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Claudia Klee (22.08.2009, 17:08)
Bisher war ich so alle 1-2 Jahre beim Augenarzt um die Sehstärke
kontrollieren zu lassen.
Der ist jetzt im Ruhestand und der Nachfolger erzählt mir, das würden
nur noch die Optiker
machen. Stimmt das so? Kommt mir seltsam vor. Will mich der Arzt los
werden weil ich
inzwischen keine Privatpatientin mehr bin?

Zahlt die AOK die Messung beim Optiker? Oder finanziert sich das durch
den Verkauf
neuer Brillen? Dann kann ich mir schon denken, wie das Messergebniss
ausfällt. Beim
alten Arzt gab es nicht zwangsläufig eine neue Brille, sondern er hat
mir auch den nicht
sichtbaren Unterschied zwischen vorhandener Brille und neuer Messung
vorgeführt wenn
es sich nicht lohnt was neues zu kaufen. Dann ging die alte auch noch
ein Jahr.

Augenarzt wechseln, oder vom Optiker messen lassen? Ich hab kein
Problem damit,
mir eine neue Brille zu kaufen, wenn ich damit besser sehe. Nur den
Optiker entscheiden
lassen, ob es erforderlich ist fühlt sich so an wie den Autohändler zu
fragen, ob man ein
neues Auto braucht.

cu,
Claudia
Juergen Roesener (22.08.2009, 22:45)
Claudia Klee <Claudia_Klee> wrote:

>Dann kann ich mir schon denken, wie das Messergebniss
>ausfällt.


>Nur den Optiker entscheiden lassen, ob es erforderlich ist fühlt
>sich so an wie den Autohändler zu fragen, ob man ein neues Auto braucht.


Die Fragen verdienen keine Antwort, die Unterstellungen sind grundlos
bösartig.

Warum stehen die Augenoptiker bei den Umfragen zur Kundenzufriedenheit
immer an einer der ersten Stellen? Doch wohl nicht deshalb, weil sie
Abzocker sind.
Marc Haber (23.08.2009, 15:02)
Claudia Klee <Claudia_Klee> wrote:
>Bisher war ich so alle 1-2 Jahre beim Augenarzt um die Sehstärke
>kontrollieren zu lassen.


Selbst schul.

>Der ist jetzt im Ruhestand und der Nachfolger erzählt mir, das würden
>nur noch die Optiker machen. Stimmt das so?


Nein, die Augenärzte nehmen gerne IGEL-Geld für die (oft falsche)
Brillenglasbestimmung und schreiben dann "diagnostische Refraktion"
auf das Rezept drauf, damit sie auch ja aus der Haftung raus sind wenn
die Brille nicht stimmt.

Jeder Optiker mit Hirn wird sowas nachmessen. Und nicht selten will
der Kunde dann trotzdem die Werte vom Augenarzt, denn der hat ja den
weißen Kittel an.

>Zahlt die AOK die Messung beim Optiker?


Nein.

>Oder finanziert sich das durch den Verkauf neuer Brillen?


Mindestens indirekt, ja.

>Dann kann ich mir schon denken, wie das Messergebniss
>ausfällt. Beimalten Arzt gab es nicht zwangsläufig eine neue Brille,sondern er hat
>mir auch den nicht sichtbaren Unterschied zwischen vorhandener Brille und neuer Messung
>vorgeführt wenn es sich nicht lohnt was neues zu kaufen. Dann ging diealte auch noch
>ein Jahr.


Seiöse Optiker machen sowas. Andererseits hat ein Optiker auch den
Ehrgeiz, einen Kunden, der mit einer passenden Brille Visus 1.4
erreicht, nicht mit 0.8 heimzuschicken.

>Augenarzt wechseln, oder vom Optiker messen lassen?


Vom Optiker messen lassen.

>Nur den
>Optiker entscheiden
>lassen, ob es erforderlich ist fühlt sich so an wie den Autohändler zu
>fragen, ob man ein
>neues Auto braucht.


Wie kommst Du auf die Idee, dass der Optiker diese Entscheidung
trifft?

Die Formatierung Deines Artikels ist übrigens eine derartige Zumutung,
dass der Schluß naheliegt, dass Du in der Tat eine neue Brille
brauchst. Ich hab das hier nur teilweise korrigiert.

Grüße
Marc, der 14 Jahre mit vom Augenarzt refraktionierter falscher Brille
rumgelaufen ist
Claudia Klee (23.08.2009, 16:37)
On 22 Aug., 22:45, Juergen Roesener <roese> wrote:
> Claudia Klee <Claudia_K> wrote:
> >Dann kann ich mir schon denken, wie das Messergebniss
> >ausfällt.
> >Nur den Optiker entscheiden lassen, ob es erforderlich ist fühlt
> >sich so an wie den Autohändler zu fragen, ob man ein neues Auto braucht.


> Die Fragen verdienen keine Antwort, die Unterstellungen sind grundlos
> bösartig.


Selbst Autohändler?

> Warum stehen die Augenoptiker bei den Umfragen zur Kundenzufriedenheit
> immer an einer der ersten Stellen? Doch wohl nicht deshalb, weil sie
> Abzocker sind.


Bei den Optikern gibt es wie sonst auch solche und solche. Ich war
früher
bei einem, da gab es die preiswerteren Modelle nur auf mehrfache
Nachfrage. In der Auslage nur Highend Produkte, günstigere Sachen
in der Schublade. Die Sonnenbrille, die er ein Jahr vorher verkauft
hat reicht natürlich im nächsten Jahr auch nicht mehr.

Sowas ist möglicherweise der absolute Einzelfall und ich hatte
vielleicht nur Pech mit meinem Kundenberater, aber bei der
Entscheidung
"bringt eine neue Brille was" würde ich gerne Interessenkonflikte
vermeiden.

cu
Claudia
Claudia Klee (23.08.2009, 16:48)
On 23 Aug., 15:02, Marc Haber <mh+usenetspam0> wrote:
> Jeder Optiker mit Hirn wird sowas nachmessen.


Mein Optiker hat noch nie nachgemessen. An soweit ich mich erinnere
stand auch nichts von "diagnostische Refraktion" auf dem Rezept.

> >Augenarzt wechseln, oder vom Optiker messen lassen?

> Vom Optiker messen lassen.


Wie teuer ist das?

> Wie kommst Du auf die Idee, dass der Optiker diese Entscheidung
> trifft?


Klar kann ich auch messen lassen und dann keine neue Brille nehmen.
Nur wenn jemand, der sich mit sowas auskennen sollte sagt: "Nimm eine
Neue" dann mach ich das. Wenn der Arzt gesagt hat "lohnt noch nicht",
dann eben nicht.

cu
Claudia
Juergen Roesener (23.08.2009, 17:14)
Claudia Klee <Claudia_Klee> wrote:

>aber bei der Entscheidung "bringt eine neue Brille was" würde ich
>gerne Interessenkonflikte vermeiden.


Wie Marc schon richtig schrieb: "wie kommst Du darauf?"

Wenn Du gewöhnt bist, dass Dir der Augenarzt die vom automatischen
Refraktometer gemessenen Werte in Phoropter oder Messbrille kurz
vorhält, dann hast Du noch keine richtige Brillenglasbestimmung
erlebt.

Die gliedert sich nämlich in den objektiven Teil (z.B. Skiaskopie oder
automatischer Refraktometer) und in den subjektiven Teil. Dieser
subjektive Teil ist in der Regel wesentlich zeitaufwändiger als der
objektive und hat - der Name sagt es schon - zum Ziel, die subjektiv
empfundenen Unterschiede zu berücksichtigen. Dabei reicht "so besser
oder so besser" nicht aus, es gibt bestimmte Fragetechniken, die
Irrwege vermeiden sollen. Außerdem lässt sich mancher Korrekturbedarf
nur so ermitteln, ein Automat kann das nicht. Aber letztlich bestimmen
bei der subjektiven Prüfung weder Augenarzt, noch Augenoptiker das
Ergebnis, sondern ganz alleine der Patient bzw. Kunde.
Marc Haber (23.08.2009, 22:55)
Juergen Roesener <roesener> wrote:
>Wenn Du gewöhnt bist, dass Dir der Augenarzt die vom automatischen
>Refraktometer gemessenen Werte in Phoropter oder Messbrille kurz
>vorhält, dann hast Du noch keine richtige Brillenglasbestimmung
>erlebt.


Ich hab noch nie einen Augenarzt erlebt, der sich wirklich die Mühe
macht, und zeitaufwendig mit Messbrille arbeitet.

Grüße
Marc
Marc Haber (23.08.2009, 22:59)
Claudia Klee <Claudia_Klee> wrote:
>On 23 Aug., 15:02, Marc Haber <mh+usenetspam0> wrote:
>> Jeder Optiker mit Hirn wird sowas nachmessen.

>Mein Optiker hat noch nie nachgemessen.


Dann solltest Du Dir mal einen gewissenhaft arbeitenden
Handwerksbetrieb und nicht einen auf Massendurchsatz optimierten
Billigfilialisten suchen.

>> >Augenarzt wechseln, oder vom Optiker messen lassen?

>> Vom Optiker messen lassen.

>Wie teuer ist das?


Das kommt auf den Optiker an. In meinem Umfeld wird die Refraktion im
allgemeinen kostenlos gemacht, obwohl das meiner Meinung nach die
hochqualifizierte Dienstleistung unnötig entwertet.

>> Wie kommst Du auf die Idee, dass der Optiker diese Entscheidung
>> trifft?

>Klar kann ich auch messen lassen und dann keine neue Brille nehmen.
>Nur wenn jemand, der sich mit sowas auskennen sollte sagt: "Nimm eine
>Neue" dann mach ich das. Wenn der Arzt gesagt hat "lohnt noch nicht",
>dann eben nicht.


Ich hab auch schon oft genug danebengestanden, wie der Optiker gesagt
hat "mit den neuen Werten sehen sie eine Visusstufe besser, aber die
Gläser in der vorhandenen Brille sind noch gut, ich würd ihnen
empfehlen das noch ein Jahr lang weiterzutragen und dann
wiederzukommen".

Es gibt halt "sonne und sonne", wie der Norddeutsche sagt.

Grüße
Marc
Dirk Marburg (24.08.2009, 19:21)
Claudia Klee wrote:

> Bisher war ich so alle 1-2 Jahre beim Augenarzt um die Sehstärke
> kontrollieren zu lassen.
> Der ist jetzt im Ruhestand und der Nachfolger erzählt mir, das würden
> nur noch die Optiker
> machen. Stimmt das so? Kommt mir seltsam vor.


Augenarzt: Fachmann/frau für Erkrankungen am Auge. Eine Fehlsichtigkeit ist
keine Krankheit, sondern ein Baufehler des Auges, welcher zu einem
physikalischen Abweichung der optischen Abbildung führt.

Augenoptiker: Fachmann/frau für gutes Sehen. Er/Sie erhält als Meister eine
mehrjährige Ausbildung in der Augenglasbestimmung ( bei mir zweieinhalb
Jahre Vollzeit mit 4 Doppelstunden Theorie und 4 Doppenstunden Praxis pro
Woche . Gesamt ca 500 Schul-Stunden) Bei Augenarzt ist die
Augenglasbestimmung nicht Bestandteil des Medizinstudiums und wird meistens
in einem Wochenendkurs an einer Meisterschule für Augenoptiker erlernt
gesamt ca 25-30 Std. Auf Grund der stark verringerten Kassenleistung, die
nur Augenärzte für die Refraktion erhalten, nicht der Augenoptiker, sind
viele Augenärzte dazu übergegangen nur noch eine "medizinische Bestimmung
der Fehlsichtigkeit" durch zu führen. Die dabei ermittelten Werte sind nicht
für die Herstellung einer Brille geeignet. Zudem beenden Sie die Messung
beim Erreichen von Visus 1,0 (ugs. 100%), obwohl junge Menschen ohne
weiteres mehr erreichen können. Das ist unter den Optikern bekannt, so das
Sie Arztverordnungen nicht unkontrolliert übernehmen.
> Zahlt die AOK die Messung beim Optiker? Oder finanziert sich das durch
> den Verkauf
> neuer Brillen? Dann kann ich mir schon denken, wie das Messergebniss
> ausfällt.


Nein, ich verlange für eine Augenglasbestimmung (Dauer ca 20-40min) eine
Pauschale von 20 Euro, die beim kauf einer neuen Brille rabattiert werden.
> Beim
> alten Arzt gab es nicht zwangsläufig eine neue Brille, sondern er hat
> mir auch den nicht
> sichtbaren Unterschied zwischen vorhandener Brille und neuer Messung
> vorgeführt wenn
> es sich nicht lohnt was neues zu kaufen. Dann ging die alte auch noch
> ein Jahr.


Mit einer solchen Aussage kam letztens eine Kunde zu mir und wollte einen
Führerscheinsehtest machen. Er ist glatt durchgefallen. Visus kleiner 0,7
(ugs. 70%)
> Augenarzt wechseln, oder vom Optiker messen lassen? Ich hab kein
> Problem damit,
> mir eine neue Brille zu kaufen, wenn ich damit besser sehe. Nur den
> Optiker entscheiden
> lassen, ob es erforderlich ist fühlt sich so an wie den Autohändler zu
> fragen, ob man ein
> neues Auto braucht. Komisch, wie kommen dann folgende Umfrageergebnisse:


Zitat: Das sechste Mal hintereinander belegen die deutschen Augenoptiker den
Spitzenplatz bei der Frage nach Kundenzufriedenheit . Das ist das Ergebnis
der Studie "Kundenmonitor Deutschland 2007". Die Studie misst seit 15 Jahren
die Kundenzufriedenheit bei privaten Verbrauchern.

siehe

oder


Gruß Dirk
Juergen Roesener (24.08.2009, 20:14)
Dirk Marburg <dirknowantspam> wrote:

>Nein, ich verlange für eine Augenglasbestimmung (Dauer ca 20-40min) eine
>Pauschale von 20 Euro, die beim kauf einer neuen Brille rabattiert werden.


Die Refraktion kostet auch bei mir Geld und wird nur in ganz seltenen
Fällen beim Kauf einer neuen Brille angerechnet. Für mich ist und
bleibt die Refraktion eine eigenständige Dienstleistung, die ihren
Wert hat und gemessen an Zeitaufwand und Geräteeinsatz mit Deinen 20
Euro oder meinen 17 Euro ohnehin nicht ausreichend honoriert ist.

Du hast selbst richtig geschrieben, wie umfangreich die Ausbildung ist
und um Marc zu zitieren:

|obwohl das meiner Meinung nach die hochqualifizierte Dienstleistung
|unnötig entwertet.

Kein Malermeister käme auf die Idee, die alten Tapeten kostenlos
abzureißen, wenn der Kunde anschließend einen Eimer Wandfarbe bei ihm
kauft. Ich weiß, kein sehr gelungener Vergleich, aber ich bin sicher,
Du verstehst, wie ich das meine. :-)

Jürgen
Marc Haber (25.08.2009, 12:18)
Juergen Roesener <roesener> wrote:
>Du hast selbst richtig geschrieben, wie umfangreich die Ausbildung ist
>und um Marc zu zitieren:
>|obwohl das meiner Meinung nach die hochqualifizierte Dienstleistung
>|unnötig entwertet.
>Kein Malermeister käme auf die Idee, die alten Tapeten kostenlos
>abzureißen, wenn der Kunde anschließend einen Eimer Wandfarbe bei ihm
>kauft. Ich weiß, kein sehr gelungener Vergleich, aber ich bin sicher,
>Du verstehst, wie ich das meine. :-)


Man kann sich natürlich auch auf den Standpunkt stellen, dass eine
Refraktion notwendig ist, um ein fachlich qualifiziertes Angebot für
eine neue Brille vorzulegen, denn Plan mit -0.5 ist nunmal billiger
(und ggf. auch als Angebotsglas verfügbar) als -10 mit +5 oder gar
prismatisch.

Deswegen zieren sich ja viele kostenlos refraktionierende Optiker
auch, dem Kunden die gemessenen Werte zu sagen, bevor sie eine Brille
bestellt haben. Das finde ich auch legitim; nur wenn die Refraktion
bezahlt wurde gehören die Werte ohne Wenn und Aber dem Kunden.

Als IT-Berater hab ich das nicht so einfach, wenn ich dem Kunden ein
Projekt verkaufen möchte, muss ich vorher ein Konzept machen und dem
Kunden das Konzept auch zur Beurteilung überlassen. Wenn der dann mein
Konzept nimmt und damit zum Marktbegleiter rennt, ist der natürlich
billiger, weil er das Konzept nicht hat machen müssen. Also seh ich
zu, dass man mir die konzeptionelle Arbeit bereits bezahlt. Und wenn
das Projekt interessant genug ist, geb ich dem Kunden einen Anreiz,
mich zu beauftragen, indem ich einen Teil des Aufwands für das Konzept
im Falle der Auftragserteilung an mich auf das "eigentliche" Projekt
anrechne. Oder ich mach das eben nicht, wenn ich will, dass das
Projekt von jemand anderem gemacht wird.

Grüße
Marc
Juergen Roesener (25.08.2009, 12:48)
Marc Haber <mh+usenetspam0827> wrote:

>Deswegen zieren sich ja viele kostenlos refraktionierende Optiker
>auch, dem Kunden die gemessenen Werte zu sagen, bevor sie eine Brille
>bestellt haben. Das finde ich auch legitim; nur wenn die Refraktion
>bezahlt wurde gehören die Werte ohne Wenn und Aber dem Kunden.


Völlig richtig, aber das Problem stellt sich in dieser Form
erfreulicherweise höchst selten. I.d.R. wird nach der Refraktion die
Brille bei uns angefertigt und wenn ausnahmsweise nicht, stehen die
Werte dem Kunden zur Verfügung.

Es ist eher eine philosophische Betrachtung, ob man die Refraktion als
Dienstleistung ausdrücklich auf der Rechnung aufführt oder sie in den
Preis der Brille einkalkuliert. Auch diejenigen Kollegen, welche die
Refraktion nicht (sichtbar) berechnen, können sie nicht wirklich
kostenlos machen, sondern müssen sie kalkulatorisch im Gesamtpreis
unterbringen. Auch die Einrichtung des Refraktionsraums gibt's leider
nicht zum Nulltarif und ein automatischer Refraktometer hält nicht
ewig (ich habe den vierten im Gebrauch).

Gruß
Jürgen
Christian @Soemtron (25.08.2009, 15:30)
Claudia Klee <Claudia_Klee> schrieb:

> alten Arzt gab es nicht zwangsläufig eine neue Brille, sondern er
> hat mir auch den nicht
> sichtbaren Unterschied zwischen vorhandener Brille und neuer
> Messung vorgeführt


macht ein Optiker auch. Wenn er das nicht will: gehe einfach wieder.

> Augenarzt wechseln, oder vom Optiker messen lassen? Ich hab kein
> Problem damit,
> mir eine neue Brille zu kaufen, wenn ich damit besser sehe. Nur den
> Optiker entscheiden
> lassen, ob es erforderlich ist fühlt sich so an wie den Autohändler
> zu fragen, ob man ein
> neues Auto braucht.


Ein _bißchen_ Vertrauen sollte man schon haben. Es gibt ja nun nicht
gerade einen Mangel an Optikern, da solltest Du doch einen passenden
finden.

cu,
Christian

PGP Key (RSA) available.
Marc Haber (25.08.2009, 16:20)
Juergen Roesener <roesener> wrote:
>Es ist eher eine philosophische Betrachtung, ob man die Refraktion als
>Dienstleistung ausdrücklich auf der Rechnung aufführt oder sie in den
>Preis der Brille einkalkuliert.


Ja, das stimmt, wobei man sich an der Stelle auch an die
Marktbegleiter anpassen muss: Selbst wenn man im Endeffekt ist
günstiger ist als der Filialist nebendran, beim Kunden bleibt hängen,
dass die Refraktion drüben nix gekostet hat.

Grüße
Marc
Juergen Roesener (25.08.2009, 20:28)
Marc Haber <mh+usenetspam0827> wrote:

>Selbst wenn man im Endeffekt ist
>günstiger ist als der Filialist nebendran, beim Kunden bleibt hängen,
>dass die Refraktion drüben nix gekostet hat.


Auch das siehst Du völlig richtig. Wir sprechen mit unseren Kunden
darüber und finden Verständnis dafür. Genau genommen kann ich mich an
keinen einzige Fall erinnern, in dem ein Kunde das nicht eingesehen
hat, zumal wir unter dem Strich wirklich nicht teurer sind als
Mitbewerber.

Ich bin der Meinung, dass wir eine qualifizierte Arbeit auch als
solche kenntlich machen müssen und nicht im Preis anderer Leistungen
verstecken sollten. Das mögen andere Augenoptiker anders sehen und ich
kritisiere das auch nicht; ich stehe jedenfalls zu meiner
Entscheidung.

Einen Schritt weitergehend sehe ich die Kontaktlinsenanpassung. Auch
hier ist es für mich völlig undenkbar, die Anpassleistung im Preis der
Kontaktlinsen "zu verstecken", zumal der Preiswettbewerb dank WWW sehr
hart ist. Wer die KL Anpassung verschenkt, arbeitet entweder nicht
sorgfältig oder er kann nicht rechnen.

Gruß
Jürgen

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