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Stefan Schmitz (12.05.2020, 18:33)
Überall findet man Anleitungen zum Umgang mit den jetzt vorgeschriebenen
Alltagsmasken. Da heißt es dann, dass man sich vor dem Aufsetzen und nach dem
Absetzen der Maske gründlich die Hände waschen soll. Dass man dieMaske
während des Tragens nicht von außen anfassen soll, dass man eine feuchte
Maske wechseln soll etc.

Unter der Voraussetzung, dass diese Masken ausschließlich dazu dienen,die
Menschen in der Umgebung vor den Viren des Trägers zu schützen, verstehe ich
diese Anleitungen nicht.
Was ändert sich an der Verbreitung der eigenen Viren, wenn man diese Regeln
einhält oder aber nicht?
Kann es sein, dass hier einfach die Regeln für medizinische Masken
verbreitet werden, die für Alltagsmasken aber irrelevant sind?

Halbwegs vorstellen kann ich mir noch, dass eine durchfeuchtete Maske nichtmehr
so wirkt wie gewünscht, aber wirklich verstehen tue ich das auch nicht..
Nach dem, was ich anfangs über diese Masken gelesen habe, ist ihre einzige
Wirkung, dass sie den Luftstrom des eigenen Atems so abbremsen, dass die
enthaltenen Viren nicht weit fliegen. Warum soll diese Wirkung bei Feuchtigkeit
entfallen?
Karl Meisenkaiser (12.05.2020, 20:51)
Am 12.05.2020 um 18:33 schrieb Stefan Schmitz:
> Überall findet man Anleitungen zum Umgang mit den jetzt vorgeschriebenen
> Alltagsmasken. Da heißt es dann, dass man sich vor dem Aufsetzen und nach dem
> Absetzen der Maske gründlich die Hände waschen soll. Dass man die Maske
> während des Tragens nicht von außen anfassen soll, dass man eine feuchte
> Maske wechseln soll etc.
> Unter der Voraussetzung, dass diese Masken ausschließlich dazu dienen, die
> Menschen in der Umgebung vor den Viren des Trägers zu schützen, verstehe ich
> diese Anleitungen nicht.


Na wenn du z.B. infiziert bist, im Supermarkt 100 mal an das
Feuchtbiotop deiner Maske fasst oder dir mit der Maske die Nase putzt
(alles schon gesehen), und dann aus 100 Gurken die richtige
heraussuchst, dann hat der nächste Gurkenliebhaber dein Feuchtbiotop an
der Gurke.

Karl
F. W. (13.05.2020, 09:31)
Am 12.05.2020 um 18:33 schrieb Stefan Schmitz:

Da bei der Behandlung von Ebola-Epidemien die *Pfleger* Masken tragen
und nicht die Patienten, glaube ich sowieso nicht, dass die Maske die
Allgemeinheit schützt, sondern den Träger.

Warum haben wir anstatt "Lockdown", Massenpleiten und 156 Milliarden
neuer Staatsschulden also nicht einfach eine Maskenpflicht erlassen?

Weil wir keine Masken hatten.

Meines Erachtens war das eine Vertuschung von Organisationsfehlern, die
nun mit sehr viel Staatsknete wieder ausgebessert werden muss.

Warum hatten wir keine Masken? Weil sie a) in Asien produziert werden
und b) hier keine Vorräte angelegt wurden. Ähnlich wie bei Paracetamol,
Ibuprofen, ASS, ACC und teilweise Diclophenac gibt es in Europa immer
dann einen Mangel, wenn irgendwo in der Dritten Welt ein Werk abraucht.

Um das zu ändern, will man nun diese Wirkstoffe wieder in Europa
herstellen. Wie die Masken. Warum das nicht funktionieren wird, weiß
jeder, der in den letzten 20 Jahren wenigstens versehentlich mal die
"tagesschau" gesehen hat: weil die Kohle fehlt und hier niemand teuer
Massenartikel produzieren kann.

Also hilft nur die Vorratshaltung. Wenn der Staat Tamiflu und
Job-Tabletten vorrätig halten kann, dann kann er auch Masken und
Wirkstoffe vorrätig halten. Die Lagerkosten könnte man teilweise herein
bekommen, in dem man Wirkstoffe vor Ablauf ersetzt und die Lagerbestände
an die Wirtschaft oder die Krankenhäuser und Apotheken verkauft.

Wahrscheinlich wird aber nach der Pandemie das passieren, was hier nach
Katastrophen immer passiert: nichts.

FW
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