Möchte ich nicht, denn die
Bootgeschwindigkeit ist mir recht wurscht (ob zwei, drei
Sekunden oder - wie momentan bei mir - 20, spielt für mich keine
Rolle). Mir ist wichtiger, datenreste recht exakt zu schreddern.
Außerdem scheinen "alte" HDs schlicht länger zu halten.
>Ist ja auch mit SSD machbar. Am Besten ist die Trennung bei
>Legacy-Installation möglich, sofern nicht der übliche Anfängerfehler gemacht
>wird, Grub in den MBR schreiben zu lassen. Damit wäre das Unheil dann
>vorprogrammiert.


Ich möchte weiterhin vor dem Booten entscheiden, ob ich WIN oder
LIN nutzen möchte.
>Die Anwenderdaten lassen sich mit dem Bordmittel Robocopy sichern, für
>Images würde ich z.B. Drive Snapshot nehmen, weil dieses Programm keine
>Einmischung in Windows hat und sogar im Win PE der Windows-CD läuft, ganz
>ohne externe Bootdatenträger. Zeux wie aomei käme mir nicht in die Tüte.


Bleib dabei. Meine Sicherungssoftware funktioniert prima. Zudem
sichere ich auf den genannten USB-HDs zusätzlich auch noch ein
drittes Mal zeitauwendig via WIN7-Backup. - Ja, ich habe
Zeit.....

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