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Johann Mayerwieser (08.10.2019, 14:38)
Meine Rechtsschutzversicherung hat in einer Aussendung behauptet:

Das Gesetz sieht vor, dass bei Bedarf der jeweilige Grundstückseigentümer
verpflichtet ist, auf der rechten Seite seines Haupteinganges einen Zaun
als Abgrenzung zu errichten.

Zwei Rechtsanwälte haben behauptet, dass der, der einen Zaun will, diesen
selbst errichen muss.

Wo finde ich die Bestimmung über die Verpflichtung zum Errichten eines
Zaunes, wer muss den Zaun errichten der auf der gemeinsamen
Grundstücksgrenze liegen soll, wenn diese Grundstücke Rücken an Rücken
grenzen, d.h. der Eingang an der jeweílig anderen Parallelstraße liegt?
Erich Klecka (08.10.2019, 15:27)
Am 08.10.19 um 14:38 schrieb Johann Mayerwieser:
> Meine Rechtsschutzversicherung hat in einer Aussendung behauptet:
> Das Gesetz sieht vor, dass bei Bedarf der jeweilige Grundstückseigentümer
> verpflichtet ist, auf der rechten Seite seines Haupteinganges einen Zaun
> als Abgrenzung zu errichten.
> Zwei Rechtsanwälte haben behauptet, dass der, der einen Zaun will, diesen
> selbst errichen muss.
> Wo finde ich die Bestimmung über die Verpflichtung zum Errichten eines
> Zaunes, wer muss den Zaun errichten der auf der gemeinsamen
> Grundstücksgrenze liegen soll, wenn diese Grundstücke Rücken an Rücken
> grenzen, d.h. der Eingang an der jeweílig anderen Parallelstraße liegt?


Wir haben den hinteren Teil des Gartens (400qm von 2800qm) an den
hinteren Nachbarn vor Jahren verkauft, Zaun dazwischen war kein Thema,
wenn er will, soll er. Ist ihm genauso egal wie mir. Ich brauch keinen.

Die Zäune/Mauern links und rechts stehen alle seit > 90 Jahren.
Der Zaun rechts wurde in Folge der Neu-Errichtung eines Fahnenwegs von
dessem Eigentümer erneuert.

Für den Rest hab ich dies gefunden:



Rechtschutzversicherung haben wir bislang trotz einiger Scharmützel mit
neu Zugezogenen (die geglaubt haben, sie können es sich mit Vitamin B
oder Geld richten) nicht gebraucht.
Dies auch auf Grund der Geschlossenheit der alteingesessenen Eigentümer
rundherum.
Jetzt sind die neuen "sehr klein mit Hut" ;-) und sehr lieb.

OK, ich hab' leicht reden, ich lebe da seit 1960.
Johann Mayerwieser (08.10.2019, 17:04)
Am Tue, 08 Oct 2019 15:27:12 +0200 schrieb Erich Klecka:

>


Bei einer Bekannten ging es darum, dass der Nachbar den Zaun neu bauen
wollte, er hat die Holzteile des alten Zauns zwischen den Pfeilern
entfernt und einen Bauzaun aufgestellt, aber nicht entlang des Zaunes,
sondern quer durch den Garten. Dann hat sich lange nichts getan und die
bekannte konnte einen Teil ihrer Pflanzen nicht oder nur sehr umständlich
pflegen. Daraufhin haben wir ihn aufgefordert, den Zustand zu ändern, war
nicht gemacht hat. Sichtschutz aus Holz als provisorischen Zaun
aufgestellt und ihn aufgefordert, die Bauzaunelemente zu entfernen.
Wollte er nicht, worauf ich ihm Lagergebühren angedroht habe, das hat
funktionert.

DAs ganze ist eine Siedlung Marke Arbeiter einer Firma bauen die Häuser
(teils) in Eigenregie und dann wird verlost. Ich habe argumentiert, dass
die (alle gleich aussehenden) Zäune der Siedlungsgemeinschaft gehören und
wenn einer davon gegen die Abtragung ist, dann geht es nicht.
Seitdem steht der Sichtschutzzaum mit 20 cm Abstand zu den Fundamenten/
Ständern des alten Zaunes und sein Zaun mit 20 cm Abstand danach. DAs
Pumpenhäuschen für seinen Pool hat er abtragen müssen (stand direkt am
alten Zaun) und weiter innen neu errichten müssen.
SSKM (selbst schuld, kein Mitleid)
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