expertenaustausch > comp.hardware.* > comp.hardware.misc

Ulli Horlacher (24.01.2019, 23:39)
Werner Tann <wtann> wrote:
> Ralph Aichinger <ra> schrieb:
> Hohe Komplexität und Fragilität möchte ich nun wirklich weitaus mehr
> einem virtuellen System zusprechen. Ist ja kein Wunder, ensteht aus
> seiner Künstlichkeit und dem Als-ob. Ein virtuelles System ist kein
> echtes, und damit es echt aussieht und sich echt anfühlt, braucht es
> 1000 Verrenkungen.


Dafuer ist der Virtualisierer zustaendig und das ist Software von Leuten,
die so was koennen. Da muss man sich nicht drum kuemmern. DAS FUNKTIONIERT
EINFACH. Ja, es ist komplex, aber das kann dem Anwender egal sein.
Und fragil ist da nichts. Rechenzentren (so wie unserers) setzen fast
ausschliesslich virtualisierte Systeme ein.

Hast du denn jemals eine VM betrieben?
Wohl nicht, sonst wuerdest du nicht so einen Bloedsinn schreiben.
Ulli Horlacher (24.01.2019, 23:42)
Werner Tann <wtann> wrote:
r> Ralph Aichinger <ra> schrieb:
> >Virtualisierung zieht sich heute quer durch alle Serverlandschaften
> >und viele Client-Testsysteme. DualBoot ist in professionellen Umgebungen
> >kaum zu finden. Warum wohl? Weil es zu einfach und billig ist?

> Das weiß ich nicht. Aber es ging hier eigentlich nicht um
> Profi-Virtualisierungen. Virtualbox wurde erwähnt.


Virtualbox funktioniert auf DAU-Niveau. Das ist Klickibunti, die
funktioniert.
Werner Tann (25.01.2019, 09:50)
Ulli Horlacher <framstag> schrieb:

>Virtualbox funktioniert auf DAU-Niveau. Das ist Klickibunti, die
>funktioniert.


Nicht in allen Funktionen (USB, Sound etc., immer Fummelei). Und
spätestens jedes 5. Update demoliert wieder die Hälfte. Ich mach
überhaupt keine Updates mehr.

Ehe ich meine Zeit mit der Virtualbox vergeude, boote ich lieber einen
weiteren Rechner mit dem echten OS.
Andreas Neumann (25.01.2019, 09:52)
Ulli Horlacher wrote:

> Virtualbox funktioniert auf DAU-Niveau. Das ist Klickibunti, die
> funktioniert.


Ganz sicher nicht mit einem oder auch nur mehreren Mausklicks. Hier bekam
ich das nicht in angemessener (Hobby-)Zeit zum laufen, wohingegen kvm/qemu
mit ein wenig Einarbeitungszeit überschaubar war. Sowas kann nur jemand
schreiben, der

> Ullrich Horlacher Server und Virtualisierung
> Rechenzentrum TIK


so etwas beruflich macht, die Klippen längst umschifft hat und sich nicht
mehr an die anfängliche Lernkurve erinnert.
Ulli Horlacher (25.01.2019, 09:56)
Werner Tann <wtann> wrote:

> Ehe ich meine Zeit mit der Virtualbox vergeude, boote ich lieber einen
> weiteren Rechner mit dem echten OS.


Ein weiterer Rechner kostet Geld, braucht Platz und Strom und
Filetransfer und Copy&Paste ist ein elendliches Gewuerge.
Wer zuviel Zeit und Geld oder eine masochistische Ader hat, der macht so
was, ja.
Werner Tann (25.01.2019, 10:00)
Andreas Neumann <an5275> schrieb:

>Ganz sicher nicht mit einem oder auch nur mehreren Mausklicks. Hier bekam
>ich das nicht in angemessener (Hobby-)Zeit zum laufen, wohingegen kvm/qemu
>mit ein wenig Einarbeitungszeit überschaubar war. Sowas kann nur jemand
>schreiben, der
>so etwas beruflich macht, die Klippen längst umschifft hat und sich nicht
>mehr an die anfängliche Lernkurve erinnert.


Korrekt.

Was mir gerade noch einfällt, ist, dass das virtuelle Windows in
Virtualbox für Testinstallationen komplexer Programme in den meisten
Fällen einfach nicht zu gebrauchen ist. Das Programm erkennt, dass das
kein "echtes" Windows ist und sagt tschüss. Wahrscheinlich kriegt man
das hin ... nachdem man 3 Tage recherchiert hat. Bis man das nächste
Programm testen möchte.
Marc Haber (25.01.2019, 13:06)
Michael Limburg <mlimb> wrote:
>Ja, sehe ich jetzt auch. Halt noch so einer, der das Wort
>Virtualisierung vom Beitrag, den er zitiert, automatisch
>mit Virtualbox gleich setzt.


Unsinn.

Ich empfehle Anfängern Virtualbox als Alternative zu
Dualboot-Hampeleien unter anderem deswegen, weil es (a)
benutzerfreundlich, (b) einfach, (c) nicht überkandidelt und (d) unter
Windows und unter Linux verfügbar ist.

Grüße
Marc, der diesen Artikel in einem unter KVM virtualisierten Linux in
Wine schreibt
Marc Haber (25.01.2019, 13:08)
Andreas Neumann <an5275> wrote:
>so etwas beruflich macht, die Klippen längst umschifft hat und sich nicht
>mehr an die anfängliche Lernkurve erinnert.


Ich erinnere ich sehr wohl an die brutale Lernkurve mit Dualboot in
den 90ern und das Gefühl der Erlösung als mir endlich mal jemand
VMware Workstation bezahlt hat. Dass Virtualisierung instantan
schmerzlindernd wirkt, ahnte ich schon 1998.

Grüße
Marc
Marc Haber (25.01.2019, 13:08)
Werner Tann <wtann> wrote:
>Was mir gerade noch einfällt, ist, dass das virtuelle Windows in
>Virtualbox für Testinstallationen komplexer Programme in den meisten
>Fällen einfach nicht zu gebrauchen ist. Das Programm erkennt, dass das
>kein "echtes" Windows ist und sagt tschüss.


Du testest kopiergeschützte kommerzielle Malware?

Grüße
Marc
Marc Haber (25.01.2019, 13:09)
Werner Tann <wtann> wrote:
>Michael Limburg <mlimb> schrieb:
>Dem widerspricht meine Erfahrung. Und der Erfahrung glaube ich
>zuallererst.


Dann verneige ich mich mal vor Deiner Erfahrung.
Marc Haber (25.01.2019, 13:11)
Takvorian <norbert.staak> wrote:
>Marc Haber schrieb:
>Wenn beide Systeme AUTARK installiert sind, haben sie alle Systemdateien auf
>ihrer eigenen Platte, ebenso den Bootmgr und BCD. Sie nehmen die Platte mit
>dem anderen System also nur als reine Datenplatte wahr.
>Welche Wechselwirkung willst du da also bemerkt haben?


Erstes Windows herunterfahren, Platte mit zweitem Windows dazustecken,
starten, etwas damit arbeiten, herunterfahren, Platte mit zweitem
Windows wieder abziehen, erstes Windows kaputt. Große Augen.

Ok, streng genommen war das kein Dual Boot.

Grüße
Marc
Werner Tann (25.01.2019, 13:54)
Marc Haber <mh+usenetspam1118> schrieb:

>Ich empfehle Anfängern Virtualbox als Alternative zu
>Dualboot-Hampeleien unter anderem deswegen, weil es (a)
>benutzerfreundlich, (b) einfach,


a) nein
b) nein

Virtualbox kann von jetzt auf gleich aufhören zu funktionieren, am
ehesten nach einem Update. Die virtuellen Maschinen lassen sich nicht
mehr laden und es erscheint eine für Laien unverständliche
Fehlermeldung. In den Foren liest du dann, dass andere auch das
Problem haben. Es kommen zig Lösungsvorschläge, die nicht
funktionieren etc. etc.

Wenn man nicht gerade das Windows-Backup (inkl. Progs) zurückspielen
will, hilft oft die Neuinstallation der Virtualbox, meistens gelingt
es dann aber nicht, die alten virtuellen Maschinen zu reintegrieren.
*Wie* man sie integriert, ist auch alles andere als intuitiv
erschließbar, verlangt wieder Herumleserei.

In der Zeit hat man auf einem zweiten Rechner dreimal das echte OS
installiert und eingerichtet.
Werner Tann (25.01.2019, 13:54)
Marc Haber <mh+usenetspam1118> schrieb:

>>Was mir gerade noch einfällt, ist, dass das virtuelle Windows in
>>Virtualbox für Testinstallationen komplexer Programme in den meisten
>>Fällen einfach nicht zu gebrauchen ist. Das Programm erkennt, dass das
>>kein "echtes" Windows ist und sagt tschüss.

>Du testest kopiergeschützte kommerzielle Malware?


Ganz normale, ungeschützte Spiele z. B., die eine richtige Grafikkarte
wollen und nicht eine halbseidene Nvidia-Simulation.

Das Testen von Utilities, die auf richtige Hardware zugreifen wollen,
ist natürlich von vornherein auch zum Scheitern verurteilt.
Frank Möller (25.01.2019, 14:54)
Werner Tann schrieb:

> Virtualbox kann von jetzt auf gleich aufhören zu funktionieren, am
> ehesten nach einem Update.


Dann spielt man 1. sein System und 2. seine VMs zurück.

> Die virtuellen Maschinen lassen sich nicht
> mehr laden und es erscheint eine für Laien unverständliche
> Fehlermeldung.


Deswegen spielt man ja 1. sein System und 2. seine VMs zurück.

> In den Foren liest du dann, dass andere auch das
> Problem haben. Es kommen zig Lösungsvorschläge, die nicht
> funktionieren etc. etc.


Deswegen hat man ja 1. sein System und 2. seine VMs zurückgespielt.

Dann funktioniert alles wieder. Nun kann man in Ruhe nach Lösungen suchen
und in dieser Zeit ganz gemütlich seine VMs weiternutzen. Gut, gelt?

Und wenn man keine Lösung finden sollte, kann man auch durchaus bei einer
bestimmten VirtualBox bleiben. Es zwingt einen niemand, da denselben
hektischen Update-Zinnober durchzujuckeln wie beim Host-OS.

> Wenn man nicht gerade das Windows-Backup (inkl. Progs) zurückspielen
> will,


Warum sollte man das nicht wollen, wenn es doch das Mittel der Wahl ist?

> ... hilft oft die Neuinstallation der Virtualbox, meistens gelingt
> es dann aber nicht, die alten virtuellen Maschinen zu reintegrieren.
> *Wie* man sie integriert, ist auch alles andere als intuitiv
> erschließbar, verlangt wieder Herumleserei.


Nun ja, wenn ein Ultra-DAU unbedingt mit VMs herumspielen zu müssen meint,
muß er halt eine Lernkurve hinlegen und sich aus seiner DAU-Niederung
erheben. Ist ihm das zu schmerzhaft, braucht er auch keine VMs. So einer
kommt aber auch mit Parallelinstallationen oder Zweit-Rechnern nicht klar.

> In der Zeit hat man auf einem zweiten Rechner dreimal das echte OS
> installiert und eingerichtet.


Bullshit. 1. hat man System-Backups. 2. fertigt man, wenn man schon
System-Backups vorhält, vernünftigerweise auch Backups seiner
VirtualBox-VMs. Bei denen kann man auch beim normalen Herumspielen was
zersägen. Dann macht man so eine VM zu, klickt kurz den Restore an, wartet
ein paar Sekunden, startet die VM wieder neu - und ist glücklich.
Frank Möller (25.01.2019, 15:12)
Werner Tann schrieb:
> Marc Haber <mh+usenetspam1118> schrieb:


>>> Was mir gerade noch einfällt, ist, dass das virtuelle Windows in
>>> Virtualbox für Testinstallationen komplexer Programme in den meisten
>>> Fällen einfach nicht zu gebrauchen ist. Das Programm erkennt, dass das
>>> kein "echtes" Windows ist und sagt tschüss.


>> Du testest kopiergeschützte kommerzielle Malware?


> Ganz normale, ungeschützte Spiele z. B., die eine richtige Grafikkarte
> wollen und nicht eine halbseidene Nvidia-Simulation.


> Das Testen von Utilities, die auf richtige Hardware zugreifen wollen,
> ist natürlich von vornherein auch zum Scheitern verurteilt.


Deswegen ist die Frage "Entweder Parallelinstallation oder VMs?" auch
irgendwie hirnrissig. Praktischerweise hat man beides - jedes für seinen
Zweck.

Ähnliche Themen