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Helmut Waitzmann (05.06.2020, 15:10)
Ich habe eine externe Festplatte (5004240TARGA DataBox III 250 DE,
SN: C93636000003) mit eigenem Netzgerät zum Anschluss per USB am
Rechner.  Als der Gehäuselüfter nach einem Tropfen Öl rief, wurde
sie aufgeschraubt (nicht von mir, aber von einer Person, die ich
als ich sorgfältig kenne) und der Lüfter geölt. 

Jetzt zeigt sich, wenn man die DataBox an ihrem Netzgerät und am
Rechner anschließt und einschaltet, außer, dass die Betriebs?LED
leuchtet und der Gehäuselüfter wieder leise läuft, keine
Reaktion mehr. 

Der USB?Anschluss am Rechner funktioniert aber beispielsweise mit
einem Ansteckspeicher. 

Ich habe die Platte (Western Digital WD2500JB) versuchsweise aus
ihrer USB?Umgebung ausgebaut und direkt mit ihren IDE?Daten? und
Stromversorgungsanschlüssen am Rechner angeschlossen.  Der Rechner
erkennt ihre beiden Partitionen.  Die Platte selbst scheint also
in Ordnung zu sein. 

Nun möchte ich nach dem Fehler im Zusammenhang mit dem
USB?Umsetzer fahnden. 

Ich habe mal versuchsweise das Datenkabel zwischen der Platte und
ihrer USB?Umgebung durch ein anderes ersetzt:  Es ändert sich
nichts.  Mutmaßlich ist das Datenkabel also in Ordnung. 

Ich habe den USB?Umsetzer aus seinem Gehäuse geschraubt. 
Irgendwelche abgerissenen Kabel habe ich (mit bloßen Augen) nicht
entdeckt. 

Frage:  Kann ich versuchsweise die Festplatte zwar über die
USB?Umgebung betreiben, ihren Stromversorgungsstecker aber an das
Rechnernetzgerät statt an die USB?Umgebung anschließen oder gibt
das Potentialprobleme? 

Was könnte man noch unternehmen, um dem Fehler in der USB?Umgebung
auf die Schliche zu kommen?
Arno Welzel (05.06.2020, 16:07)
Helmut Waitzmann:

[..]
> Reaktion mehr. [...]
> Was könnte man noch unternehmen, um dem Fehler in der USB?Umgebung
> auf die Schliche zu kommen?


Wird denn überhaupt ein USB-Gerät erkannt, wenn man das Ding anschließt?
Wenn nein, ist der USB-Umsetzer wohl schlicht kaputt.

Statische Aufladung bei Arbeiten mit Elektronik jeder Art kann Chips
auch beschädigen. Vielleicht ist das unabsichtlich bei der Reparatur
passiert. Zwar sehen Hersteller auch Schutzschaltungen vor, um das
möglichst zu vermeiden, aber idealerweise sollte man immer mit einem
Antistatik-Armband mit Erdung arbeiten, um solche Schäden zu vermeiden.
Helmut Waitzmann (05.06.2020, 18:19)
Arno Welzel <usenet>:
>Helmut Waitzmann:
>> Ich habe eine externe Festplatte (5004240TARGA DataBox III 250
>> DE, SN: C93636000003) mit eigenem Netzgerät zum Anschluss per
>> USB am Rechner. 


[...]

>[...]
>Wird denn überhaupt ein USB-Gerät erkannt, wenn man das Ding
>anschließt? Wenn nein, ist der USB-Umsetzer wohl schlicht kaputt.


Weder Windows 10 noch Linux zeigen eine Reaktion.  Bei Linux sehe
ich in keinem der von udev verwalteten Verzeichnisse
/dev/disk/by-* einen Zuwachs, wenn ich das USB?Gerät anschließe
und einschalte. 

>Statische Aufladung bei Arbeiten mit Elektronik jeder Art kann
>Chips auch beschädigen. Vielleicht ist das unabsichtlich bei der
>Reparatur passiert.


Das kann ich natürlich nicht ausschließen. 
Takvorian (05.06.2020, 18:50)
Helmut Waitzmann schrieb:

> Was könnte man noch unternehmen


Den üblen Uralt-Schrott entsorgen und Neuware anschaffen.
Thomas Einzel (05.06.2020, 19:50)
Am 05.06.2020 um 18:19 schrieb Helmut Waitzmann:
> Arno Welzel <usenet>:
> Weder Windows 10 noch Linux zeigen eine Reaktion.  Bei Linux sehe ich in
> keinem der von udev verwalteten Verzeichnisse /dev/disk/by-* einen
> Zuwachs, wenn ich das USB?Gerät anschließe und einschalte.


Ein externen Gehäuse mit PATA/IDE Anschluß dürfte schon *etliche*Jahre
auf dem Buckel haben. Selbst falls du das wieder hinbekommst ist der
nächste Ausfall eine Wahrscheinlichkeitsbetrachtung (MTBF) nicht zum
Vorteil des Gerätealters.

>> Statische Aufladung bei Arbeiten mit Elektronik jeder Art kann Chips
>> auch beschädigen. Vielleicht ist das unabsichtlich bei der Reparatur
>> passiert.

> Das kann ich natürlich nicht ausschließen.


IMO: eine neues SATA Gehäuse mit einer größeren SATA HDD. Du kommst noch
an die Daten deiner alten PATA Platte heran, das ist doch gut - kopieren.

Ich bin bekennender Alt-/Gebrauchtgerätenutzer und repariere auch - aber
es lohnt sich nicht immer, vor allem wenn die alten/reparierten Geräte
ein gewisses Mindestmaß an Verfügbarkeit/Verlässlichkeit haben sollten
oder müssen müssen.
Auch meine alten ext. SATA Gehäuse habe mittlerweile die 5. oder 6.
Generation SATA Platten drin. (via eSATA stört mich die Begrenzung der
USB Bridge bei alten Gehäusen auf 2TB nicht).
Helmut Waitzmann (05.06.2020, 23:26)
Thomas Einzel <usenet-2020>:

>Ein externen Gehäuse mit PATA/IDE Anschluß dürfte schon
>*etliche*Jahre auf dem Buckel haben.


Auf dem Aufkleber auf der Festplatte im externen Gehäuse steht
«DATE: 11 AUG 2006».  Die SMART?Datender Platte sehen
m.?M.?n. nicht so aus, als ob es Zeit wäre, sie zu wechseln: 

SMART Attributes Data Structure revision number: 16
Vendor Specific SMART Attributes with Thresholds:
ID# ATTRIBUTE_NAME FLAG VAL WOR THR TYPE UPDATED FAIL RAW_VAL
1 Raw_Read_Error_Rate 0x000f 200 200 051 Pre-fail Always - 0
3 Spin_Up_Time 0x0003 189 125 021 Pre-fail Always - 5550
4 Start_Stop_Count 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 651
5 Reallocated_Sector_Ct 0x0033 200 200 140 Pre-fail Always - 0
7 Seek_Error_Rate 0x000f 200 200 051 Pre-fail Always - 0
9 Power_On_Hours 0x0032 082 082 000 Old_age Always - 13140
10 Spin_Retry_Count 0x0013 100 100 051 Pre-fail Always - 0
11 Calibration_Retry_Count 0x0012 100 100 051 Old_age Always - 0
12 Power_Cycle_Count 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 644
194 Temperature_Celsius 0x0022 119 092 000 Old_age Always - 31
196 Reallocated_Event_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 0
197 Current_Pending_Sector 0x0012 200 200 000 Old_age Always - 0
198 Offline_Uncorrectable 0x0010 200 200 000 Old_age Offline - 0
199 UDMA_CRC_Error_Count 0x003e 200 200 000 Old_age Always - 10
200 Multi_Zone_Error_Rate 0x0009 200 200 051 Pre-fail Offline - 0

Gibt es Erfahrungen damit, dass so ein USB?Umsetzer wesentlich
weniger langlebig als die darin verbaute Platte ist?

>Selbst falls du das wieder hinbekommst ist der nächste Ausfall
>eine Wahrscheinlichkeitsbetrachtung (MTBF) nicht zum Vorteil des
>Gerätealters.


>IMO: eine neues SATA Gehäuse mit einer größeren SATA HDD.


Meine Rechner sprechen bis auf einen noch kein SATA, und diejenige
Person, der die Platte gehört, hat nur einen Laptop, wo man sie
erst recht nicht reinbauen kann. 

>Du kommst noch an die Daten deiner alten PATA Platte heran, das
>ist doch gut - kopieren.


Ja, so wird man's irgendwie machen müssen. 

>Ich bin bekennender Alt-/Gebrauchtgerätenutzer und repariere auch - aber
>es lohnt sich nicht immer, vor allem wenn die alten/reparierten Geräte
>ein gewisses Mindestmaß an Verfügbarkeit/Verlässlichkeit haben sollten
>oder müssen müssen.
>Auch meine alten ext. SATA Gehäuse habe mittlerweile die 5. oder 6.
>Generation SATA Platten drin.


Ja eben.  Der USB?Umsetzer hat noch keine andere Platte gesehen als
die, der die SMART?Daten oben gehören. 

Aber gut, es hat wenig Sinn, wenn ich Argumente bringe, warum der
Umsetzer noch nicht kaputt gehen dürfte:  Es kümmert ihn wenig. 

Es geht mir auch mehr um die Frage, ob das normal ist, wenn ein
USB?Umsetzer nach 13140 Betriebsstunden der einzigen darin je
gewesenen Platte das Zeitliche segnet. 
Thomas Einzel (06.06.2020, 01:07)
Am 05.06.2020 um 23:26 schrieb Helmut Waitzmann:
> Thomas Einzel <usenet-2020>:
>> Ein externen Gehäuse mit PATA/IDE Anschluß dürfte schon *etliche*Jahre
>> auf dem Buckel haben.

> Auf dem Aufkleber auf der Festplatte im externen Gehäuse steht
> «DATE: 11 AUG 2006».  Die SMART?Daten der Platte sehen m.?M.?n. nicht so
> aus, als ob es Zeit wäre, sie zu wechseln:


Die Platte ist auch noch nicht kaputt, sie ist nur alt. Kaputt ist die
USB-PATA Bridge. Die 14 Jahre alte Platte hat 2020 eine kaum
vorhersehbare Lebensdauer.
....
>> IMO: eine neues SATA Gehäuse mit einer größeren SATA HDD.

> Meine Rechner sprechen bis auf einen noch kein SATA


Das müssen sie für ein neues ext. Gehäuse, außen USB und innen SATA,
auch nicht.
....
> Ja eben.  Der USB?Umsetzer hat noch keine andere Platte gesehen als die,
> der die SMART?Daten oben gehören.


SMART -> HDD, die ist ganz.
Kaputt ist die USB - PATA Bridge.

Du kannst natürlich auch für deine alte PATA Platte ein neues USB PATA
Gehäuse suchen. Das halte ich nur für - sagen wir mal - sehr
unwirtschaftlich.

Schau dir einfach mal die aktuellen Preise an, bevor du weiter
argumentierst. Wäre das eine Beratung gegen Geld, hättest du dir bereits
eine neue ext. SATA Platte kaufen können.
....
> Aber gut, es hat wenig Sinn, wenn ich Argumente bringe, warum der
> Umsetzer noch nicht kaputt gehen dürfte:  Es kümmert ihn wenig.


Genau.

> Es geht mir auch mehr um die Frage, ob das normal ist, wenn ein
> USB?Umsetzer nach 13140 Betriebsstunden der einzigen darin je gewesenen
> Platte das Zeitliche segnet. 


Wir reden über ein Gerät von 2006. Das ist 14 Jahre alt, auch wenn es
noch kein 2 Jahre Dauerbetrieb hinter sich hat. Schau dir die
Spätausfälle der sogenannte Badewannenkurve an, da bist du mit >10Jahren
im Bereich der Spätausfälle, die man statistisch kaum vorhersagen kann.

Mein Rat hieß nur: neues (SATA) Gehäuse und dann gleich mit größerer
(SATA) Platte. Müssen wir nicht diskutieren, das war nur eine
Empfehlung, mehr nicht.
Helmut Waitzmann (06.06.2020, 01:54)
Thomas Einzel <usenet-2020>:
>Am 05.06.2020 um 23:26 schrieb Helmut Waitzmann:


>Wir reden über ein Gerät von 2006. Das ist 14 Jahre alt, auch
>wenn es noch kein 2 Jahre Dauerbetrieb hinter sich hat. Schau dir
>die Spätausfälle der sogenannte Badewannenkurve an, da bist du
>mit >10Jahren im Bereich der Spätausfälle, die man statistisch
>kaum vorhersagen kann.


Ach so.  Ich hätte jetzt gedacht, das wird nach Betriebsdauer
gemessen. 
Thomas Einzel (06.06.2020, 12:29)
Am 06.06.2020 um 01:54 schrieb Helmut Waitzmann:
> Thomas Einzel <usenet-2020>:
> Ach so.  Ich hätte jetzt gedacht, das wird nach Betriebsdauer gemessen. 


Beides ist von Bedeutung, erst recht bei Consumerelektronik die >10
Jahre ist.

Z.B. können sich Kondensatoren verändern, auch ohne dass Spannung
anliegt, vor allem bei längerem Nicht-Gebrauch. Es reicht ggf. schon,
wenn ein Elko in der USB Brige seine Kapazität deutlich verändert hat
oder ganz kaputt ist. Kaputt stehen ist nur nur eine Redewendung, auch
der Begriff formieren ist bei Elkos keine Esoterik.

Dauerbetrieb und Dauer-Nichtbetrieb sind gegenüber z.B. regelmäßig 2h
täglicher Betrieb in der Regel nicht der Gerätelebensdauer zuträglich.

Ok, genug über eine 14 Jahre alte und kaputte USB-PATA Brige eschrieben.
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